REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.

  Partner-Links:  

amazon.de www.ernstings-family.de JAKO-O ... ausgewählte Kindersachen! Kinderbutt ...was Kinder mögen! Babybutt Tchibo - Jede Woche eine neue Welt
SuchenSchnellsuche:  

Chat-RaumSmalltalk-Chat  
Chat-RaumThemen-Chat (28.5.-31.5. Pfingstpause)

Was wünschen sich Eltern von einer Krankenschwester?

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Intensivkinder
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
tyribaby
Neumitglied
Neumitglied


Anmeldedatum: 06.05.2009
Beiträge: 2
Wohnort: 15370 Petershagen

BeitragVerfasst am: 07.05.2009, 22:48    Titel: Was wünschen sich Eltern von einer Krankenschwester? Antworten mit Zitat

Hallöhen alle zusammen

Ganz kurz zu mir.Ich bin 31 Jahre,gelernte Krankenschwester,verheiratet und Mutter 3 er Söhne ( Florian 09/01 ist HB , Niclas 04/03 Asthmatiker,Allergiker und Oliver 03/08 Zt.n. angeborener Lungenentzündung,bds.Pneu mit Kurzzeitbeatmung )

Ich werde mich morgen in einem Pflegedienst für Intensivpflichtige Kinder vorstellen,ich war schon zum Vorstellungsgespräch dort und es lief alles super,morgen werde ich dann 2 Familien kennenlernen,bei denen ih dann arbeiten werde.Nun zu meiner Frage,was erwaten die Eltern der Kinder von mir,muß ich auf irgendwas ganz besonderes achten,was hättet ihr Euch gewünscht usw. ? Ich weis,jede Familie ist anders,aber vielleicht könnt ihr mir ein wenig helfen.

Danke schon im Voraus

LG Tyribaby
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
corinna26
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 08.11.2006
Beiträge: 653
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 07.05.2009, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tyribaby.....

find die Frage schon sehr schwierig.....wir haben seid 4 Jahren nun unsere KKrankenschwestern bei uns im Haus.
Ich find man muss die jeweiligen Familienmidglieder erstmal kennen lernen und dann mit ihnen reden und fragen worauf es ihnen ankommt.
Es ist ja für die Familien nicht einfach ein "fremde Person" bei sich zu haben.

Ich selber finde jemanden der einen mehr Arbeit macht als man schon hat, nicht gerade als Hilfe.
Nur ein kurzes Beispiel: Sie hat immer alles liegen gelassen und ich durfte selbst ihre leeren Capucinotüten und Kaffeetasse wegräumen.
War nicht so toll.

Aber ich denk mal das packst du schon... Laughing

Viel Glück und ein icon_flower.gif für dich
Gruß Corinna

_________________
Alleinerziehend Bj.1980/ Sohn Nico Bj.2000 ADHS v.s Autistische Züge und Wahrnehmungsstörungen wird aber alles gerade Getestet, dazu Spitzfuß /
Tochter Sarah Bj. 2004 mehrfach Körperlich Schwerstbehindert geboren mit einer Omphalozele (offener Bauch), und bis Oktober 08 eine Peg und Tracheostomaträgerin mit Beatmung Nachts und Sauerstoffgabe,
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger
Laila
Professional
Professional


Anmeldedatum: 02.02.2005
Beiträge: 1204

BeitragVerfasst am: 07.05.2009, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

ich habe zwar selbst kein behindertes Kind, aber ich arbeite auch mit intensivpflichtigen Kindern.

Wenn du bei einem Pflegedienst arbeitest bist du, gerade bei Intensivkindern, viele Stunden bei den Familien im Haus. Es ist ganz wichtig, dass du dort soweit wie möglich versuchst die Privatsphäre zu achten. Es gibt auch Eltern die das Ganze eher freundschaftlich ansehen, aber die meisten teilen dir einen Bereich zu in dem du dich aufhalten kannst.

Und du solltest dir vorher klar machen, dass die Eltern entscheiden wie sie die Pflege haben wollen. Man mag das nicht immer für richtig halten, aber man muss lernen das so hinzunehmen (musste ich mich auch erst ´dran gewöhnen, weil mir vieles dann doch komisch erschien Confused ), aber das wünschen die Eltern sich. Man würde es selbst ja auch erwarten.

Und lass dich nicht irritieren wenn dir anfangs skeptisch über die Schulter geguckt wird. Das ist normal. Man gibt sein krankes Kind halt nicht so einfach ab.

Ich wünsche ich dir viel Erfolg und vor allem viel Spaß und Freunde mit den Kids!

LG Laila
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ehemalige Userin
Gast





BeitragVerfasst am: 07.05.2009, 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin keine betroffene Mutter, bin aber auch Kinderkrankenschwester und habe mehrere Monate lang ein beatmungspflichtiges Kind zu Hause versorgt.

Mit der betroffenen Mutter hatte ich ausgesprochenes Glück, wir waren nach wenigen Wochen miteinander befreundet, und das hat mir die Arbeit sehr erleichtert.

Ich glaube, ein Patentrezept gibt es nicht, denn alle Familien sind anders.

Das wichtigste ist, dass Du in der ambulanten Intensiv-Kinderkrankenpflege noch viel mehr auf das einzelne kind und dessen Angehörige eingehen mußt. Du machst, nicht wie in der Klinik, eine Pfelegplanung nach Konzept und fügst mehr oder minder nur Namen ein, sondern Du hast "Dein" Kind, für das Du voll und ganz verantwortlich bist, und ich glaube, den Familien ist vor allem wichtig, dass sie immer das Gefühl haben, dass es Dir am Herzen liegt, und dass die ganze Familie und ihre Wünsche für Dich wichtig sind.

Du bist oft viel mehr als nur Pflegerin, sondern mindestens genausosehr Seelsorgerin. Die Kunst ist, Dich bis zu einem gewissen Punkt darauf einzulassen, aber auch rechtzeitig die Schotten dicht zu machen, bevor ihre Probleme zu Deinen Problemen werden. Dazu gehört viel Fingerspitzengefühl, und es ist vor allem am Anfang eine Gratwanderung.

Oft entstehen vor allem deshalb Probleme, weil man zwangsläufig so dicht aufeinandersitzt; Du bist quasi ein Familienmitglied, das eigentlich doch nicht dazugehört und dennoch intimste Einblicke ins Familienleben hat. Dir wird nichts entgehen, alle Streitigkeiten, Probleme, Launen wirst Du mitbekommen und darfst Dir trotzdem kein Urteil erlauben. Egal was kommt, es gilt immer absolute Diskretion. Das war für mich oft schwer. Du mußt einfach lernen, ein bisschen wie unsichtbar zu sein. Immer da, wenn man Dich braucht, aber auch nicht da, wenn man Dich nicht braucht. Das lernt man aber mit der Zeit, wenn man ein bisschen Feingefühl hat.
Am Anfang ist es für alle schwer, und mit der Zeit können einem die Eltern echt leid tun, weil sie oft eine Odyssee durchlaufen, von einem Pflegedienst zum anderen, und innerhalb der Pflegedienste gibt es meist auch eine hohe Fluktuation. Von daher muß man auch darauf gefasst sein, dass man nicht in jeder Familie mit offenen Armen empfangen wird. Da ist viel Verständnis gefragt. Es ist nicht unbedingt Deine Schuld, wenn Dir mal ein rauheres Klima entgegenschlägt.

Was ich übrigens gelernt habe, und das war mir persönlich sehr wichtig: Du hast eine ungeheuer verantwortungsvolle Aufgabe, und die Eltern erwarten von Dir natürlich eine große Professionalität. Aber wenn einem wirklich mal alles über den Kopf wächst und man ist total ratlos, dann ist es kein Fehler, sich und den Eltern diese Ratlosigkeit auch mal einzugestehen. Manchmal bricht dadurch ganz viel Eis...

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen helfen, auch wenn meine Antwort von einer anderen Seite kam, als Du wolltest.

Ich wünsch Dir jedenfalls viel Spass und Erfolg!!!
Nach oben
tyribaby
Neumitglied
Neumitglied


Anmeldedatum: 06.05.2009
Beiträge: 2
Wohnort: 15370 Petershagen

BeitragVerfasst am: 07.05.2009, 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Eure Antworten,ich werde mein Betses versuchen und Euch natürlich berichten,wie es gelaufen ist.
Ich habe zwar Respekt vor der neuen Aufgabe,aber ich will diese Herausforderung annehmen und sie,so gut es geht meistern.
Ich hoffe,es klappt.

LG Tyribaby
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
vinjan
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 03.05.2009
Beiträge: 69
Wohnort: Ermengerst

BeitragVerfasst am: 18.05.2009, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Sorry vielleicht antworte ich zu spät. Habe erst heute Deinen Beitrag gelesen.
Bin betroffene Mama 24 Std. Pfegedienst. Kann manchmal genz schön nervig sein.
Du solltest sensibel, auch gegenüber den Eltern sein. Dann klappts gut. Wir haben auch Glück mit unseren Leuten. Und reden ist auch gut. Was ich hasse, wenn jemand ständig über die Diagnosen grübelt und versucht Verbesserungsvorschläge machen will. An dem momantanen Zustand kann man nichts ändern. Nimm ihn so wie er ist und mach das beste draus. So schaffen wir jetzt unseren Alltag ganz gut.

Viel Glück

LG Jana
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DoreenH
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 04.08.2007
Beiträge: 648
Wohnort: Hausham

BeitragVerfasst am: 21.05.2009, 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

haben auch Krankenschwestern, insgesamt 5. Mir ist es wichtig, das man gut mit ihnen kommunizieren kann, auch wenn man sich nur kurz am Tag sieht, weil wir beide arbeiten. Dann besonders wichtig finde ich, dass mein Sohn die KS auch mag. Aber eins finde ich besonders wichtig, dass man halt das zu Hause nicht so handhabt wie in einen Krankenhaus, also das man nicht ganz so kleinlich ist. Wir haben ein Übergabebuch gemacht, wo halt drin steht, was sie den ganzen Tag gemacht haben oder was sie brauchen ect. Unsere Krankenschwestern kommen frühs kurz vor 5 und wir müssen dann auch schon los zur Arbeit. Wenn ich dann abends um 9 nach Hause komme, sind die KS schon lange weg, deshalb finde ich das Buch gut. Man muss halt das Gefühl haben, das man ausser Haus gehen kann, ohne die ganze Zeit dran zu denken, ob alles OK ist.

LG
Doreen

_________________
DiGeorg Syndrom;Ductus-Ligament-Durchtrennung,ASVD,VSD,PDA,TKK,Rechtsaortenbogen, Luftröhrenverengung,akutes Leberversagen,Anämie,Herzinfuzienz,Speiseröhrenverengung,Trachealkanülenträger, Skoliose, Reflux usw.

http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....ersonal.php?user_id=12950
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen MSN Messenger







Verfasst am:     Titel: Anzeige

www.tchibo.de
Nach oben
PapaBernhard
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 13.11.2007
Beiträge: 6097
Wohnort: Passau (Landkreis)

BeitragVerfasst am: 21.05.2009, 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich arbeite ja auch bei so einem Pflegedienst. Ich kann mich nur anschließen: viele Eltern (es gibt Ausnahmen) sind im Laufe der Zeit halbe (oder noch mehr) Krankenschwestern geworden, die oft nicht viel weniger können als einer selbst und denen man kein x für ein u vormachen kann. Also Zurückhaltung, was irgendwelche Vorschläge angeht, was man noch oder anders machen könnte, es sei denn, man wird ausdrücklich gefragt.
Wichtig ist auch, gleich zu erkennen (bzw. bei neuen Patienten zu regeln), wo innerhalb des Pflegebereiches die Grenzen sind. Da geht es z.B. um ganz profane Dinge wie die Benutzung der Toilette (welche z.B. zu benutzen ist, wenn mehrere im Haus sind). Und sich auch in Abwesendheit der Angehörigen nicht anders verhalten, als wenn diese da sind.
Wichtig ist auch zu erkennen, wenn die Angehörigen alleine mit dem Patienten sein wollen und zu erkennen, wann man sich vielleicht mal ein Stück zurückziehen sollte.
Man soll sich mit bei dem Patienten breit machen und sich wie in seiner zweiten Wohnung einrichten. Man ist doch immer nur Gast (bzw. eigentlich nicht mal das).
Wichtig ist auch, dass man wegschauen lernt, bei Dingen, die einem nichts angehen und auch die Angehörigen merken, dass man möglichst die Intemsspäre der Familie wahr. Man bekommt wesentlich mehr mit, als man will... (je nach Wohnsituation kann das auch ganz schön unangenehm sein).

_________________
Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 Asphyxie bei Geburt, Entwicklungsverzögerung, Epi
Adoptivschwester *2006
Leon 2005 (+10SSW) Björn 2004 (+15SSW)

Unsere Galerie
Krankenpfleger bei einem 24h-Kinder-Intensivpflegedienst
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Intensivkinder Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.16 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber