Erst einmal dankeschön für die vielen Erfahrungsberichte und Erklärungen.
Wir haben ein ganz normales, nicht zu enges Treppenhaus. Dort wäre es sicher kein Problem, mit einem Hilfsgerät die Treppe zu bewältigen. Da Flori jetzt seine eigene, rollstuhlgerechte Wohnung bezieht, ist Hilfe also dort überhaupt nicht notwendig.
Wichtig wär mir aber schon, dass mein Sohn auch mich in Zukunft besuchen kann, ohne getragen werden zu müssen wie ein Kind. Schließlich ist er fast 21. Und sicherlich ist es für Flori auch nicht so toll, von seinen Freunden getragen zu werden, wenn er sie besuchen möchte. Ich denke nicht, dass er seinen Rolli endgültig mit einem Zusatzgerät verbauen sollte; aber ein Gerät, das mit wenigen Handgriffen an seinen Rolli montiert werden kann, halte ich für einen Gewinn.
Unsere Krankenkasse stellt bestimmt kein Problem dar, bisher bin ich mit dem Service dort mehr als zufrieden.
Mal sehen, wie mein Sohn sich dazu stellt. _________________ Doro, Mutter von Flori
geht doch mal zusammen zum nächsten Rollisportverein und fragt dort mal nach Treppentechniken mit dem Rolli nach.
Wenn Dein Sohn einen nicht zu hohen Querschnitt hat, kann er wunderbar dabei mithelfen. Man kann dann immer gemeinsam eine Stufe rauf oder runter gehen, und der Rollifahrer kann an den Greifreifen mithelfen.
Für jemanden mit einer Querschnittlähmung ist das meist die einfachste Lösung, weil man dann von keinem anderen Gerät abhängig ist, denn Treppen sind immer garantiert da, wo Du sie nicht brauchen kannst...
Ich mache das seit vielen Jahren so, und man muß manchmal ein wenig warten, bis jemand kommt, dem man sich anvertrauen mag, aber wenn die Griffe am Rolli nicht zu tief sind, ist das für die Begleitperson nicht zu anstrengend.
Wenn man nur fremde Helfer hat, oder sehr korpulent ist, empfiehlt es sich, 2 Helfer zu suchen, daß einer vorne und einer hinten anpacken kann.
Den Rolli aber nicht tragen, sondern über die großen Räder rollen, dann muß man nämlich kaum Gewicht tragen, wenn der Rollifahrer mithilft.
Liebe Grüße
Gesa _________________ Rollstuhlfahrerin mit unklarer Diagnose, vor vielen Jahren Unfall mit Kopf- und Beinverletzungen, über die Jahre Verschlechterung, seit mittlerweile 11 Jahren Rollifahrerin; Erfahrungen in Rollisport, Rollstuhlversorgung sowie behindertengerechtem Autoumbau, Geigenlehrerin
Hallo Gesa, das ist ja eine ausgezeichnete Idee.
Leider gibt es in unserer Nähe keinen Verein, der Rollisport anbietet, aber solange mein Sohn noch in der Klinik ist, könnte er ja dort üben. Ich werde mich auf jeden Fall mal schlau machen, was für Möglichkeiten er selbst hat.
Zum Glück kann er mittlerweile seine Arme wieder uneingeschränkt nutzen. Allerdings ist er nicht so sehr kräftig, aber das kommt schon noch. Schließlich trainiert der junge Mann wie wild. _________________ Doro, Mutter von Flori
Inzwischen hat sich Flori in der Klinik zum Thema Scalamobil beraten lassen und das Gerät wurde für ihn beantragt.
Es scheint ihm gefallen zu haben und er meint, dass wir es ohne große Probleme bedienen könnten. Ich bin natürlich gespannt.
Wichtig finde ich, dass er sich selbst dazu entschlossen hatte!
Wieder ein kleines Schrittchen in Richtung Selbstständigkeit - die eigene Entscheidung und natürlich das Gerät!
gestern war nochmal jemand da der mir das gerät genauer erklärt hat.
bin auch die treppen rauf und runter gefahren.dann habe ich es mal mit meinen moritz ausprobiert,weil der ja im "notfall" wenn ich mich zu blöd anstelle aufstehen kann
dann habe ich meine sohn gebeten mal so zu zappeln wie mein kleiner das immer macht.
mir ist das herz stehen geblieben.
ich habe gemeint wir fallen die treppe runter
das kann ich also vergessen
weiter rauftragen,aber wie lange geht das noch gut.
lg
marika _________________ Marika 05/72,Markus 02/71,Moritz 09/95 gesund und Martin03/98 shuntversorgter Hydrocephalus,Amaurose bds.blind,Epilepsie und Spastik links.
Hallo,
ich nutze das Scalamobil im täglichen Einsatz bei Krankenfahrten und habe natürlich deshalb große Routine.
Wenn man es einmal richtig drauf hat, ist es mit wenig Kraft möglich, Personen bis 120 KG die Treppen hinauf und hinab zu bringen. Man hält ja den Rollstuhl mit dem Scala nur im Gleichgewicht, den Rest macht das Gerät.
Aber ich weiß, wie sehr ich mich am Anfang verkrampft habe... von daher habe ich Verständnis, wenn jemand unsicher ist mit der Bedienung.
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