Nina soll nun Lautsprachgebärden lernen und einen Talker bekommen.
Wo kann ich denn Laustsprachgebärden lernen? Und ist es wirklich notwendig,das sie jetzt wo sie immer mehr Wörter kann keinen Talker zu haben?
Ich habe nun schon von vielen Eltern in Pelzerhaken gehört,das wenn die Kids Lautsprachgebärden machen nur noch gebärden und gar nicht mehr reden. Ist das wirklich so?
wer hat euch denn beraten? Es hört sich nicht so an, als hätte man dir das Konzept genau erklärt.
Lautsprachbegleitende oder -unterstützende Gebärden helfen beim Spracherwerb. Die Kinder lernen auf mehreren Kanälen, weil man Gebärden sehen und spüren kann. Außerdem kann man sie gemeinsam ausführen und langsam wiederholen. Sie helfen dem Kind, besser verstanden zu werden und so erleben sie, dass es Spaß machen kann zu kommunizieren. http://www.down-syndrom-netzwerk.de.....e/bibliothek/wilken1.html
Es gibt verschiedene Gebärdensysteme. Heute ist man sich einig, dass man die Gebärden der Gehörlosen "DGS" benutzen soll. Die findest du z.B. hier: http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/alex/index.html http://www.ariadne.de/buchdienst/index1.html ("Unterstütze Kommuniktaion --> Gebärdenwelt")
Ein Talker unterstützt ebenfalls die Lautsprache. Er hat gegenüber Gebärden den Vorteil, dass man sich die Begriffe nicht merken muss, da sie ja eingespeichert sind. Außerdem wird man mit dem Talker auch von Fremden, z.B. beim Bäcker, verstanden. Da es hier ganz viele verschiedene gibt, muss zunächst eine gemeinsame Talkerberatung erfolgen. Dies kann über die Firmen ( www.prentke-romich.de / www.rehavista.de) geschehen oder über unabhängige Beratungsstellen http://www.isaac-online.de/cms/inde.....&id=49&Itemid=65.
Metacom ist ein Symbolsystem. http://www.metacom-symbole.de/METACOM.html
Es wurde entwickelt von Annette Kitzinger, Mutter einer nicht-sprechenden Tochter "Meta". Es gibt mittlerweile zwei CDs, mit deren Hilfe man Symbole auf dem PC anordnen und ausdrucken kann. So können z.B. Symboltafeln entstehen. Man kann die z.B. beim Frühstück einsetzen, so dass deine Tochter auf die Dinge, die sie essen möchte, zeigen kann. Die Symbole können auch helfen Gebärden leichter zu lernen. Dazu hat man dann links die Gebärde (also ein Foto von einem gebärdenden Menschen) und rechts daneben das Symbol. So z.B.: http://www.down-syndrom.at/CMS/typo.....3temp/pics/07b7203ef1.jpg
Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen helfen konnte. Wenn du weitere Fragen hast, immer her damit
LG Katrin _________________ Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Benedict hat trotz Rollstuhl laufen gelernt....und trotz Gebärden auch sprechen.....
Ich habe damals DGS in der Volkshochschule gelernt, es gibt aber mittlerweile auch spezialisierte Schulen dafür, meist in Großstädten.
Benedict hat zwischenzeitlich einen Talker, da er für Fremde recht unverständlich spricht.
Aber den hat man nicht immer dabei, die Hände zum Gebärden schon.
Auch heute noch gebärdet Benedict noch oft, manchmal auch nebenbei, obwohl sein aktiver Sprachschatz auch immer größer wird.
Und ist es wirklich notwendig,das sie jetzt wo sie immer mehr Wörter kann keinen Talker zu haben?
Diesen Satz verstehe ich nicht so ganz
Anne _________________ DUM SPIRO SPERO
(solange ich atme, habe ich Hoffnung) CICERO
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits,Makrocephalie, Gaumenspalt u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen
Und ist es wirklich notwendig,das sie jetzt wo sie immer mehr Wörter kann keinen Talker zu haben?
Hi, ich nehme an, es handelt sich hierbei um einen Tippfehler und soll "einen Talker" heißen.
Ich denke auch, ihr seid nicht ausreichend beraten worden.
Die ganzen Hilfen zur Kommunikation (Talker, Gebärden) tragen eher dazu bei, dass die Kinder mehr sprechen- und nicht weniger! Vielleicht kann es am Anfang eine kurze Phase geben, wo sie eher gebärden als sprechen- aber letztlich kommt durch das erlernen der Gebärden mehr Lautsprache.
Wo/wie seid ihr denn beraten worden?
Caroline
Wir sind in Pelzerhalen "beraten" worden. Sollte in den fast 4 Wochen eignlich dieses Buch mit Hilfe von Matocm fertig bekommen. Nina war nie dabei und ich habe auch nie recht eine Einweiseung bekommen.
Kiga und auch Logo finden nicht das sie einen Talker bekommen soll weil das aktive Wortschatz sich täglich erweitert.
also Pelzerhaken kenn ich nicht, aber wie kann man eine Beratung, eine Hilfsmittelverordnung machen, ohne das Kind gesehen zu haben????
Mir fehlen echt die Worte
Anne _________________ DUM SPIRO SPERO
(solange ich atme, habe ich Hoffnung) CICERO
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits,Makrocephalie, Gaumenspalt u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen
Hab´ mal ne Frage zu Deinen Ausführungen, da ich offensichtlich noch gaaaaaaaaanz alte Schule bin und mein Halbwissen gerne up-date
Zitat:
Es gibt verschiedene Gebärdensysteme. Heute ist man sich einig, dass man die Gebärden der Gehörlosen "DGS" benutzen soll.
Früher (also vor 18 Jahren als ich Gehörlosen-Päd studierte - ich weiß ist in diesem Bereich Lichtjahre her ) versuchte man die Lautsprachbegleitende Gebärdensprache (LbG) tatsächlich für den Lautspracherwerb und da vorallem für die Satzstellungs-, Artikel- und Endungs-Verdeutlichung zu verwenden. Da hierbei eben wirklich die Lautsprache wörtlich mit gebärdet und zum Teil eben auch das Gesprochene verstärkt/ betont wurde.
DGS lernte ich dagegen, um zum Beispiel im Sachunterricht/ Fachunterricht Inhalte, Zusammenhänge und auch zeitliche Abläufe klarer/ unmißverständlicher vermitteln zu können.
DGS ist eine Sprache die durch die räumliche Gramatik zwar zur Kommunikation nicht aber zum begleitenden Sprechen einlädt, oder?
Gut, um einzelne Nomen ausdrücken, unterstützen zu können, ist es sicher hilfreich, aber warum "generell"?
Ich persönlich empfand das LbG auch als viel "einfacher" - war ja quasi "Schriftdeutsch" mit den Händen DGS dagegen war eine Fremdsprache, in der ich reichlich Wörter zwar schon kannte, aber dennoch oft staunte, wie schwierig ich mir doch tat - vorallem beim Verstehen, nicht so sehr beim "sprechen"
Hallo Annabelle!
Spannend finde ich, daß ich noch heute relativ problemlos mit jedem meiner gehörlosen Bekannten eine angeregte Unterhaltung führen kann - deutlich leichter als auf Französich, was ich viiiiiiiiiiiiel länger gepaukt habe Ist also durchaus was spaßiges und kommunikatives und lernbar
Grüßle
Ursula _________________ Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
Hallo Anabell mein Sohn ist an Taubheit Grenzend Schwerhörig. Mein Größter Fehler war auf einen Lehrer zu hören der mir auch riet nicht mit meinem Sohn zu gebärden. Heute weiß ich das das absoluter Quatsch ist mein Sohn ist heute 26 und dadurch das wir erst spät mit gebärden angefangen sind kann mein Mann fast gar nicht Gebärden und ich komme gerade so zurecht ich lerne so vielich kann.bin aber berufstätig ,und Frank ist die Woche über in den Karl luhmann heimen in einer WG .Für Hörgeschädigte Mehrfach behinderte Menschen.Und mit zunehmendem alter ist es immer schwieriger zu lernen.Also Unbedingt DGS Lernen auch wen du sie jetzt noch nicht so viel brauchst später sind Freunde da oder eine Freundin und die sind mit Sicherheit aus seinem Gehörlosen Umfeld.Und außerdem ist es einfach wunderbar sich mit seinem Kind mit dieser schönen Sprache zu unterhalten (ich bin seine engste vertraute)man macht sie in beiden Welten zu Außenseitern und ihre Welt ist nun mal die der schwerhörigen oder der Gehörlosen und das ist in erster Linie wichtig wir müssen uns an ihre Welt anpassen und sie sich nicht an unsere. Denn sie sind die mit der Behinderung und nicht wir lg Vera
Natürlich geht es nicht um die Grammatik der DGS, sondern lediglich um die Gebärden selbst. In einem Satz werden auch immer nur die wichtigsten Satzglieder zusätzlich gebärdet, niemals alle.
Man arbeitet in vielen Einrichtungen noch mit GuK von Etta Wilken oder Schau doch meine Hände an. Davon ist man aber mittlerweile nicht mehr so überzeugt, weil die dort angebotenen Gebärden sehr begrenzt sind und sich nicht ständig erweitern- im Gegensatz zur DGS. Und natürlich ist für die Integration einfach besser, wenn man schon Gebärden lernt, dann wenigsten die, die die meisten Gehörlosen verstehen. Sonst grenz ich mich ja wieder aus.
Ich hoffe, das war jetzt deutlicher
LG Katrin _________________ Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Danke, war nun einleuchtend!
Klar, wir haben an der Schule dann frech gemischt - Satzbau... Lautsprachbegleitend, Vokabeln waren meist Basics (Grundschule) und damit DGS nahe oder gar dem DGS geklaut
Grüßle
Ursula _________________ Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
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