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Verfasst am: 26.03.2009, 23:34 Titel: Nun doch Hörgeräte bei schw. auditiv. WS + verb. Dyspraxie?
Hallo,
nun soll unser Sohn laut FFZ und Logopädin doch mit HG´s ausgestattet werden. Auch bezügl. der Aufnahme an der Gehörlosenschule. Damit wäre eine Aufnahme sicher.
Der Hörakustiker (angebl. spezialisiert auf dieses Thema) verspricht sich einen großen Erfolg (was mich ja schon wieder skeptisch macht... ).
Nun geht es um die Verordnung, die nur ein HNO o. Pädaudiologe vornehmen darf.
Die letzte Untersuchung in der Pädaudiologie war im Oktober 2008, angebl. müßten wir erst wieder zur Kontrolle kommen und neue Tests absolvieren (nochmal??????).
Damals sah es der eine Arzt als gute Möglichkeit, der Oberarzt aber skeptisch und angebl. hätte man die HG´s bis zum 4. Lebensjahr einsetzen sollen, bevor der Hörnerv ausgereift ist.
Toll- wir sind dort in Behandlung seit Joni 1,5 Jahre alt ist.
Nun kommen sie mit sowas?!
Nächster Termin wäre im JULI!!!!
Und bekommen wir dann eine Verordnung?
Dann muß ja auch noch die KK eine Genehmigung erteilen.
Habt Ihr Erfahrung mit HG´s in diesem Bereich?
Kann der Störschall reduziert werden?
Fragen die Kinder tatsächlich weniger oft nach?
Das ständige: "Häh", "Wie"???
Wie lange dauert die Einstellung?
Was kosten solche HG´s?
Haben Eure Kinder tatsächlich einen Nutzen?
Gruß
eine skeptische
Tina
P.S...... die aber nach jedem Strohhalm greift....
Elias hat die HG seit Anfang des Jahres. Er hat die sofort akzeptiert.
Er ist nicht hörgeschädigt, man vermutet aber, dass das Gehörte "unterwegs" zum Gehirn irgendwo verloren geht. Deshalb kann er nur die ersten Silben eines Wortes nachsagen.
Wir haben uns erst von einem Pädakustiker beraten lassen, danach ging ich zum HNO-Arzt. Dort bekam ich ohne wenn und aber das Rezept.
Die Geräte haben ein "Filtersystem"; d.h. wohl, dass die Hinter- und Nebengeräusche gefiltert werden können, dadurch wird das Gesprochene besser verstanden. Die kosten je nach Ausstattung ab 850,00 Euro. Die Eingewöhnungsphase hat bei uns ca. 2 Mo. gedauert. In der Zeit hat Elias die HG nur stundenweise zu Hause getragen. Jetzt trägt er sie tagsüber auch im KiGa. Wir haben schon eine (wenn auch kleine) Verbesserung festgestellt: er versucht 2 Silben aneinander zu reihen, ist allgemein aufmerksamer geworden. Allerdings fragen wir uns, ob er das auch ohne die HG gemacht hätte.
Der Akustiker kann übrigens die HG mit der KK erst dann abrechnen, wenn alles in Ordnung ist. Wenn das Kind die verweigert, oder beim negativen Eindruck werden nur die Abdrücke erstattet.
Ich hoffe, dass es dir hilft, für uns war das auch nur ein Versuch.
Ich dachte damals, dass ich es meinem Kind nicht vorenthalten darf. Ausserdem kannst du es jederzeit beenden.
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Verfasst am: 27.03.2009, 14:24 Titel:
Liebe Larissa,
danke für Deine Antwort und Deine Erfahrungen.
Ja, genau das denke ich auch- ich möchte ihm die Möglichkeit nicht vorenthalten,
aber ohne Verordnung habe ich auch keine Chance (außer Selbstzahler?!!)
Genau um diesen "Filter" geht es bei unserem Sohn auch.
Außerdem hätte er dann wie gesagt gute Chancen für eine Aufnahme auf der einzig möglichen Schule im Umkreis für seine schwere Sprachbehinderung (dort decken sie Regelschul- und Förderschulbereich ab).
Wir werden von der Uni-Klinik Marburg betreut. Damals habe ich mit unserer Psychologin darüber gesprochen und die meinte, dass sie selbst bei einem Kongress war, wo genau dieses Thema ausgiebig ausdiskutiert wurde. Sie war sofort dafür und hat uns das ins Bericht auch reingeschrieben
Das hat geholfen. Aus Erfahrung weiss ich, dass es immer hilfreich ist, wenn Marburg irgendetwas empfielt oder befürwortet.
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Verfasst am: 27.03.2009, 20:37 Titel:
Hallo Larissa,
Marburg ist leider zu weit weg, wir wohnen in BW
Ich muß in die Pädaudiologie nach Heidelberg.
Aber vielleicht könnte unsere HNO hier
auch eine Verordnung ausstellen ????
Welches Thema wurde beim Kongress diskutiert?
(HG´s bei audit. WS ohne Hörschädigung? )
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Verfasst am: 27.03.2009, 22:45 Titel:
Hallo Larissa,
danke für Deine Hilfe.
Gibt es darüber eigentl. Artikel im www?
Also ist Elias genau 1 Jahr jünger wie Joni
Der Pädaudiologe meinte, am besten wäre eine HG-Versorgung bis zum 4. Lebensjahr, bevor der Hörnerv ausgereift ist. Aber wer weiß mit 4 Jahren schon, ob das Kind an audit. WS leidet (angebl. kann man ja nicht vor 6. LJ testen).
Außerdem sprach man da noch von Entwicklungsverzögerung......
Was soll man da noch denken
Bei uns hieß es auch lange Zeit "nur" Entwicklungsverzögerung.
Das Logo-Rezept bekommt man von einem KiA erst wenn das Kind 4 Jahre alt ist.
Unsere ersten Logo-Rezepte habe ich vom HNO-Arzt bekommen, nachdem mir eine bekannte Logopädin das gesagt hat. Erst als Elias mit 2,5 seine Diagnose bekam "durfte" auch der KiA diese austellen.
Dabei wird ja immer wieder gesagt, dass man die Sprache nicht mehr erlernen kann, wenn das Sprachfenster geschlossen ist. Und ganz genau: wie soll man bei einem 4-jährigen oder noch jüngeren entwicklungsverzögerten Kind die Hörwahrnehmungsstörung feststellen???
Das alles widerspricht sich doch!
Ich weiss nicht, ob man Infos darüber im Internet bekommen kann.
Mir hat unsere Heilpädagogin erzählt, dass sie einige Kinder gekannt hat, die nach dem Einsatz von HG auf einmal sehr verständlich gesprochen haben. In den "Gelben Seiten"
habe ich bei unserem Pädakustiker Spalte "Hörwahrnehmungstraining" entdeckt.
Ich habe auch erfahren, dass er mit der Schule für Gehörlose zusammenarbeitet, bzw dort eine "Klangtherapie" macht. Das war für mich einfach ein gutes Zeichen...
Gibt es bei euch in der Nähe vielleicht Verein für Gehörlose o.ä. Dort könntest du dich auch evtl. beraten lassen.
Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte.
LG
Larissa _________________ Larissa (*1973)
T. und J.- gesund und munter
E.(*2003) frühkindlicher Autismus; Pseudo-Lennox-Syndrom; Chromosomenanomalie
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Verfasst am: 29.03.2009, 16:49 Titel:
Liebe Larissa,
komme erst heute zum Antworten (arbeite Samstag lange).
Einen Verein für Gehörlose gibt es bei uns nicht.
Beim Pädakustiker (im Ort ) haben wir Anfang April endlich den Termin.
Bei der HNO-Ärztin (Termin erst Mitte April) will ich wegen der Verordnung anfragen, sonst müssen wir wie gesagt nochmal in die Pädaudiologie.
Hörwahrnehmungstraining machen wir mit Audiva (ohne Verbesserung allerdings ).
Zur Logo gehen wir geschlagene 4 Jahre Erfolg.
Die Verordnung allerdigs war und ist kein Problem (außerhalb des Regelfalles), da vom FFZ befürwortet. Ergo läuft nach 1 Jahr Pause nun auch wieder seit Sept.
Außerdem Heilpädagogik im Kindi über I-Hilfe.
Durch seine schweren Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme ist Therapie auch nicht einfach (zugegebenermaßen).
Bin aber selbst sooo therapiemüde, nicht nur mein Kind....
Ich habe oft (u.A. hier im Forum) über die Kinder gelesen, die nach hohem Fieber, Polypen-OP, Osteopathiebehandlung oder sonstwas angefangen haben zu sprechen. Ich weiss, dass uns das nicht "passiert".
Eine intensive stationäre Sprachtherapie steht noch an (=Sprachreha-hast du daran gedacht???). und wenn das nichts bringt, dann ist das halt so, dann werden wir halt mit der gestützten Kommunikation anfangen müssen...
Ich wünsche euch ganz viel Erfolg mit den Geräten
und hoffe, dass du davon berichten wirst.
Viele liebe Grüße
Larissa
P.S: habe auch am Sa. lange gearbeitet. _________________ Larissa (*1973)
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