Verfasst am: 03.06.2009, 14:09 Titel: "Patenschaften" ohne kirchliche Zugehörigkeit?
Hallo!
Ich wohne inzwischen in einer schwerchristlichen Gegend, bin aber völlig ohne Kirche aufgewachsen und auch keinen Bezug zum Christentum. Letztens kam in mir die Frage auf, ob es wohl soetwas wie Patenschaften für Kinder gibt, allerdings ohne christlichen Bezug, bzw. Kirchenzugehörigkeit?
Wißt Ihr da etwas?
Denn die Idee mit der Patenschaft für Kinder finde ich sehr schön und würde sie gerne übernehmen für meine Kinder.
bei uns, wir sind katholisch und alle getauft, kann man trotz keiner Zugehörigkeit einer Kirche (kann jetzt nur von den kath. reden) eine Patenschaft für ein Kind übernehmen.
Mein Ältester seine "Patin" (aus der ehem. DDR, nicht getauft, keiner Kirche angehörig) wird in der Taufbescheinigung als Taufzeugin und nicht als Taufpatin geführt. Was für uns aber kein Problem ist. Es geht ja im Prinzip ja nur darum für das Kind da zu sein, ob da nun Taufpatin oder Taufzeugin steht ist ja dann doch völlig egal. Der Patenonkel jedoch ist auch kath. und auch getauft.
@Vanessa:
Aufgaben des Taufpaten
Die Taufpaten haben die Aufgabe, die menschliche und religiöse Entwicklung des Täuflings zu begleiten und die Eltern zu unterstützen. Dabei bürgt der Pate für den Glauben des Täuflings (ursprgl. des erw. Katechumenen). In früheren Zeiten hatten die Taufpaten im Falle des frühen Todes der Eltern eine Fürsorgepflicht für das Kind. Dies wird auch heute noch manchmal gewünscht, aber das Patenamt an sich berechtigt nicht zur Übernahme der Vormundschaft; ggf. muss hier durch ein Testament vorgesorgt werden.
Heute sind diese Aufgaben teilweise in den Hintergrund getreten. Oft beschränkt sich die Taufpatenschaft auf das Beschenken bei festlichen Anlässen, wie zum Beispiel der Konfirmation oder Firmung. Viele Paten bemühen sich jedoch eine persönliche Beziehung zu ihrem Patenkind aufzubauen und ihm ein Gesprächspartner zu werden.
Kinderpatenschaft ohne Taufe
Da traditionell zwei wichtige Aufgaben der Paten darin bestehen, das Patenkind in seiner menschlichen Entwicklung zu begleiten und für dieses Kind im Falle des frühen Todes der Eltern zu sorgen, werden auch in nicht-christlichen Gemeinschaften oft Paten bestellt.
Dies ist in Deutschland z. B. bei freireligiösen Gemeinden (anlässlich der „Lebensweihe“) oder beim Humanistischen Verband (anlässlich der „Namensfeier“) fakultativ vorgesehen. Die Bedeutung einer solchen Patenschaft hängt dann von der Rolle ab, die die Paten gegenüber dem Kind tatsächlich einnehmen. Genau wie bei einer Taufpatenschaft können die Paten von der entsprechenden Weltanschauungsgemeinschaft im Stammbuch der Familie vermerkt werden.
lg
Bine _________________ Benjamin (9) ADHS, Legasthenie, AVWS, Logopädietherapie u. Therapie wegen ADHS, Asthma***Michel (12) "normal", Verdacht auf ADS/ADHS, nur eine Niere, z.Zt. in Therapie "Erlernen von sozialen Kompetenzen" *** Selbst (43), ADHS, schwere Kniearthrose, auf re. Auge so gut wie blind, Adipositas, eingeschränkt Arbeitsfähig lt. Gutachter
Hi also ich bin auch Atheist und unsere Kinder sind alle evangelisch getauft (wurden von den bösen Omas gezwungen, sonnst hätte die Oma keine Ruhe mehr gegeben 85j) Unsere Taufpaten haben natürlich auch keine Kirchliche Zugehörigkeit! Einer davon ist Grufti
Wir hatten lange gesucht und wurden bei evangelischen Kirche fündig, die Paten sind auch in Urkunde eingetragen. Die Pastorin war zwar etwas schockiert, weil wir nicht unbedingt wie Kirchengänger aussehen und auch sehr speziele Taufwünsche hatten (Taufspruch aus der Offenbarung , die musste erstmal um Erlaubnis fragen weil das nicht gern gesehene Predigt ergibt ).
Aber lustig ist dann wie die Leute dann schauen wenn Horde schwarzgekleideter Menschen (von den man ach so annimmt das die Satannisten sind ) ein Kleines süßes Baby in der Kirche taufen lassen. Und als mein Sohn getauft wurde, hatten die Boxen plötzlich total durch zufall geknirscht da hat die Pastorin sehr doof geschaut (omen? ). Das war es doch wert^^ _________________ Gabriel 05.05 Expressive und rezeptive Sprachentwicklungsstörung (F80.1, F80.2) Störung der Körperkoordination (F82), Impulsives verhalten mit erschwerter Führbarkeit und erhöhter Unruhe, ADHS in entwicklung (F90.0), Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen G (F83G), Hinweise auf das Vorliegen einer tiefgreifender Entwicklungsstörung
Jemanden zu finden, der ein guter Pate für Euer Kind (oder Eure Kinder) sein kann, der für das Kind da sein kann, der Werte vermitteln kann, die Euch auch wichtig sind - All das braucht ja erst mal keine Kirche.
Einige Freunde von uns haben auch "unkirchliche" Paten für ihre Kinder, sie haben privat mit den Paten ein schönes Ritual, eine schöne Form des Feierns gefunden, einige mit mehr Familie, manche mit weniger. Manche Pfarrer sprechen bei so einem Anlaß auch einen "Kindersegen" aus. Das ist dann keine Taufe. Es ist ein Segen. Auch sehr schön, oder? Mein Bruder ist auch der Pate eines kleinen Kindes. Er nennt es sein Patenkind, aber im kirchlichen Sinne ist es das nicht: Aber er ist genau so liebevoll und gewissenhaft für dieses Kind da wie ein Pate, der bei der Taufe neben dem Taufbecken gestanden hat.
Wenn es Euch aber darum geht, daß es amtlich ins Stammbuch eingetragen ist, wer der Pate ist, und so weiter, daß das Ganze einen offiziellen Charakter hat, dann geht natürlich der Weg (abgesehen von den Ausnahmen, die Bine beschrieben hat) nur am Kirchenaltar vorbei.
Viele Grüße
Esther _________________ Esther mit Felix (03) und Linus (07), LKGS, gastroösoph. Reflux, Trichterbrust.
Kontaktadresse der WRG, Selbsthilfegruppe für Menschen mit Lippen-Kiefer-Gaumenfehlbildungen; www.lkg-selbsthilfe.de
Bei uns ist es aktuell, Finn wird Ende des Monats bei unserer Trauung getauft. Meine Freundin ist katholisch, da ist es eh kein Problem. Dann sollte mein Bruder noch Pate sein, der ist jedoch nicht mehr in der Kirche. Er wird somit jetzt Taufzeuge und an seiner Stelle als Pate taucht meine Tante im Stammbuch auf. Sie übernimmt quasi vorm Altar, ansonsten liegt für uns persönlich alles bei meinem Bruder und meiner Freundin.
Wir taufen übrigens evangelisch. Ich glaube, bei den Katholiken ist es etwas anders, weiß ich aber nicht genau.
LG
Anke _________________ Anke (40), Carsten (38), Kevin * 27.03.98 (Frühchen 23. SSW, ADS) mit Sternenkind Luca * 27.12.2002, † 23.12.2007 (Muskeldystrophie Duchenne, chron. Niereninsuffizienz, Schlaganfall nach erfolgloser Nieren-TX, Gerinnungsstörung Faktor V-Leiden, verstorben nach akuter Peretonitis) und Finn * 05.01.2009 - kerngesund und quietschfidel
bei uns ist es jetzt auch ähnlich. Joshua bekommt zwei Patentanten und einen Taufzeugen, der leider nicht mehr in der Kirche ist.
Judith _________________ Andreas 10/73, Judith 2/64 mit Sara 8/86, Ines 7/89, Anne 2/00 und Jonas *13.07.2005 †03.04.2006, SMA Typ I und Joshua 12/2008
Auch Rafael bekommt eine Taufpatin und eine Taufzeugin ohne Kirchenzugehörigkeit.
Wir selbst sind evangelisch
Gruss Alex _________________ Alex 09/74Von Willebrand Jürgens Syndrom ,Albert01/73, Jannik9/96, Max 10/97 WPW Syndrom Alisa 11/99, Leonie 9/00 , Sina 9/04Schwerhörig(Hörgeräte versorgt) , Joshua 7/05(HämophilieB) und Nele 4/07 Multiple Organschäden,EVZ ,Ziliendyskenesie,Grosswuchssyndrom und ihrem Zwilling tief im Herzen.,und Rafael 7.4.09
wie du ja weist sind wir katholisch. Aber die vorwiegende Aufgabe der Paten meiner Kinder sehe ich anders. Ich sehe die mehr im menschlichen Bereich.
Für mich steht auch ganz oben dass diese Menschen auch im Notfall für meine Kinder da sind (ich meine jetzt nicht wenn markus und mir was passiert). Wichtig finde ich auch dass die Paten Zeit mit ihren Patenkindern verbringen und irgendwie was Besonderes für die Kinder sind, halt auch eine besonders Enge Beziehung haben.
Ich habe ein Patenkind das inzwischen fast 15 jahre alt ist und ich genieße es heute noch alleine Zeit mir ihr zu verbringen. 2 mal im Jahr gehen wir beide miteinander shoppen und danach noch essen. Auch sonst reden wir über dinge, über die Lisa niemals mit ihrer Mama reden würde. Sie ruft mich auch an wenn was ist.
Ich kann dich nur ermutigen trotz unkirchlichkeit Paten für deine Kinder zu suchen. Eine kleine Zeremonie kann man ja auch schön zu Hause gestalten. Vielleicht grade bei Kira mit einem Zeichen der Verbundenheit zur Patin.
lg und knutsch deine drei süßen kids von mir
Julia _________________ lg Julia
Mama von T.(04) und L. (07) L. ist ein ehemaliges KISS-Kind mit einer winzigkleinen kardiologischen Auffälligkeit und ist Überträger der Stoffwechselkrankheit VLCAD-Mangel.
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