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Laura Doermer, Moritz mein Sohn

 
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Sabine
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BeitragVerfasst am: 20.03.2004, 22:56    Titel: Laura Doermer, Moritz mein Sohn Antworten mit Zitat

Laura Doermer, Moritz mein Sohn

Die Autorin erzählt die Geschichte ihres jüngsten Sohnes, der anscheinend gesund zur Welt kam, in seinem ersten Lebensjahr nach einer Serie von Kinderkrankheiten jedoch an einer therapieresistenten Epilepsie erkrankte. Ein packender Bericht, der Eltern Mut macht, eigene Wege zu beschreiten und nicht jede ärztliche Maßnahme ergeben hinzunehmen.

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Heidi
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BeitragVerfasst am: 19.07.2004, 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich habe mir dies Buch vor kurzem antiquarisch bei Amazon bestellt, da es mir sehr dringend empfohlen worden ist. Meine Tochter hat mit ihren 6 Jahren eine therapierefraktäre Epilepsie (Ähnlichkeit mit Lennox-Gastaut wie bei Moritz).
Dennoch: dies Buch gefällt mir persönlich nicht so gut, da es erstens eine sehr spezielle Situation beschreibt (ist aber auch klar, da es ein Erfahrungsbericht ist), die jedoch nicht unbedingt übertragbar ist (Moritz ist in den 60er Jahren geboren).
Zweitens finde ich nicht, dass der Bericht "Eltern Mut macht, eigene Wege zu beschreiten...". Die Mutter von Moritz läßt meines Erachtens mit sich machen, was Ärzte und auch Personal der Heime, in denen Moritz untergebracht ist, von ihr wollen...
Also, ich heb es nicht mit Genuss gelesen, obwohl es mir wärmstens ans Herz gelegt wurde und ich ihm deshalb schon relativ positiv gegenüber eingestellt war...
viele Grüße - Heidi

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Heidi mit Peter, Jo Anna (12) und Janika (10)

wer mehr von uns wissen will: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic264.html
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Sabine
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Beiträge: 16063
Wohnort: Menden-Lendringsen

BeitragVerfasst am: 20.07.2004, 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heidi,

es stimmt, dass Moritz Mutter erst als ihr Sohn schon fast erwachsen ist, es wagt, eigene Wege zu gehen. Vorher kam sie mir auch immer vor wie eine arme verlorene Frau, die überall auf verlorenem Posten steht. Man darf aber eben nicht vergessen, dass man in den 60er und 70er Jahren kaum über die vielen Behinderungsbilder von Kindern Bescheid wusste und die betroffenen Kinder als nicht bildungsfähig galten. Sie konnten weder einen Kindergarten noch eine Schule besuchen und mussten entweder lebenslang den ganzen Tag über von den Eltern versorgt werden oder kamen in ein Heim. Ich denke, früher war man einfach "obrigkeitsgläubiger" als heute; Eltern - insbesondere Mütter - sind heute viel selbstbewusster geworden (ist ja in allen Bereichen so) und treten den "Halbgöttern in Weiß" auch so entgegen.
Vielleicht muss man das Buch auch einfach aus seiner Zeit heraus sehen und beurteilen.
Was mir dieses Buch mal wieder gezeigt hat, ist, dass wir uns heute mit unseren Kindern trotz Gesundheitsreform und Ärger mit den Krankenkassen in einer weitaus besseren Situation befinden als Eltern mit behinderten Kindern noch vor 30 - 40 Jahren. Wer zu der Zeit ein schwer mehrfach behindertes Kind bekam, hatte kaum Aussicht auf Hilfe. Viele Eltern haben die Versorgung ihrer Kinder deshalb auch nicht schaffen können und mussten ihre Kinder in ein Heim geben, wo sie oftmals nicht gut versorgt wurden und schnell starben.
Ich hoffe sehr, dass sich angesichts knapper Kassen solche Zustände nicht wiederholen.

Lieben Gruß,
Sabine

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fienchen
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BeitragVerfasst am: 14.04.2005, 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe das Buch auch. Ich habe es im letzten Sommer bis zur Hälfte gelesen und seitdem nicht wieder angefasst.

Mir ging es ähnlich wie Heidi. Unsere Tochter gilt auch als therapieresistent und steuert wahrscheinlich in Richtung Lennox-Gastaut, deshalb habe ich es mir bestellt.

Es ist wirklich kein Buch, das Mut macht, sondern meiner Meinung nach einfach beklemmend und traurig.

Lieben Gruß
Manuela

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Eckhard
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BeitragVerfasst am: 25.04.2006, 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mir gefällt das Buch sehr gut, weil es authentisch ist und die Situationen so widerspiegelt, wie sie die Familie damals erlebt hat.
Hätte Moritz die heutigen Hilfen (neue Medis, Epilepsiechirurgie usw. ) schon damals bekommen, dann wäre sein Weg sicher ein anderer geworden.

Ich kann nicht sagen, dass mir dieses Buch geholfen hat, aber ich habe es trotzdem "verschlungen", was mir bei Büchern sehr selten vorkommt.

Viele Grüße
Eckhard

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Vater von Phillipp 11/96 frühkindliche Grand mal Epilepsie, psychomotorische Retardierung, Ataxie und Florian 03/98 der an trüben Tagen für Sonnenschein sorgt
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BeitragVerfasst am: 28.11.2007, 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
also ich habe das Buch schon vor vielen Jahren gelesen, aber nie als Hilfe verstanden, sondern als Erfahrungsbericht. Wer oder wo wird denn behauptet, das Buch sei ein Ratgeber ? Auf dem Klappentext steht ganz klar : Erfahrungsbericht....

Da Moritz bei Veröffentlichung des Buches schon 25 Jahre alt war, muß man beim Lesen bedenken, wann diese Arztbesuche etc. stattgefunden haben.

Ich selbst habe das Buch 1990 verschlungen, weil es damals so ziemlich das einzige war, was es auf diesem Gebiet überhaupt gab. Und - es hat mich vorbereitet auf das, was möglicherweise noch auf mich zukommen sollte...

Parallel dazu erschien übrigens von Ursula Schuster "Michaels Fall".
ISBN - 3-89412-083-5
Dort wird im cover von einem Ermutigungsbuch gesprochen.

Beide Bücher waren damals eine Sensation, bzw. ein Strohhalm für uns betroffene Eltern - es gab sonst fast nur "hochgeistige" Fachliteratur zum Thema Epi.

Über Moritz gibt es übrigens auch einen Film.

LG Heike
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