@Brigitte: Bist Du ganz sicher, dass Du Madopar und nicht Marcumar meinst? War nur so eine Idee! Denn Marcumar ist ein Blutverdünner, von Madopar hab ich das noch nie gehört.
LG
nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
an Medikamenten hab' ich schon alles mögliche durchprobiert, z.B. L-Dopa, Artane, Lioresal(Baclofen), u.a. auch Madopar.
Bis auf recht extreme Magen-Darm-Probleme hab' ich bei den genannten Medis bis auf Lioresal überhaupt keine Wirkung gespürt.
Was bei mir jedoch wahre Wunder wirkt ist Tetrazepam. Dadurch kann ich den Grundtonus, insbesondere bei Aufregung und Streß, hervorragend herabsetzen und bin körperlich, auch hinsichtlich der Atmung, völlig entspannt und irgendwie - ich weiß nicht wie ich's beschreiben soll - körperlich "cool und relaxt". So kann ich dann Dinge tun und üben, die ich normalerweise nicht kann (Bin dann immer ein bisschen über mich selbst erstaunt).
Angenehmer Nebeneffekt ist eine gut spürbare Stimmungsaufhellung, wodurch der Tag dann noch einfacher wird.
Der einzige Nachteil, den ich bisher bei mir gemerkt habe, ist ein gewisses Abhängigkeits- und Toleranzverhalten, weshalb ich phasenweise das Mittel ganz absetze. Außerdem werde ich von Tetrazepam etwas müde.
Neben Botox ist Tetrazepam bisher das einzige Mittel, von dem ich wirklich begeistert bin. Natürlich ist dies jedoch bei vielen Patienten sehr unterschiedlich.
LG
Christian _________________ Christian, geboren im Frühjahr 1977, ICP mit dystoner Tetraparese, Sprachstörung und sonstigem Zubehör
Anmeldedatum: 08.09.2005 Beiträge: 3
Wohnort: Österreich
Verfasst am: 07.01.2006, 22:45 Titel:
Hallo Peter,
Madopar ist ein Medikament, dass Menschen verabreicht wird, die eine Störung um Bereich des Neurotansmitterhaushaltes haben (Parkinon, Segawa Syndrom, Rest Less Leggs).
Macromar ist ein Medikament, das - wenn ich mich nicht irre - blutverdünnend wirkt.
Madopar wirkt NICHT "wesensverändernd", man hat dadurch keine Einbußen im psychischen Bereich oder gar im Verhalten. Bei mir wurde vor mehr als 5 Jahren das Segawa - Syndrom diagnostiziert (und zwar mittels Testung besagten Medikamentes, seitdem führe ich ein normales Leben, - vorher war ich phasenweise im Rollstuhl.
Ich wundere mich immer wieder über die Panikstimmung, die mit der Verabreichung / Verschreibung / Testung von Levodopa (= Madopar, das dann im Körper zu Dopamin umgewandelt wird) entsteht. Medikamante sind nicht zwingend Teufelszeug, sie können die Lebensqualität vervielfachen.
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