Verfasst am: 10.10.2005, 11:08 Titel: Scalamobil zu empfehlen?
Ich möchte für meinen Flori ein scalamobil oder einen scalacombi beantragen. Er selbst hält das gar nicht für notwendig, aber ich denke, es wird helfen, seine Selbständigkeit weiter zu förder. So kann er auch zu mir die Treppen rauf, ohne dass wir ihn tragen müssen. Bei seinen Freunden das gleiche. Kann doch auch nur gut fürs Selbstbewusstein sein, oder?
Nun meine Frage: Wer hat bereits Erfahrungen mit solchen Geräten? Worin unterscheiden sich scalamobil und scalacombi? Gibt es Alternativen? Ein Rolli, mit dem er alleine Stufen überwinden kann?
Werden sie problemlos von der Krankenkasse bewilligt? Was ich bisher gelesen habe, klang diesbezüglich sehr vielversprechend. Ob sie sinnvoll sind, brauche ich gar nicht zu fragen, da ich persönlich sie für sehr sinnvoll einstufe!
Was würdet ihr einem fast 21-jährigen empfehlen?
Das würde mich auch brennend interessieren, da ich leider einige Stufen überwinden muss, bis ich aus dem Haus bin und das geht alleine schlecht. Das wäre ja echt super, wenn ich damit gehen und kommen könnte wie ich will. Bin übrigends auch so alt wie Dein Flori.
Bin gespannt auf Antworten...!
zu mir kommt heute jemand der mir das gerät(scalamobil )mal zeigt und ausprobieren lässt.ich habe eine ecktreppe und bin sehr gespannt ob das überhaupt geht weil die stufen an einer seite breit und ander anderen schmal sind.
ich hoffe es .
ich kann martin bald nicht mehr rauf tragen,er wiegt ca.38 kilo.
wenn ich mit ihm rauflaufe bleibe ich auch schon mit seinen füßen(ferse)an den stufen hängen.und er zappelt so arg(vor freute)aber mein rücken und kopfschmerzen.
das scalamobil wird von der kk übernommen,ein treppenlift nicht zumindest nur ein teil und da wir erst vorm haus eine rampe haben bauen lassen.habe ich das geld auch nicht für einen treppenlift.
ich hoffe das es mit den scalamobil geht zumindest für die nächsten 3 jahre.
melde mich heute abend wieder wenn ich mehr weiß.
lg
marika _________________ Marika 05/72,Markus 02/71,Moritz 09/95 gesund und Martin03/98 shuntversorgter Hydrocephalus,Amaurose bds.blind,Epilepsie und Spastik links.
Liebe Doro,
ich war noch in der Reha von Lukas auch ganz wild auf eine Scalamobil....die haben uns es dann auch verschrieben und die KAsse hat das Teil zunächst für 3 Monate leihen genehmigt.Es kam dann zu uns nach Hause(ich hatte genau die selben Vorstellungen von Selbstbewusstsein und so!)Jetzt war es aber tatsächlich so,dass es so unglaublich aufwändig war,dieses Scalamobil startklar zu machen,bis du es überhaupt einsetzen kannst!Das war echt der Hammer!Ausserdem braucht FLori ja dann auch einen,der genau diese Prozedur vornimmt.Unterm Strich gezogen war für uns bald klar,dass er weit weniger unständlich ist,notfalls jemanden auf der Strasse um Hilfe zu bitten als mühselig und mit größtem Aufwand dieses Scalamobil zu benutzen!Kurzum,wir haben es nach 3 Monaten unbenutzt wieder zurückgehen lassen!Und es geht auch so bestens!
Viele Grüße
Ricarda _________________ Mama von Lukas(24)Down-Syndrom,seit 7/04 nach Schwimmbad-Unfall auch Rolli-Kind
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel
Also!!!!!!!!!!!!!!
Wir haben und BENUTZEN das Skalamobil seit ca einem Jahr.
Was soll ich sagen.
Es ist zwar nicht mein bester Freund aber das Gerät ist eine echt Alternative zu einem Lifter den man ja selber zahlen muss.
Wir haben auch eine Treppe die im halbbogen nach unten läuft und die aussen breitere Stufen als innen hat.
Bei uns ist es auch so das ich die beweglichen Armlehnen gegen feste Lehnen austauschen ließ und Klettverschluss dranmachen ließ um Pascals Hände zu fixieren. Pascal hat immer unkontrolliert in das Treppengeländer gegriffen und wenn man das Skalamobil in Betrieb hat dann braucht man selbst beide Hände und kann nicht eingreifen wenn das Kind Unfug macht.
Ich kenne einige Leute die großen Respekt vor dem Gerät haben und das Gerät unbenuzt bei ihnen zu Hause rumsteht. Man muss Echt den Schritt wagen und das Scalamobil benutzen und auch zu Hause ohne Kind üben . Trepp auf Trepp ab bis man eine gewisse Sicherheit entwickelt hat.
Kostenübername von der Krankenkasse war überhaupt kein Problem.
daß ein Scalamobil die Selbstständigkeit fördert, glaube ich als erwachsene langjährige Rollstuhlfahrerin absolut nicht. So ein Ding kann man nunmal nicht allein benutzen, wo bleibt also die größere Selbständigkeit? Das Einsatzgebiet für diese Teile sehe ich mehr bei Personen, die wie viele Kinder in diesem Forum, so schwer behindert sind, daß sie sowieso nicht ohne Begleitung aus dem nicht rollstuhlgerechten Haus kommen und die liebe Omi, die auf ihre alten Tage in keine neue Wohnung mehr will. Ich selbst setze auf Muskelkraft von Passanten, das geht garantiert schneller. Ich bin mir sicher, daß es leichter ist einem unbedarften Zeitgenossen zu erklären, daß er den Rolli auf die Hinterräder kippen und wie eine Sackkarre über die Stufen ziehen muß, als den Umgang mit so einem Teil. Wennüberhaupt bei euch im Haus, als momentan noch häufiger Aufenthaltsort, eine motorbetriebene Hilfe zu stationieren, dann würde ich eher mal den Selbstfahrer Treppenkuli von Sani-Trans (http://www.sani-trans.de/Produkte/index-Produkte.htm) ausprobieren.
NA JA
er war da.also ich hätte da ganz schön angst meinen martin mit diesen gerät die treppe rauf "zufahren".habe total die panik bekommen und das obwohl er nicht mal drin saß!!
da muß man viel üben
ich bekomme vielleicht schon diese woche mal einen,mit den ich eine zeitlang
üben kann.den heute mußte er wieder mitnehmen.
aber ich habe kein gutes gefühl dabei
wenn meine treppe nicht die rundung hätte wer vieles einfacher
ein treppen lift würde 13000,-euro kosten nur weil die kurven drin sind
herr hofmann sagt,wenn man es raus hat geht es super schnell und einfach.
hoffentlich hat er damit recht.
lg
marika _________________ Marika 05/72,Markus 02/71,Moritz 09/95 gesund und Martin03/98 shuntversorgter Hydrocephalus,Amaurose bds.blind,Epilepsie und Spastik links.
Hallo Dorothee,
wie Lisa schon sagte,zu Hause ist so ein Scalamobil echt gut,aber fremde leute damit umgehen lassen ist echt schwierig.Du mußt schon damit vertraut sein um es bedienen zu können.
Wir haben eines zu hause und benutzen es auch.Es klappt gut und Lucas hat auch seine helle Freude daran.
Mit der Genehmigung gab es auch bei uns keine Probleme.
LG Julia _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Julia 6/72,Christian6/70,Tim1/03 ADHS und Lucas 11/97 Hypophysenstörung,Anfallsleiden,Hirninfarkt
also zunächst will ich Dir erst mal den Unterschied zwischen Scalamobil und Scalacombi erklären.
Das Scalacombi ist ein elektrischer Treppensteiger, an dem ein Stuhl fest angebaut ist.
Man braucht dann zwar keinerlei Vorbereitungen treffen, aber das setzt vorraus, das der
Rollifahrer problemlos umgesetzt werden kann.(für den Treppentransport auf das Scalacombi
und dann zurück in den Rolli)
Diese Variante kommt ja bei Flori wahrscheinlich nicht in Frage.
Dann kommt das Scalamobil zum Einsatz. Dises Gerät funktioniert identisch zum Scalacombi,
kann aber an fast jeden Rollstuhl adaptiert werden.
Vorraussetzung ist, daß der Rollstuhl Steckachsen hat, da die Antriebsräder
für den Treppentransport in jedem Fall abgenommen werden müssen.
Sollte Euer Rolli keine Steckachsen haben, wird die Umrüstung bei der
Beantragung bei der KK mit in den KV eingearbeitet.
Das Anbauen an den Rollstuhl ist mit ein wenig Übung in ca. 30 Sekunden erledigt
und es kann los gehen. Außerdem hat das Scalamobil noch den Vorteil, das man es
überall mit hinnehmen kann (Freunde, Verwandte, Ferienwohnung ec.)
Nun kann man zu diesem Gerät stehen, wie man will, mit ein wenig Übung ist es ziemlich leicht
zu beherrschen und man kann es auf fast jeder Treppe benutzen.
Wir haben eine ganze Reihe Kunden, wo die Ehepartner (Frauen und Männer, auch ältere bis 70 Jahre)
ihre gehbehinderten Gefährten die Treppen hoch und runter fahren.
Der Treppenkuli ist dagegen ein ziemlich ungetümes Gerät, welches man kaum mit
dem Auto mitnehmen kann und das im Übrigen für Treppen mit Kurven fast nicht zu gebrauchen ist.
Aber auch hier ist es wie mit allen Dingen im Leben, es gibt immer Befürworter und Gegner,
macht einfach selbst Eure Erfahrungen.
Hier noch ein Link, wo Du weitere Infos bekommst :
So, ich hoffe ich konnte ein weinig zur Aufklärung Deiner offenen Fragen beitragen.
Solltest du noch Fragen haben, helfe ich gern weiter.
Allerdings bin ich ab morgen erst mal auf der Reha- Messe in Düsseldorf unterwegs.
Ich werde dann erst am Sonntag wieder ins Forum kommen.
Was habt ihr denn für eine Treppe überhaupt? Ich habe mal versucht, ein leeres scalamobil um eine 2 mal gedrehte Reihenhausreppe zu kriegen, Fehlanzeige. Die Familie hat es dann ein par Monate mit ihrem 15-jährigen geschafft mit Übung. Aber als er noch etwas gewachsen ist, kam man um die 2.Kurve nicht mehr rum, weil die Füße angeschlagen sind.
Gruß
Ellen
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