Verfasst am: 20.09.2005, 08:04 Titel: Ivonne mit Lucas (frühkindlicher Autismus)
Hallo,
mein Sohnemann ist 3,5 Jahre alt und will einfach nicht sprechen, wissen auch nicht mehr weiter. Die meisten sagen das kommt noch aber ich bin so lagsam am verzweifeln. Auf dem linken Ohr ist er taub und recht hört er nur 80%, so das sagten uns bist jetzt alle Ärtzte müsste es ausreichen normal sprechen zu lernen.
Aber wenn wir uns Bilderbücher anschauen und ich frage wo ist der Ball, Teddy usw., zeigt er überhaupt nicht drauf. Aber was ich noch erwähnen müsste er lallt wenigstens, seit gesten wieder so wenn man sagen würde er hat quasselwasser getrunken, man kann sich gar nicht vorstellen wie schön das ist.
Aber dann ist wieder ewige Funkstille.
Ich hoffe dass man mir irgendwie noch Tipps oder Hinweise geben kann die uns weiterhelfen, denn an irgendetwas muss es ja liegen. Vor allem Ätzte aus Berlin oder Umgebung die sich mit sowas auskennen.
Was ich noch erwähnen sollte er bekommt Logop., Ergo und geht seit Januar in der I-Kita.
so recht helfen kann ich dir nicht, aber ich möchte dich trotzdem willkommen heißen. Mein Sohn ist 20 Monate alt und motor. entwicklungsverzögert. Er spricht ein paar Worte, meistens aber nur Papa und Auto.
Ich bin sicher, du wirst hier Hilfe bekommen, es sind einige aus Berlin und Umgebung, die dir Tipps bezüglich Ärzten geben können.
Welche Art von Diagnostik wurde noch betrieben? Seid ihr in einem SPZ gewesen?
Liebe Grüße aus Hamburg, _________________ Katja mit Sohn (*01/04, zart, klein und nicht so stark wie andere Kinder)
herzlich Willkommen bei REHAkids.
Hast du deinen Sohn schon mal in einem SPZ vorgestellt? Ich kann euch das SPZ im Virchow-Klinikum Wedding empfehlen. Wir waren dort auch mit unserem Sohn und haben gute Erfahrungen gemacht. Gerne schicke ich dir die Namen unserer damaligen Ansprechpartner per PN.
Nach deinen Beschreibungen scheint dein Sohn eine ernsthafte Sprachstörung zu haben.
Er scheint ja auch nicht zu VERSTEHEN, was ihr von ihm wollt. Es gibt ja auch Kinder, die sich mit dem Sprechen schwer tun, aber alles verstehen, Aufforderungen nachkommen können usw.
Ich würde das auf jeden Fall abklären lassen. Mit der Hörverminderung allein kann die Sprachstörung ja nicht erklärt werden. Es gibt ja auch genetische Defekte, die mit einer Sprachstörung einhergehen.
Im SPZ wird man euch sicher weiterhelfen können.
Lieben Gruß,
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Vielen dank für die schnellen antworten. nein im SPZ waren wir noch nicht und hinsichtlich der Diagnostik, mein Güte kann ich garnich alles aufzählen 2BERA, 2CERA, MRT,CTG und schon so viele Ärtzte . Wir sollten nach Potsdam ins SPZ dor wurden wir aber abgeraten aber Berlin wäre was. Untersuchen die dort auch auf frühkindliches Autismus,( Wäre schön wenn alles dort wäre)da war sogar mal einer bei uns zu Hause aber waren enttäuscht und nach Potsdam fahre ich zu dem auch nicht mehr, das war mir dann zu blöd,denn wer von sowas Ahnung hatt muß nicht alles vom Fragebogen ablesen.
Was ist PN ,blöde Frage, aber versuche mich hier erst reinzufuchsen.
Liebe Grüße Ivonne _________________ Lucas-Kevin 10 Jahre, frükindlicher autismus,
links Gehörlos, rechts normal, entwicklungsverzögert,absencen Epilepsie und Patrick 16 jahre ADHS, Leonie geb. am 14.12.2007
Hallo,
PN bedeutet persönliche Nachricht - und du kannst deinen Gesprächspartner eine Nachricht schicken. Ich sags mal so. Sabine hat dir im Posting geschrieben, dass sie eine Adresse für dich hätte. Dann klickst du den Button "pn" an, kannst ihr deine Anliegen schreiben und bist mit ihr ganz persönlich verbunden.
Gruß,
Martina
herzlich willkommen hier.
PN ist Persöhnliche Nachricht. Schau mal unter dem, was du geschrieben hast. Dort stehen zwei Symbole bei dir. einmal profil und dann noch zwei kleine Männchen und dahinter steht pn. Wenn du darauf klickst, kannst du persönliche Nachrichten schreiben.
auch von mir ein herzliches Willkommen hier in diesem Forum.
Wenn die Ärzte nun also der Meinung sind, dass Dein Sohn genügend hören müsste um ausreichend sprechen zu können - was ist denn dann die Vermutung, weshalb er es eben nicht kann?
Ein Kind in diesem Alter muss ja einige Worte schon kennen, und evtl. auch schon 2-Wort-Sätze, bzw. Kombinationen.
Kenne mich nicht so recht aus - weil mein Sohn auch nicht richtig spricht, aber bei ihm ist es eine andere Ursache.
Bekommt Dein Sohn eigentlich eine Hörhilfe?
Ich würde es ebenso tun, wie Sabine schon vorgeschlagen hat - zu einem SPZ gehen, denn dort müssten normalerweise alles untersucht werden, eben kompakt in einem Haus. Somit denke ich natürlich auch, dass Autismus ebenso dort untersucht wird, wenn Du denen auch den entsprechenden Hinweis gibst.
Ignorieren können sie das bestimmt nicht.
Und lieber einen Blick mehr und es ist nichts - das gibt wiederum zwar neue Fragen, aber auch Klarheiten.
Darf ich noch fragen - woher die Hörprobleme kommen, also die Taubheit?
Ich wünsche Dir einen regen Austausch hier und Eltern mit Autismus-Kindern sind hier eine Menge vertreten, mit denen Du Dich unterhalten kannst.
Einen lieben Gruß - Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
Ich denke mit 3 12 ist noch nicht alles verloren. Jan hat bis zu seinem zweiten Geburtstag nichts außer Mama, Ball und Papa gesagt. Und das auch noch völlig falsch. Er hat die ersten zwei Lebensjahre nichts wahrgenommen, außer Musik, hinterher habe ich von einer Therapeutin erfahren, das die Zentren im Gehirn für Musik und Sprache völlig unterschiedlich sind. Daher ist auch niemand darauf eingegangen, als ich sagte ich glaube er hört nicht richtig.
Er hat dann Paukenröhrchen bekommen und ihm wurde das mittlerweile dickflüssige Sekret abgesaugt, was sich so durch seine ständigen Mittelohrentzündungen angesammelt hatte. Die Polypen waren bis in die Gehörgänge gewachsen. Wie soll ein Kind da hören. Danach hat er ja praktisch erst das - was andere Kinder von Geburt an lernen - nachholen müssen. Im dritten Lebensjahr hat er angefangen, kleine Wörter und Zweiwortsätze zu bilden, mit vier fing er auf einen Mal an zu sprechen, von jetzt auf gleich, so als hätte er erst einmal alles im Gehirn gesammelt und dann sprudelte er los. Seine Sprache ist auch jetzt - mit 6 1/2 Jahren - noch nicht altersentsprechend, aber er spricht, versteht das meiste - wir vermuten noch eine auditive Wahrnehmungsstörung - d.h. lange Sätze werden zwar gehört, der Sinn aber nicht verstanden. Die Satzbildung ist soweit ganz gut, nur er sagt z.B. häufig ich habe gegesst, statt ich habe gegessen. Das sind aber Dinge, die er aufholen kann.
Ich habe einen Bekannten, deren Tochter auch auf einem Ohr taub ist. Das Mädchen hat auch sehr spät angefangen zu sprechen und geht jetzt auf eine Schule für Gehörlose bzw. Schwerhörige. Dort wird ihre Sprache immer besser, wenn sie auch nicht gut ist.
Ich weiß, Ihr macht Euch große Sorgen, die haben wir uns auch gemacht, aber man soll die Hoffnung nie aufgeben. In Jans Klasse z.B. ist ein Junge, der spricht bisher noch überhaupt nichts. Auch er geht in die Schule und lernt zumindest schreiben. Aber das muss bei Eurem Kind ja nicht so sein. Logopädie ist sehr gut, ich würde da am Ball bleiben und immer wieder neue Stunden beantragen, denn die Krankenkassen geizen da sehr gerne, aber dass ist ja eine Sache die steht Euch bzw. Eurem Kind zu.
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass Eurer Kurzer bald anfängt zu plappern. Früher hat mein Vater immer gesagt: "Ob der Junge jemals richtig sprechen lernt"? Heute sagt er nur: "Man, kann man den nicht mal eine Minute abstellen"? Aber das kann man glücklicherweise nicht. Wenn das unsere einzige Sorge wäre, dann wäre ich wohl nicht hier im Forum. Aber es ist hier immer wieder schön zu wissen, nicht alleine mit seinen Problemen dazustehen. _________________ Liebe Grüße
Ulrike
mit Jan Philip (02/99), psychomotorische Entwicklungsstörung, auditive Wahrnehmungsstörung (GdB 80, G, B und H)
ein herzliches Willkommen Dir hier im Forum zum regen Erfahrungs-und Gedankenaustausch !
Gruss,
Beate _________________ ..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer
Danke für die schnellen antworteen,mein Mann sagt auch immer "das werde ich wohl nie mitkriegen wie er sprechen kann", aber ich gebe ja die Hoffnung nicht auf.
Es ist nur meine große sorge, das Lucas nicht den Sinn versteht wenn wir Bücher anschauen;bin ja schon überglücklich das er es eine Weile auf meinem Schoss aushält, aber wenn ich frage wo ist der Ball oder Auto(fährt sehr gerne Auto und ist beleidigt wenns nur um die Ecke ist) zeigt er ja nicht mal drauf.
Was Kinder in dem Alter eigentlich schon können sollten.
Damals als er so Krank war(zwei Tage im Bett) hätte ich ihn auch gerne was vorgelesen,aber er hätte michja sowieso nicht verstanden.Oder hätte das Buch kurzerhand gemopst.
Es wäre schön wenn ich irgentwelche Adressen vom SPZ bekommen könnte wo Ihr gute Efahrungen gemacht habt.
Super das es solche Seiten gibt wo man sich austauschen kann , dann fühlt mann sich mit all dem Problemen nicht ganz so alleine.
liebe Grüße Ivonne _________________ Lucas-Kevin 10 Jahre, frükindlicher autismus,
links Gehörlos, rechts normal, entwicklungsverzögert,absencen Epilepsie und Patrick 16 jahre ADHS, Leonie geb. am 14.12.2007
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