Verfasst am: 21.02.2005, 21:22 Titel: Zähneputzen - wie macht ihr das?
Hallo alle zusammen,
hab mal eine ganz blöde Frage: wie macht ihr das bei Euren Kiddies mit dem Zähneputzen?? Und mit welchen Alter habt ihr damit angefangen?? Alexander hat irgendwie eine totale "Zahnbürstenphobie" und jedesmal wenn ich mit dem Ding anrücke dann schreit er mir das ganze Haus zusammen. Ich weiß nicht, vielleicht mach ich ja irgendwas falsch. Bis jetzt lass ich ihn halt immer toben und putz ihm die Zähne trotzdem. Ist doch so furchtbar wichtig, das mit den Beisserchen!!!!
Vielleicht habt ihr ja den einen oder anderen Tip für mich??? Danke!!!
Hallo Karin, das ist es, aber es gibt halt auch andere Prioritäten. Unser Sohn hat zwischen 1 und 2 Jahren auch furchtbar und ausgesprochen panisch auf´s Zähneputzen reagiert. Bei seinen Wahrnehmungsstörungen damals weiss ich ja gar nicht,was ihm da solch eine Angst machte. Und mit Blick darauf, dass er nicht verständig genug war und dass sich dies Verhalten nicht als Dauerzustand einrichten sollte, haben wir dann das Putzen gelassen und ihm immer mal wieder selber die Bürste in die Hand gegeben, ihn bei unserem eigenen Zähneputzen dabei gehabt und ihn auch später bei uns Eltern die Zähne putzen lassen, und irgendwann ging´s. Seine Zähne sind dadurch nicht schlechter geworden. Die Probleme, die er damit hat, haben damit nichts zu tun. Seit er 2 Jahre alt ist, ist das alles Schnee von gestern. Jetzt mit viereinhalb putzt er selber mehr schlecht als recht und wir "polieren" nach. Lieber Gruß Marianne
Ach so. Manche Kinder lassen sich im Schlaf gut die Zähne putzen und wachen dann nicht auf. Natürlich war das nichts bei unserem Feger.... _________________ Janosch (06/00), leichte geistige Behinderung, Autismus-Spektrum-Störung (AS), Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind
There´s a crack in everything but that´s how the light gets in (Leonard Cohen)
Ich habe meinen Kleinen immer die Zahnbürste in die Hand gedrückt. Irgendwann haben sie dann die Angst verloren, denn sie sahen es dann mehr als Spielzeug an, das man halt in den Mund nehmen darf
Aber irgendwann haben sie dann uns Große nachahmen wollen und so haben sie dann angefangen die Zähne selbst zu putzen.
Liebe Grüße
Ulli _________________ Fabienne 9J schwere emotionale Störung mit sozialer Ängstlichkeit,schwere expressive und rezeptive Sprachstörung, Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, passagere depressive Störung, Verdacht auf Skoliose,LRS,Neurodermitis; Léa (2)Neurodermitis, Céline (8)Zustand nach Harnröhrenplastik 2002, Jessica (13)Neurodermitis
Am besten selber zur gleichen Zeit putzen weil der Nachahmungseffekt reizt (aber das habt ihr bestimmt schon ausprobiert).
Bei uns war es immer wechselhaft und stimmungsabhängig. Habe festgestellt, dass es zu spät abends, wenn sie übermüdet ist, ganz schlecht klappt.
Na ja, sonst hab ich mich mehr oder weniger halt durchsetzen müssen. Wichtig war mir, dass mein Kind sich merkt, dass es als Ritual dazugehört und sie, egal wie sie sich wehrt, nicht drumherum kommt.
Den richtigen Durchbruch hatten wir mit der "Zauberzahnbürste" (Tipp einer Mutti), d.h. batteriebetriebene Zahnbürste. Die gibt´s auch ganz weich für die Kleinsten!
Hatte früher immer was dagegen, dass Kinder damit anfangen, heisst es doch immer, dass Kinder erstmal das Bürsten "richtig lernen" sollen ...
Aber damit kann ich endlich Zähnchen für Zähnchen richtig lange putzen. Die Vibration im Mundbereich kommt bei Wahrnehmungsstörungen besonders gut an!!! Anschließend darf sie selber putzen, meistens landet die Zahnbürst aber in ihrer Hand, wo sie die Vibrationen genießt.
Hatte dies vor paar Tagen auch meinem Zahnarzt berichtet und er hat mir nur bestätigen können, dass er damit bei "problematischen" Kindern sehr gute Erfahrungen hat und es trotz der kursierenden Vorbehalte für solche Kinder sogar an erster Stelle empfiehlt.
Es ist ganz sicher einen Versuch wert! Kauf Dir nicht gleich die teuerste, aber eine weichere Bürste sollte es schon sein. Die üblichen batteriebetriebenen Kinderzahnbürsten sind härter (Hatte unsere bei Schlecker im Angebot gekauft - Braun: ca. 9,99 €)
den Tipp mit der elektrischen Zahnbürste wollte ich Dir auch geben - Roswitha war schneller.
Die ist nicht so hart wie die normalen Zahnbürsten. Und das Kind kann versuchen sie selber zum Mund zu führen, so wie es ihm Spaß bereitet, beim Wickeln jedesmal einfach als Spielzeug in die Hand geben.
Und sonst mache ich es auch nicht anders als das Zähneputzen in einen Rhythmus einzubinden, der mit dem Zubettgehen zusammenhängt. Im Kindergarten werden Zähne geputzt nach dem Mittagessen und ich tue es am Abend im Bad. Bei mir macht er mehr Theater als im Kindergarten.
Ich lasse ihn viel selber spielen, und da er immer nur eine Seite putzt, habe ich eine 2. Zahnbürste und versuche auf die 2. Seite zu gelangen, indem ich frontal in den Mund reingehe und ein bisschen bürste, nur dass er sich daran gewöhnt.
Er muss auch immer sehen, dass man selber Zähne putzt, und dann gebe ich ihm immer die Zahnbürste, auch zwischendrin - es muss ihm schon auch Spaß bereiten, und nicht in ein extremes Muss ausarten. Zumindest ist es bei Jonathan so.
Aber versuchs mal mit einer ganz weichen elektrischen Bürste.
Lieben Gruß
Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
ich heiße auch karin (karin65) . Ich hätte dazu noch ne Frage: Benutzt du Zahnpasta? Das solltest du nämlich erst mal ganz weglassen. Vielleich tut es ihm weh. Versuch auch einfach mal, ihm mit einen Pinsel die Zäne zu Putzen.(ich weis, das macht die Zähne nicht sauber) es trägt dazu bei, das das Kind merkt, es tut nicht weh.
Die Vibration im Mundbereich kommt bei Wahrnehmungsstörungen besonders gut an!!!
Hallo!
Also den Satz da oben würde ich nicht unbedingt unterschreiben, denn ich kenne viele Frühchen bzw. Kinder, die Wahrnehmungsprobleme haben und mal sondiert wurden und wenn man denen etwas in den Mund steckt, was sich auch noch bewegt....Uah...
Bei Lena war es auch so...
Und wir haben es dann auch so gemacht, daß sie die Zahnbürste in die Hand bekam zum Spielen, wenn wir bei uns geputzt haben, aber sie durfte entscheiden, was sie damit macht...
Am Anfang habe ich mich auch schwer damit getan, ihr etwas mit Gewalt in den Mund zu stecken...das war mit Trinken, Essen und überhaupt anfassen und berühren schlimm für sie, daher haben wir das mit dem Zähneputzen locker gehandhabt und irgendwann ging das dann von allein, ohne daß wir Gewalt brauchten...und seit ihr der Zahnarzt eine Zahnbürste mit Bugs Bunny geschenkt hat, ist das eh kein Problem mehr...
Aber jedes Kind ist da anders, man muß halt probieren, was möglich ist und dann abwägen...
Liebe Grüße
Erica
unser Steven wollte auch auf keinen Fall putzen,da er sich ja auch sonst nichts in den Mund steckte.Er durfte dann bei mir putzen und fing dann von allein an.Die Zahncreme von elmex für Kinder nur ganz dünn drauf machen das reicht völlig und schmeckt auch noch prima.Im übrigen schadet es wirklich nicht ,wenn er mal nicht putzt.Lass ihm Zeit und vor allen Dingen ,halte ihn nicht fest ,wenn er nicht will.Dat wird nischt.
LG
Kerstin
Hallo.
Also Luca hat vor der elektrischen Zahnbürste Angst, obwohl sie nen Tigerkopf hat nd eigentlich ganz süß ist. Wir haben 2 Zahnbürsten für Luca. Eine mit der er spielt während ich ihm mit der anderen die Zähne putze und er hat mittlerweile Spaß dran. Erst putz ich gründlich, dann darf er noch ein bißchen hinterher wedeln
Angefangen habe ich, als der erste Zahn da war, da noch ohne Pasta und mittlerweile mit Elmex Kinderzahnpasta, die hat uns der Zahnarzt empfohlen.
Und nun kommt Luca auch immer mit zur Kontrolle beim Zahnarzt, damit er da auch gar nicht erst Ängste entwickelt und darf immer auf meinem Schoß sitzen und mit in meinen Mund gucken. Er findet das, im Gegensatz zu mir, toll. Ich hasse Zahnarzt, aber ich zeigs nicht, bin ja Vorbild
Schönen Abend wünscht Euch Jessica _________________ Ich liebe Dich auch wenn Du "anders" bist
Luca *09/2003 Spastische Diparese, Achillessehnenverkürzung, kann seit kurzem stehen/gehen
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