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Schulsystem in anderen Ländern besser?
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MadeleineS.
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BeitragVerfasst am: 11.03.2009, 14:21    Titel: Schulsystem in anderen Ländern besser? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

mich interessiert wie behinderte Kinder in anderen Ländern(Österreich,Schweiz) in Schulen gefördert werden. Bekommen die Kinder dort in den einrichtungen ihre notwendigen Therapien?

Ich habe eine Tochter mit Down Syndrom und wir leben im Land Brandenburg. Früher zur DDR Zeit wurden diese kinder " weggesperrt", man sah sie nicht und man wußte nicht das es solche Kinder und Menschen gibt.
Sicher sind wir hier in unserer Region bzw. Land noch weit von dem entfernt, was die Integration und Förderung behinderter Kinder und Menschen betrifft.

Meine Große geht in eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige entwicklung. Die einzige Schule hier im großen Umkreis. Dadurch das aber viele Schulen geschlossen wurden und es auch verhaltensauffällige Kinder gibt, genauso wie es Kinder gibt, die in einer Realschule nicht mitkommen, weil sie den Stoff nicht packen, sind jetzt in der Schule meiner Großen ebenfalls.

Bei elternversammlungen bekommt man von Müttern zu hören, von denen das eigene Kind zwar nicht behindert ist, aber eben auf eine Förderschule geschickt wurde, die Down Kinder halten MEIN Kind vom eigentlichen Lernen ab und bremsen sie in ihrer Entwicklung.(so die Worte dieser Mutter)
Im ersten Moment bist du erstmal geschockt und fragst dich, was kann ich dafür das ihre Tochter durch irgendwelche Behörden und Ämter in eine Förderschule gehen muß.

Die Therapeuten dürfen laut Heilmittelverordnung nicht mehr in die Schule fahren, sodass nachmittags nach Schulschluss und Feierabend die Eltern dafür verantwortlich sind. Viele Betroffene nehmen die Therapien für die eigenen Kinder nicht mehr in Anspruch, weil sie entweder keinen Führerschein haben, Bus und Bahnverbindungen auch nicht die die man braucht oder eben Hartz 4.

Sorry, das es ein wenig viel wurde, aber ich bin gespannt auf eure Post

LG Madeleine
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 11.03.2009, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Therapeuten dürfen laut Heilmittelverordnung nicht mehr in die Schule fahren, sodass nachmittags nach Schulschluss und Feierabend die Eltern dafür verantwortlich sind.

Ist das nur an Schulen für Geistigbehinderte so? Davon habe ich noch nie gehört und kann mir das eigentlich nicht vorstellen.
Von den Schulen für Körperbehinderte kenne ich keine ohne Therapien. Da gehört das ganz normal zur Unterrichtszeit dazu.
Die haben sogar eine eigene Abteilung für KG und Ergo in der Schule.

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LG Jaqueline
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IngeH
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BeitragVerfasst am: 11.03.2009, 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Jaqueline"]
Zitat:

Die haben sogar eine eigene Abteilung für KG und Ergo in der Schule.


Hi,
bei uns an der KB Schule finden auch keine Therapien im engeren Sinne statt.

Jetzt als J. in der Rehazeit nach der Op war, dann schon, ansonsten eben nicht. KG und Ergo sollen eigentlich nur den Unterricht unterstützen.

An der GB Schule hier wiederum finden Therapien statt.

Liebe Grüße

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Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 11.03.2009, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inge,

sehr komisch. Ich war an 3 verschiedenen KB-Schulen, alle mit KG und Ergo.
Von 2 weiß ich ganz sicher, dass sie das heute noch genauso anbieten.
*fragendes Kopfschüttel*

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LG Jaqueline
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Sabine
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BeitragVerfasst am: 11.03.2009, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

an JPs Schule werden alle möglichen Therapien angeboten und die Therapeuten kommen zum Teil von auswärts - dazu zählen Logo, Ergo, KG und Bewegungsbad.
Das von Madeleine beschriebene Problem kennen wir aber auch. In JPs Klasse sind zum Teil auch Kinder, die weder SBA noch PS haben. Es ist dann oft schwierig, allen Kindern gleichermaßen gerecht zu werden. Die einen sollen einen Schulabschluss schaffen, was bei den anderen gar nicht möglich ist. Dafür sollte man dann aber weder die leichter noch die schwerer behinderten Kinder verantwortlich machen, sondern eher mal mit den jeweiligen Schul- und/oder Kultusministerien sprechen.

LG
Sabine

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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 11.03.2009, 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann nur von Ö berichten, hatte da auch schon einen Beitrag geschrieben: In meinem Bezirk gibt es zwar ein SPZ (= Sonderpädagogisches Zentrum = Schule für die Kinder, die in der normalen Schule nicht mitkommen) doch dort sind nur verhaltensauffällige Kinder. In der basalen Klasse sind bis zu 12 Kinder mit 2 Betreuerin, Therapeuten betreten das Haus nicht. - Doch, gelegentlich, wenn einmal Geld dafür vorhanden ist, kommt ein Musiktherapeut. In dieser Schule sind über 80 Kinder. Die meisten kommen aus dem Kinderheim.

In NÖ gibt es 2 Schulen, wo für die Kinder auch Therapie im Unterricht angeboten wird, die ich kenne. - Die eine ist von uns 100 km entfernt, die andere über 100 km.

Wien hat die Schoten dicht gemacht, seit dem vergangenen Schuljahr, dort soll es schon ein paar Schulen geben, wo es auch etwas therapeutische Förderung gibt. - Und die keine Privatschulen sind.

Mir wäre es am liebsten, wenn die Kinder eine Betreuung hätten von 1,5 Kinder auf einen Betreuer. - Dieser Betreuer kann durchaus auch ein Therapeut sein. Doch leider mangelt es hier wieder einmal am Geld...

Wie es in den anderen Bundesländern in basalen Klassen zugeht, das weiß ich nicht. - Manche Schulen bemühen sich schon, doch körperlich und geistig behinderte Kinder werden meist nur aufbewahrt. - Kinder, die "nur" eine geistige Behinderung haben, können in diesem System mehr gefördert und unterstützt werden.

Mir haben schon einige Sonderschulpädagogen erklärt, dass es nicht Aufgabe der Schule ist die Kinder therapeutisch zu fördern, sie sind nur dazu da, den Unterrichtsstoff den Schülern zu vermitteln. - Und da fällt das An- und Ausziehen nicht drunter... - oder das Sauberwerden...


Viele Grüße


Silvia & Iris

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MadeleineS.
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BeitragVerfasst am: 12.03.2009, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bis letztes Jahr war es an der Schule meiner Tochter noch Gang und Gebe, dass die Therapeuten in die Schule fahren durften, wo es auch keine Probleme mit den Krankenkassen gab. Meine Tochter bekam in der Zeit wo sie die Schule besuchte ihre Ergo, die Logo und Physioth...jetzt ist dies nicht mehr der Fall, weil die Krankenkassen(so haben es mir die Therapeuten erzählt) es verbieten. Therapeuten haben in solchen einrichtungen nichts mehr zu suchen, das gleiche gilt für den Integrationskindergarten, wo mein Sohn geht und dort nur Ergo bekam.

Jetzt muß ich beide Kinder nachmittags abholen und fahre dann mit beiden montags zur Logo, Mittwochs zur Ergo. die Kilometer bekommt man von der Kasse auch nicht bezahlt und ich kann nur von glück reden, dass beide nachmittags noch aufnahmefähig sind und die Therapien annehmen. Aber das es ein langer Tag für Kinder ist und nachmittags auch nochmal extrem gefordert wird, das sehen die Kassen nicht ein. Ich habe mich letztes Jahr mit meiner Krankenkasse, dem Ministerium für Gesundheit und sogar mit einem Beauftragten der Landesregierung der zuständig ist für "Probleme" behinderter Menschen. Der hat mir ne antwort geschrieben, was er sich hätte sparen können. die KK hat den schwarzen Peter der Landesregierung zugeschoben und umgedreht genauso. Beide haben sich die Frage gestellt, wer dieses Heilmittelgesetz überhaupt erfunden hat. Das war ihre Antwort.

Gruß Madeleine

P.S. Haben eure Kinder in den Schulen auch eine Hortbetreuung bzw. bieten die Schulen auch Ferienbetreuung an? Wenn ja, wie wird das finanziert?
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 12.03.2009, 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Madeleine,

warum werden die Fahrtkosten nicht anteilig erstattet? Soweit ich weiß, gibt es mit H oder aG im Ausweis 20 Cent
pro Kilometer zu den Therapien erstattet, es sei den es sind nicht die nächst möglichen. Soweit ich weiß, habt ihr
doch zumindest für ein Kind das H.

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LG Jaqueline
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 12.03.2009, 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Madeleine,

im SPZ gibt es keinen Hort bzw. Ferienbetreuung. - Da muß man bei der Wohnsitzgemeinde anfragen, die sich aber meist auch nicht dafür zuständig fühlt. Eine Freundin von mir hat berichtet, dass letzten Sommer in den 9 Ferienwochen ihr Sohn in 3 der Wochen dienstags zwischen 9 und 11 dort sein hat dürfen...

- so schaut die Ferienbetreuung schwerstbehinderter Kinder aus...

Viele Grüße


Silvia & Iris

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silviamasser
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BeitragVerfasst am: 13.03.2009, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

hallo und liebe grüsse aus der steiermark meine tochter ist auch behindert sie geht in eine integrationsklasse und bekommt ihre therapien in der schule also logo und sprachunterricht und mototherapie demnächst auch physio sie hat eine zweite sonderschullehrerin und auch eine helferin die von der bh bezahlt wird auch ihre anderen therapien werden bis auf einen selbstbehalt bezahlt und es funktioniert auch tadellos liebe grüsse von silvia mit sarah
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