Verfasst am: 19.07.2009, 12:31 Titel: Mit knapp 2 Jahren gesprochen - dann verlernt?
Hallo Zusammen,
es geht um meinen Sohn Chris. Chris ist ein frühgeb. Zwilling der 24. SSW. Im ersten Lebensjahr von 02 abhängig und einseitig Stimmband-
gelähmt. Mit knapp 2 Jahren sprach er einzelne Worte wie Mama, Papa,
Ja, Nein, Ham und Arm. Als er dann das Laufen lernte, stellte er die Sprache komplett ein. Anfangs beruhigte uns die KG damit, dass er sich jetzt auf die Motorik konzentriere - allerdings ist das jetzt 3 Jahre her.
Chris hat immer wieder Krampfanfälle, die zunächst durch Fieber ausgelöst wurden, sich jetzt aber zur Epilepsie entwickelt haben. Derzeit wird er mit Orfiril einegestellt.
Hat jemand Erfahrung oder kommt das jemanden bekannt vor?
Hallo, Ihr werdet bestimmt von einem SPZ betreut.
Einfach mal nachfragen.
Ich könnte mir schon vorstellen das es einen Zusammenhang mit den Fieberkrämpfen / Epilepsie gibt aber das können nur Ärzte richtig feststellen!
Liebe Grüße und alles Gute
Mone80
Ergo. _________________ Ergo.-Castillo Morales, Sensorische Integration, Psychomotorik,...,Schwerpunkt:Säuglinge/Kleinkinder - ca. 16 Lebensjahr, Die "Besonderen Kinder" liegen mir besonders am Herzen! Praxisarbeit/Praktisch Bildbaren Schule/Lernhilfeschule
"Jeder kann etwas ganz besonderes, man muß sich nur die Zeit nehmen und die Arbeit machen danach zu suchen."
helfen kann ich leider auch nicht. Ich bin aber mal gespannt, ob Ihr etwas heraus bekommt.
Unsere J. sprach auch schon recht gut, na ja, wie man das so sehen will. Wir konnten sie gut verstehen, man merkte eine positive Entwicklung.
Seit einigen Wochen ist das rückläufig. Sie spricht nur noch verwaschen, so dass selbst wir Eltern oft Verständigungsschwierigkeiten haben. Auch sie hat in anderen Bereichen Fortschritte gemacht.
Nächsten Monat müssen wir zur Kontrolluntersuchung. Mal sehen, was die Ärzte dazu sagen.
Liebe Grüße,
Heidi. _________________ Heidi mit
Adoptivsohn D. (11/03), FAS, Bindungsstörung, Wahrnehmungsstörungen, und
Pflegetochter J. (03/05) FAS, entwicklungsverzögert, Absencen, visuelle Wahrnehmungsstörung
das SPZ haben wir natürlich zuerst kontaktiert, aber da sämtliche Förderung bei uns läuft und organisch nichts gefunden wurde, bleibt es ersteinmal bei den
Therapien wie Logopädie mit unterstützter Kommunikation, therapeutisches Reiten usw. Mehrfach wurde von der Logopädin der Verdacht auf Autismus geäußert, weil er nicht gerne Augenkontakt hält und bei den Therapien sein "eigenes Ding" macht.
Ich selber denke nicht, dass es sich um Autismus handelt. Trotzdem lassen wir das derzeit bei einer Psychologin abklären. Wir versuchen ja alles. Im nächsten Jahr soll es in die Schule gehen, da ist die Schulwahl bei einem nichtsprechenden Kind natürlich eingeschränkt.
ja - ich erinnere mich an einen ähnlichen "Fall" . . .
ich arbeite als Sprachheilpädagogin in Dortmund u.a. auch mit der Entwicklungstherapie nach B. Padovan. Vor etwa 2 Jahren hatte ich einen kleinen Jungen in Behandlung, der auch nach einem erst offenbar "normalen" Sprechbeginn plötzlich aufhörte zu reden. Es konnte niemand sagen warum, wieso. - Ärzte und weiße Kittel waren ihm ein Greuel als er zu mir kam. Bisherige logopädische Maßnahmen blieben ohne Erfolg. Wir haben dann mit der Padovantherapie ca. 1 1/2 Jahre gearbeitet und die Sprache wieder in Gang gekriegt - warum, wieso? Tja, -
Am Ende hatte er noch Artikulationsprobleme, aber im Grunde dem Entwicklungsstand (nicht dem Alter) entsprechend und gemäß. Die Entwicklung ging weiter, - mit einer Pause zwischendrin. Es gibt auch eine Internetseite, die sich mit dem Thema beschäftigt. Ich weiß die Adresse leider nicht mehr, aber Google sollte da helfen.
ähnlich, wie Du es beschreibst, war es auch bei Dorothea.
Im Schlafentzugs EEG stellte sich dann ein ESES- Syndrom(eine Epilepsieform, die ohne sichtbare Krämpfe verläuft) heraus, welches medikamentös mit Ospolot erfolgreich behandelt wurde.
LG von Irene _________________ Irene H.mit 3 Kindern im Teenageralter,besonders Dorothea(13) mit frühkindlichem Autismus
Hallo Sandra,
zumindest hat man das bei Dorothea zunächst vermutet.
Als sich die Sprache nach erfolgreicher Behandlung des ESES-Syndroms jedoch nicht wieder einstellte, wurde bald klar, dass Dorothea auch noch Autistin ist.
Damals war sie 4 Jahre alt und hatte bis vor einem Jahr gar keine Sprache.
Erst seit einem Jahr, also mit 9, spricht sie einzelne Worte nach und ein einziges Wort aktiv.
LG von Irene _________________ Irene H.mit 3 Kindern im Teenageralter,besonders Dorothea(13) mit frühkindlichem Autismus
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