off topic: auch heute ganz besonders wichtig mit Blick auf das Judentum ist für viele Juden weltweit, dass jüdische Abstammung bis zu einem gewissen Grad einem die Möglichkeit gibt israelische Staatsbürger zu werden. Dies ist vielleicht für in Deutschland lebende Juden nicht so überlebenswichtig, war aber für viele in der ehemaligen Sowjetunion und Äthiopien das Ticket in ein besseres Leben.
Das ist aber ein weniger religiöses als vielmehr ein ganz praktisches Problem.
LG
Shakila _________________ "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht" Otto Wels
Erfahrung als Babysitter: Autismus, Frühchen und Unterernährung
Okay, wir sind ja schon komplett vom Thema weg, aber doch recht interessant.
Was ich will: Austausch über Religion/Spiritualität mit Menschen, die sich nicht auf eine Sache versteifen. Fundis gibt's glaub ich überall. Nicht-Christen fiel mir als 1. Wort ein, da ich Christen zur Genüge kenne und mit denen kann ich über meine manchmal abgehobenen Gedanken nicht reden.
Was ich nicht will: einen Streit vom Zaun brechen, welche Religion jetzt die einzig wahre glücklichmachende ist.
Petra, ich hatte schon geschrieben.
Ich fühle mich keiner Religion zugehörig und bin wie gesagt katholisch.
Ich fühle mich dem Buddhismus recht nahe. In meiner Jugend ahbe ich mich viel mit dem Thema Judentum beschäftigt, ich weiß nicht genau wie so, es hat mich einfach total interessiert. Und tut es heute auch ncoh. Generell beshcäftige ich mich gern mit dem Thema Religion.
Meine Stiefmutter und Halbschwester sind Buddhisten. Durch eine Asienreise und Gespräche mit Mönchen ( In Thailand und auch hier in Deutschland, Dortmund) sowie dem Alltag meiner Stiefmutter und vielen thailändischen Freunden habe ich einen guten EInblick in die Religiöse Praxis erhalten. Leider ist der Kontakt durch die Entfernung ( sie leben heute in Tahiland) nicht mehr so intensiv, wie damals, als wir zusammenlebten.
Außerdem habe ich bis vor einem Monat ( insgesamt 10 Jahre) Judo gemacht (gelehrt) wodurch ich mich mit japanischen Strömungen des Buddhismus beschäftigt habe.
LG
Julia
Julia
Ich bin ein spiritueller Mensch und schöpfe durchaus aus meinen christlichen Wurzeln und Quellen als auch aus den naturreligiösen Traditionen. Ein starker Baum hat viele Wurzeln, ein grosser Fluss viele Quellen ... So halte ich es auch mit der Religion.
Ich bin völlig ohne religiösen Glauben erzogen worden und betrachte Religionen daher sehr "von außen".
Mit dem Christentum kann ich nichts anfangen, ich finde die Art des Glaubens eher erschreckend
Mit anderen Religionen habe ich mich nicht wirklich viel beschäftigt, finde aber den Buddhismus recht interessant.
Allerdings brauche ich zum Leben keine Religion, ich komme mir bei dem Gedanken vor wie ein kleines Schäfchen, das blökend dem Leithammel hinterherläuft- zu oft werden meines Erachtens Religionen bedingungslos gelebt und als das einzig Wahre dargestellt. Furchtbar, daß daraus ganze Kriege entsetehen
Ich für mich glaube an mich, an die Natur und an die Liebe. Das sind meine Säulen, die mir zeigen wie ich respektvoll sein kann, wo ich meine Kraft herbekomme und auf was ich mich wirklich konzentrieren möchte.
Hab nur einen Teil des Threads verfolgt; woran glaubst Du, was sind Deine "Säulen"
würde mich interessieren...was genau du am Christentum erschreckend findest.
Das Verhalten vieler Christen? Oder Inhalte der Bibel, die ja eigentlich deren Grundlage sein sollte ( ich schreibe hier bewusst "sein sollte" - da sie es bei vielen ja nicht ist ).
Was genau findest du am Buddhismus interessant?
Den sogenannten "mittleren Weg" zu gehen zu dem Gautama Siddhartha sich letztlich entschied hat sicher einen guten Grund. Die Bibel umschreibt dies mit "ausgeglichen" leben.
Als treffende Zusammenfassung zum Buddhismus empfinde ich ein Zitat aus dem Buch "Was ist Buddhismus" von dem Bhikku Subhadra:
"Der Buddhismus lehrt den Wegg zur vollkommenen Rechtschaffenheit und Weisheit ohne einen persönlichen Gott; zur höchsten Kenntnis ohne eine Offenbarung; zur Möglichkeit der Erlösung ohne einen Erlöser, zum Heil, dass sich jeder selbst bringen kann"
Sorry - für mich klingt das recht ungerecht. Allein wenn ich mir mal die Menschen und Kinder um die es in diesem Forum geht bedenke, sind die Vorraussetzungen dazu doch recht ungerecht verteilt, oder? Ausserdem hat die Menschheitsgeschichte doch gezeigt, dass die Menschen das niemals alleine schaffen - oder denkst du echt das Gegenteil?
(Rhetorikschalter ein)
Für einen Menschen allein mag das praktisch klingen. Kein Gott vor dem man sich rechtfertigen muss. Keine Regeln, die man nicht selbst verbiegen könnte. Coole Feiern und tolle Typen in orangefarbenen Kostumen - gibt echtes Flair .... ( Rhetorikschalter wieder aus )
Finde ich persönlich viel erschreckender, weil es bedeuten würde, dass für die Erde keine Hoffnung auf Besserung bestünde. Und was macht ein Toller Wiedergeborener wenn die restliche Nicht-Buddhistische-Menschheit die Atmosphäre der Erde endlich erfolgreich zerstört hat?
Und was findest du am Christentum erschreckend?
LG, Marc _________________ "Das Tolle daran, die einzige zwischen richtig und falsch unterscheidende Art zu sein, ist, daß wir uns immer genau die Regeln ausdenken können, die uns gerade in den Kram passen. - Die letzten ihrer Art, Douglas Adams
Hallo wir glauben auch nicht an Gott. Wir glauben an die Naturgewalten. Wir sind zwar beide evangelisch, aber haben so nichts mehr damit am Hut und haben Fabian auch nicht taufen lassen.
Meld mich auch mal und fühl mich angesprochen, denn
@all: ich bin Atheist und weder getauft noch religös erzogen worden von meinen Eltern. Ich lebe aber in einem Haus mit Evangelen (schreibt man des so?...SM, SV und meine Schwägerin) und einer überzeugten Katholikin (meine SO), wenn man des so sagen/schreiben kann..., die (SO) aber alles andre als so handelt...Nächstenliebe...was ist das? Also meine Erfahrung nicht nur bei dieser Person, von denen, die ich bisher kennengelernt habe, ein absolutes Fremdwort und aus meiner Sicht herrscht der pure Egoismus. Bin aber davon überzeugt, dass es auch andere Menschen dieser Glaubensrichtung gibt. Ich lege jedesmal aufs Neue meine Ohren an, wenn ich von ihr entgegengebracht bekomme, dass meine Kinder (meine beiden besonderen Mäuse, wo es schon so arg an der Grenze zwischen Leben und Tod war) nicht auf dem Friedhoft beerdigt werden können, weil nicht getauft etc.. Muß man erst getauft sein um überhaupt beerdigt werden zu können? So ein Quark! Als nächstes hasse ich es, wenn meine Kinder, nur weil sie ihre jeweiligen Besonderheiten haben, Tod geredet werden und man schon von Beerdigung spricht wo sie noch ihr ganzes Leben, ganz egal wie lang es sein wird, vor sich haben. Und es gibt nicht nur religöse Friedhofe. Ich kann dazu immer nur den Kopf schütteln und im schlimmsten Fall aus der Haut fahren, wenns gar keine Ruh dazu gibt. Geheiratet hat meine SO evangelisch, weil mein SO (leider nie kennengelernt, da schon über 20 Jahre ein Sternchen) diese Religion hatte und dementsprechend wurde meine SM auch ev. getauft und erzogen. Mein SV auch, aber ist aus der Kirche ausgetreten, aber Gründe dazu kenn ich nicht.
Mein Mann wurde evangelisch getauft, so erzogen...aber hat mit der Kirche absolut nix am Hut und sieht das alles als Heuchelei usw. an. Unsere Kinder sind weder getauft noch werden in irgendeine Richtung Religion erzogen. Sie sollen später einmal selber entscheiden können, ob und welche Religion sie annehmen und leben wollen. Die Hauptsache ist, dass sie glückliche Menschen sein werden, ob nun mit oder ohne eine Religion...das sie toleranz sind gegenüber Andersdenkenden, Fürsorge und Nächstenliebe zeigen für diejenigen, die Hilfe bedürfen, gute, hilfsbereite, höfliche und freundliche Menschen sind, aber auch Selbstbewußtsein zeigen um sich nicht unterbuttern zu lassen und wie ein Schaf hinter dem Alphatier ohne Murren und Mucken hinterherlaufen als Art Mitläufer und sich dadurch alles gefallen lassen..., dass es Menschen gibt, die eine oder mehrere Behinderungen haben und Menschen die kerngesund sind, aber alles Menschen sind und kein mehr oder weniger Mensch in diese Richtung gibt wie auch die unterschiedlichen Hautfarben, die uns da zwar unterscheiden voneinander, aber es alle gleichwertige Menschen sind... aber auch, dass es gewissen Regeln gibt, an die man sich halten muß und dennoch frei ist..und das sie das beste aus ihrem Leben machen um auch glückliche Menschen zu sein. Wir Eltern legen den Grundstein zu allem und leben es vor, darüber sollte man nachdenken....
Irgendjemand sagte einmal zu mir mal bei so einem Gedankenaustausch Angesicht zu Angesicht, dass aufgrund dessen wie die einzelnen Religionen entstanden sind und von was abstammend jede einzelne Religion in dem Sinne Splittergruppen sind, die man auch als Sekten bezeichnen könnte
Jede Religion hat sowohl ihre guten als auch ihre schlechten Seiten und das kann niemand abstreiten. Ich habe Christen um mich, ich habe Moslems, Juden und auch zwei Budhisten im Freundeskreis. Es gibt immer etwas von Vorteil und Nachteil und viele Dinge sind Interpretationsbedingte Ansichten, wonach der eine oder andere lebt, handelt...wie auch immer und es gibt Dinge, wo ich generell dann auch die Ohren anlege, weil es mich wütend macht wieviel Arroganz, Überheblichkeit in manchen Dingen steckt. Schon allein, wenn jemand von sich gibt, dass es nur den einen Gott gibt und keinen andren oder kein anderer geduldet wird...das empfinde ich als doch sehr arg anmaßend und intolerant gegenüber den anderen Religionen, die auch ihren Gott oder gar Götter haben. Das sind so Grundzüge neben anderen Dingen, die solche glaubensgerichtete Kriege entstehen lassen, unter denen eigentlich nur der Mensch als gesamte Bevölkerung leidet.
Ich bin Atheist und sage mir immer wieder, weil ich ein toleranter Mensch bin: "Jedem Tierchen sein Plaisierchen" Soll der eine an Gott glauben, der andere an Allah...Hauptsache dieses Menschenwesen ist glücklich, eins mit sich selbst, ist tolerant gegenüber Andersdenkenden- und glaubenden und findet seinen/ihren Frieden und Halt in seinem einen Glauben.
Ich glaube an keinen Gott. Für mich gibt es sowas nicht und manch einer möge das eine oder andere als Gotteslästerung ansehen. Woran ich aber glaube: an meine Familie und an mich selbst, an das Gute im Menschen trotz man oft von dem einen oder anderen bitter enttäuscht wurde und das jedes Menschenwesen einen Schutzengel an seiner Seite hat. So ein Schutzengel muß nicht unbedingt ein unsichtbares Wesen sein, dessen Nähe man in gewissen Situationen spürt. Ein Schutzengel mag sich in vielerei Art bemerkbar machen...ein guter Freund an der Seite in allen Lebenslagen, eine Person, die einem in einer mißlichen Situation hilft, jemand, der einem vor Unheil bewahrt, egal wie das aussehen mag, und einschreitet...das kann jemand aus der eigenen Familie sein, das kann der Nachbar/die Nachbarin sein, das kann ein wildfremder Mensch sein, der einem zufällig begegnet, das kann Klinikpersonal sein...wie auch immer, irgendwer steht einem immer zur Seite, wenn auch nicht immer alles verhindert werden kann. So ist das Leben...mit Hochs und Tiefs inbegriffen. Und ich glaube an Wunder. Es ist ein großes Wunder, dass unser Herzchen heute noch bei uns ist. Das Jahr 2005 hat uns gerade zu Anfang sehr um das Leben von unserem Herzchen zittern lassen und die Ärzte hatte sie eigentlich schon abgeschrieben und mich auf das Schlimmste vorbeireiten wollen. Ich wollte das nicht glauben oder für wahr haben. Ich glaubte an mein Kind und habe alles in meiner Macht stehende getan meinem Herzchen einen Grund zu geben zu kämpfen um bei uns zu bleiben und wofür es sich lohnt zu kämpfen. Sie hat sich wieder aufgerappelt so schlecht es um sie stand und für die Ärzte ist es ein großes Wunder...Ein weiteres Wunder ist wie sich unser Köpfchen entwickelt bei seiner Diagnose und was wir auch bei ihm alles hinter uns haben. Auch er hing am seidenen Faden und durch Zufall wurde der inkarzerierte Leistenbruch mit vorgefallener und inreponibler Darmschlinge in den rechten Hodensack entdeckt wie wir mit einer Verdachtsdiagnose, die jeder Mutter das Blut in den Adern gefrieren läßt, per RTW und Sondersignal als Notfall in die Uniklinik gebracht worden. Wären wir nicht zur KiÄ und hätte sie uns nicht direkt den RTW gerufen und in der Uniklinik die ambulante Notversorgung stattgefunden, dann wäre unser Köpfchen nicht im OP gelandet um die lebensrettende Not-OP zu haben und wäre heute ein Sternchen. Für mich ist das ein weiters Wunder. Und unser 3. Wunder ist unsere Sophie, die sich klamheimlich eingeschlichen hat und bei eine Vorsorgeuntersuchung bei meiner Gyn sich mit bereits Maßen der 11.SSW plötzlich zeigte und ich nicht die leiseste Ahnung davon hatte um ihre Existenz wo ich doch keinerlei Hinweis dazu hatte (kein Ziehen der Mutterbänder wie ich schon bei Andrea und dann noch derber dann bei Patrik hatte...gut ISG läßt grüßen und BWS bei Blockaden sowie jeden MOnat ganz normal meine Periode...wie soll man da denken ss zu sein)...und jedes meiner Kinder hat schon von Geburt an seinen/ihren Schutzengel wie auch mein Mann, der Anfang Mai 07 so einen heftigen Asthmaanfall hatte wie niemals zu vor und sein Schutzengel ganze Arbeit geleistet hat damit mein Mann noch rechtzeitig in der Klinik anzukommen und direkte ärztliche Hilfe in Beschlag zu nehmen.Wäre der Schutzengel nicht gewesen, dann wäre ich heute Witwe mit 2 besonderen Kindern und unser 3. Wunder gäbe es nicht. Das alles auszuführen mit Schutzengeln meiner drei Kinder, das würde ein ganzes Buch füllen...
Sind wir Eltern nicht auch Schutzengel für unsere Kinder?! Wir sollen/können/müssen/dürfen ihnen zur Seite stehen, aber wir können auch nicht alles Unheil etc. verhindern oder abwenden, aber wir können auf gewisse Art und Weise Liebe, Geborgenheit und Halt geben, den Rücken stärken und zur Seite stehen, ihnen Helfen so gut wir können, damit sie nicht allein sind und eben dann auch so ihren Frieden finden können um glücklich zu sein....
In dem Sinne: möge Euch allen immer jemand zur Seite stehen, immer ein Wunder vorhanden sein/geschehen und jeder in seinem Glauben seinen Frieden und Halt finden.
LG Manu-Susi _________________ Jeder Tag ist ein Geschenk!!! Unsere beiden ganz besonderen Kinder:
Andrea-Alexandra *27.12.2004 -> Unser Herzchen
Patrik-Roland *27.11.2006 -> Unser Herzchen Andrea & unser Köpfchen Patrik
und Sophie *07.10.2008
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