Verfasst am: 01.09.2005, 22:35 Titel: Welches Ziel wird hier verfolgt? (Sorry langer Text)
Die Geschichte ist ziemlich verworren aber ich fang einfach mal vorne an.
Tarik wird wegen seines Autismus von einer Therapeutin therapiert, sie kommt seit 1 1/4 Jahren 1xWoche. Zu der Therapeutin habe oder hatte ich einen guten Kontakt, Sie ist auch alleinerziehend und ihre Tochter ist genauso alt wie mein ältester. Wir haben uns viel über schulische Probleme ausgetauscht.
Mit der Zeit schien Tarik Probleme zu machen,, sie brauchte nur zu klingeln und er machte grosses Theater, so dass eine Therapie nicht mehr möglich war. Mir viel auf, dass die Therapeutin unvorbereitet zu uns kam und auch ziemlich (sehr sogar) gestresst war. Sie liess durchblicken, das sie arge Probleme mit ihrer Tochter hatte. Ich kannte das Gefühl arbeiten zu müssen und sich um Kind und Haushalt zu kümmern, es ist nicht einfach. Irgendwie hatte ich verständnis. Sie tat mir leid und ich hab gedacht es ist wohl nur eine Phase. Leider war es nicht so.
Ihr Ton Tarik gegenüber ähnelte einem Polizeihundeführer. Sie schien sich vor Tarik zu ekel, er steckt viel seine Hände in den Mund und weil er es nicht nach lies zog sie ihm die Socken aus und stülpte ihm diese über die Hände. Sie kam vermehrt ganz offensichtlich geschafft aus dem Zimmer und vermittelte mir, als ob bei Tarik nichts mehr zu machen sei. Das musste ich erstmal verarbeiten, aber ich nahm mir vor eine Woche später mit ihr zu sprechen. Leider hatte ich einen Termin und kam erst nach Hause als sie schon mit Tarik arbeitete. Meine Mutter war hier und völlig verstört, sie hörte, das Tarik wohl gestürzt war. Ich wollte nach der Stunde mit der THerap. sprechen, doch dann hörte ich auch 2x einen lauten Knall. Ich lief sofort ins Zimmer, Tarik sagte keinen piep mehr.
Die Therapeutin faselte irgendetwas, so als sei es auch noch Tariks eigene Schuld gewesen, sie zog dann mit den Worten"Ich bin wirklich Urlausreif, schliesslich kriech ich schon auf den Brustwarzen"ab.
4 Wochen Urlaub konnte ich natürlich nicht abwarten und schrieb einen Brief an den Verein mit der Bitte um ein persönliches Gespräch. Die Chefin rief mich an und ich erzählte ihr was geschehen war, aber kein Angebot von einem Gespräch, sie wolle das nach dem Urlaub regeln. Nach den 4 Wochen rief sie mich an und sagte es hätte ein Gepräch mit der Therapeutin gegeben und sie hätte zugegeben ein bisschen gestresst gewesen zu sein, man hätte sie in einigen Punkten ermahnt und sie wäre mir auch nicht böse wegen des Briefes. (Piep piep piep, wir haben uns alle lieb) 3 Tage später kam sie dann zu dem üblichen Termin und erzählte mir, sie hätte wegen mir eine schriftl. Abmahnung bekommen, ausserdem plauderte sie interne Dinge aus. Wenn sich z.B. Eltern beschweren hagelt es sofort Abmahnungen. In Zukunft möchte ich mich bei Problemen bitte gleich an sie wenden.
Jetzt sagte sie mir vor 2 Tagen, es gäbe noch einige Ungereimtheiten und ihre Chefin hätte zu ihr gesagt ich hätte ein persönl. Gespräch abgelehnt. Ob sie mal mit ihrer Chefin zusammen mal kommen könnte. Welche Taktik verfolgt die Frau den nun?
Bitte schreibt mir Eure Meinung dazu. DANKE!!
Hallo Stephie,
hm...so richtig verstehe ich auch nicht, was da so vor sich geht...
Was ich aber verstehe ist, dass das Vorgehen und das Verhalten der Therapeutin reichlich unprofessionell ist...man kann ja mal eine schlechte Phase haben, aber nicht so lange, nicht in dieser Art, man sollte vorbereitet sein, sich nicht vor dem Kind "ekeln"...usw.
Wenn dann noch Tarik keine gute Beziehung zu ihr hat, was soll das dann noch werden...?
Also ich würde mir schnellstens eine andere Therapeutin suchen, vielleicht auch bei einem anderen Träger, nicht bei demselben Verein.
Ich denke, wir haben doch schon genug Stress, da macht es mehr Sinn, sich Ärzte und Therapeuten zu suchen, die dem Kind und uns guttun und nicht solche, wegen denen wir uns solche Gedanken machen müssen (war das jetzt wohl richtiges Deutsch??????) ...von der Qualität der Therapie ganz zu schweigen...
Liebe Grüße
Erica _________________ Mama von Lena (11 Jahre), Frühchen, benigne occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, nächtl. Bradykardien, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, Herzrhytmusstörungen, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, etc.
Hallo Stephi...
Vielleicht jetzt ne blöde Antwort ,aber wie wäre es mit einer neuen Therapeutin ?
Ich denke bei der ist doch Hopfen und Malz verloren oder?
Was bringt das Deinem Sohn denn ,wenn er über kurz oder lang einen Schaden bekommt und durch so eine Therapeutin niemanden mehr an sich ran lässt ,....
Ich weiß nicht aber ich würde diese Gestresste Therapeutin nicht mehr an meinen Sohn lassen und über andere Möglichkeiten nachdenken--
Ich wünsche dir alles Gute dabei und viel Kraft
Lieben Gruß Beatriz &Kids _________________ Beatriz alleinerziehend mit SohnChris Andre 16 Jahre Sturge Weber Syndrom.Und Sohn Niklas 13 jahre alt.Auditive Wahrnehmungsstörung mit Verarbeitungsstörung./ADHS/Enthesitis-assoziierte juvenile idiopatische arthritis
danke für die schnelle Antwort. Das Problem ist hier in SH ist es der einzige Verein, der sich um Autisten kümmert. Was ich aber auch noch heraus bekommen habe ist, es gab 3 weiter Eltern die den Verein verlassen haben und alle betreut von dieser Therapeutin.
Gruss Stephie _________________ Kilian 1993, gesund, Tarik 1997, Frühchen 26SSW, Diplegie, Cerebralparese, Autismus, 2 Retriever gehören auch dazu
das hört sich ja fürchterlich an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach solchen Vorfällen ein gemeinsames Arbeiten möglich ist. Ich hätte kein Vertrauen mehr und würde mir so schnell wie möglich eine andere Therapeutin suchen. Das ist leider nicht einfach.
Ein Kind kann sich nicht wehren, aber du musst es tun. Es ist ihre Arbeit und sie sollte ihren Beruf ernst nehmen. Private Probleme gehören nicht in die Arbeitszeit, den dein Kind ist kein Blitzableiter für gestresste Therapeuten.
Ich wünsche dir viel Glück, dass du für deinen Sohn den richtigen Weg findest weiter zu machen und er seiner Therapeutin mit einem lächeln entgegen geht.
Liebe Grüße,
Steffi _________________ Sven 21, Berrit 19 und Sebastian 10 Jahre Frühkindlicher Autismus, Psychomotorische Entwicklungsstörung, Gendefekt 1,9 Mb große Duplikation auf dem kurzen Arm des X-Chromosoms in Xp22.31,Steatosis hepatis (V.a.NASH), Laktoseunverträglichkeit, Genua Valga.
Hallo Stephie!
Da kann ja wohl von Professionalität der Therapeutin nicht die Rede sein. Ich glaube ich würde versuchen die Therapeutin zu wechseln. Versuch im Gespräch mit der Chefin klarzumachen, was Deine Bedenken sind und erzähl ihr auch noch mal die vorgefallenen Situationen. Vielleicht gibt es ja auch könnt ihr ja zu Dritt eine Lösung erarbeiten. Da das Vertrauensverhältnis gestörrt ist, würde ich versuchen bei den Stunden im Zimmer anwesend zu sein um zu sehen, was macht sie - wie geht sie mit meinem Kind um. Um am Schluß der Stunde noch mal zu sagen was Deiner Meinung nach i. O. war und was nicht.
LG Petra _________________ Patrick (4/97) - LKG-Gaumenspalte, schwere geistige Behinderung (Entwicklungsstand ca 1-2 J.)
- ohne nähere Diagnose
Hallo Stephie,
es ist schön, wenn einem Verständnis entgegengebracht wird. Aber die Zeit ist wohl für deinen Sohn zu kostbar, als das du es dir leisten könntest, seine Therapeutin zu therapieren. Ich denke auch, du solltest dich unbedingt von ihr trennen, ehe dein Sohn noch eine schwer zu behebende Abneigung generell gegen Therapien entwickelt.
Liebe Grüße Ortrud _________________ Korina, 07/98, starke Entwicklungsverzögerung ohne Diagnose, spricht nicht
als ich deine Geschichte las...kamen mir die Gedanken an unsere ehemalige Frühförderin.............
Ich habe was mein Fehler war mich auch zu sehr mit ihr privat ausgetauscht,welches sie dann versuchte gezielt in Szene zu setzen.
Vincent und Jytte bekamen dámals Frühföderung,Vincent durch sein Handicap und Jytte eben weil sie durch die Behinderung ihres Bruders sich teilweise auch zurück entwickelte um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Die Frühförderin hatte auch Kinder die im gleichen Alter wie meine beiden waren und verglich ihre Tochter immer mit meiner.Jytte ist sehr begabt und was Jytte alles schon mit 3 Jahren konnte mußte ihre Tochter auch können.Ich bemerkte auch den Neid der Frühförderin,ich war wieder schwanger mit unserem 3.Wunschkind und hatte die Familie so fest im Griff und sie mich immer fragte,wie ich das wohl schaffen möge.
Die Kinder mochten sie am Anfang sehr ,sie machte auch schöne Sachen und dann bemerkte ich Dinge an meiner Tochter und später an Vincent das mich rütteltelte.
Sobald sie mit dem Auto kam wurden die Kinder unruhig,wenn sie klingelte brach Panik aus usw.
Vincent sprach damals kein Wort und er lehnte sie ab.Er schrie schon und hatte nur Angst.Die Frühförderin legte immer wert darauf das sie allein mit den Kindern arbeitete,jeden für sich.
Als ich dann bat das sie mit Vincent am Küchentisch arbeitete,war sie so etwas von genervt,starrte nur auf die Uhr,Vincent fühlte sich in Sicherheit und war ruhig.
Jytte vertraute sich uns an,die Frühförderin wollte Geheimnisse mit ihr haben,so die Macht ausüben das sie Geheimnisse hat von denen die Mama nichts weiß,was wir durch Aufklärung mit dem Jugendamt und einem Kinderpsychologen herraus gefunden haben.
Jytte weinte nachts im Schlaf,zog sich komplett aus und schrie immer ich will das nicht ! Wir wurden wacher,Jytte wollte immer in allen Räumen das Licht anhaben und sagte sie darf nichts sagen.
Ich habe die Frühförderin angerufen schon vorher,aber die nicht so recht wußte was ich wollte............die war nervös !
Ich teilte ihr mit sie möchte nicht mehr kommen.
Auch Dinge gefielen mir nicht als,ich zuhause entbunden hatte und nach 2 Tagen hier umherlief,das sie meinen Mann maßregelte,ich müßte mich schonen.
Das sie einfach ohne anzuklopfen ins Schlafzimmer kam sich mit ins Bett setzte und zusehen wollte wie ich stillte.Damit habe ich eigentlich kein Problem,stille auch in der Öffentlichkeit ,aber mit der Frau hatte ich ein Problem.
Der Kinderpsychologe erklärte uns nachdem wir die Frühförderstelle gewechselt hatten,das solche Frauen die Macht besitzen wollen und dann über die Kinder deren Neid austragen.
Als wir merkten das da etwas nicht stimmt,habe ich sofort bei der Frühförderstelle angerufen,die das nicht glauben wollten ect.
Dann habe ich konsequent zum Wohle meiner Kinder bei dem Sozialamt/ Eingliederungshilfe den Fall geschildert ,die Kinder telefonisch und schriftlich abgemeldet,eben mit diesen Gründen.Die Frühförderstelle angeschrieben,die Chefin versuchte noch Gespräche zuführen,die ich dann ablehnte,weil sie mir nicht gut taten.Die Frühförderin an sich meldete sich nicht mehr.Ich las einmal noch einen Beitrag in der Zeitung über sie das sie auch im Mütterberatungstelefon arbeitete....ich dachte nur oh nein...........
Wir haben uns eine Neue Frühförderstelle gesucht und es hat sehr gut geklappt.
Gelernt habe ich daraus das ich nicht mehr zu in private Details mit Therapeuten ect.gehe.
Stephi,wenn es schon so lange die Situation ist, melde Deinen Sohn dort sofort ab zum Wohle und Schutz für ihn.Suche Dir eine/n neuen Therapeuten/in oder eine Einrichtung und fangt von vorne an.
Denn wenn Du auch ,sowie Deine Mutter ein ungutes Gefühl hast geht das nicht gut.Außerdem mußt Du Dich keineswegs rechtfertigen ! Das muß diese Therapeutin.
Es ist schön das Du auch Verständnis hast für ihre( der Therapeutin ) Situation zuhause,doch deren Schuh mußt Du Dir noch lange nicht anziehen aber trotzdem kann das kein Grund Dein Kind so zu behandeln,wie Dich auch - das kann keine Basis sein weiter zusammen
zu arbeiten.Es geht hier um Tarik und Du mußt das Beste für ihn finden,damit er die Channce für seine Zukunft erhält.
Ich würde Dir raten sofort den Vertrag/ Verhältnis sofort zu beénden und das Du etwas Neues suchst,auch wenn es schwer ist vielleicht sofort wo anders einen Platz zu finden.
Bleibe bitte nicht aus Bequemlichkeit bei dieser Therapeutin hängen- wer weiß was da noch kommen mag ? !
Lieben Gruß,
Beate _________________ ..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer
An Eurer Stelle würde ich die Therapeutin wechseln!Was habt ihr zu verlieren?Dem kind ist so NICHT geholfen!Stress schön und gut,aber seine Arbeit muß man trotzdem ordentlich machen.Außerdem sollte man sich einen Beruf suchen,der einem Spaß macht,und nicht anekelt!!!!!!!!!!!!!Rede doch vielleicht mal mit Euerm Kinderarzt.
erstmal würde ich auch dazu raten die Therapeutin zu wechseln, wenn erstmal so der Wurm drin ist... glaube ich nicht, dass das Verhältnis sich nochmal normalisiert.
Ich würde an Deiner Stelle nochmal die Chefin anrufen und sie fragen ob sie behauptet habe "DU" hättest ein Gespräch abgelehnt.
Dann würde ich an Deiner Stelle sagen, dass Du mit ihr als Vorgesetzte sowie der Therapeutin und "Deinem Anwalt" ein Gespräch geführt werden soll. Da ja die Therapeuten wohl unachtsam "auf Grund ihrer persönl. Probleme" (( die dort nichts zu suchen haben)) Tarik verletzt hat und die Schuld noch auf ihn schob. Mach denen ruhig Druck
"" Natürlich wird sie dies vermeiden wollen, lass sie zappeln und fordere umgehend eine Neue Therapeutin !!""
Viel Glück und melde Dich mal wies weiter gegangen ist. _________________ Alexandra 11.03.1973 und Roman 25.11.1974 mit Yasmin 27.01.2004 und Lena Henriette 14.06.2010
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