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Barbara (Musiktherapeutin und Sozialpädagogin)

 
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barbarara
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Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 10.03.2009, 14:37    Titel: Barbara (Musiktherapeutin und Sozialpädagogin) Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

die Mutter eines Therapiekindes hatte mich auf dieses Forum aufmerksam gemacht, und ich verfolgte zunächst passiv den regen Austausch all derer, die mit besonderen Kindern leben und arbeiten. Nun möchte ich mich kurz selbst vorstellen:

Ich bin Musiktherapeutin und Sozialpädagogin.
Seit vielen Jahren arbeite ich in eigener Praxis und in einer Förderschule mit Kindern jeden Alters, bzw. auch darüber hinaus, wenn es darum geht, einen jungen Erwachsenen in Krisenzeiten und Übergängen zu begleiten.
Meine Schwerpunkte liegen in der Arbeit mit Kindern mit der Diagnose
Autismus , AD(H)S, Sprachstörungen, Entwicklungsverzögerung, Auditive Wahrnehmungsstörung, Störung des Sozialverhaltens.
Zunehmend stelle ich in meiner Arbeit fest, wie sehr Kinder unter Traumatisierung leiden (z.B. Frühgeborene, Kinder mit massiven medizinischen Eingriffen, Pflege-/ Adoptivkinder), ohne dass dies zunächst von der Umwelt so erkannt wird. Musiktherapeutische Konzepte bieten hier einen guten Ansatz für Verstehen und Umgang mit Traumatisierung und in der Praxis ein emotional haltgebendes Angebot für die betroffenen Kinder.
Wichtig ist mir immer auch die intensive und ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit den Eltern: Erziehungsberatung, ADHS-Beratung, Begleitung in Zeiten von Abschied und Trauer; weiter der Austausch auf fachlicher Ebene mit allen beteiligten KollegInnen.
Aus reiner Freude am Da-Sein trommle ich in meiner Freizeit auf der Djembe und biete auch immer wieder mal Trommelkurse an, für Kleine, Große oder beide zusammen.
Mein Wissen rund um die Musiktherapie stelle ich in diesem Forum gerne zur Verfügung!

Barbarara
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Aga_Samy
Stamm-User
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Anmeldedatum: 06.05.2008
Beiträge: 129
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 18.03.2009, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

meine Tochter Samy (20 Monate) liebt Musik, ich singe ihr fast den ganzen Tag vor und sie "singt mit", klatscht in die Hände und lacht süß dabei. Ihr Entwicklungszustand ist zwischen 6-9 Monate, wir machen Bobath und Ergo, jetzt möchten wir mit Musiktherapie anfangen, die muss man aber selbst bezahlen.
Wenn ich wüßte was ich machen soll, hätte ich mit Samy selbst "geübt".

Kannst Du mir Vorschläge geben wie ich es anfangen soll?
Es wäre lieb von Dir und wir könnten das gesparte Geld für Therapeutisches Reiten oder Zubehör für Hilfsmittel ausgeben Smile

Liebe Grüße
Aga

_________________
Samy ('07) - terminale Deletion und invertierte Duplikation 8p, Balkenaplasie, Plagiocephalus, Muskuläre Hypotonie, Spiegelbewegungen, Skoliose, Entwicklungsverzögerung, potentielle Epilepsie
GdB v. 100, PS 3 und ein süßes Lächeln am Gesicht Wink
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barbarara
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Anmeldedatum: 11.03.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 26.03.2009, 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

hallo aga, ich habe deine anfrage nicht gleich gelesen, daher nun die späte antwort.

als erstes möchte ich dir sagen, wie gut du erkannt hast, dass eure musik etwas ist, was deine tochter begeistert und wie sie dir das auch zeigen kann. du bist auf einem guten weg, einfach toll! das ist eine gute basis für evtl. folgende therapien. welche das sein sollten, kann ich hier natürlich nicht beurteilen. ich möchte aber kurz zusammenfassen, wie entwicklungsverzögerte kinder (behinderung der kommunikation, der motorischen und/ oder der sensorischen verarbeitung) in einer musiktherapie gefördert werden:

selbsterleben und erfahrung von selbsthergestelltem klingen und tönen ermöglicht erst die bezugnahme zum anderen und zu vorsprachlicher kommunikation.
rituale und spiellieder z.b. helfen, diese fähigkeiten zu halten und weiterzuentwickeln.

durch experimentieren mit klängen im raum können (hör-) wahrnehmungs-schwierigkeiten positiv beeinflusst werden.

das verarbeiten anderer eindrücke (des sehens, fühlens des gleichgewichtssinnes, von bewegungsabläufen) wird durch von der therapeutin angeleitete aktivitäten erleichtert und führt zur sensorischen integration. die therapeutin greift neue und konstruktive verhaltensimpulse auf, die musikalisch und kreativ weiterentwickelt werden.

musikgeleitete bewegung oder gemeinsame imitationsspiele an musikinstrumenten fördern die motorische entwicklung.

gezielte arbeit mit intensiv klingenden instrumenten kann die sensorische stimulation fördern und bei der selbstregulierung (z. b. spannungszustände abbauen) helfen.

gemeinsames spielen und hören von musik kann dem kind ein gefühl von sicherheit und geborgenheit vermitteln.

an dieser kurzen und unvollständigen auflistung wird schon deutlich, dass musiktherapie immer an den vorhandenen stärken und fähigkeiten des kindes anknüpft.

einiges davon wirst du selbst tun können, wenn du eine gute wahrnehmung dafür entwickeln konntest, was dein kind braucht (aber auch du selbst) und wenn du einfach spaß an musik und am experimentieren hast.
für eine ganz gezielte förderung und das ermöglichen von entwicklungsschritten ist es dann doch sinnvoll und erforderlich , "experten" in anspruch zu nehmen. auch wenn leider nicht alle therapien bezahlt werden.
die betreffenden kinder spüren oft sehr gut, was ihnen gut tut und was entwicklungsmäßig "dran" ist.
ich möchte dich ermutigen, falls es in deiner nähe ein musiktherapeutisches angebot gibt, dieses auch zu nutzen!

liebe grüße
barbarara
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Aga_Samy
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Anmeldedatum: 06.05.2008
Beiträge: 129
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 27.03.2009, 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Barbara,

Vielen Dank für die Antwort Very Happy

...ich werde eine Musiktherapeutin in der Umgebung suchen.

LG
Aga

_________________
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