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Glaube nach Schicksalsschlag?
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KathrinS
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 11:49    Titel: Glaube nach Schicksalsschlag? Antworten mit Zitat

Hallo,

mich würde einmal interessieren ob Euch der Glaube erhalten geblieben ist
bzw. ob jemand erst erst durch ein schweres Schicksal dazu gefunden hat.

LG Kathrin

_________________
Sohn mit Diagnose frühkindlicher Autismus
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Marion+Sara
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Beiträge: 1182
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kathrin,

Ich weiss jetzt nicht was du als Schicksalsschlag empfindest,aber ich kann sagen,daß unser " Schicksal " mich persönlich und auch uns als Familie wesentlich näher zusammengebracht hat.Es hat meinen Glauben eher verstärkt.Ich habe zwar auch vorher schon geglaubt,bin als Kind sogar gern in die Kirche gegangen,aber erst durch unsere Tiefschläge hat alles einen Sinn ergeben.Wäre der Vater von den Kids nicht so früh gestorben,wären wir uns sicher nicht so nah wie wir es heute sind.Wäre Sara nicht zu früh geboren,wäre sie nicht behindert und ich hätte niemals den Blick fürs wesentliche bekommen.Das was ich früher als Schicksal empfand,ist heute unser Glück!
Es hat mich wachsen lassen.

LG Marion

_________________
Marion35+Sara 14,28ssw frühkindlicher Autismus mittelgradige kognitive Behinderung und Jannis 15 kerngesunder Teeni
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Dirk K
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kathrin,

ich hatte vor einiger Zeit mal genaiu das gleiche Thema eröffnet, das musste allerdings nach einiger Zeit wegen Eskalationen geschlossen werden.

Mir fällt es immer schwerer, meien Glauben aufrecht zu erhalten, jedenfalls in der mir ursprünglich beigebrachten katholischen Art.

Vom gütigen allmächtigen Vater im Himmel will ich nichts mehr hören.
Wer uns solche Schicksalschläge auferlegt ist entweder nicht gütig, oder er ist nicht allmächtig, in beiden Fällen jedoch ist er für mich nicht mehr verehrungswürdig.

Ich muß aber Marion insofern Recht geben, als daß das Schicksal unsere Familie sehr fest zusammen geschweisst hat, und auch unser Blick auf deas Wesentliche ist sicher ein Anderer als früher.

LG
Dirk

_________________
Papa von den 09/01 geb. Zwillingen Rebecca, gesund, und Nadja, ehem. eutrop. Frühgeb., blind, periventrikuläre noduläre Heterotopie, Hydrocephalus mit Shunt versorgt, Balkenagenesie, Kleinhirndisplasie, unterschiedlich schwere Epilepsie, geistig und motorisch retardiert, nach Unfall 2005 posttraumatischer ADH-Mangel und Diabetes Insipidus
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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

hallo kathrin

ich glaube,das das von einem selbst abhängt,wie und ob mann sich glauben erhält
und was einem dieser bedeutet

dem einen ist es trost und zuversicht,dem anderen bringt es verzweiflung wegen den haarstraübenden ereignissen,die einen entweder selbst oder andere treffen

bei mir ist es so ,das ich gar nichts mit anfangen kann,zum beispiel weil ich es völlig unsinnig finde jemanden namens gott um hilfe zu bitten,wenn ein anderer ganz gewiss diese hilfe nicht bekommen hat oder bekommen wird
das ist mir alles zu ungerecht

liebe grüße
dagmar

_________________
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
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Jutta mit Jonas
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

hallo kathrin,

hatte hier auch schon nen thread wegen der zweifel.
was mich zweifeln läßt ist, wenn unschuldige kinder leiden müssen.
von geburt an keine chance haben.

welcher sinn steckt dahinter, was will uns gott damit sagen? Kann ein gott gerecht sein, wenn er kinder leiden und sterben läßt?

Man findet darauf keine antwort.

aber das schicksal als solches, ich meine daß mein kind behindert ist, empfinde auch ich nicht als bürde.

Liebe Grüße

Jutta mit Jonas

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Jutta(67), Jonas.11.04,schwere therapieresistente Epilepsie(symptomatisch-multifokal), Zn SUDEP, ICP(spastisch-dyskinetisch) Skoliose, chron. resp. Insuffiziens, sauerstoffpflichtig, chron. Hyperkapnie, Fundoblikatio, Button,ein Mausebär.-)
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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kathrin,
eine schwierige Frage und ich kann mich auch an diesen Thread erinnern der etwas eskaliert ist.

Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen als "Pfarrerskind" berichten.
Logischer Weise bin ich sehr fromm und christlich erzogen worden
und hab, denke ich ,mit dadurch, den Glauben nach der Konfirmation völlig abgelegt.

Unser "Schicksal" hat mich nun nicht zum Glaube herangeführt, im Gegenteil, ich lehnte die Kirche noch mehr ab, nicht selten mußte ich von so besonders Frommen hören,
ach was haben sie nur gesündigt wenn sie so einen Sohn haben...

Was mich aber bis heute schockiert ist, dass mein Vater der ja überzeugter Christ und ja Pfarrer war /ist bzw bleibt man ja, bis heute, seinen Enkel nicht annehmen kann,
so nach dem Motto, es ist leicht zu glauben wenn die Musterfamilie funktioniert und
mittlerweile kann ich mit meinem Vater darüber auch nicht mehr reden er ist über 86 Jahre aber eigentlich hätte ich schon erwartet, dass er souverän mir beisteht und mit seinem Glauben mich auffängt, aber nix

Es ist eben doch leichter zu predigen von Dingen die einen nicht selbst betreffen, aber wenns dann die eigene Familie trifft ,sieht doch ganz anders aus,
eben Theorie und Praxis.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass wenn es einen Gott gibt, er Menschen solche Scherzen und Leid zufügt,
auf der anderen Seite finde ich es beneidenswert , wenn einem sein Glaube die Kraft gibt ,alles besser zu bewältigen,

LG Saskia

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ArzuLeyla
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

Gott schwebt über die Erde und sucht sich die Werkzeuge und Arterhaltung mit grosser Sorgfalt und Überlegeung aus. Er beobachtet ganau und diktiert seinen Engeln in sein internes Fortpflanzugsbuch."Eva Müller, Tochter Schutzengel Matthias; Gabi Schmitz, Sohn Schuhtzengel Kunigunde; Carola Kastner, Sohn Schutzengel? Gebt, der Gerhard der ist an flüche gewohnt." Schliesslich diktiert er einem Engel einen Namen in die Feder und sagt lächelnd" diese beschenk ich mit einem behindertem Kind." Der Engel ist erstaunt" Warum sucht ihr gerade sie aus, Herr? Sie ist doch so glücklich"- " Genau deshalb", sagt Gott und lächlelt wieder."Wie kann ich einem kranke Kind eine Mutter geben, die nicht lachen kann?? Das wäre grausem" sagt der Gott. "Gedult hat sie auch nicht" sagt der Engel. " Ich will ja nicht das sie Gedult hat.Sonst ertrinkt sie am Ende in einem Meer aus Trauer und Selbstmitleid. Wenn der erste Schmerz und der Schock vorbei sind, wird alles tadellos zuwege bringen.Heute hab ich ihr zugesehen. Sie hat das richtige gespür für Unabhändigkeit und Selbstständigkeit. Und das ist bei Müttern leider selten, aber absolut notwendig. Hör zu, das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in einer anderen Welt leben. Und sie muss es dazu bringen, in der ihren zu leben. Das wird nicht einfach sein." " Aber Herr, soviel ich sehen kann, glaubt sie nicht mal an dich" Gott schmunzelt. " Das macht nichts. Das bringe ich schon in Ordnung. Doch , doch ich halte sie für hervorragend geeignet. sie hat genügend Egoismus. Der Engel ringt nach Luft; " Egoismus? Ist das vielleicht etwas gutes?" Gott bejaht es " Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennt wird sie die Belastung nicht ertragen und es wird schwer für sie sein, alles auszuhalten. Genau diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz volkommenen Kind bescheknen werde. Sie weiss es zwar noch nicht, aber sie ist wirklich zu beneiden. Nie wird ein gesprochenes Wort als Selbstverständlichkeit hinnehmen, nie einen Schrittals etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind zum ersten mal Mama sagt, wird ihr klar sein, das sie ein Wunder erlebt. Wenn sie einem Blinden Kind einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen wir nur wenige Menschen meiner Schöpfung. Ich werde ihr erlauben, alles deutlichzu erkennen, was auch ich erkenne. Grausamkeit, Vorurteile, Unwissenheit. Und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Jeden Tag ihres Lebens, jede Minute. Weil sie meine Arbeit ebenso sicher tut, als wäre sie hier neben mir,
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ArzuLeyla
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr lieben,

obwohl ich garnicht mal so sehr gläubisch bin oder war, musse ich weinen wo ich dieses Gedicht zum ersten mal gelesen hab.
Ich konnte nicht verstehen was mit Leyla passiert war und vorallem warum!!
Vielleicht finden es manche albern aber mir hat das Gedicht Kraft gegeben.
Ich wünsche euch viel spass beim Lesen.

Eure Arzu
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saskia und a.
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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

@Arzuleyla
und das glaubst du allen Ernstes?

Wenn dem tatsächlich so ist ,bist du wirklich zu beglückwünschen, wie schon geschrieben, beneide ich wirklich Menschen, denen so etwas hilft.
LG Saskia

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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kathrin,

mein Glaube ist eindeutig den Bach hinuntergegangen.

1994 starb mein erster Mann nach 6 Monaten Ehezeit.

2001 adoptierte ich meine Tochter Katharina. Im Laufe der Jahre mussten wir erkennen, dass sie mittelgradig (bis schwer) geistig behindert ist. (Was ich nicht schlimm finde.) Aber ein gesundes Kind ist mir verwehrt geblieben und ich werde es auch nicht mehr bekommen.

2007 hat Katharinas Vater, auf den ich felsenfest gesetzt hatte, uns schnöde sitzen lassen. Er zahlt - widerwillig - Kindesunterhalt (denn eigentlich hat er Katharina ja nie gewollt) und er kommt nicht einmal zu Wochenendbesuchen.

Mir reicht`s.

In meiner Schule kursiert ein Morgengebet.
Im Namen Gottes fang ich an,
denn Gott ist der, der alles kann.
Wenn Gott mir hilft,
wird alles leicht,
wo Gott nicht hilft,
wird nichts erreicht.
Drum ist das Beste,
was ich kann:
Im Namen Gottes fang ich an.

Ich bete das nicht nicht mehr, denn es heißt doch nur, dass Gott den Kindern, die Lernschwierigkeiten haben, sich anstrengen, aber "nichts" erreichen, nicht hilft.

Mir hilft er offensichtlich auch nicht sehr.

Iris

_________________
Iris mit Katharina *1999 in Bulgarien, seit 2001 in Deutschland, geistig behindert, keine Sprache, keine Diagnose

Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast.
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