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3 Monate Logopädiepause immer sinnvoll?

 
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BineundBenji
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Anmeldedatum: 19.01.2009
Beiträge: 206
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 15.07.2009, 20:29    Titel: 3 Monate Logopädiepause immer sinnvoll? Antworten mit Zitat

Hallo an die Logopäden unter uns hier:



Folgende Diagnose bei meinem Sohn (7 Jahre, seit seinem 3. Lebensjahr in logopädischer Behandlung mit einmaligem Therapeutenwechsel im Oktober 2008 innerhalb der gleichen Praxis), Stand Juli 2009:

Ärztliche Diagnose:

Indikationsschlüssel: SP 1
Diagnose: Sprachentwicklungsverzögerung
Leitsymptomatik: Störung der Laut- und Satzbildung


Logopädische Diagnose:

Indikationsschlüssel: SP 1
Diagnose: Sprachentwicklungsstörung
Leitsymptomatik: Störung der auditiven Merkspanne/ des auditiven Gedächtnisses, Stärung
der Diskrimination, Selektion und Bildung von Sprachlauten, LRS


Therapieverlauf:

Die Therapie gestaltet sich weiterhin mit Lese- und Schreibtraining_mit Aufbau des
Stichwortschatzes, Karteikasten, Computerprogramm, Ab- und Aufbau der Wörter.
Zusätzlich arbeitet sie weiter vermehrt an den Defiziten in der Sprachentwicklung und dies zweimal pro Woche.

Die Sprachentwicklungsstörung besteht aus folgenden Symptomen:

- Reststörung des Rückverlagerungsprozess / t, d zu k, g/
- Reststörung Rückverlagerungsprozess / f zu s/
- Wahrnehmungsprobleme von unbetonten Silben mehrsilbiger Wörter und deren
Abspeicherung
- eingeschränkter Wortschatz
- Dysgrammatismus: fehlerhafte Satzstellung, fehlerhafte Plural-, Casus-
Artikelmarkierung, fehlerhafte Kongruenz



Therapieverfahren:

- LRS-Training
- Verbesserung der phonologischen Bewusstheit auf alle Ebenen
- Übungen zum prosodischen Regelerwerb
- Bearbeitung der phonologischen Prozesse
- Elternanleitung und Elterberatung


Therapieplanung:

- Aufarbeitung der Defizite im Lese-Rechtschreiberwerb
- Förderung der phonologischen Bewusstheit
- Aufbau der Restsymptomatik in der Phonetik
- Verbesserung der sprachlichen Kompetzen
- Elternanleitung und –beratung

Sie empfiehlt dringend die Fortführung der logopädischen Therapie.


Dies stand so im letzten Bericht für unseren Pädaudiologen so drin.

Seit der letzten Verordnung hatten wir bereits 30 von 60 Therapieneinheiten im Regelfall SP1, also bekommen wir noch 2 Folgeverordnungen zzgl. der welche ich gestern vom Pädaudiologen erhalten habe.


Aber danach sollen wir erst einmal eine Pause von drei Monaten einlegen. Da mein Kleiner ja bereits seit seinem 3. Lebensjahr in logopädischer Behandlung ist, weiß ich auch das dies so vorgeschrieben ist.

Nur haben wir die letzten Jahren bei meinem die Erfahrung gemacht das er dann einen großen Rückschritt (trotz der Fortsetzung der Übungen zu hause) machte und bei Neubeginn der Logopädie dann wieder fast von vorne erst einmal angefangen werden musste. Daher halte ich die jetztige Pause auch nicht gerade für sinnvoll bei ihm, schon alleine wegen seiner bestehenden LRS. Wegen dieser wurde er auch nicht versetzt und macht das 1. Schuljahr nach den Sommerferien wieder komplett neu (aber jetzt an der Grundschule wo wir seit Dez. 08 wohnen).

Eine LRS-Förderung habe ich bis dato nicht durchbekommen für ihn. Liegt wohl auch daran das die gemachte Testungen diesbezüglich nur eine LRS bestätigten, nur wie weit diese ausgepägt ist konnte zu diesem Zeitpunkt (Nov. 08) noch niemand feststellen. Der Kleine muß dafür ja auch sämtliche Buchstaben lesen und schreiben können. Er wurde damals unabhängig voneinander von seiner ADHS-Ärztin und von der Logopädin auf LRS getestet. Unsere Logopädin hat zu unserem Glück eine Zusatzausbildung zur LRS-Therapeutin und arbeitet auch in diesem Bereich privat.
Nur Montags und Dienstags arbeitet sie als angestellte Logopädin in der Logopädischen Praxis wo wir sind. Beide kamen zum Ergebnis das bei dem Kind eine LRS vorliegen tut. Die endgültige Testung wird jetzt am Freitag Vormittag vom schulpsychologischen Dienst durchgeführt, das Ergebnis soll ich dann am 17. August erhalten, wenn die zuständige Psychologin wieder im Hause ist. Dann wollen wir gemeinsam sehen was für Fördermöglichkeiten es für das Kind gibt und was für welche sinnvoll sind (evtl. zusätzliche Förderstunde für LRS in der Grundschule oder in der Hausaufgabenbetreuung durch eine Fachkraft, denke das dies Förderschullehrer sein werden).

Meine Angst ist die das der Kleine dann wieder total abbaut in allem was mit Sprache, lesen und schreiben zu tun hat wenn auf die Pause bestanden wird.

Kann man nicht bei der KK eine Dauertherapie durch bekommen? Vor allem wenn die Logopädin dies auch in unserem Fall stark befürworten würde? Leider ist unsere zur Zeit in Urlaub und ich kann sie daher nicht selber fragen. Eine Pause kann man ja mal für ein oder zwei Wochen in den Schulferien einlegen, aber nicht eine Pause von über drei Monate.

Wäre froh wenn mir hierbei einer was mitteilen könnte.

lg
Bine

_________________
Benjamin (9) ADHS, Legasthenie, AVWS, Logopädietherapie u. Therapie wegen ADHS, Asthma***Michel (12) "normal", Verdacht auf ADS/ADHS, nur eine Niere, z.Zt. in Therapie "Erlernen von sozialen Kompetenzen" *** Selbst (43), ADHS, schwere Kniearthrose, auf re. Auge so gut wie blind, Adipositas, eingeschränkt Arbeitsfähig lt. Gutachter
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SimoneLeMo
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BeitragVerfasst am: 16.07.2009, 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn du natürlich schon schkechter Erfahrungen gemacht hast, ist eine Pause wohl nicht soo sinnvoll.
Nach meiner Erfahrung hat unser Kleiner immer gerade in den Logo- oder Ergopausen gerade in diesen Gebieten enorme Fortschritte gemacht.

So konnte er in der Logopause plötzlich das "sch", das "k" und das "f".

Und in der Ergopause konnte er schaukeln und Fahrad fahren.

_________________
Liebe Grüße von

Simone *1973, mit L.*02/2001, gesund und
Mo, *07/2004, entwicklungsverzögert in Sprache und Motorik, AVWS
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birgit H
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BeitragVerfasst am: 16.07.2009, 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Bine,
bin auch gerade mit der KK am kämpfen bzw mit dem HNO Arzt von Tim.
Nur wollen sie bei ihm sofort alles beenden obwohl das auch vom Logopäden oder dem SPZ befürwortet wird.
Muß nun zum Pädaudiologen und dann mal sehen,ob es wenigstens nur eine Pause wird.
Von einem Logopäden bekam ich den Rat,ob man für die KK eine pause von drei Monaten angibt und die Stunden aber inoffiziell weiter laufen lassen könnte.
Die Rezepte müssen nur unterschrieben und offiziel korrekt sein.
frag doch einmal deswegen deine Logopädin,dann macht ihr nur einmal die Woche und streckt so ein Rezept ein kleines bißchen....
und ihr habt keine Rückschritte und alle wären zufrieden...
LG Birgit

_________________
birgit und tim,
leicht,dezente spastische hemiparese re,entwicklungsverzögerung,
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Besuch einer GE Schule
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Sinale
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Beiträge: 4282

BeitragVerfasst am: 16.07.2009, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bine,

in den Heilmittelrichtlinien ist zu lesen, daß hinsichtlich Logopädie bei gleichbleibender Diagnose eine Pause von 8 Wochen eingelegt werden muß, wenn der Arzt keine Verordnung außerhalb des Regefalles ausstellt.

LG
Sinale

_________________
Viele Grüße
Sinale

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Mone80
Ergotherapeutin
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BeitragVerfasst am: 16.07.2009, 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, was ich nicht verstehe: das SPZ unterstützt die Weiterführung der Logopädie - könnte aber problemlos ausstellen?
Es ist immer möglich auch außerhalb des Regelfalls die Therapie fortzuführen, wenn der Arzt es unterstütz. Die andere Idee mit Weiterführung der Therapie in der offiziellen Pause finde ich ganz schön Heikel und würde es auf keinen Fall weiter erwähnen. Die Logopraxis kann dicht machen, wenn das raus kommt.
"Man was nie wer hier alles mitliest!"
Versucht doch mal über das SPZ Verordnungen zu bekommen. Ich halte es immer für sinnvoll mal zwischendurch eine Pause einzulegen in Verbidung mit Urlaub, ist es gar nicht so viel. Und Erholung, Ruhe und Wiederaktivierung Neuer Ernergieresourcen für die Therapie kann auch effektiv sein.
Aber was muß muß sein. Auch ich finde es immer wieder ärgerlich wenn keine weiteren Veridnungen ausgestellt werden, obwohl es die kleinen und großen Patienten dringend bräuchten. Die Krankenkasse kann leider nicht ausrichten, obwohl diese oft behaupten das alles kein Problem wäre.
Ach noch ein Tip versucht es event. über einen Hausarzt!!!
Viel Glück
Drücke Euch die Daumen.
Mone80
Ergo.

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Ergo.-Castillo Morales, Sensorische Integration, Psychomotorik,...,Schwerpunkt:Säuglinge/Kleinkinder - ca. 16 Lebensjahr, Die "Besonderen Kinder" liegen mir besonders am Herzen! Praxisarbeit/Praktisch Bildbaren Schule/Lernhilfeschule
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BineundBenji
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BeitragVerfasst am: 17.07.2009, 00:05    Titel: Antworten mit Zitat

@alle

Danke erst einmal für euer Antworten.

Zu einem SPZ brauche ich bei uns nicht zu gehen. Leider ist es hier im Saarland mittlerweile so das es nur noch zwei HNO-Ärzte bzw. Pädaudiologen gibt die eine Erstverordnung ausstellen dürfen. Der eine ist nur 26 km von uns entfernt und eigentlich fühle ich mich dort gut aufgehoben. Der andere ist an der hiesigen Uni-Klinik, die von uns knapp 55 km entfernt ist. Für uns zu weit entfernt.

Die Folgeverordnungen bis zu Ereichen der letzten Therapieeinheit kann dann der Kinderarzt oder unserer HNO-Arzt dann ausstellen, zur nächsten Neuverordnung der 60 Therapieeinheiten (1 Einheit = 10 Therapiestunden) muß ich dann wieder zum Pädaudiologen. Im Oktober soll ich dort anrufen um für Februar 2010 einen Kontroll-Termin zu vereinbahren, also knapp vier Monate vorher. Der Kinderarzt von uns darf keine Verordnungen mehr für Logopädie ausstellen, hatte Ärger mit der KK und der Ärztekammer deswegen. Er hatte zuviele Logopädieverordnungen vor Jahren ausgestellt (was natürlich für die betroffenen Kinder auch notwendig war) und bekam Stress deswegen. Seither weigert er sich überhaupt noch Logopädieverordnungen auszustellen und verweist die Patienten an einen der beiden Pädaudiologen deswegen.

Den Vorschlag dies dann inoffiziel weiter zu machen möchte ich unserer Logopädin überhaupt nicht vorschlagen, auch aus den bereits von jemanden geschriebenen Gründen. Das ist mir zu "heiß" und ich denke das die Logopädin bzw. deren Chefin da auch nicht mitmachen würde. Da würde zuviel auf dem Spiel stehen wenn dies irgendwie rauskommen sollte. Das möchte ich nicht verantworten müssen.

Auch die Reduzierung auf einmal die Woche kommt im Moment bei uns nicht in Frage. Er arbeitet an den beiden Tagen mit der Logopädin sehr gut zusammen und macht deswegen auch große Fortschritte bei lesen- und schreiben lernen, sowie bei seinen logopädischen Problemen. Wie es natürlich nach den Sommerferien bei uns aussieht kann ich jetzt noch nicht sagen. Muß erst einmal sehen wie der Schulwechsel und sein neuer Schulstart verläuft. Vorher war er ja auch in dem Ort zur Schule gegangen wo er auch die Logopädie hatte. Nun geht er aber hier am Wohnort nach den Sommerferien zur Schule (Neueinschulung - 2. Chance für ihn) und muß dann zur 6 km entfernten Logopädin fahren mit mir. Daher könnte es sein das die Termine komplett für diese beiden Tagen neu festgelegt werden müssen oder an dem einen Tag der Termin vorübergehend wegfällt.

Auch hoffe ich das nach der LRS-Testung eine Förderung diesbezüglich in die Wege geleitet wird und die Logopädin vielleicht nur noch mit ihm an den logopädischen Probs arbeiten könnte. Oder vielleicht diese Therapien dann zusätzlich übernommen werden (entweder KK oder über das JA - § 35 ff). Sie arbeitet ja nur Mo. u. Di. in der Praxis als angestellte Logopädin, der Rest der Woche ist sie freiberuflich als LRS-Therapeutin tätig. Könnte mir dies gut vorstellen, also 1 x Logopädie Montags und 1 x LRS-Therapie dann z.B. Donnerstagsnachmittags. Das wäre dann für meinen auch nicht zuviel an Therapien und er könnte mit der Therapeutin weiterarbeiten im LRS-Bereich mit der seit Nov. 08 u.a. auch daran (mit Erfolg) arbeitet. Das Vertrauensverhältnis wäre ja auch bereits da. Besser könnte es dann doch nicht laufen. Aber um sowas evtl. genehmigt zu bekommen muß ich halt das Ergebnis von morgen abwarten. Erst danach kann ich mich um dieses kümmern und evtl. mit dem JA und der Logopädin besprechen.

Anfang August ist unsere Logopädin wieder da. Dann hatte meiner bereits schon eine erneute Pause von 6 Wochen hinter sich, auch wegen Krankheit der Logopädin und anschließenden Urlaub von ihr. Dann hat meiner 2 Therapiestunden und anschließend wieder drei Wochen Pause wo er und sein Bruder mit dem JA in eine Ferienmaßnahme wegfahren und danach sich die Einschulungswoche anschließt.

Das ist auch ein Grund warum ich diese "Zwangspause" von 3 Monaten nicht gerne machen würde. Er hatte in den letzten Wochen genug Pausen gehabt.

Na ja, warte mal den 1. Termin jetzt im August ab und versuche im Vorfeld mit ihr zu klären was man da evtl. machen könnte. Vielleicht setzt sie sich ja selber mit dem Pädaudiologen in Verbindung und versucht das beste für das Kind zu erreichen, evtl. wird dann doch keine Pause mehr gemacht werden müssen. Jedenfalls im Moment nicht.

Danke nochmals für eure Tipps.

lg
Bine

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Benjamin (9) ADHS, Legasthenie, AVWS, Logopädietherapie u. Therapie wegen ADHS, Asthma***Michel (12) "normal", Verdacht auf ADS/ADHS, nur eine Niere, z.Zt. in Therapie "Erlernen von sozialen Kompetenzen" *** Selbst (43), ADHS, schwere Kniearthrose, auf re. Auge so gut wie blind, Adipositas, eingeschränkt Arbeitsfähig lt. Gutachter
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