Hallo, ich habe dieses Forum bisher mit viel Interesse verfolgt. Jetzt möchte ich aber, obwohl hier schon einiges über die Konduktive Förderung (Petö) geschrieben wurde, selbst noch ein bisschen mehr (es ist SEHR lang geworden...) darüber schreiben. Ich selbst bin Konduktorin.
Konduktive Förderung ist ein ganzheitliches und dementsprechend komplexes Fördersystem (keine Therapie, keine bestimmte einzelne Methode oder ähnliches!). Die Konduktive Förderung wurde von dem ungarischen Arzt und Pädagogen Dr. Andras Petö in den 40er Jahren für Kinder und Erwachsene mit neurologischen Funktionsstörungen entwickelt, das heisst also insbesondere für Kinder mit Cerebralparese (Spastik, Athetose, Ataxie), Spina Bifida etc. und für Erwachsene mit Multiple Sklerosis, Schlaganfall, Parkinson und Hirnverletzungen. Motorische Probleme können dabei natürlich auch oft mit Problemen in zahlreichen anderen Bereichen wie z.B. den kognitiven, visuellen Fähigkeiten, der Wahrnehmung, der Sprache, Epilepsie etc. Verbunden sein. Konduktive Förderung ist hierbei oft, wenn auch nicht immer, möglich.
Es gibt generell keine starre Regel, wer von diesem Fördersystem profitieren kann und wer nicht - es muss jeweils individuell entschieden werden! Das geschieht meist in den Voruntersuchungen, die vom Konduktor durchgeführt werden, oder aber im Zweifelsfall nach einer Art Probezeit, um zu sehen, ob das Kind in der angebotenen Gruppe von der Förderung profitieren kann. Leider scheinen aber oft wichtige Entscheidungskritierien für die Möglichkeit an einer Teilnahme an der Konduktiven Förderung momentan noch eher im pragmatischen Bereich zu liegen - nämlich, ob die Familie ein Konduktives Förderzentrum in der Nähe hat, ob es dort passende Gruppen für das Kind gibt und nicht zuletzt, wie und ob es finanziert wird usw..
In Deutschland wird Konduktive Förderung jetzt seit gut 10 Jahren angeboten und verbreitet sich mehr und mehr. Sie wird zur Zeit vermehrt z.B. auch in SPZ’s, Frühfördereinrichtungen, privaten Reha-Kliniken, Sonderschulen, grösstenteils aber von Elternvereinen angeboten. In den 90ern wurden Eltern betroffener Kinder auf diese Fördermöglichkeit aus Ungarn aufmerksam, die so ganz anders war als vorhandene Förderangebote für ihre Kinder. Trotz der grossen Entfernung, der hohen Kosten etc. setzte dann zunächst ein wahrer sogenannter "Therapietourismus" zum Petö-Institut nach Budapest ein. Konduktive Förderung, die normaler- und idealerweise kontinuierlich gemacht werden sollte, wurden den Familien so wenigstens für einen bestimmten Zeitraum angeboten. In der Folgezeit haben es Elterninitiativen aber geschafft, Konduktoren, und damit auch die Konduktive Förderung nach Deutschland zu holen, um so die entstandene Belastung durch diese „Reisen“ für die gesamte Familie wesentlich reduzieren zu können und Konduktive Förderung so möglichst ihren Kindern kontinuierlich zu ermöglichen. Viele örtliche, deutschlandweite „Fortschritt“-Vereine haben sich zu einem Bundesverband zuammen geschlossen. Unter www.fortschritt-starnberg.de findet man dazu einige Informationen und es ist vielleicht ein guter Startpunkt, um mehr über örtliche Elterngruppen herauszufinden.
Konduktive Förderung sieht in Deutschland, aufgrund von Praktikalitäten, etc. meist so aus, dass Kinder im bestem Fall kontinuierlich, teilweise aber auch blockweise gefördert werden. So gibt es für Kinder bis 3 Jahren Eltern-Kind Gruppen, ab 3 Jahren Kindergarten-Gruppen, dann Schul-Gruppen und auch (aber leider eher noch selten) für Jugendliche und auch Erwachsene.
Die Konduktive Förderung wird von sogenannten Konduktoren durchgeführt, die momentan zumeist noch aus Ungarn kommen, da ein Konduktorenstudium erst seit wenigen Jahren ausser in Ungarn auch in anderen Ländern wie England oder den USA angeboten wird; in Deutschland ist dies leider noch Zukunftsmusik.
Es ist natürlich unmöglich, diese vielschichtige Arbeit in wenigen Worten zu beschreiben, aber eines der wichtigsten Charakteristika der Konduktiven Förderung ist sicherlich, dass es sich nicht, wie oft angenommen, bzw. missverstanden wird, um eine Therapie handelt, sondern um ein Lernsystem. Das heisst, dass die Behinderung, bzw. die neurologische Störung an sich, als Lernhindernis wahrgenommen wird, die vom Kind durch einen Lernprozess überwunden werden kann. Es handelt sich nicht darum - und kann es auch nicht - jemanden zu heilen, sondern dem motorisch behinderten Menschen zu helfen sich als möglichst selbständiger und selbstbewusster Mensch entwickeln zu können (wenn man so will „Hilfe zur Selbsthilfe“ anbieten).
Wenn jetzt einige Eltern denken sollten, (wie es ja innerhalb dieses Forums auch geäussert wurde) – das es für ihr Kind dann wahrscheinlich nichts sein kann, da es vielleicht zu stark geistig behindert ist, so verweise ich noch einmal darauf, dass am Anfang vom Konduktor eine Voruntersuchung stattfindet. Natürlich sollte das Kind in der Lage sein, verbale Aufforderungen oder andere Motivationsreize vom Konduktor verstehen zu können etc. (Spielzeug ansehen oder Geräusche aus einer bestimmte Richtung hören, um motiviert zu werden, z.B. den Kopf zu heben, mit einer Hand danach zu greifen, sich auf den Rücken/Bauch zu drehen, zu krabbeln etc.) Aber - ganz wichtig finde ich in diesem Zusammenhang, dass niemand, auch kein Arzt schon im voraus wissen kann, wie sich ein Kind entwickeln wird. Vielleicht kann man „ein wenig den Rahmen abstecken „, aber selbst da sollte man vorsichtig sein und meiner Meinung nach stets versuchen, im Förderprozess ein Entwicklungspotential zu schaffen und nichts von vornherein unversucht zu lassen. Selbst in meiner bisher eher kurzen Berufspraxis habe ich schon erstaunliche Fortschritte gesehen, die vorher niemand für möglich gehalten hätte.
Und wenn es für ein Kinder das realistische Ziel ist, sich selbständig und sicher in der Schule fortzubewegeun etc., so ist es für ein andere Kind vielleicht, Kopf- und Rumpfkontrolle zu bekommen,um für immer längere Zeit aufrecht sitzend mit anderen zusammen sein zu können etc.
Der Lernprozess in der konduktiven Gruppe wird durch den Konduktoren in vielfältigerweise Weise angeleitet und unterstützt. Es soll dem Kind ermöglicht werden (am Anfang meist mit Hilfe) Erfolg zu haben, wenn es etwas ausprobiert, um so motiviert zu sein, es immer wieder zu versuchen. Man wartet nicht strikt darauf, dass die Kinder bestimmte Entwicklungsstufen erreichen oder erst bestimmte Fähigkeiten können müssen, um in eine bestimmte Richtung weiter fördern zu können. Es wird versucht, immer „einen Schritt weiter zu sein“ und neue Dinge erst mit unserer Hilfe, dann nach und nach mit weniger Hilfe lernen zu können (wie das Kind, das sich schon versucht an Gegenständen hochzuziehen, dies aber noch nicht alleine schafft; mit unserer Hilfe kommt es dann aber dann eventuell schon in den Stand und hat die Erfolge, dementprechend ist es motiviert und fühlt sich sicher; dann wird es dies immer wieder versuchen etc.).
Das gesamte System der Konduktiven Förderung ist so ausgelegt, dass es diese essentielle Motivation und Aktivität im Lernprozess von jedem einzelnen Kind fördert – angefangen bei der Gestaltung der Umgebung, der vom Konduktoren geschaffenen positiven Atmosphäre in der Gruppe, der Strukur während der Förderung etc.. Der Konduktor schaut nicht zuerst darauf, was das Kind alles nicht kann und worin es Schwierigkeiten hat, sondern schaut weiter, wie diese überwunden werden können. Es wird zuallerst darauf geschaut, was das Kind alles kann und welche Stärken es im Lernprozess nutzen kann. Für eine erfolgreiche Förderung benutzen Konduktoren u.a. für die Konduktive Förderung ganz charakteristische Methoden, wie z.B. die konduktive Fazilitation, konduktive Beobachtung und das rhythmische Intendieren, für deren erfolgreiche Anwendung sie 3 bzw. 4 Jahre in einem Studium mit sehr hohem Praxisanteil ausgebildet werden (diese zu beschreiben, würde jetzt wirklich die Länge des Beitrags sprengen), um den Lernprozess des motorisch behinderten Menschen effektiv unterstützen zu können.
In einem typischen, sehr strukturiert und systematisch aufgebauten Ablauf einer konduktiven Gruppe gibt es z.B. sogenannte Liege- Sitz- Stehprogramme etc., in denen bestimmte Bewegungselemente in Form von Aufgaben erlernt werden. Diese können dann sofort in alltagspraktische Verrichtungen wie Toilettentraining, Essen und Trinken, An- und Ausziehen, Spielen etc. (je nach Gruppe altersentsprechende Aktivitäten) angewendet werden. Wichtig hierbei ist es mir aber, hier zu betonen, dass die motorische Entwicklung und Foerderung in der Konduktiven Foerderung zwar sicherlich einen wichtigen Platz einnimmt, da es sich ja schliesslich bei unserem Klientel um motorisch behinderte Menschen handelt. Es ist aber, um ein Lernsystem sein zu koennen, wirklich ganzheitlich umgesetzt worden und bezieht während der gesamten Förderung stets sämtliche Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung mit ein (Kognition, Gefühle, Wahrnehmung, Sozialerfahrung, Kommunikation etc.)!!
Konduktive Förderung ist also ein Lernsystem - und das heisst, dass es Zeit braucht (nicht zu verwechseln mit der irrigen Annahme, dass der Erfolg der Konduktiven Förderung daher rührt, dass man die Kinder hier stundenlang "therapiert"!!). Das Miteinbeziehen der Eltern in diesen Lernprozess, das heisst das spielerische Integrieren von erlernten Elementen in den Alltag zu Hause, das Entwickeln einer positiven, realistischen Erwartungshaltung an das Kind, das Aufbauen einer positiven und aktiven Eltern-Kind Interaktion – eben die Realisierung einer „konduktiven“ Lebenseinstellung ist dabei ein wesentliches Element. Die Eltern sollen keine „Ko-therapeuten“ Rolle einnehmen, sondern Eltern sein und bleiben und darin unterstützt werden!!
So, das ist jetzt tatsächlich sehr lang geworden. Ich weiss, dass es vielleicht etwas sehr theoretisch ausgefallen ist, aber ich wollte mit ein paar „Hintergrundinformationen“ zu diesem Austausch beitragen.
ich bin die jenige, die das Argument mit der geistigen Behinderung weiter gegeben habe. Aber ich wollte nur kurz auf Deinen Absatz hinweisen:
Zitat:
Natürlich sollte das Kind in der Lage sein, verbale Aufforderungen oder andere Motivationsreize vom Konduktor verstehen zu können etc. (Spielzeug ansehen oder Geräusche aus einer bestimmte Richtung hören, um motiviert zu werden, z.B. den Kopf zu heben, mit einer Hand danach zu greifen, sich auf den Rücken/Bauch zu drehen, zu krabbeln etc.)
Ich bin mir halt überhaupt nicht sicher, ob Stella geistig behindert ist und wie gut ihr Sprachverständniss ist. Und da finde ich die Anforderung, auf etwas verbales zu reagieren, schon recht hoch.
Versteh mich nicht falsch, ich bin sehr froh, dass wir den Kurs machen. Aber ich habe mich durch die Aussage, dass die Kinder geistig fit sein müssen (bzw. nur Probleme im räumlichen Denken und in Mathe haben (O-Ton einer Mutter)), schon etwas verunsichert gefühlt. Vor allem, weil man das Geld ja auch anderweitig investieren könnte. Und die Beispielfälle, die in den Internetseiten aufgeführt sind, betreffen ja eine Vielzahl der Kinder im hiesigen Forum nicht.
In diesem Sinne, viele Grüße _________________ Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)
wir liebäugeln ja auch mit Petö (was uns auch Jan-Pauls Frühförderin empfohlen hat) und ich kann für Jan-Paul ganz klar sagen, dass er geistig behindert ist. Er wird weder eine Regelschule besuchen können noch ist es fragwürdig, ob er überhaupt mal in einer Behindertenwerkstatt arbeiten kann. In so einem Fall dann zu behaupten, "diese Kinder sind ja sowieso zu doof und können nichts verstehen", finde ich ziemlich unmöglich und auch den "O-Ton" dieser Mutter, den du wiedergegeben hast, kann ich nicht nachvollziehen. So nach dem Motto: "Mein Kind ist geistig fit und kann Petö machen und Kinder, die geistig keine Intelligenzbestien sind, können das nicht"?! Ich glaube, mit dieser hochmütigen Mutter hätte ich mich schon im Vorfeld angelegt und ihr ein paar passende Dinge zu ihrem Verhalten gesagt. Sicherlich kann sie nicht beurteilen, auf was geistig behinderte Kinder reagieren können und auf was nicht. Bei Jan-Paul zählt z. B. seine hohe Motivationsbereitschaft. Einem geistig "normalen" Kind, das keine Lust hat und nicht mitmacht, wird so ein Petö-Kurs sicher viel weniger bringen als einem geistig behinderten Kind mit hoher Motivationsbereitschaft. Wichtig ist doch, dass Stella Spaß an den Übungen hat und gerne bei der Sache ist.
Lieben Gruß und lass dich durch die Sprüche anderer nicht verunsichern.
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
danke für deinen ausführlichen Bericht.
Wir denken auch immer wieder an die Kinduktive Förderung.
Für Sarah wünschen wir uns mehr Selbstständigkeit im Alltag.
Kennst du eine Kureinrichtung, in der Petö angeboten wird?
Viele Grüße
Beate _________________ Sarah *02.96 Lissenzephalie Typ I (läuft leider nicht mehr - spricht ca. 40 Worte - schwere Wahrnehmungsstörungen - globale Entwicklungsstörungen - resistente Epilepsie(inzw. fast anfallsfrei - Ataxien)
Sie ist glücklich und hat viel Spaß!
Hallo Sabine!
Gut, dass Du Deine Bedenken geschrieben hast, so dass ich diese jetzt vielleicht aufloesen kann!
Ich hatte die "verbale Aufforderungen" extra erwaehnt, da in der Konduktiven Foerderung natuerlich auch viel darueber laeuft.
Aber ganz wichtig ist eben der Zusatz " oder durch andere Motivationsreize"!! Die muessen vom Konduktor natuerlich individuell eingesetzt werden und auf das Kind abgestimmt sein - je nachdem was das jeweilige Kind benoetigt, um motiviert zu werden etc.! Ich hatte versucht, dies durch die wenigen Beispiele am Ende des Satzes etwas verdeutlichen zu koennen - wir versuchen, dem Kind etwas "anzubieten", woran es auch selbst Interesse hat, bzw. dieses entwickeln kann.
Aus dem, was Du bisher geschrieben hattest hoert es sich schon so an, dass Stella mit Spass bei der Sache ist und dass Sie den Eindruck haben, dass Stella von dieser Foerderung profitieren kann. Ich kann mir dann gut vorstellen, wie sehr ein solcher Kommentar - und auch noch von einer anderen Mutter! - wuetend machen kann (mal abgesehen davon, dass er vollkommen falsch ist), oder auch verunsichern. Aber ich denke, Du, als die Mutter von Stella siehst selbst was und ob ihr etwas gut tut und sie weiter bringt - und das ist es doch was zaehlt!
Und zusaetzlich noch - ganz speziell auf die Gruppe von Stella bezogen, so hoert es sich zudem so an, dass hier auch sehr viel aeltere Kinder mit in der Gruppe sind und es keine Eltern-Kind Gruppe ist. Dementsprechend wird hier wahrscheinlich schon eine ganz andere Sprache fuer die Aufgaben benutzt. Mit solchen sogenannten "Intendierungen" wie z.B. "Ich stelle meine Fuesse flach" etc. wird normalerweise in einer Eltern-Kind Gruppe - und dementsprechend mit Kindern unter 4 Jahren- in dieser Form auch noch gar nicht gearbeitet. Aber wie Du geschrieben hast, bist Du in der Gruppe ja mit ihr zusammen da und kannst so Stella auch unterstuetzen.
Ich hoffe, dass dies zur Klaerung beitragen kann!! Falls Fragen da sind einfach her damit
Ganz viel Spass und Energie wuensche ich auf jeden Fall fuer den Block!!
Raphaela
schön, dass du die Sache mit dem geistigen Fit- bzw. Nicht-Fit-sein klargestellt hast.
Ich hoffe, dass Sabine nun ohne Bedenken den Kurs mit viel Elan und Energie mit Stella weitermachen kann.
Lieben Gruß,
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
na ja so schnell lasse ich mich nicht frustrieren. Zwar wäre eine Mutter-Kind-Gruppe sicher noch besser, aber da sind keine großen Jungs, die man anhimmeln kann;-))
Für die Gruppenbesetzung kann der Verein sicher nichts. Mich wundert etwas, dass es im Umkreis von Heidelberg (und fast alle Eltern fahren morgens 45 Minuten) nicht noch mehr behinderte Kinder unter 3 gibt. Kann ja fast nicht sein.
Aber es gibt einen ersten Erfolg. Stella zieht sich im Bett zum Stand hoch. Ich wollte es ja nicht glauben, als die eine Konduktorin am Montag meinte, dass Stella in drei Tagen steht. Am vergangenen Wochenend knickten noch die Beine weg.
Und was ich sensationell finde, dass Stella drei Stunden (bis auf ein Kurznickerchen um 10.30) die ganze Zeit aufmerksam ist. Sie krabbelt zwar mal weg, aber sie genießt die Show;-)) Und diese längere Aufmerksamkeitsspanne hält sich auch am nachmittag.
Ihr merkt, ich bin schwer begeistert.
Viele Grüße _________________ Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)
das hört sich doch alles super an!! Sicher werden sich bald noch mehr Erfolge einstellen.
Bald läuft Stella dir bestimmt davon .
Dein Bericht hat mich auch darin bestärkt, dass Petö auch etwas für Jan-Paul sein könnte.
Lieben Gruß und weiterhin so viel Erfolg wie bisher,
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Beate - Persoenlich kenne ich keine Kureinrichtung, die Konduktive Foerderung anbietet. Ich habe aber mal ein bisschen im Internet gesucht und dabei auf Anhieb erst mal 2 Einrichtungen gefunden, die Petoe in ihr Programm mit aufgenommen haben.
Da ist zum einen die Klinik Schwabenland (www.kur.org/muetter/kliniken/schwala) und zum anderen die Klinik Hohenstuecken, die in dem Beitrag Anfang Juni von tea (Forum: Finanzen etc, Thema: Kur...) ja generell positiv beurteilt wurde.
Ich habe aber keine Ahnung, wie die Konduktive Foerderung dort organisiert ist und wie viele Konduktoren dort beschaeftigt sind.
Unter http://www.baerchen-jannik.de/homepage/hohenst.htm haben andere Eltern ihre positiven Erfahrungen in Hohenstuecken beschrieben.
Ansonsten werde ich mal bei Kollegen nachfragen, ob sie etwas Naeheres wissen. Da bei uns momentan gerade alle im Urlaub sind/in den Urlaub gehen (morgen ist erst mal fuer mich fuer die naechsten 3 Wochen der letzte Arbeitstag ), kann das erst noch ein bisschen dauern...
Sabine und Stella - Das hoert sich ja grossartig an!! Der Erfolg gibt Dir recht und vielleicht bringt ihr 2 ja die andere Mutter noch dazu, doch noch umzudenken!!
Das ist prima, dass es Stella in der Gruppe so gut gefaellt und sie Jungs zum Anhimmeln gefunden hat! Das zeigt mir auf jeden Fall auch, wie sehr Stella sich fuer ihre Umgebung interessiert und das sie viel wahrnimmt etc..
Fuer die Gruppensituation (Alterszusammensetzung) kann der Verein sicher nichts! Das ist wohl, wie so oft, einfach die Folge der Situation, wie ich sie in meinem ersten Beitrag schon angesprochen habe - Finanzierung, Bekanntheitsgrad der Konduktiven Foerderung etc.. Kinder, die davon profitieren koennten, gaebe es, wie ueberall, genuegend...
Sabine - Mir war es wichtig, dieses Missverstaendnis zu klaeren, da ich ja mit meinem Info-Beitrag mehr Klarheit schaffen wollte!
Ich habe noch ein Anliegen an Dich. Ich habe mir Euren "Knautschi" fuer Jan-Paul angeschaut und bin sehr begeistert von der Idee, so einen Sack selbst machen zu koennen. Fuer das Schnittmuster waere ich Dir sehr dankbar. Vielleicht kannst Du es mir per mail zuschicken? Da kann ich dann bestimmt die Groesse beliebig variieren? Vielen Dank!
Hallo in die Runde!
Klasse, dass wir jetzt eine Konduktorin dabei haben, die die Methode natürlich wesentlich fundierter erkären kann, als wir Eltern. Wie ich schon schrieb, ist derzeit Hohenstücken in Brandenburg als Petö-Kur hoch im Kurs. Einige unserer Vereins-Eltern sind dort gewesen und waren sehr zufrieden. Bei steigender Nachfrage ist es wohl etwas schwierig dort einen Platz zu bekommen. Bis vor zwei Jahren wurde Petö in einer Rehaklinik in Unterleinleitner angeboten, so dass sich das Angebot verteilte. Leider wurde sie zugemacht. Zu der Kostenübernahme möchte ich auch noch etwas sagen: Seit drei Jahren warten wir auf einen Beschluss vom Bundesgesundheitsausschuss, dass Petö von den Krankenkassen übernommen wird. Wir können aber inzwischen Erfolgsmeldungen zur Kostenübernahme durch die Wiedereingliederungshilfe vom Sozialamt verbuchen. Das ist von Kreis zu Kreis verschieden, aber versuchen sollte man das auf jeden Fall. Weitgehend positive Erfahrungen habe ich bisher mit den Kreisen des Großraumes Düsseldorf und Köln. Und noch etwas ganz Wichtiges: Bitte nicht kirre machen lassen von den Sprüchen und Gerüchten wie ein Kind sein muss. Wir haben geistig behinderte Kinder dabei, Kinder, die nicht sprechen können, usw., usw. Manchmal nehmen wir die Kinder auch für eine Probezeit von ein paar Wochen auf, wenn die Erstuntersuchung eine bedingte Eignung bescheinigt hat, um zu sehen, wie sich das Kind in der Gruppe entwickelt. Ich kann euch da ganz viel Mut machen: Versucht es!!!!!
Liebe Grüße
Signe
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