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Ursachenforschung bei Sprachstörungen möglich?
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Dani+Feli
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BeitragVerfasst am: 21.11.2009, 23:56    Titel: Ursachenforschung bei Sprachstörungen möglich? Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

ich möchte mal wissen, ob sich eine Sprachstörung, im Gehirn, am
Sprachzentrum irgendwie nachweisen läßt?
Zum Beispiel, ist dann das EEG oder ein CT/MRT auffällig?

Oder ist eine Infektion, Unterzuckerung, Sauerstoffmangel, Krämpfe
oder Blutung in der Geburts- oder Neugeborenenzeit daran beteiligt?
Kommen Muskel-,Stoffwechsel-oder genetische Erkrankungen in Frage?

Können sich hier auch Krankenschwestern und Ärzte mal dazu melden?
Was habt Ihr Eltern, in Erfahrung bringen können, warum Eure Kinder
mit Sprachstörungen kämpfen müssen?

Ich danke für´s Mitlesen und Interesse.
LG dani+feli

_________________
F. global Entwicklungsverzögert, Sprachstörung
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Petra Patriarca
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BeitragVerfasst am: 22.11.2009, 01:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

mein Sohn hat(te) eine stark ausgeprägte rezeptive Sprachstörung , ziemliche Koordinationsprobleme, konnte Handlungsabläufe nur sehr schlecht automatisieren und autistische Züge.
Seine EEG Befunde waren allesamt negativ , was ja wiederum positiv ist Wink . Auch ein CT war absolut unauffällig , im Gegenteil - eher sehr schön.
Ich glaube, dass man zwar bei manchen Kindern etwas findet, bei denen man ein EEG oder CT macht, aber dass es sich nicht generalisieren lässt.

Viele Grüße Petra
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erihatti
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BeitragVerfasst am: 22.11.2009, 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

hallo!

ja, bei Manchen, wie du es sagst oder bei dennen, die es sich um eine Fehlbildung handelt kann man das sehen.

Allerdings muss ich dir von unserer Erfahrung sagen, dass unser 1. MRT mit 1,5 Jahre total unaufällig war. Wir werden am 22. Dezember einen dünneren machen. Bei uns war das so, dass die Ärzte meinen, dass Annikas Anfälle genau aus dieser Region des Gehirns kommen und dass eben der Grund sein könnte, warum Annika so verwaschen spricht.

was ist bei euch schon an Abklärung gemacht worden?

LG,

Erika

_________________
Erika mit Annika: mikrodeletionsyndrom 17q21.31 mit allem, was dazu gehört: hypotonie, partielle Polymikrogyrie, Urachusfistel (operiert), Epilepsie (gut eingestellt), Mitralklappenprolaps, Entwicklungs- und Sprachentwicklungsverzögerung, Dyspraxie, uvm! unser Blog: http://annibutterfly.blogspot.com/
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MamaAlexa
gesperrter User
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BeitragVerfasst am: 22.11.2009, 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

unser Sohn hat auch eine Sprachentwicklungsstörung. Wir waren schon bei vielen Ärzten, die aber alle nichts gefunden haben. Es wurde u.a. eine Stoffwechseluntersuchung gemacht. Die letzte Untersuchung hatten wir im März. Luca wurde noch mal komplett untersucht. Auch ein Schlaf-EEG wurde gemacht. Bei dem Abschlußgespräch wurde uns gesagt, dass Luca's Gehirn anders aussieht als bei normal entwickelten 6-jährigen Jungs. Aber es würde nicht auf eine Krankheit hinweisen, auch Rolando-Epelepsie wurde Gott sei Dank ausgeschlossen. Dann wurde uns der Hinweis gegeben, Luca auf das fragile X-Syndrom testen zu lassen. Das haben wir gemacht, war gott sei Dank negativ.

Dann dachten wir auch zeitweise daran, dass Luca während der Schwangerschaft im Mutterleib ein Trauma davon getragen hat. Das wurde aber auch widerlegt.

Wir fahren 4 mal im Jahr zum Osteopathen. Dieser sagte ganz am Anfang vor 3 Jahren, dass die beiden Gehirnplatten bei Luca damals zu eng zusammengewachsen sind. Dadurch käme die Information zum Gehirn langsamer an. Und auch Informationen vom Gehirn gehen langsamer weg (laienhaft ausgedrückt). Dies habe ich aber bei Schulmedizinern nie erwähnt, weil diese auf die Osteopathie doch negativ reagieren (zumindest die, die wir haben).

Wir haben für uns beschlossen, dass wir Luca zu keinem Arzt mehr schleppen. Er hat mit seinen 6 Jahren schon mehr Ärzte kennengelernt, wie ich mit 38 Jahren.

Gruß
Alexa

_________________
Alexa mit Luca (* 2003); Sprachentwicklungsstörung; ohne Ursache
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Tina35
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BeitragVerfasst am: 22.11.2009, 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

wir haben vor 1,5 Jahren , also mit 5 Jahren ein MRT machen lassen.
Die Ärzte wollten sehen, ob das Sprachzentrum normal ausgebildet ist
und ob es Raumforderungen gibt. Das MRT war völlig unauffällig.
EEG wurde nicht gemacht. Eine genetische Ursache wurde bisher nicht untersucht,
also keine Bluttests (z.B. auf FRAX,...)
Welche weiterführenden Untersuchungen noch möglich wären, weiß ich natürlich auch nicht.
Aber ich habe mir diese Fragen auch schon oft gestellt.
Überlegt, ob in der SS eine Erkr. (unerkannt) in Frage käme?
SS, Geburt war bei uns völlig unauffällig und die APGAR-Werte 10/10/10 - besser geht ja bekanntlich nicht .....

Vielleicht melden sich ja noch ein paar Experten.

Gruß Tina

P.S. wie läuft es mit der Sprachentw. von Feli?
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SimoneLeMo
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BeitragVerfasst am: 23.11.2009, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ich frage mich, warum mein Kind nach völlig unauffälliger SS und völlig problemloser (reifer) Geburt nun so ist, wie er ist.

Ich muß sagen, wir haben gar nix gemacht, diagnostisch. Außer eben der Entwicklungsdiagnostik in der Frühförderstelle und dem Pädaudiologen. Aber es wurde kein EEG, kein MRT gemacht und auch kein Blut abgenommen.
Ich finde seine Entwicklungsstörung (noch) nicht so schlimm, daß unser Kind das alles ertragen müßte.
Und wenn wir es wüßten: Es gibt keine Pille, die er dann nehmen könnte um "normal" zu sein.

_________________
Liebe Grüße von

Simone *1973, mit L.*02/2001, gesund und
Mo, *07/2004, entwicklungsverzögert in Sprache und Motorik, AVWS
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Dani+Feli
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BeitragVerfasst am: 23.11.2009, 14:27    Titel: Danke, für die gleichen Gedanken! Antworten mit Zitat

Liebe Leser,
herzlichen Dank für diese wahren Worte!
Mir geht es auch so, es würde evtl. sich nichts an der Therapie ändern,
sondern man hat dann mit einer neuen Diagnose oder hoffendlich mit
normalen Befunden, sich auseinanderzusetzen.
Die Untersuchungen sind immer eine Belastung für alle.
Deswegen bekomme ich jetzt auch Bauchschmerzen, ob ich überhaupt
ein EEG oder MRT durchführen lasse, wenn kein Anhalt für eine Epilepsie
oder Sonstiges vorliegt. Ich könnte noch Blut für den Stoffwechsel und
eine Genveränderung ab nehmen lassen. Bin ich verpflichtet weiter zu
suchen oder ergeben sich aus den Untersuchungen neue Chancen ???

Wir haben die verbale Dyspraxie, HNO/Pädaudiologisch bestätigt als Diagnose. Dann liegt eine Zentral-motorische-Koordinationsstörung mit muskulärer Hypotonie als Diagnose vor.
Im Babyalter hatte er eine Sepsis mit Unterzuckerung und es waren die Hirnventrikel unterschiedlich groß und er hatte wahrscheinlich KISS. Damals war das EEG ok. und die Sonografie zeigte keine Raumforderung oder Blutung.
Jetzt sind wir mit Felix´Entwicklung so sehr zufrieden, das ich fast nicht
mehr nach einer Ursache forschen möchte.
Felix wird ein besonderes Kind weiter sein, aber er wird seinen eigenen
guten Weg gehen können! (Sprachheilschule/Ausbildung)
Spekulativ könnten seine Ursachen für die Sprachstörung, die Sepsis
und die Unterzuckerung sein. ???
Was sagen die Mediziner und Fachleute dazu?
Habt Ihr schon mal wahre Ursachen dafür gesagt bekommen?
LG Eure Daniela

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F. global Entwicklungsverzögert, Sprachstörung
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Rine
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BeitragVerfasst am: 23.11.2009, 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben auch ein EEG machen lassen (unauffällig), alle möglichen Chromosomenunters. (unauffällig). Jetzt letzten donnerstag MRT und das war auffällig im Hinblick auf die Entwicklungsverzögerung.
_________________
Wenn dich jemand auslacht, dann lächle zurück. Oft hat der der dich auslacht, ein Lächeln bitter nötig...


V. (10/04) FraX-Sonnenschein
F. (01/10) bislang gesund
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Mika06
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BeitragVerfasst am: 23.11.2009, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

auch bei uns kreisen die gedanken um die frage nach dem warum, aber auch um die suche nach einer genauen diagnose - mika ist ja noch etwas jünger. wir werden wahrscheinlich anfang nächsten jahres 5 tage stationär ins kinderneurologische zentrum gehen um mika rundum durchchecken zu lassen (MRT, EEG, ...) Die Frage ist halt immer wieder: was bringen einem weitere untersuchungen? was haben die für konsequenzen für therapien usw., denn man fördert und tehrapiert ja eh schon? die SS bei uns war völlig unauffällig, ebenso die APGAR-werte.

auch bei uns gehen alle anzeichen in richtung verbale dyspraxie, allerdings sagte man mir, dass das eine isolierte (expressive) sprachstörung sei (die kinder würden sonst keine weiteren auffälligkeiten zeigen). Da mika ja auch noch einige andere (leichte) auffälligkeiten im bereich motorik, wahrnehmung, gleichgewicht, koordination zeigt, ist man andererseits nicht sicher, ob vielleicht doch ein anderes problem hinter der sprachstörung steckt.

@daniela: wie ist das denn bei euch ? in deiner signatur stehen ja neben der dyspraxie bei felix auch noch andere probleme zB motorik. wie stehen die denn in zusammenhang mit der dyspraxie? denn dann würde es sich ja bei felix auch nicht um eine isolierte sprachstörung handeln? ich hab auch schon in vielen anderen dyspraxie-signaturen weitere auffälligkeiten gelesen, ähnlich wie bei uns - das wären dann doch alles keine isolierten sprachstörungen? *auf dem schlauch steh*

vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen? Rolling Eyes

lg, isa

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Mika 10/06 - globale Entwicklungsverzögerung, Sprechdyspraxie und motorische Dyspraxie
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Dani+Feli
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Beiträge: 495
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BeitragVerfasst am: 24.11.2009, 11:58    Titel: verbale Dyspraxie und körperliche Dyspraxie Antworten mit Zitat

Hallo Mika06,
die verbale Entwicklungsdyspraxie ist zwar eine Sprachstörung,
aber es haben viele Kinder mit Sprachproblemen auch motorische
Probleme. Außerdem gibt es auch die echte körperliche Dyspraxie,
wo Bewegungs- und Handlungsabläufe nicht gut koordiniert werden
können. Nun könnte Felix auch beides haben, aber das wurde noch nie
in Erwägung gezogen. Wenn bei der HNO-Arzt eine verbale Dyspraxie
in der Sprache feststellt, dann ist es auch eine. Egal was ein Kind noch
körperlich oder geistig aufholen muß.
-Wir haben auch schon über ein neues Syndrom nachgedacht.-
Wie Du auch feststellst, Kinder mit einer Sprachdyspraxie, ähneln sich sehr in den anderen motorischen Bereichen.
Man spricht heute nicht mehr von isolierten Sprachstörungen, denn im
Kindesalter greift alles miteinander ineinander, um die Entdeckung der
Welt zu ermöglichen.
Warum Felix Koordinationsstörungen hat, wissen wir auch noch nicht.
Da könnte ich noch weiter suchen.
Vorallem ist die Sprache und die Motorik ständig, sich am weiter ent-wickeln und das zählt für uns.
LG Daniela

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F. global Entwicklungsverzögert, Sprachstörung
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