mein Sohn tut sich wahnsinnig schwer seine Gefühle mitzuteilen, um ihm da etwas zu helfen, bin ich auf der Suche nach geeigneten Mitteln um ihm diese zu vermitteln. Ansonsten kann er sich ganz gut artikulieren, ist nur noch minimal verzögert, ausser eben was Emotionen anbelangt.
Hat wer eine Idee was es da gibt in dieser Richtung? Talker, Bildkarten, PC-Programme .....! _________________ Liebe Grüße
Elke
Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
mit großem Bruder und großer Schwester
schau mal bei www.landoftoys.com den Artikel "Emotionskarten" (BestellNr: LL606) an. Sind nicht billig, ich bin auch am überlegen, ob das was für uns ist.
Berichte bitte was ihr macht und wie es klappt.
Gruß
Anneke _________________ Anneke (Aspergerautistin) mit Enna (* 2003) frühkindliche Autistin und seit Aug.09 mit Schulbegleitung in einer Regelschule sowie Daniel (* 2006)
P.S. Eine elektronische Kommunikationshilfe wäre natürlich auch eine Variante! Da ich deinen Sohn aber nicht kenne, kann man natürlich nicht einschätzen, was da optimal wäre. Ich würde auch vorher erst einmal ausprobieren, wie Sohnemann auf Symbole reagiert _________________ Sonderschullehrerin
Hallo,
ein Talker halte ich nicht für angebracht, denn der spricht ja nur die Wörter, die man denkt und sagen will und nicht aussprechen kann.
Aber das Problem liegt ja bei Deinem Sohn eher darin nicht zu wissen, welches Gefühl er hat. Oder versteh ich das Problem jetzt falsch.
Diesbezüglich bringt ein Talker nichts. Kann ich mir nicht vorstellen. Lediglich wenn er eine Blockade hat, dies selbst auszusprechen.
Hinsichtlich der KArten weiß ich nicht, ob die helfen, die eigene Gefühlslage zu erkennen.
Liebe Grüße _________________ Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS
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Verfasst am: 05.11.2009, 20:29 Titel:
Hallo,
die von Land of Toys hab ich schon bestellt, aber ich finde auch sie sind teilweise etwas abstrakt, manche sind sehr eindeutig, aber bei manchen muss sogar ich überlegen, was da jetzt gemeint ist und ich tu mir da sicher nicht schwer. Nico sieht sie zwar an, aber wirklich was anfangen kann er damit nicht.
Was ich aber an ihnen ganz gut finde ist, dass die Gefühle in einem Kontext gezeigt werden, z.B. nicht nur ein Gesicht das weint, sondern ein Kind das auf der Straße sitzt und weint, weil es vom Rad gestürzt ist, das liegende Rad wird im Hintergrund gezeigt.
Ich befürchte auch, wie Inge schreibt, dass das Problem bei ihm etwas vielschichtiger ist und er seine Gefühlswelt irgendwie gar nicht einordnen kann.
Die Frage ist halt, wie kann ich ihm da helfen oder geht das nur über den therapeutischen Weg? Aber ich denke, wenn ich ein anschauliches Material habe und wir das irgendwie in Geschichten einbaue, vlt. gelingt es ihm dann leichter Zugang zu seiner eigenen Gefühlswelt zu finden.
Ich muss auch gestehen, so ganz hab ich das Prinzip eines Talkers noch nicht verstanden.
Bei den teuren Materialen ist halt das Problem, dass wir nur einen kleinen Teil dieser Karten/Materialien brauchen, weil er sich an sich im Alltag gut artikulieren kann. Ich bin gerne bereit etwas auszulegen, aber nicht wenn wir dann mehr als die Hälfte davon nicht wirklich brauchen können.
Interessanterweise ist das Einzige, wo er zur Zeit wirklich Emotionen zeigt unsere Katze ! _________________ Liebe Grüße
Elke
Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
mit großem Bruder und großer Schwester
ich habe gerade in deiner Signatur gelesen, dass dein Sohn Autist ist. Für einen Autisten ist es doch normal, Gefühle nicht wie wir ausdrücken zu können. Er nimmt sie schließlich auch anders wahr.
Ich denke, die Materialien werden ihm eher zeigen, wie wir Gefühle wahrnehmen. Aber auf sich übertragen dürfte ihm schwer fallen.
Vielleicht könnt ihr zusammen ausprobieren, womit er sich und seine Wahrnehmung von Gefühlen ausdrücken kann? Evtl. liegen ihm Farben oder Formen mehr als Mimik und Gestik (schwarz für schlechte Laune oder viele Ecken für wütend oder ...)
Interessanterweise ist das Einzige, wo er zur Zeit wirklich Emotionen zeigt unsere Katze
Viele Autisten finden leichter Zugang zu Tieren. Das liegt daran, dass die auf einer tieferen Ebene kommunizieren und dass es keine Mimik zu entschlüsseln gibt. Genau das ist ja das Problem von Autisten: Unsere Sprache zu entschlüsseln. Zum einen eben die tatsächliche Bedeutung, z.B. bei Ironie, zum anderen aber auch die viel kompliziertere Körpersprache. Das haben sie es bei Tieren leichter.
Ich habe noch nicht ganz verstanden, was Nicos Problem ist. Er nimmt seine eigenen Gefühle nicht wahr. Was passiert dann? Vielleicht kannst du es noch konkreter erklären?
LG Katrin _________________ Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
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Verfasst am: 08.11.2009, 22:30 Titel:
Hallo Silvia,
ja ich weiß, dass das bei Autisten normal ist, aber ich will es ihm trotzdem vermitteln, zumindest versuchen. Danke für den Buch-Tip !
Hallo Katrin,
ich denke auch, dass es ihm mit der Katze besser geht, weil er auch weiß, dass sie keine Anforderungen an ihn stellt und ihm so nimmt, wie er ist (oder sie verkriecht sich !).
Inwieweit er seine eigenen Gefühle wahrnimmt, ist oft schwer zu erkunden, ausser es handelt sich um sehr dominante Gefühle, wie Freude, Angst, Wut. Auf Nachfrage reagiert er entweder nicht oder wird wütend. Er sagt auch nie, wie er sich fühlt, erkennt aber auch bei anderen nicht wirklich was in ihnen vorgeht. Er versucht nicht zu trösten, wenn jema0nd weint oder sich weh getan hat. Er fragt nicht nach, wenn jemand Gefühlsausbrüche hat, eher flüchtet er. Auf Bildern erkennt auch eher nur die oben angesprochenen Gefühle.
Wenn z.B. jemand traurig schaut, ist das für ihn eher wütend. _________________ Liebe Grüße
Elke
Sohnemann (5.03), Hypospadie, chron. Obstipation, Autismus-Spektrum-Störung
mit großem Bruder und großer Schwester
Natürlich kann man das üben. Axel Brauns hat berichtet, dass er regelrecht gelernt hat, welche Stellungen von Augen, Augenbrauen und Mund welche Gefühle bedeuten. Er hat es als sehr mühsam beschrieben.
Bekommt Nico Autismustherapie? Dort wäre ein guter Ort, um das zu üben.
Es ist übrigens so, dass Autisten mehr Probleme mit Fotos als mit Zeichnungen haben. Von daher eher mit Bildern anfangen.
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