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Starke Stottersymptomatik, Wortfindungsschwäche
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BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 12:46    Titel: Starke Stottersymptomatik, Wortfindungsschwäche Antworten mit Zitat

Hallo ihr .
Bin normal in einer anderen Rubrik unterwegs,aber momentan hab ich mehr Probleme mit dem großen.Er stottert wieder extremst so das er Ewigkeiten braucht ein Wort herauszubekommen.Er verkrampft sich richtig dabei und holt tief Luft.Wir haben immer mal wieder phasen wo es sehr gut geht und dann wieder Phasen wo es extrem schlecht ist.Wir hatten es schon mit Logopädie,versucht aber sie gab es auf und sagte das uns Logopädie nicht helfen würde weil es eine Fehlsteuerung des Gehirns wäre.In der Schule (KB)kriegt man immer wieder so tolle Sprüche er stottert wieder so stark war zu Hause was Shocked .Obwohl sie schriftlich haben das es eine Fehlsteuerung des Gehirns ist.Was habt ihr für Erfahrungen?Was hat euch geholfen?Wie geht ihr mit solchen Sprüchen um mit so netten Evil or Very Mad Mitmenschen die immer alles besser wissen wollen und verlangen das das Kind es nochmal sagt?Meint ihr Gebärden oder ein Talker würden uns weiterhelfen?
Etwas Ratlose Grüße Sabine
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karin_b
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BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

leider weiß ich nicht, welches Behinderungsbild Dein Junge hat. Bei meiner Tochter ist es ähnlich. Irgendwann fiel ihr auf, dass sie nicht gut verstanden wird oder die Wörter nicht schnell genug herausbekommt. Daraus hat sich dann bei Ihr das Stottern entwickelt. Auch sie verkrampft total, hält die Luft an und bringt manchmal mehrere Minuten keinen Ton mehr heraus. Die ersten Jahre hatte sie eine sehr fähige Logopädin, die sich auf Stottertherapie spezialisiert hatte und intensiv mit ihr arbeitete. Das zeigte durchaus Wirkung. Leider hörte diese Logopädin dann auf und es gab niemanden mehr, der eine gute Therapie anbot. Jahre später waren wir noch einmal bei einer sehr bekannten Stotter-Expertin, aber auch diese sahen sich nicht in der Lage, ein Angebot zu machen. Wir versuchten es dann mit einer Reha in Werscherberg. Die haben auch ausgesprochen gute Stottertherapeuten und ich kann die Therapie dort nur empfehlen. Aber es hat bei Lena alles nichts genützt. Weder Ihr Aussprache noch das Stottern ist besser, eher schlechter geworden. Und: Es ist nicht mit einer Kur getan. Man muss die Therapie danach auch zu Hause weiterführen, bzw. das Kind muss sich an die gelernten Regeln halten, sonst klappt das langfristig nicht.

Nun hat meine Tochter einen Talker, den sie benutzen kann, wenn sie gar nicht mehr verstanden wird. Das soll als Nebeneffekt auch dazu dienen, sie zu entlasten. Wir erhoffen uns, dass sie auch beim Sprechen nicht mehr so verkrampft und aufgeregt wird, wenn sie weiß, dass sie notfalls den Text dann immer noch eingeben kann. Sie muss also keine Angst mehr haben, dass sie sich überhaupt nicht verständlich machen kann.

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Liebe Grüße
Karin mit Tochter (16, Leigh-Syndrom, Komplex-1-Defekt, dystone Bewegungsstörung)
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BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo karin_b,
Meiner hat nicht das normale Stottern das kommt wenn man aufgeregt ist oder so.Er fing erst mit 4 Jahren an zu Sprechen.Die Logopädin erklärte mir das so ,das er eine Wortfindungsschwäche hätte.Das heist er weis was er sagen will,findet aber nicht das erste Wort.Wäre angeblich so als würden wir eine Stecknadel im Heuhaufen suchen.Seine Wörter bilden Anscheinend ein Durcheinander im Kopf.Mit normalen Logopädischen Mitteln die man sonst beim Stottern anwendet helfen ihm daher nicht.Also bestimmte Atem übungen,Bewustes stottern um ein Gefühl dafür zu bekommen.Silbentrennen,nur ein Buchstaben oder Wort überdeutlich aussprechen,das alles hat nichts gebracht.Also ich weis jetzt nicht inwiefern die anderen sachen damit zu tun haben er hatte HirnblutungIgrades,Cerepralparese,spastische Tetraparese,sieht sehr schlecht und noch paar kleinigkeiten die aber nichts damit zu tun haben dürften.
Liebe Grüße Sabine
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karin_b
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BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

die Diagnostik wird ja normalerweise nicht von Logopäden gemacht, sondern von Pädaudiologen, die die Kinder untersuchen und dabei sowohl Hörvermögen, Sprachverständnis, Atmung, Zungenmotorik usw. überprüfen und dadurch wesentlich besser sagen können, auf welchen Ursachen die Störung beruht. Bei meiner Tochter wurde das ebenfalls umfassend untersucht. Wir waren glaube ich einen ganzen Tag in der Pädaudiologie, wo wirklich alles erfasst wurde. Allerdings hat es nicht viel gebracht. Sie haben so viel gefunden, dass ich danach erst recht nicht wußte, wo man ansetzen kann. Rolling Eyes

M.E. ist es aber doch sehr wahrscheinlich, dass die Cerebralparese die Ursache auch für die Sprachstörungen ist. Ich kenne eigentlich kein einziges Kind mit Cerebralparese und auch keine Spastiker, die ganz normal sprechen. Das ist ja auch direkt einleuchtend. Wenn Kinder ihren Beinen und Armen nicht die richtigen Befehle übermitteln können, warum soll das bei der Zunge und der Atmung anders sein? Es sind eben auch Fehler in der Steuerung, die sich nur bis zu einem gewissen Grad verbessern lassen. Manche Spastiker lernen durch intensives Training durchaus Laufen und gezielte Greifbewegungen, aber richtig elegant wird es nie.

Vermutlich liesse sich an der Sprache auch etwas verbessern, wenn es ein Therapieangebot dafür gäbe. Aber davon habe ich noch nie gehört. In der Vergangenheit lag das Schwergewicht bei den spastisch gelähmten Kindern eben immer auf dem Bewegungsapparat. Petö, Vojta, Bobath haben sich darum gekümmert, aber spezielle Sprachtherapien gibt es scheinbar nicht. Jedenfalls habe ich noch nie etwas davon gehört oder es jemals von einem Arzt vorgeschlagen bekommen. Die Frage ist, ob sich so ein Training dann lohnen würde.

Wenn bei Deinem Sohn die Wortfindung das Problem ist, dann dürfte ihm aber ein Talker auch nicht viel helfen. Oder könnte er das gesuchte Wort dann einfach schreiben?

Bei meiner Tochter hängt die Aussprache auch stark von der Tagesform ab. Wenn sie ganz entspannt ist oder sie nur einfache Sachen zu täglichen Verrichtungen sagen möchte, oder auch etwas vorliest, dann ist sie gut zu verstehen. Sobald sie emotional involviert ist (und das ist man ja immer, wenn man was erzählen will) geht gar nichts mehr. Aber das kann ich mir gut aus der Art ihrer Hirnschädigung erklären, weil bei ihr vor allem die Basalganglien gestört sind.

Das es KB-Lehrer gibt, die immer noch denken, dass Stottern auf psychischen Stress zurückzuführen ist, wundert mich sehr. Bei uns bekommen die Lehrer alle von den Logopäden erklärt, wie man mit stotternden Kindern im Allgemeinen und mit dem einzelnen Kind im Besonderen umgehen soll. Vielleicht solltest Du einmal anregen, dass die nächste Fortbildungsmaßnahme der Lehrer sich mit diesem Problem beschäftigen sollte?

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Liebe Grüße
Karin mit Tochter (16, Leigh-Syndrom, Komplex-1-Defekt, dystone Bewegungsstörung)
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BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo karin_b,
Mich Ärgert es halt vor allem weil sie mehrere Gespräche mit der Logopädin hatte die ihr erklärte das es nicht daran liegt!Aber die Denken immer nur Alleinerziehend 3 besondere Kinder also muß es daran liegen Evil or Very Mad Ich könnt sie manchmal.Aber nun ja egal.Krankengymnastik haben wir lange gehabt.Jetzt in der Schule heist es Bewegungsförderung.Das Sprechen wierd regelmäßig schlechter wenn er irgenwo anderst grad vorwärts kommt.Aber eben oft auch so.Ok-Danke kenne mich mit den Geräten nicht wirklich aus.Aber das währ absolut ungeeignet.Da er weder gut Lesen noch schreiben kann bzw, es ihm sehr schwer fällt.Ich bräuchte was wo für ihn redet.Am besten Bild Symptome oder sowas.
Kennt da jemand was???
Danke Karin für deine Hilfe
Gruß Sabine
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karin_b
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BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

auf dieser Seite findest Du eine Übersicht über fast alle bekannten Kommunikationshilfen. Sie werden alle genau beschrieben. Sicher ist da auch irgendetwas dabei, was für Euch in Frage kommt.

http://www.barrierefrei-kommunizier.....en.de/datenbank/index.php

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chrissi
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BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Sabine,

unser Junior stottert auch. Wir haben in der Reha den Tipp bekommen autogenes Training bzw. Kinder-Joga zu versuchen - neben der Logo.

Inzwischen haben wir mit autogenem Training begonnen und das Stottern ist wirklich etwas besser geworden. Vielleicht wär das eine Idee für deinen Sohn?

Auch therapeutisches Reiten soll gut sein, aber da fehlen mir zur Zeit die Erfahrungen um Genaueres zu berichten.

Liebe Grüße
Chrissi

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FabianÖ
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BeitragVerfasst am: 08.01.2009, 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

karin_b hat folgendes geschrieben:


M.E. ist es aber doch sehr wahrscheinlich, dass die Cerebralparese die Ursache auch für die Sprachstörungen ist. Ich kenne eigentlich kein einziges Kind mit Cerebralparese und auch keine Spastiker, die ganz normal sprechen. Das ist ja auch direkt einleuchtend. Wenn Kinder ihren Beinen und Armen nicht die richtigen Befehle übermitteln können, warum soll das bei der Zunge und der Atmung anders sein? Es sind eben auch Fehler in der Steuerung, die sich nur bis zu einem gewissen Grad verbessern lassen. Manche Spastiker lernen durch intensives Training durchaus Laufen und gezielte Greifbewegungen, aber richtig elegant wird es nie.


Hallo,
es ist bei einer Cerebralparese nicht zwingend auch die Zunge, Atmung etc. involviert und daher gibt es durchaus genug CP-Betroffene ohne Sprachstörungen.
Gruß

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10/88 - Tetraparese
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karin_b
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BeitragVerfasst am: 08.01.2009, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fabian,

das mag sein - umso besser für die Betroffenen. Aber wenn ein Kind mit Cerebralparese Sprachstörungen hat, dann würde ich als KB-Lehrer doch zunächst die Cerebralparese als Ursache betrachten, anstatt zu sagen: "Da es Leute mit Cerebralparese gibt, die normal sprechen, gehe ich davon aus, dass die Sprachstörungen psychische Ursachen hat - vermutlich Stress im Elternhaus" Rolling Eyes

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Liebe Grüße
Karin mit Tochter (16, Leigh-Syndrom, Komplex-1-Defekt, dystone Bewegungsstörung)
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Meltem
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BeitragVerfasst am: 08.01.2009, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mein Neffe hat auch Jahre lang gestottert manchmal ganz schlimm manchmal weniger. Je nachdem wieviel Stress er gerade hatte. Er hat dann eine Therape bei http://www.delferro.nl/;lang=44 gemacht. Seit dem stottert er kein bißchen, er war auch ständig bei logopädischer Behandlung bis die dann mal gesagt haben, wir können nichts mehr machen. Ich habe die Internetadresse wenn ihr wollt, könnt ihr euch mal die Seite anschauen. Ich selber habe das bei Günther Jauch Stern TV gesehen und habe meinen Neffen dazu animiert dahin zu gehen.

Ich hoffe das hilft euch bißchen weiter.

Liebe Grüße

Meltem
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