LG Magdalena _________________ Magdalena&Bernd mit Tomasz (17/12/04) *26 08 09 "Die Leute haben Sterne, aber es sind nicht die gleichen (...) Du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat (...)." Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben" Jonathan 05/05/09
Verfasst am: 09.09.2009, 16:11 Titel: eine Antwort
Hallo Simone,
gerade in der 'Anfangszeit' ist es sehr schwierig, schnell Antworten auf solche Fragen zu finden, mit denen man selbst zufrieden ist. Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur sagen, dass es sehr schwierig ist und einen sehr belastet. Was ich mir alles überlegt habe...! Glücklicherweise 'gewöhnt' man sich dran und wird gelassener.
Anfangs wusste ich auch nicht, was ich sagen sollte, manchmal sagte ich, dass er eine Wahrnehmungsstörung hat. Zu sagen, dass er ein Autist ist, oder dass der Verdacht besteht, habe ich vermieden, weil die meisten Menschen das nicht verstehen bzw. falsche Bilder im Kopf haben.
Besonders gefallen hat mir der Spruch: 'Er darf nicht mit Fremden sprechen.' Fertig ! Da kamm dann keine weitere Frage mehr.
Liebe Grüße
Michaela _________________ Michaela (1967) mit T.
mit Tom (2003), frühkindlicher Autismus (auf hohem Funktionsniveau), getesteter IQ 61
A. (98), Asthma bronchiale und L. (94)
Hallo Michaela, ja, mit den Schwierigkeiten in der Anfangszeit hast Du recht, man braucht einfach als Mutter selbst eine Weile, um sich an seine eigene Auskunft zu gewöhnen Nach den ersten negativen Erfahrungen, die ich nun gesammelt habe, wenn ich irgendwo gesagt habe, dass der Verdacht auf Autismus besteht, habe ich mich entschlossen, die genaue Diagnose wirklich nur im Familien-und engsten Freundeskreis auszuplaudern, bzw. bei Leuten, mit denen man öfter zu tun hat (z.B. bestimmte Mütter in der Kita) und davon ausgeht, dass es ihnen (auch intellektmäßig) möglich ist, nachzuvollziehen, wovon ich spreche. Und das werde ich dann wirklich auch erst im November tun, wenn alle Tests abgeschlossen sind und wir genau wissen, was los ist!
Ansonsten habe ich mir vorgenommen, dann wirklich, wo es angebracht ist, zu sagen "er hat eine Behinderung". Mein Sohn ist ja nun mal auch vom Verhalten her auffällig, und da ist es mir dann am Ende doch lieber, ich sage frei heraus, wie es ist (wenn auch nicht mit allen Details), als wenn über das vermeintlich freche Benehmen oder seine "schlechte Erzeihung" getuschelt wird!
Liebe Grüße
Simone _________________ Simone mit Calvin (*8/2006) Asperger Autist, Sprachentwicklungsstörung, generalisierte u. fokale Epilepsie, und Céline (*5/2009), Entwicklungsverzögerung
Seltsam, dass der Mensch doch glaubt, nur mit Worten kann man sprechen. Hörst Du, was das Meer Dir sagt, wenn am Strand die Wellen brechen.
(Stephan Lentz)
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