Verfasst am: 22.10.2009, 14:03 Titel: Burn Out und Erziehungsprobleme
Hallo liebe Mitglieder,
nun suche ich bei euch einen Rat.
Ich habe ein Töchterchen, Franziska, welche nun 4 Jahre alt wird. Sie war ein Extrem-Frühchen und wir haben die letzten Jahre sehr viel durchgemacht. (wie ihr sicherlich auch). Nun war erst mein Mann bei ihr zu Hause, nach dem Erziehungsurlaub ich. Den halben Tag arbeiten, die Kleine in den Kindi und nach dem (Regel)Kindi holen, tja, und dann hat sie einige Therapien die Woche.
Ich muss dazu sagen, das sie nicht essen will!?! (hat eine PEG), wird fast den ganzen Tag sondiert, und nicht laufen kann. Daher hat sie KG, ERGO und Reittherapie, und in der freien Zeit versuche ich das auch noch nach Möglichkeit zu unterstützen.Zusätzlich hat sie Arzttermine und Heilpraktiker. Momentan ist sie wöchtenlich krank, ist dieses Jahr extrem.
Der Haushalt, kochen usw. hängt an mir.
Ich habe schon lange gemerkt das es mir ein bischen zu viel ist, habe überlegt ob ich so sensibel bin oder was mit mir los ist?!? Wo ich nicht mehr konnte ging ich zum Doc der meinte ich hätte ein Burn Out.
Mein Mann arbeitet jeden Tag sehr lange, durchschnittlich 14 Stunden, er ist auch keine große Unterstützung.
Momentan bin ich jetzt krankgeschrieben, aber ich werde mal ein halbes Jahr Auszeit nehmen.
Unsere Tochter ist momentan seeehr anstrengend, also sie hört nicht, macht nur Unfug usw... was man in dem Alter halt alles testet. Aber das nagt an meinem Nerven unwahrscheinlich. Weiss da momentan auch nicht weiter...
War im Frühjahr schon auf Kur, aber was sind schon 3 Wochen?
Vielleicht hat jemand von euch Mamis oder Papis die gleiche Situation und kann mir ein paar Tipps geben bzgl. dem Umgang mit dem "Nicht auf Mama hören"? _________________ Sabrina mit Franziska SSW 25, GG 270g,
Button, Microzephalie, ASD, Entwicklungsretardierdung, Muskelhypotonie
Essproblematik usw...
ich kann dir leider auch keine Tips geben, aber ich habe das selbe Problem.
Habe auch das Burn out gehabt und denke habe ich immer noch.
War im Sommer zur Kur. Eigentlich viel zu kurz.
Der Alltag ist zuvor auch. Es hat sich nichts geändert.
Mein Mann arbeitet Schicht und das 2 tägigen Wechsel.
Ich bin auch viel auf mich allein gestellt.
Ich kann dich gut verstehen.
Julian ist schwerstbehindert, Niklas hat ADS und ich mache Heimarbeit was mich nicht glücklich macht.
Ich versuche mir einzureden das es nur besser werden kann.
Hallo Sabrina, ich kann Dir leider auch keine Tipps geben, außer Dir viel Kraft zu wünschen. Mit meinem Sohn gibt es auch viele Probleme, manchmal ist ein einfacher Tagesablauf mit ihm schon nicht zu bewältigen, und ich habe noch eine knapp 6 Monate alte Tochter dabei. Ich muss mir schon seit einigen Wochen eingestehen, dass ich momentan nicht "alltagstauglich" bin, weiß aber auch nicht, wie ich diesen Zustand bessern soll, da ich vorläufig noch nicht einmal eine Mutter-Kind-Kur machen kann.
Vielleicht hilft es Dir, wenn Du versuchst, Dir irgendwelche "Auszeiten" zu nehmen und nur was für Dich zu tun? Oder hast Du mal überlegt, zu schauen, ob User dieses Forums mit ähnlichen Problemen in Deiner Nähe wohnen? Bei einem Treffen mit "Leidensgenossen" bei einem leckeren Cappuccino kann man über manche Probleme schon wieder schmunzeln!
LG
Simone _________________ Simone mit Calvin (*8/2006) Asperger Autist, Sprachentwicklungsstörung, generalisierte u. fokale Epilepsie, und Céline (*5/2009), Entwicklungsverzögerung
Seltsam, dass der Mensch doch glaubt, nur mit Worten kann man sprechen. Hörst Du, was das Meer Dir sagt, wenn am Strand die Wellen brechen.
(Stephan Lentz)
mein Sohn war auch ein "Frühchen", er ist mittlerweile 11 Jahre und hat sehr für Stress in der Familie gesorgt. Ich hatte keine Diagnose "Burn Out", denke aber im Nachhinein, dass es auch ähnlich war. Meine Halbtagsstelle
hat mir gut getan sowie zu wissen, dass er sich in Kindergarten/Schule wohlfühlt (haben immer versucht mit Eingliederungshilfe die Situation zu verbessern). Er hat aber"nur" die seelischen Probleme, du hast ja noch
Stress mit dem Essen...
Die Sache mit "nicht hören" war auch immer extrem.
Aber seit ca. einem Jahr geht es mir wieder besser, bis dahin habe ich auch immer mit meinem Schicksal gehadert. Jetzt versuche ich besser mit Zeit umzugehen, nehme meinen Sohn, so wie er ist. Seit dem ist er aber gar nicht mehr so anstrengend. Ich habe mir angewöhnt zu laufen (immerhin schon mal einen Halbmarathon), dass baut auch Stress ab.
LG Kathrin _________________ Sohn mit Diagnose frühkindlicher Autismus
Ich denke, du solltest dir Hilfe von Außen holen! Es ist keine Schande, wenn man durch eine Mehrfachbelastung (Beruf, Haushalt, Kind, Behinderung und die dazu gehörenden Probleme, Arzt- und Therapeutentermine und und und....) irgendwann mal am Ende der Kraft angelangt ist. Und es ist fast normal, dass ein Kind dann erst recht austestet und die Grenzen überprüft, die wahrscheinlich durch diese ganze Problematik nicht (mehr) fest sind!
Wende dich an eine Erziehungsberatungsstelle - die können dir dann auch Tips geben, wie du selber noch mehr entlastet werden kannst.
Ja, und natürlich wirst du dort auch Antworten auf hoffentlich viele deiner Erziehungsfragen bekommen!
Liebe Grüße
Iggis _________________ Mutter und Pflegemutter von
3 leibl. erwachsenen Kindern (83, 87, 89) - jüngste Tochter CF, AV-Malformation, herzkrank (war 15 Jahre tracheotomiert)
6 Pflegekinder (93, 98, 02, 03, 08, 09) dadurch
Erfahrung mit Autismus, Autoaggression, Deprivation, FAS, Missbrauch, Misshandlung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung......
war denn von vorn herein klar, dass der Kiga so wenig Betreuung anbietet? Ich habe in einem anderen Thread gelesen, dass er nur bis 12.30 Uhr geht und du deine Tochter erst nach 8.00 Uhr hinbringst. Entlastender wäre sicher ein Kiga mit längeren Öffnungszeiten und über Mittag-Betreuung; vielleicht ein Heilpäd. Kiga, in dem deine Tochter auch alle Therapien bekommt. Oder gab es den in eurer Nähe nicht? So wie es bei euch läuft, wäre es mir auch alles zuviel gewesen und eine Erwerbstätigkeit nicht möglich. Das war mir jedoch wichtig, weil ich auf keinen Fall Vollzeitmutter werden wollte und wir hatten auch das Glück, dass ein Heilpäd. Kiga in unserer Nähe war - mit Übermittagbetreuung sowie Bring- und Abholdienst sowie kein Anschluss an die Schulferien-Zeiten. Das ist ja leider in Ba-Wü anders - warum erschließt sich mir nicht so ganz. Hat es einen Grund, warum die SVEs dort in den Schulferien auch geschlossen haben?
Um der Überforderung zu entgehen, wird dir jedoch nur die Anmeldung in einem anderen Kiga mit längeren Öffnungszeiten helfen. Dann könntest du auch wieder arbeiten gehen und von dem verdienten Geld eine Haushaltshilfe/Putzfrau bezahlen.
Durch eine Übermittag-Betreuung würde auch die lästige Kocherei wegfallen. Ich selbst biete meiner Familie auch täglich ein warmes Essen an, koche aber meistens für mindestens zwei, meistens drei Tage vor. Am Wochenende kocht auch mal mein Mann oder wir gehen essen.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
P.S.: Du hast doch sicher auch eine Pflegestufe für deine Tochter? Wenn ja, dann nutze auf jeden Fall die Verhinderungspflege und die Betreuungsleistungen, die euch dann zustehen. Wir haben dadurch mindestens einen Nachmittag in der Woche jemanden, der JP betreut.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
ich kann dir leider auch keine Tips geben, aber ich habe das selbe Problem.
Habe auch das Burn out gehabt und denke habe ich immer noch.
War im Sommer zur Kur. Eigentlich viel zu kurz.
Der Alltag ist zuvor auch. Es hat sich nichts geändert.
Mein Mann arbeitet Schicht und das 2 tägigen Wechsel.
Ich bin auch viel auf mich allein gestellt.
Ich kann dich gut verstehen.
Julian ist schwerstbehindert, Niklas hat ADS und ich mache Heimarbeit was mich nicht glücklich macht.
Ich versuche mir einzureden das es nur besser werden kann.
Lg.
Michaela
Hi Michaela,
du hörst dich ja genauso verzweifelt an wie ich
Auf was für einer Kur warst du denn?
LG _________________ Sabrina mit Franziska SSW 25, GG 270g,
Button, Microzephalie, ASD, Entwicklungsretardierdung, Muskelhypotonie
Essproblematik usw...
Hallo Sabrina, ich kann Dir leider auch keine Tipps geben, außer Dir viel Kraft zu wünschen. Mit meinem Sohn gibt es auch viele Probleme, manchmal ist ein einfacher Tagesablauf mit ihm schon nicht zu bewältigen, und ich habe noch eine knapp 6 Monate alte Tochter dabei. Ich muss mir schon seit einigen Wochen eingestehen, dass ich momentan nicht "alltagstauglich" bin, weiß aber auch nicht, wie ich diesen Zustand bessern soll, da ich vorläufig noch nicht einmal eine Mutter-Kind-Kur machen kann.
Vielleicht hilft es Dir, wenn Du versuchst, Dir irgendwelche "Auszeiten" zu nehmen und nur was für Dich zu tun? Oder hast Du mal überlegt, zu schauen, ob User dieses Forums mit ähnlichen Problemen in Deiner Nähe wohnen? Bei einem Treffen mit "Leidensgenossen" bei einem leckeren Cappuccino kann man über manche Probleme schon wieder schmunzeln!
LG
Simone
Hi Simone,
oje, dann auch noch 2 Kinder.. mir reicht Franzi voll und ganz
Ich weiss nicht ob das ne Einstellungssache ist oder ob ich nicht mehr so belastbar bin.
Die Ausszeiten habe ich momentan vormittags, da mach ich Haushalt und erledige Termine, Arztbesuche da ich selber ne chronische Erkrankung habe, einkaufen...etc. Habe jetzt mal mit Muskelaufbau angefangen da meine Muskeln nicht die Besten sind, und ich Franzi ja immer tragen muss.
ist ein guter Tipp, vielleicht findet sich hier jemand im Umkreis von 74523? _________________ Sabrina mit Franziska SSW 25, GG 270g,
Button, Microzephalie, ASD, Entwicklungsretardierdung, Muskelhypotonie
Essproblematik usw...
Ich denke, du solltest dir Hilfe von Außen holen! Es ist keine Schande, wenn man durch eine Mehrfachbelastung (Beruf, Haushalt, Kind, Behinderung und die dazu gehörenden Probleme, Arzt- und Therapeutentermine und und und....) irgendwann mal am Ende der Kraft angelangt ist. Und es ist fast normal, dass ein Kind dann erst recht austestet und die Grenzen überprüft, die wahrscheinlich durch diese ganze Problematik nicht (mehr) fest sind!
Wende dich an eine Erziehungsberatungsstelle - die können dir dann auch Tips geben, wie du selber noch mehr entlastet werden kannst.
Ja, und natürlich wirst du dort auch Antworten auf hoffentlich viele deiner Erziehungsfragen bekommen!
Liebe Grüße
Iggis
Wow, erst mal Respekt mit den vielen Kindern!
Das würde ich glaub nicht hinbekommen. Mir reicht eins schon...
Das ist ein guter Tipp Iggis, danke. _________________ Sabrina mit Franziska SSW 25, GG 270g,
Button, Microzephalie, ASD, Entwicklungsretardierdung, Muskelhypotonie
Essproblematik usw...
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