Hallo Ihr Lieben, meine Frage erscheint Euch vielleicht banal, aber mich beschäftigt dieses Thema und ich wäre für Eure Erfahrungen und Tipps dankbar. Mein 3-jähriger Sohn ist allgemein entwicklungsverzögert und erheblich sprachentwicklungsverzögert. Es besteht Verdacht auf Autismus, und wir gehen gerade "in die heiße Phase der Diagnostik". Nun werde ich immer wieder von Fremden oder auch entfernteren Bekannten angesprochen, warum mein Sohn nicht sprechen kann. Ich bin einfach unsicher, was ich antworten soll - insbesondere auch zum Schutz des Kindes möchte ich ja nun nicht jedem seine Krankheitsgeschichte erzählen. Da ich selbst aber noch in der Phase des "Verarbeitens" bin mit der neuen Situation, das unser Sonnenschein eine Behinderung hat, tue ich mich offenbar mit einer passenden Antwort auf solche Nachfragen etwas schwer. Ich kann ja nicht stets sagen "der spricht halt nicht mit jedem" . Im SPZ haben sie mir geraten zu antworten, dass er halt ein "besonderes Kind" ist - aber ich glaube nicht wirklich, dass alle mit dem Begriff was anfangen können?
Was antwortet Ihr auf solche Fragen?
Liebe Grüße, Simone
solche Fragen waren mir auch immer unangenehm, da man ja die ganze Problematik
ja nur bedingt im "Vorbeigehen"erklären kann.
Meistens hab ich für Jan geantwortet und wenn sie hartnäckig blieben, gesagt
das er mit Sprechen ein Problem hat.
Meistens hat Jan aber kurze "oberflächliche"Antworte"z.B. bei :"Was hast du gemacht?"
hat er "gespielt" gesagt. Obwohl es nicht stimmte, waren die Leute erst einmal
zufrieden.
LG Kathrin _________________ Sohn mit Diagnose frühkindlicher Autismus
Matthias konnte mit 3 auch nicht sprechen und hatte seine eigene Sprache.
Andere Familienangehörigen und Fremden erklärte ich, dass er halt entwicklungsverzögert ist.Damit haben sich die meisten zufrieden gegeben.
Meistens fragten sioe ihn dann nur noch Fragen , wo er mit Ja oder nein antworten brauchte .
lg
heike _________________ Heike *73,Ferdi *57,
Miriam*94 Asthma,ND
Saskia*96 gesund;
Matthias *05 SEV und allgemeine Entwicklungsverzögerung;
Tobias *99 Lesestörung; Emotionale Störung und Sprachstörung
Dominik *01
ND,Asthma,Entwicklungsverzögert,ADHS , Dystrophie
Jan *09 meine Galerie
wenn jemand kann nicht sprechen kann dann eventuell Gebeärdensprach machen kann dann viel schnell lernen verstehen Kinder..................
Ihr kennt gebärden z,b, ESSEN trinken ,auto. fahrrad u,s,w eigen versucht jeder gebärden begreiffen .......... _________________ Mama Taubheit/ Papa Taubheit/Naty gesund /Fabian Taubheit spastik Hirnhälfte, schattenblind.schluckplm.PEG , Epilepsie,lähmung links ; und viel mehr / Ci inplan nein Danke.......
Timmy gesund.....
unser Sohn ist auch stark sprachentwicklungsverzögert.
Ich denke schon, dass man den Leuten zur Antwort geben kann, dass das Kind nunmal nicht mit jedem spricht. Am Anfang habe ich im Beisein von Luca geantwortet, dass er nicht sprechen kann. Aber wie hört sich das für das Kind an, wenn es immer hören mu, was es nicht kann?
Manchmal gebe ich aber auch keine Erklärungen ab und antworte einfach für Luca, wenn er etwas gefragt wird. Sollen die Leute doch denken, was sie wollen. Ich weiß, was mit unserem Sohn los ist und gut ist.
Gruß
Alexa _________________ Alexa mit Luca (* 2003); Sprachentwicklungsstörung; ohne Ursache
mit Timmi erlebe ich immer wieder, dass insbesondere jüngere Kinder oft von Erwachsenen angesprochen werden - egal ob jüngere oder ältere Leute. Manchmal ergeben sich solche Situationen auch einfach beim Einkaufen, auf dem Spielplatz oder im Geschäft. Bei JP hat sich das nie so ergeben, weil er im Buggy saß und schon als Kleinkind "behindert" aussah - da gab es dann keine Nachfragen bzw. höchstens mal ein "Was hat er denn?" Das ist sicher einfacher als wenn das Kind sich ansonsten "normal bewegt", halt nur nicht spricht. Falls dein Kind gar nicht antworten kann und nichts spricht, würde ich kurz antworten "Er kann (noch) nicht gut sprechen und antworten." Damit werden sich die Fragenden sicher erst mal zufrieden geben. Wenn das Kind selbst antworten kann, und wenn es auch nur ein Wort ist, sollte es auch die Chance dazu bekommen. Da würde ich mich als Mutter dann auch gar nicht einmischen, vielleicht zurücklächeln, ein bisschen Small-Talk ("ja, bei so einem Wetter schmeckt jedem Kind ein Eis!") und das wars. Mehr wird ja auch oft gar nicht erwartet.
Bei uns ergeben sich längere Gespräche eher auf Spielplätzen, wenn man nebeneinander sitzt und ins Reden kommt, während die Kinder spielen - oft auch bei Ausflügen. Da JP sehr offensichtlich behindert ist, sind die Fragen, die uns gestellt werden, eher anders geartet. Oft stellt sich dann heraus, dass der/die Fragende auch jemanden mit behindertem Kind hat oder kennt. Manchmal haben wir dann sogar helfen können, weil wir gefragt wurden, was man denn in so oder so einer Situation tun könnte (Bekannte oder Verwandte hätten das und das Problem) und eine Antwort wussten.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
Ich habe meist für Philipp geantwortet und gleich ein "er kann noch nicht sprechen" hintenangefügt.
Manchmal ergaben sich daraus weitere Fragen, manchmal reichte die Antwort auch.
Philipp fällt aber vor allem durchs Benehmen auf und da reicht ein "er kann nicht sprechen" leider nicht für eine Erklärung.
Oft sagen wir dann, er hat eine Behinderung, oder er hat Autismus, neu könnte ich ja auch noch " er hat einen Gendefekt" anfügen aber das fände ich etwa schräg...
Was ich gelernt habe, ist nicht zu sagen "er ist behindert" sondern eben "er hat eine Behinderung". Das trifft den Kern eher, weil er ja nicht gänzlich behindert ist, sondern nur Teile von Philipp betroffen sind. Und ich finde es auch Philipp gegenüber nicht so krass, schliesslich hört er es ja auch jedesmal, wenn wir das jemanden sagen. Auch wenn wir nicht wissen, wieviel er davon aufnimmt.
LG Christine _________________ Christine 64, F 65, C 92, A 95, O 96(Asperger Autist), J 98 & Philipp 01 (frühkindlicher Autismus, Sprachbeginn mit 4 1/2, noch immer 1-2 Wort Sätze, Microdeletion 22q13.33 Phelan Mc Dermid Syndrom)
unsere Vorstellung http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....3943&highlight=#73943
wir sind grad auch in der phase,
wo es immer offensichtlicher wird,
dass bei unserem kleinen nicht alles "so ganz durchschnittlich " ist.
ich hab da inzwischen gelernt, dass ich nicht mit zwei sätzen jedem erklären muß, wound warum da defizite sind.
ich muß gar nichts eklären, wenn ich nicht will und mich schon gar nicht rechtfertigen.
oft reicht echt eine ganz kurze bemerkung,
("er fängt gerade erst an zu sprechen") ,
die meisten fragen nicht weiter.
und wenn doch, manchmal haben sich da schon gute gespräche entwickelt.
ich finde es aber auch anstrengend, wenn man bei einem
einzigen wochenendeinkauf in drei läden angesprochen wird...
sie meinen es ja nicht böse, aber trotzdem..
den satz von christine, mit
"er hat eine behinderung ",
den werde ich mir merken.
Hallo Simone spricht dein Sohn gar nichts oder nur undeutlich, welche Diagnose habt ihr denn schon. Unser Matthias ist nahezu Taub u. hat im NOv 2008 Cochlea Implantate bekommen u. durch seine Koordinationsstörung kann er mit Zunge Mund Lippen usw. nicht sprechen bzw. auch nicht koordinieren. Wir üben fest mit dem Hören manche Dinge hört er u. manche halt wieder nicht. doch jetzt haben wir seit 6 monaten Gebärdensprache erlernt man darf sich nicht allzu viel erwarten aber die Verständigung funktioniert um ´Häuser besser so wie An-Pa geschrieben hat.
Ich hab genau wie hier geschreiben wurde, mit manchen Leuten ein Problem die ständige Fragerei u. dan dass Erklären der Handicaps, und manchmal hab ich die Phase dass ich am Liebsten sagen würde " Warum fragt ihr überhaupt wenn ihr sowieso nichts anfangen könnt oder sich in diese Situation hinein denken könnt oder möchtet" Es sind nicht alle Leute so aber auch die Schiefen Blicke geben einen nicht gerade einen Mutanstoss.
Bis dann Maria _________________ Matthias 03/2005 Ataxie, Rumpfhypotonie, an Taubh. grenzender Innenohrschwerhörigk.-CI-Träger,Microceph.,Kom. mittels Gebärden,Epilepsie mit Myoklonien
also ich bin nicht dafür, in Gegenwart meines Kindes davon zu sprechen, dass es eine Behinderung hat. Irgendwie hat dieses Wort immer noch etwas negatives. Auch die Kinder merken es. Ich finde auch keinen Unterschied in den Bemerkungen: er hat eine Behinderung oder er ist behindert. Das ist für mich beides das gleiche und beides irgendwie negativ.
Bei unserem Sohn z.B. finde ich das Wort "beeinträchtigt" dann eher passend. Schließlich haben wir immer noch die Hoffnung, dass er irgendwann "normal" sprechen wird. "Behindert" klingt irgendwie endgültig.
Sorry, das ist meine Meinung.
Viele Grüße
Alexa _________________ Alexa mit Luca (* 2003); Sprachentwicklungsstörung; ohne Ursache
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