du hast gefragt, warum bei einem Weltuntergang auch unschuldige Kinder sterben müssen. Auch das ist wieder eine besonders schwierige Frage, die ich eigentlich nicht beantworten kann. Da musst du eigentlich Gott selber fragen! Und das kannst du ja.
Eines weiss ich: Gott ist perfekt gerecht. Niemand kann jemals so gerecht sein wie Gott.
Und dann will ich dir noch eine Geschichte erzählen. Die kommt aus der Bibel
Also kein Märchen
Hast du schon mal von Noah und der Erche gehört? Also Adam und Eva waren ja die ersten Menschen. Wer alles danach kam, kann man ganz am Anfang der Bibel nachlesen (Genesis 5). Die Leute wurden damals noch sehr alt. Zwischen 700 und fast 1000 Jahren. Die Leute damals wussten also noch sehr gut, was mit Adam und Eva passiert war. Und doch lesen wir im nächsten Kapitel (Genesis 6), dass die Menschen so unglaublich schlecht wurden, so böse, so ganz und gar nichts mehr von Gott wissen wollten, dass Gott sich dazu entschliessen musste, die Menschheit zu vernichten, sodass das Böse nicht noch böser werden konnte. Denn wenn das Böse im Menschen so stark wird, dann müssen viele, viele Menschen leiden, denn die Stärkeren quälen und unterdrücken dann die Schwächeren und und und. Und Gott hat gesagt: Schluss!!!!
Aber er wollte auch nicht die ganze Menschheit vernichten. Da war ein Mann, Noah, der hat sich nicht vom Bösen mitreissen lassen. Der ist Gott treu geblieben. Und Gott wusste: mit Noah kann ich etwas Neues schaffen.
Noah bekam von Gott den Auftrag, die Arche zu bauen. Die war aber nicht in einem Tag fertig. Ich glaub, dass Noah 100 oder 120 Jahre daran gebaut hat. Die ganze damalige Bevölkerung wusste, dass der verrückte Noah auf dem trockenen Land ein Schiff baut. Natürlich haben sie ihn gefragt, warum er das macht. Und er hat es ihnen gesagt. Er hat sie gewarnt. Mindestens 100 Jahre lang konnten sie zusehen, wie das Schiff wâchst, mindestens 100 Jahre lang hat Noah gepredigt und gewarnt, mindestes 100 Jahre lang hatten sie die Chance, um umzukehren und Gott um Vergebung zu bitten, aber sie haben es nicht getan.
Es wäre Platz gewesen in der Arche, aber niemand wollte hinein. Da gab es keine Eltern, die ihre Kinder zu sich riefen und sagten: "schaut mal, der Noah baut ein Schiff, weil bald wird Gott die Erde vernichten und nur diejenigen werden überleben, die in dem Schiff sind." Sie haben es ihren Kindern nicht gelernt, um auf Gott zu hören und Gott an die erste Stelle ihres Lebens zu setzen, sondern sie haben Noah ausgelacht, bespottet, für verrückt erklärt, und die Kinder standen dabei. War es dann nicht die Schuld der Eltern, dass ihre Kinder nicht aus der Katastrophe gerettet wurden?
Alle sind schlussendlich ertrunken, nur Noah und seine Familie nicht. Es hâtte nicht zu sein brauchen. In der arche war Platz genug.
Seid 2000 Jahren wissen wir, dass Jesus eines Tages zurückkommen wird. Dass er eines Tages die Welt richten wird und dass er eines Tages den Teufel vernichten wird. Seid bald 2000 Jahren feiern Weihnachten, die Geburt von Jesus, der gekommen ist, um uns zu retten vor dem ewigen Verderben. Angelas Geschichte beschreibt das ja so schön.
Und seid 2000 Jahren feiern wir Ostern. An Ostern denken wir daran, dass Jesus am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist, sodass wir eines Tages zu Gott in den Himmel gehen können.
Aber wieviele Eltern denken an Weihnachten und Ostern wirklich an Jesus Christus? Wieviele Eltern stehen mit ihren Kindern still und erzählen ihnen, warum wir diese Feste feiern und was diese Feste bedeuten?
Ich schliesse mich darin mit ein, denn auch ich schiebe Gott oft an die Seite. Und das beeinflusst meine Kinder. und dann muss ich neu zu gott zurückkehren. ich habe eine Verantwortung meinen Kindern gegenüber. Ich kann sie nicht zwingen, Gott zu folgen, aber es ist meine Pflicht, sie zu informieren und ihnene den glauben vorzuleben.
Jetzt weiss ich nicht, ob du das verstanden hast. Ist ja auch kein einfaches Thema. Frag halt einfach wieder
so, jetzt ist grad Besuch gekommen und ich muss aufhören.
Tschüss
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
Da musst du eigentlich Gott selber fragen! Und das kannst du ja.
renate roosemont hat folgendes geschrieben:
War es dann nicht die Schuld der Eltern, dass ihre Kinder nicht aus der Katastrophe gerettet wurden?
Da musst du....
Ja, fragen kann man schon, Gott wird nur keine Antwort geben.
Nehmen wir mal an, es gibt Gott (in welcher Form auch immer), dann würden ALLE Gottgläubigen (Christen, Moslems, Juden, Naturvölker,...) auf ganz verschiedene Weise diesen Gott anbeten. Entweder ist es diesem Gott egal, auf welche Weise er angebetet wird, dann sollte er mal ein Zeichen geben, das es keinen Grund gibt, sich gegenseitig zu bekriegen und zu bekehren, zum allein richtigen Glauben, weil es einen allein richtigen Glauben nicht gibt. Wenn er die Menschen liebt, müsste er hier einfach mal Klarheit schaffen. Tut er aber nicht!
Wenn es ihm aber wichtig ist, auf die allein richtige Art angebetet zu werden, dann müsste er erst recht endlich mal Klarheit schaffen. Tut er aber nicht!! Bitte jetzt nicht wieder: In der Bibel stehts doch - die Nichtchristen sind ja genauso von der Richtigkeit ihres Glaubens überzeugt.
War es dann nicht die Schuld der Eltern....
Vielleicht zum kleinen Teil die Schuld der Eltern, aber doch zum unvergleichlich größeren Teil die Schuld desjenigen, der die Katastrophe ausgelöst hat!!
Liebe Renate, ich bewundere Deine Gläubigkeit, aber manchmal kann ich die Argumentation einfach nicht fassen. Manche Dinge sind einfach zu haarsträubend. Wie siehst du das?
Liebe Grüße
Bobo
Zitat:
_________________ Liebe Grüße von Bobo
mit Sohn (*2002), geistige Behinderung, Ursache unklar
sehe grad, dass du mich ansprichst. Ich geh jetzt ins Bett und morgen hab ich erst mal wenig Zeit, aber worum geht's eigentlich? Was ist genau die Frage? Kannst du nochmal näher formulieren? Gut Nacht
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
Hallo Renate, hab Dir gerade per PN geantwortet.
Liebe Grüße
Bobo _________________ Liebe Grüße von Bobo
mit Sohn (*2002), geistige Behinderung, Ursache unklar
Anmeldedatum: 28.12.2005 Beiträge: 23
Wohnort: Wien
Verfasst am: 06.02.2010, 23:06 Titel:
Hallo Nina,
wenn du Bibelgeschichten leicht verständlich lesen willst, empfehle ich dir dieses Buch:
Michael Köhlmeier Geschichten von der Bibel. Von der Erschaffung der Welt bis Josef in Ägypten
ich habe mir gerade mal dieses hier durchgelesen, so gut ichs konnte. Ein wenig "cristlich" ist es hier aus der anfänglichen Frage geworden
Sorry, gehe kurz mal zum Ursprung zurück... zum Weltuntergang
Hier ist der Weltuntergang gemeint, der alles vernichten soll. Die totale Auslöschung. Ich hoffe ich verstehe es richtig
Der wird wohl nie kommen.
Aber viele hier im Forum haben den Weltuntergang schon einmal erlebt. Manche vielleicht sogar zweimal...
Ich erinnere mich selbst noch ganz genau an meinen Weltuntergang. Das war der 20.01.2005 als man mir Offenbarte, dass Pia an einem inoperablen Gehirntumor erkrankt ist.
Wie seht ihr das?
Zum "cristlichen" Teil... da muss ich zuerst einmal sagen, das ich ein Luziferan bin. (Das war ich schon als junges Mädchen, doch die Bibel habe ich aber trotzdem komplett gelesen. Die Offenbarung sogar mehrmals)
Wenn man die Offenbarung genau nimmt, ist es mir doch ein wenig zu sehr der Fantasie entsprungen!
Da ist mir die gesamte Geschichte arg unglaubwürdig geworden.
Zu Mensch und Natur kann ich nur soviel sagen, dass es auch schon in früheren Zeiten, bevor es uns Homosapiens sapiens, gewaltige Erdbebben, Sinfluten, Vulkanausbrüche und Klimaveränderungen gab. So wird sich auch noch heute die Umwelt ihren eigenen Weg bahnen... mit oder ohne uns!
LG Janet _________________ Pia *25.01.01 Gehirntumor Astrozytom II°, Epilepsie, Asperger-Syndrom (nicht diagnoziert)
Ronja *17.03.03 verm. leichtes Asperger
Viktor Zero *16.04.11
Mama und Papa beide schwerhörig, Papa mit Hörgeräten versorgt
"Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist!" (David Ben Gurion)
Renate _________________ Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pupertät
The whole meaning of prayer is that we may know God. Oswald Chambers
Hallo Renate, sorry, weiß auch nicht was nicht geklappt hat, ich hab sogar zweimal auf absenden gedrückt, und mich dann gewundert, dass nichts im Postausgang war.
Also, was ich sagen wollte (als PN, weils gar nicht mehr zum Thema Weltuntergang passt): Ich bin zwar nicht so bibelfest wie du, aber viele deiner Aussagen zum Thema Glauben hätten original von mir stammen können - vor ein paar Jahren. Inzwischen habe ich diese Art von Glauben verloren und mir erscheinen jetzt vieles als haarsträubend absurd. Deshalb habe ich gestern doch (entgegen meiner Vorsätze, nämlich andere Menschen NICHT zum Unglauben zu bekehren) diesen Beitrag geschrieben.
Jeder soll nach seiner Art und Weise glücklich werden.
Ich wünsch dir alles Gute und Liebe
Bobo _________________ Liebe Grüße von Bobo
mit Sohn (*2002), geistige Behinderung, Ursache unklar
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