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Glaube nach Schicksalsschlag?
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ArzuLeyla
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Saskia,

wie schon gesgt hat mir das Gedicht am Anfang kraft gegeben. Ich habe versucht zu verstehen was es bedeutet.
Und bei mir ist es so Leyla hat einen Älteren Bruder bei ihm war alles selbsvertsändlich, er wird sich rollen, robben krabbeln Essen , Trinken.....usw...
Aber bei Leyla war es nicht so und es ist nicht so und ich muss lernen mich mit ihr zu freuen, wo sie das erstemal Mama gesagt hat oder zum erstenmal gekaut geschlukt hat das war nicht alles selbstverständlich...
Ich kämpfe mit ihr und ich freue mich mit ihr und ich glaube das habe ich dann auch verdient ...denn sie wird niewieder so sein wie sie mal war. #gesund, normal...
Und denn blicken von den anderen, die ignoriere ich denn für mich ist meine Leyla mein alles ich bin ihr dankbar und ich lerne von ihr sie beschenkt uns ihre familie, freunde jeden tag.

hmmmmm ich hoffe du kannst mich verstehen liebe Saskia

liebe Grüsse Arzu
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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

hallo iris

deine schlussfolgerung ist interessant Wink

meintest du jetzt die passage

Wenn Gott mir hilft,
wird alles leicht,
wo Gott nicht hilft,
wird nichts erreicht

ist schon gruselig

l.g.
dagmar

_________________
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Arzu,
ich kann dich gut verstehen und nochma,l ich finde es sehr, sehr schön , wenn man sich an sowas festhalten kann,
ich hab für mich mittlerweile Yoga , und ähnliche Entspannungspraktiken gefunden,
Hauptsache man hat was das einem Halt gibt,
LG Saskia

_________________
saskia (*59) mit Alexander( 5/91 )Asperger Syndrom
unsere Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic.php?t=37939
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ArzuLeyla
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Wohnort: scharbeutz

BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Saskia,

da geb ich dir recht, hauptsache man hat etwas was einem Halt gibt.
was das ist ist eigentlich nebensächlich.

Liebe Grüsse
Arzu
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Andrea T.
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kathrin,
bei uns ist es so, dass wir durch Felix Behinderung nicht in unserem Glauben angegriffen worden sind. Ich habe gerade zu diesem Thema einen Artikel für unseren Gemeindebrief geschrieben und kopiere ihn einfach mal hier rein - vielleicht kannst du ja was damit anfangen:
Wie kannst du denn da noch an Gott glauben?
Das fragte einmal eine Kollegin, als ich ihr von einer schweren Krankheit in unserer Familie erzählte. Wir redeten dann über den vermessenen Anspruch auf ein glückliches Leben ohne Krankheit und Leiden, wo Tod und Krankheit doch als Folge der Abwendung des Menschen von Gott in unsere Welt gekommen sind. Von Hiob haben wir außerdem gelernt, dass Leiden und Krankheit keine Strafe Gottes für unser Fehlverhalten sind. Umgekehrt sind Wohlergehen und Gesundheit keine Belohnung für Wohlverhalten und ausreichendes Gebet. Der Herr lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte (Mt. 5,45).
Als dann Jahre später deutlich wurde, dass Felix mit einer schweren Behinderung leben würde, hat uns das weder überrascht noch innerlich angegriffen. Natürlich haben wir uns das nicht gewünscht, aber Gott mutet und traut es uns zu, ein ganz besonderes Kind durch das Leben zu begleiten. Und natürlich beten wir: für unsere Kinder, um Gesundheit, für alles, was uns wichtig ist. Wir beten in der Gewissheit, dass Gott uns hört und weiß, was gut für uns ist. Aber das ist offensichtlich nicht immer nur die heile Welt. Und wenn wir dann doch einmal Gottes Eingreifen erleben und das geschieht, was keiner für möglich gehalten hätte? Dann können wir ihm danken und uns darüber freuen, dass ein kleines Stück von Gottes Herrlichkeit in unser Leben strahlt.
Gott wollte eine andere Welt – und wir freuen uns darauf, sie einmal mit ihm zu erleben – ohne Leid, Krankheit und Tod. Aber noch müssen wir diese Spannung aushalten. Noch sind wir nicht im Himmel. Wir sind hier mitten im Leben und Gott ist bei uns.

_________________
Andrea mit Felix (4/01, ICP, entw.verz., Epi, sehgeschädigt), Anna 4/01,
Nick 4/99, NRW
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KathrinS
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Beiträge: 387

BeitragVerfasst am: 29.08.2009, 06:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

vielen Dank für Eure Gedanken dazu.
Ich wollte einfach mal hören, wie ihr darüber denkt. Eure Antworten waren für mich sehr interessant ohne etwas als richtig oder falsch zu
empfinden.
Seltsamerweise mache ich mir erst solche Gedanken seit dem bei unserem 2. Kind diese Behinderung deutlich wurde.
Das man das Leben jetzt mit anderen Augen sieht, so geht es mir auch.
Auch für die Familienangehörigen ist es eine harte Probe bezüglich
des Annehmens und der Toleranz. Da endeckt man auch Seiten, die man vorher nicht kannte.
Vielleicht hat ja doch alles seinen Sinn, auch wenn wir ihn noch nicht erkennen können.

LG
Kathrin

_________________
Sohn mit Diagnose frühkindlicher Autismus
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iggisw
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Beiträge: 730

BeitragVerfasst am: 29.08.2009, 07:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich oute mich gern als Christin und ich kann für mich sagen, dass ich erst durch die Krankheit unserer Tochter dazu geworden bin.
Auch als Kind habe ich an Gott geglaubt, bin ab und zu in die Kirche gegangen, wurde getauft, konfirmiert und habe kirchlich geheiratet. Viele Gedanken um Gott und Jesus habe ich mir aber nicht gemacht - und ich habe so in den Tag hineingelebt. Als unsere Tochter dann so krank war, habe ich um Heilung gebetet - dem Kind ging es immer schlechter. Und ich begann diesen Gott, der vorher in meinem Leben nicht wirklich etwas zu suchen hatte, anzuklagen, ja, ich meinte sogar, ich könnte ihn unter Druck setzten (so nach dem Motto: wenn du mir nicht gibst, was ich will, dann will ich auch nichts mehr von dir wissen - wenn du es mir gibst, dann bin ich auch bereit mich mehr mit dir zu beschäftigen). Doch ich habe festgestellt, dass Gott kein Automat ist, den wir nach Belieben bedienen oder eben zur Seite stellen können!!!!
So blieb es zunächst bei meiner Anklage: Wie kann Gott das zulassen? Warum muss dieses Kind so leiden? Warum ich??????
Durch diese Anklagen habe ich mich mit Gott beschäftigt. Es würde hier zu weit führen, weiter zu schreiben - aber durch viele verschiedene Begebenheiten durfte ich erfahren, dass es einen lebendigen Gott gibt und ihn in Jesus immer besser kennenlernen. Mein Kind wurde zunächst nicht gesünder - im Gegenteil! Heute, fast 20 Jahre später darf ich auf große Wunder und Heilungen bei unserer Tochter zurückschauen, auf die wir auch bei unserem Sohn so sehr - bisher vergeblich - gehofft haben.
Vieles kann ich nicht verstehen - aber das muss ich auch gar nicht, denn sonst wäre ich ja Gott oder Gott ein Mensch mit begrenztem Verstand!
Ich möchte hier aber keine Diskussion über Gott lostreten - das hatten wir schon zu oft!
Ich möchte einfach nur auf die Ausgangsfrage antworten und dazu kann ich zusammenfassen:
Ja, ich habe durch die Krankheit unserer Tochter zum - für mich - wahren Glauben gefunden. Nicht alles hat sich so gefügt, wie ich es gerne hätte, doch ich weiß, dass ich nie tiefer fallen kann, als in die offenen Arme meines Herrn. Ich lebe in einer persönlichen Beziehung mit Jesus und erlebe einen tiefen inneren Frieden - einen Frieden, der einfach höher ist, als mein Verstehen.
Iggis

_________________
Mutter und Pflegemutter von
3 leibl. erwachsenen Kindern (83, 87, 89) - jüngste Tochter CF, AV-Malformation, herzkrank (war 15 Jahre tracheotomiert)
6 Pflegekinder (93, 98, 02, 03, 08, 09) dadurch
Erfahrung mit Autismus, Autoaggression, Deprivation, FAS, Missbrauch, Misshandlung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung......
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RenateT
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BeitragVerfasst am: 29.08.2009, 07:32    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Andrea

das hast du schön formuliert, und so erlebe ich das auch. Danke!

Ich denke, dass vieles vielleicht davon abhângt, wie mein Glaube VOR dem Schicksalsschlag war. Was habe ich geglaubt? Worauf hat sich dieser Glaube gegründet?
Es gibt ein Gleichnis in der Bibel, bei dem zwei Bauleute miteinander verglichen werden. Beide bauen ein Haus, der eine baut auf Sand, der andere auf festen Grund. Und beim ersten krâftigen Sturm stürzt das Haus auf dem Sand ein. Das Haus auf dem Fels wird genauso gerüttelt und geschüttelt, der Regen prasselt genauso und das Wasser fleisst von allen Seiten, aber weil es ein sicheres Fundament hat, kann es diesen Sturm durchstehen;

Könnte da nicht eine Ursache liegen?

Lieben Gruss

Renate

_________________
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät

The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
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Vanessa 73
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BeitragVerfasst am: 29.08.2009, 08:21    Titel: Antworten mit Zitat

renate roosemont hat folgendes geschrieben:

Es gibt ein Gleichnis in der Bibel, bei dem zwei Bauleute miteinander verglichen werden. Beide bauen ein Haus, der eine baut auf Sand, der andere auf festen Grund. Und beim ersten krâftigen Sturm stürzt das Haus auf dem Sand ein. Das Haus auf dem Fels wird genauso gerüttelt und geschüttelt, der Regen prasselt genauso und das Wasser fleisst von allen Seiten, aber weil es ein sicheres Fundament hat, kann es diesen Sturm durchstehen;

Könnte da nicht eine Ursache liegen?

Lieben Gruss

Renate



Hallo,

erstmal finde ich eure Gedanken alle ganz toll und ich finde auch alles akzeptabel, wenn es einem Halt und Kraft gibt.
Ich selbst denke mal so mal so und habe noch nie wirklich an Gott geglaubt. Leider bin ich aber auch immer auf Extreme gestoßen, die einen den Glauben aufdrängen wollen. Da blocke ich eh sofort ab.

Da das hier niemand tut, sondern jeder seine Gedanken preisgibt, melde ich mich mal zu Wort.

Ich denke auch daß wir hier auf die Probe gestellt werden für die spätere " Erlösung?" ( hab es noch nicht ganz raus).
Aber ich finde immer das Beispiele aus der Bibel nie so wirklich passen, denn der Bauherr, der auf Sand gebaut hat hat ja frei so entschieden und hätte danach ja noch ein Haus auf sicheren Grund bauen können.
Ich denke diese Entscheidung hatte keiner von uns den ich hätte mir sicher keinen Schicksalsschlag ausgesucht, sondern die Normalität.

Und ich glaube da liegt auch mein Problem was den Glauben angeht, denn ich stelle einfach alles in Frage und noch kein christlicher Gläubiger konnte es mir erklären oder logische Beispiele aus der Bibel nennen, die mich überzeugt hätten an GOTT zu glauben.
( Leider bin ich auch durch dieses ewige in Frage stellen auch aus der Firmungsgruppe geflogen und zur Strafe nicht gefirmt worden).


Aber wie dem auch sei finde ich eure Gedanken ganz toll und vielleicht helfen sie mir auch meinen Weg in einen Glauben zu finden ( vielleicht auch einen eigenen, nicht vorgegebenen!?!)


LG Vanessa

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Sohn(2002)global entwicklungsverzögert,globale Wahrnehmungsstörung, ADHS/ADS(Mischtyp)
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BeitragVerfasst am: 29.08.2009, 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vanessa

ja, das stimmt ja auch, dass der Bauherr frei entschieden hat, worauf er baut. Er hat vermutlich geglaubt, dass der Sand stabiel genug ist. Und vielleicht hat er ja tatsächlich hinterher festen Grund gesucht.

Es ist schon richtig, was du schreibst: ein anderer kann dir NIE logisch erklären oder dich überzeugen, wie und wozu du an Gott glauben sollst. Das ist eine Sache zwischen dem Menschen und Gott persönlich und da können andere nur Wegweiser sein.

LG Renate

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