schöne, für mich sehr bedeutsame Zeilen, die Du da geschrieben hast und ein großes Danke, dass Du uns an Deinen Gedanken teilhaben lässt.
Es ist oftmals sehr schwer, Menschen damit zu erreichen, die keinen Weg zu und kein offenes Ohr für Gott haben. Und es tut auch meist sehr weh.
Doch gibt es hier glücklicherweise so Manchen, der sich über solche Texte freuen kann und es gerne liest.
Schade finde ich, dass sich diejenigen, die damit nichts anfangen können, nicht einfach aus solch einem Tread heraushalten können - denn dir Frage war ja nicht, ob Glaube oder nicht.
Zu Deiner Frage nach diesem vergangenen Jahr.
Momentan geht es mir so gut wie schon viele Jahre nicht mehr.
Nach langen Jahren mit vielen leichten Anstiegen und rasant abfallenden Tiefen haben wir (mein Mann und ich) es endlich geschafft, etwas mehr Ruhe und trotzdem mehr Leben in unseren Alltag zu bringen.
Wir nehmen wieder mehr an der Aussenwelt teil, gehen abends fort mal alleine, mal zusammen.
Wir werden wieder mehr ein Paar und das tut nach so langer Zeit einfach nur gut und wir geniessen uns auch wieder und vor allem die Zeit miteinander.
Und um es ganz deutlich zu sagen, ohne unseren festen Glauben an Gott und seinen Beistand hätten wir den Weg bis hierhin und weiter nie gemeinsam durchgestanden.
Und dafür bin ich unendlich dankbar.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen friedvollen Silvesterabend und ein gesegnetes Neues Jahr.
liebe Grüße
Petra _________________ Petra(´65) und Arno(´55) mit Mario(´89):ADS, 2 kleinen Sternenjungs (19. und 20.SSW) und unseren Vollzeitpflegekindern Sissi(´98): Sprachbehinderung, emotionale Störung mit Ängsten,Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung; Zwilling Diana(´98): Sternenkind seit Juli 05 und Stefan(´00): Epilepsie, Entwicklungsverz.,Wahrnehmungsstörung
Ich wohne in einer sehr katholischen Gegend, sehr viele hier gehen regelmäßig in die Kirche, erzählen von Gott, von der Nächstenliebe, von Gleichheit und Gerechtigkeit- und klauen mir im nächsten Moment den Behindertenparkplatz obwohl sie sehr gesund und gut zu Fuß sind, wählen rechtsradikale Parteien, zeigen ihre Nachbarn an, weil diese ihren Bürgersteig anscheindend nicht ordentlich genug reinigen.
Danke Janina ...
das genau ist nämlich die Realität die mich so ank*tzt ... Scheinheiligkeit, Verlogenheit aber Sonntags immer schön brav in die Kirche traben um gesehen zu werden .
Jedem seinen Glauben ... aber es sollte dann auch im Alltag praktiziert werden sprich Rücksichtsnahme , Fürsorge etc ...
Dass Luca im letzten Jahr so erhebliche Fortschritte gemacht hat (er hat seinen Wortschatz verdoppelt - ich habe heute sein Kommunikationsbuch aktualisiert), hat er bestimmt nicht jemandem über uns zu verdanken, sondern ganz allein dem Umstand, dass seine Eltern immer wieder für ihn kämpfen und auch bei Niederlagen nicht locker lassen, bis aus einer Niederlage doch noch ein Sieg wird.
Ich denke mal, dass es auch 2010 so weiter gehen wird.
Ich könnte jetzt fragen, wo war Gott, als ich 4 Onkel und 1 Tante durch Krebs verloren habe oder als mein Cousin aus lauter Verzweiflung gegen einen Baum gefahren ist? Schicksal? Genau die Menschen hätten es verdient, lange zu leben. Keine Angst, keiner dieser Menschen ist in diesem Jahr gestorben. Aber das mußte mal gesagt werden.
Dass meine Familie und ich heute da stehen, wo wir stehen, haben wir nur uns zu verdanken und nicht einer höheren Macht.
Trotz allem wünsche ich Euch einen Guten Rutsch und für das Neue Jahr alles erdenklich Gute.
Viele Grüße
Alexa _________________ Alexa mit Luca (* 2003); Sprachentwicklungsstörung; ohne Ursache
Hallo
Alexa ,genau ,das frage ich mich auch ,wo war er als Sven geboren wurde und sein Vater uns genommen wurde.?
ich glaube auch schon lange nicht mehr.!
ich kenne auch einige die in die Kirche gehen ,dann zum Frühschoppen und zu Hause wird Terror gemacht
LG und ein schönes neues Jahr
Inge u. Sven _________________ Asphyxie d. Mekonium Aspiration;appalischen Syndr,
geb.am;07.03.01 ,ein Engel und bei seinem Papa seit ,*22.1.2010
Ich werde Dich immer lieben! http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=4256
ja, das ist ein sogenannt zweischneidiges Messer, eine Geratwanderung. Einige empfinden es als missionarisch, wenn ein Glaubenstext kommt, andere sind darum froh, weil sie denselben Glauben teilen.
Ich selbst habe für mich eine wunderbare Erfahrung gemacht: Mein Sohn Gabriel wurde im Dezember 2004 geboren und verstarb eine Stunde nach seiner Geburt an Anencephalie. Ich wusste um diese Diagnose seit dem 4. Lebensmonat. Ich wurde christlich erzogen, bin Protestantin, wurde getauft und konfirmiert. Aber den Glauben wirklich gelebt, habe ich nicht wirklich, ich war im wahrsten Sinne des Wortes Protestantin. Von der Protestantin zur Christin, das war ein langer Weg und mein Sohn war ein wichtiger Teil dabei. Den SChmerz, den werde ich nie vergessen, aber auch nich, das Getragenwerden. Durch ihn habe ich erfahren was es heisst, von Gott getragen zu werden, denn bei Ihm suchte ich Zuflucht und ich glaube auch, dass ich sie fand. Für einen anderen Menschen stimmt das so nicht, sondern es kommt die Frage nach der Gerechtigkeit. Ich kann alles annehmen, denn jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Ich habe auch erfahren, dass ich ganz viele Kräfte in mir habe, von denen ich vorher nicht wusste, dass sie da sind.
Meinungen sind geteilt, Glauben sind verschieden, ob wir an Gott oder an uns selbst glauben, was auch immer. Wichtig ist, in jedem Fall die gegenseitige Achtung, die Wertschätzung und die Ehrlichkeit.
Ich kann deshalb Itsy nur unterstützen, in dem, was sie schreibt.
Deshalb: ob die Liebe durch Gott oder nur durch uns selbst entsteht und empfunden wird, ist doch egal, wichtig ist, dass wir uns gegenseitig lieben, dass wir einem ANderen nicht unseren Glauben aufdrängen wollen und dass wir uns allen ein erfolgreiches, licht- und liebevolles Jahr wünschen!
Alles liebe
Christine _________________ Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. 1. Korinther 13, 7-8
Christine mit Gabriel im Herzen, *†16.12.2004 Vorstellung Gabriels-Kerzen
ach, ihr habt ja recht, was die Scheinheiligkeit betrifft. Es heisst in der Bibel, dass derjenige, der behauptet, Christ zu sein, "verpflichtet ist, auch selbst so zu wandeln, wie jener (Christus) gewandelt ist." 1 Joh 2, 6. Das ist eine grosse Herausforderung.
Gleichzeitig sagt aber Jesus auch, dass die Gesunden keinen Arzt brauchen, sondern die Kranken. Und dass er nicht gekommen ist, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Busse. Lukas 5, 31 Deshalb denke ich, ist es doch schön, wenn egal wer zur "Kirche" geht, vielleicht wird ja aus einem "Scheinheiligen" dann irgendwann ein "Heiliger".
Die Frage des Leides ist berechtigt und wir haben ja schon oft darüber diskutiert. Ich erlebe die Frage des Leides einfach ganz anders, sie nimmt mir mein Vertrauen auf Gott nicht. Ich erlebe auch Tiefen (bin gerade in so einer Tiefe, deshalb danke, Hermann), aber das bringt mich immer dazu, die persönlichen Nähe zu Gott neu zu suchen und Gott antwortet IMMER.
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
@all Ich wünsche allen, ob Sie nun an Gott glauben oder nicht, einen guten Beschluss und ein gutes und vorallem gesundes neues Jahr. Ich könnte mir ein Leben ohne meinen Glauben an Gott nicht vorstellen. Was die Kath. Kirche oder manche Christen von sich geben oder tun, finde ich nicht in Ordnung, aber man kann ja nicht alle über einen Kamm scheren.
Mögen sich alle die sich Christen nennen auch Christlich verhalten
Liebe Grüße
Moni _________________ 03/85 Osteogenesis imperfecta Typ IV (Glasknochen)
Das Leben selbst, ist das größte Geschenk
Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt
Ich bin sehr überrascht und sehr berührt von Euren Antworten!
Ich bin kein Heiliger! (aber auch kein Scheinheiliger! )
Ich habe in meinem Leben - leider! - schon oft versagt und bin Menschen Liebe schuldig geblieben.
Ich habe aber auch schon viel Leid selbst erfahren und dunkelste Stunden in meinem Leben erlebt.
Ich war gestern bis heute bei einem Treffen von Eltern, die im letzten Jahr ihr Kind verloren haben, und anderen Gästen, die gestern Abend einsam waren, in Dresden.
Ich wäre wahrscheinlich sehr einsam gewesen ohne diese mir bis gestern völlig unbekannten Frauen, Männer und Kinder!
Ich danke auch an dieser Stelle allen, die uns zu diesem Treffen eingeladen und es so wunderschön vorbereitet haben!
Die wenigsten dieser Frauen und Männer sind gläubig, aber sie glauben an sich und .... an die Liebe, die Liebe, die sogar den Tod überwindet und das "Band der Liebe" von "da unten" nach "da oben" und zurück führt.
Ich habe in der vergangenen Woche die Beerdigung eines Freundes miterlebt, der ein katholischer Priester war und für alle Menschen "einfach da" war, die seine Hilfe und seinen Rat haben wollten. Nach einer Erkrankung lebte er viele Jahre sehr zurückgezogen und - fast - einsam.
Warum? Diese Frage bleibt über seinem Grab offen! Es soll noch mehr Pfarrer und Pfarrerinnen und kirchliche MitarbeiterInnen geben, die sehr einsam sind!
Bei der Beerdigung haben sich viele wiedergesehen, die sich über Jahre weder gesehen noch gehört haben. Es wäre fatal und ein Zeichen verlorenen Menschseins, wenn wir immer erst dann - wieder - zusammenfinden, so wir es denn wollen, wenn wir zu einer Beerdigung "müssen"!
Gestern Abend hat uns eine Mutter von vier Kindern erzählt, daß sie im letzten Jahr ihre Eltern durch einen Unfall, ihren Bruder nach langer Krankheit und ihre 4 jährige Tochter verloren hat, die ein besonderes Kind war. Die Frau lebt in einer kleinen Gemeinde bei Hoyerswerda! "Da war niemand!", der ihr geholfen hat, bis auf ein Ehepaar mit sechs Kindern, das im letzten Jahr aus Indien dorthin "eingewiesen" worden ist. Dieses Ehepaar hat die Frau auch auf das gestrige Treffen aufmerksam gemacht. Und das war gut so.
Als gläubiger Christ glaube ich, daß das nicht "nur" Zufall war. Als neutraler Beoachter und Mitteilnehmer an diesem Treffen, muß ich feststellen, daß es auf dieser Welt Engel gibt, die nicht Christen sind, und das macht mich unendlich froh.
Der "Bengel" Hermann hat bei dem Treffen den musikalischen Teil übernommen, deshalb war ich eingeladen. Wir haben Weihnachts- und Neujahrslieder gesungen und gerockt! Und das war auch gut so! Euch allen noch einen schönen Neujahrstag und alles Gute für 2010!
Bevor wir in Urlaub fahren grüßen wir Dich herzlich!
Statt eigener Worte ein Ausschnitt aus den Gedanken von Landesbischöfin Margit Kässmann zum Jahreswechsel:
"Eine Krise führt in den meisten Fällen in die Einsamkeit und ins Alleinsein. Die Jahreslosung 2010 gibt uns die Gewissheit, dass keine und keiner auch in der größten Krise wirklich allein und auf sich selbst gestellt ist. Deshalb kann das Lied anklingen, das ich auch beim Abschied von Robert Enke zitiert habe:
Wenn du durch einen Sturm gehst
Geh erhobenen Hauptes
Und habe keine Angst vor der Dunkelheit
Am Ende des Sturms
Gibt es einen goldenen Himmel
Und das süße, silberhelle Lied einer Lerche
Geh weiter, durch den Wind
Geh weiter, durch den Regen
Auch wenn sich alle Deine Träume in Luft auflösen
Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen
Du wirst niemals alleine gehen
Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen
Du wirst niemals alleine gehen
Ja, „You´ll never walk alone...“ – das heißt für mich: wir gehen durch diese Zeit und auch über unseren Tod hinaus mit Gott an unserer Seite. In diesem Sinne allen ein gesegnetes Jahr 2010."
Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub!
Danke für Deine PN.
Nur Feiglinge verstecken sich.
Wenn ich nicht alles vergessen habe, waren es die Schriftgelehrten und Pharisäer, die Jesus ans Kreuz geschlagen haben.
Dass es da die Sadduzäer und die Essener gegeben hat, war denen nur recht. Die haben den "Schmutz" herbeigeholt.
Heute sind es andere Titel oder Selbstein- und -überschätzungen, aber der Trieb Menschen zu zerstören ohne sie zu kennen oder auch nur einmal mit ihnen gesprochen zu haben, ist auch in den Kirchen derselbe, und kommt aus denselben Wurzeln.
Ich vertraue auf Gott und auf die, die mich seit Jahrzehnten kennen, und ich vertraue auf die Liebe. Sie ist stärker als wüstes Reden!
Viel Spaß in Tirol!
Hermann
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