Der Reanimationskurs ist wichtig! Obwohl Kinder oft nach Stimulation mit Frequenz und Atmung wieder kommen. Dennoch ist er ganz wichtig.
Schön, dass ihr so gut Erfahrungen gemacht habt mit dem AngelCare.
Ich kann auch die gegenteiligen Meinungen verstehen. Ich bin auch eigentlich gar nicht pingelig , aber wenn die Konsequenz der Tod ist, werd ich dann doch hibbelig.
Und ich bin froh, dass noch mehr Mütter so denken.
Überleg mal was du da sagst: "wenn die Konsequenz der Tod ist, werd ich dann doch hibbelig."
Wenn diese Einstellung sich durch deine ganze Erziehung zieht, kann mir das Kind nur leid tun.
Das Kind kann auch vom Klettergerüst fallen und sich das Genick brechen. Das Kind kann mit dem Fahrrad einen Unfall haben und sterben...
Es gibt so viele Gefahrenquellen, auch solche, wo evtl. der Tod daraus folgen kann. Man kann sein Kind nicht vor allen Gefahren schützen und wenn man dies trotzdem versucht nimmt das Kind meist deutlich Schaden.
Janusz Korczak ein bekannter Pädagoge hat einige Forderungen an die Menschen aufgestellt. Eine davon heißt: "Recht des Kindes auf seinen Tod!"
Hört sich natürlich krass an, soll aber bedeuten, das das Kind das Recht haben soll, auch Gefahren durchleben zu können. Ein Kind braucht es für seine Entwicklung, durch Gefahren hindruch zu kommen, Angst zu haben, zu bestehen, Mut zu bekommen,....
Siehe z.B.: http://www.janusz-korczak.de/texte/.....ak_kinder_erwachsene.html
Klar, bei einem Säugling kann man nicht davon reden, daß das SIDS-Risiko für den Säugling notwendig ist, aber evtl. für die Eltern?
Die Gefahr von SIDS ist, wenn man die üblichen Vermeidungsstrategien fährt, sehr gering. Ich denke, das Kind wird im Laufe seines Lebens in deutlich gefährlichere Situationen kommen und wie soll ein Elternteil dies aushalten, wenn es schon so eine extrem Angst vor super selten auftretendem SIDS hat.
Laila, ja ich kann verstehen, wieso du dir solche Gedanken machst (kann ich ja in der Signatur von dir lesen).
Ich habe sehr viele Kinder mit Alkoholschädigung erlebt, bin mit einigen zusammen groß geworden und habe jetzt 2 in meiner Familie leben. Ich weiß wie kaputt Alkohol den Menschen machen kann. Aus dem Grund sage ich, daß ich grundsätzlich gar keinen Alkohol trinke. Aber dies ist alleine meine Sache, das betrifft andere um mich herum nicht wirklich, außer vielleicht meinen Mann, der sein Glas Wein so leider alleine trinken muß.
Wie willst du es mit dem AngelCare denn machen? Darf dein Kind dann nie im Kinderwagen schlafen, oder auf dem Arm?
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, auch auf dem Arm merkt man Sauerstoffabfälle nicht immer.
Vor 4 Wochen hatte mein Mann Nico auf dem Arm, dieser hat ruhig geschlafen, er wurde nicht blau, hat nicht gehustet, geröchelt oder sonst irgendwas und plötzlich, so schnell konnte man gar nicht schauen war die Sättigung bei 40%, denke sie wäre noch weiter gesunken, wenn wir nicht sofort reagiert hätten.
Ohne Monitor hätten wir NULL davon gemerkt.
Laila, ich will dich nicht angreifen, oder mich über deine übertriebene (?) Angst lustig machen! Ich möchte nur, daß du vielleicht noch mal darüber nachdenkst, daß deine Angst sich durch ein AngelCare evtl. auf Dauer eher steigert und unsicher macht als das es ruhig macht.
also, den Angel-Care hätte ich mir auch nie gekauft. Da denke ich so ähnlich wie Inga. Wo eine Gefahr zu erkennen ist(Frühchen, Geschwisterkind an SIDS gestorben ...) wird man doch vom Arzt aufgeklärt und gefragt? So war es zumindest bei uns! Man hat uns auch darüber nicht im Unklaren gelassen das es wirklich nur zur Erkennung(!) dient-und nicht zur Behandlung. Denn: Entweder die Kid`s sprechen dann auf die Wiederbelebung an -oder leider oft auch nicht. Ist us selbst im Bekanntenkreis pasiert: Das Kind ist auf dem Arm blau angelaufen-hat nicht mehr geatmet-ist vom Vater Herz-Lungen-Massage bekommen-und ist dann trotzdem nicht widrer zu atmen angefangen.
Meine Hebamme sagte auch: So schön wie die Dinger sind-sie können einen auch schnell in falsche Sicherheit wiegen.
Einfach so einen Monitor/Angel-Care zu nutzen fände sie nicht gut.
LG Ilona _________________ 1 Sohn mit ADS, ehemaliges Frühchen aus der 30SSW,Entwicklungsstörungen leider in allen Bereichen, vor allem in der Wahrnehmung
Asthma aufgrund einer BPD
Hier ist ja schon viel geschrieben worden, wollte nur nochmal unsere Erfahrung dazu schreiben.
Unser erster Sohn ist ein SID-Überlebender, allerdings ist er seitdem schwer behindert.
Unsere Tochter ist gleich nach der Geburt auf die Kinderintensiv gekommen und von dort mit Monitor entlassen worden. Sie ist jetzt ein halbes Jahr und hat ihn immer noch. Es gab zwar bislang keine Auffälligkeiten, aber es kann eben einfach passieren. Auch sonst schläft sie, genau wie ihr Brüder auch, vorbeugend auf dem Rücken oder im Schlafsack.
Vor der Entlassung unserer Tochter haben wir auch einen Reanimationskurs gemacht, um im Notfall auch zu wissen was zu tun.
Auch alle unsere weiteren, werden einen Herz-Atem-Monitor haben.
Man hat uns damals gesagt, dass es ein 5fach erhöhtes Risiko gibt und ich möchte auch nie wieder so hilflos sein wie beim ersten.
Übrigens die Kasse hat keine Probleme gemacht.
LG
Lea _________________ C. (1982) & L. (1985), unsere 1. Tochter (05/09), unsere 2. Tochter (12/10) und unseren besonderen Sohn A (03/08): Stammhirnschädigung unklarer Ursache, 2 Wochen nach der Geburt ALTE => Reanimation => fehlender Schluckreflex, PEJ, Epilepsie, entwicklungsverzögert, Monitorpflichtig, Beatmung im Schlaf, Port, Rollifahrer,TK seit 07/11
aus aktuellem Anlass hole ich den Thread nochmal rauf.
Ich bin ein starker Verfechter des AC, nachdem er Mila im ersten Lebenshalbjahr mutmaßlich mehrfach das Leben rettete.
Ich habe die Geschichte aufgeschrieben und erst der GEPS (Gemeinsamen Initiative zur Prävention von SIDS) zugänglich gemacht, die mir einen Kontakt zum Hersteller vermittelte, auf deren Homepage man unsere Geschichte seit kurzem lesen kann.
LG
Angie _________________ Benedict / März 2008 - expressive Sprachentwicklungsstörung, FKA, aber unter gfcf-Diät seit 12/2010 macht er Riesenfortschritte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html
(wird regelmäßig aktualisiert, Diäteffekte ab Seite 3)
Ich muss ehrlich sagen, dass ich den AC gut finde und wir ihn auch hatten. Das hatte nichtmal etwas mit übertriebener Angst zu tun, ich bin auch sonst keine ängstliche Mutter, noch nie gewesen, trotz des furchtbaren Starts unseres Sohnes ins Leben...
Den AC hatten wir schon lange vor der Geburt. Wir haben ihn aber nur im Kinderbett im Kinderzimmer verwendet. In der Wiege im Schlafzimmer funktioniert das Ding ja nicht und Sohnemann hat entgegen aller Empfehlungen auch oft bei uns im Bett geschlafen. Er brauchte die Nähe einfach sehr und wir gaben sie ihm, wenngleich ich dadurch auch schlecht und unruhig geschlafen hab.
Im Alter von 3,5 Monaten ist R. dann ins Kinderzimmer umgezogen und hat von da an 12 Stunden durchgeschlafen. Im Schlafzimmer haben sich Mann und Kind immer gegenseitig geweckt... Und mich dann natürlich auch.
Unser AC war perfekt eingestellt, wir hatten keine Fehlalarme und haben ihnerst abgeschafft, als Sohnemann knapp 2 war.
Für mich war es eine zusätzliche Beruhigung. Und mein Kind durfte sowohl auf meinem Arm, als auch im KiWa schlafen. Es ging mir in erster Linie darum, die langen Nächte, in denen er allein im Zimmer war, zu überwachen.
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