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Sprachheilkindergarten vs persönliches Budget im RegelkiGa
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Sandra_mit_Rasselbande
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BeitragVerfasst am: 14.12.2008, 11:38    Titel: Sprachheilkindergarten vs persönliches Budget im RegelkiGa Antworten mit Zitat

Ich schrieb ja schon, das ich von dem Sprachheilkindergarten an sich gut angetan bin. Denn mein Sohn geht jetzt in der IGruppe doch unter. Die Gruppe ist zu groß (18 Kinder) die Personelle Besetzung schlecht. Auch die Ausbildung des Personals Rolling Eyes Eben einfach nicht auf den Schwerpunkt Sprache ausgelegt.

Jetzt können wir bald in den Sprachheilkindergarten wechseln.

Das war auch unser Bestreben, die ganze Zeit.

Aber jetzt kommen mir Zweifel, ich versuche mal die Vor und Nachteile aufzuschlüsseln die ich sehe. Vielleicht können ja einige was dazu sagen. Wenn es um das eigenen Kind geht, ist man ja etwas Betriebsblind:


1.) geht es meinem Sohn dort gut? Mit 7 anderen Kindern, die auch Problem mit der Sprache haben? Kein einziges gesundes Kind in der Gruppe? Das fand ich bei der Regelung jetzt gut: Er hat gesunde Kinder. Hier muss er sich anstrengen verstanden zu werden und das hat wahnsinnig viel gebracht! Von unserem ELFRA Bogen mit 3 Wörtern sind wir jetzt schon fast bei einer Sprachexplosion. Wenn zwar verzogen, aber es ist im Vergleich zu vorher richtig gut.

2.) mir passt der Stil nicht, der sich abzeichnet:

a.)Die Kinder MÜSSEN Mittagsschlaf machen. Jeden Tag. 20 Minuten. Finde ich total blöd, wenn ich daran denke, das mein sohn gerne Mittagsschlaf macht, aber dann 2-3 Stunden. Danach soll es gleich mit der Therapie weiter gehen. Ich habe ihn einmal zur Begutachtung beim Sprachheilbeauftragen wecken müssen. Wir brauchten einen neuen Termin morgens. Das ging gar nicht. Er hat nur geschrieen. Und wenn ich dran denke...Ich muss auch erst mal wachwerden.

b.) sie machen so einen überheblichen Eindruck:

Wir basteln hier viel, da muss kein extra Ergo haben und das dulden wir auch nicht

Werscherberg geht GAR NICHT usw.

Auf mich macht es den Eindruck als würden sie sich nicht ins Handwerk fuschen wollen.

3.) Ich habe im laufe der letzen Woche gehört das der Sprachheilkindergarten empfehlungen für Schulformen ausgesprochen hat und das es jetzt verdammt schwer ist, sich dieser Empfehlung zu widersetzen.

Mein Mann ist aus einem Pädagogischen Beruf, mit dem Schwerpunkt Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Das heißt wir sind nicht ganz "unwissend"

Bei dem ersten Kind empfehlen sie das Sprachheilinternat. Die Eltern haben gar nicht mehr die Chace das Kind in die vor Ort ansässige Sprachheilklasse zu bekommen. Vom Regelschulbereich mal ganz abgesehen.

Beim 2 Kind empfehlen sie die Sonderschule. Keine Möglichkeit das Kind in die Sprachheilklasse zu bekommen

beim 3. Kind empfehlen sie die Sprachheilklasse, keine chance mehr das Kind in den Regelbereich zu bekommen.

Erst dachte ich: Ok, das sind die Fachleute, die kennen das Kind, die wissen oft vielelicht auch besser das Kind einzuschätzen als die Eltern.

Aber bei Kind 2 und 3 habe ich es über geschultes Fachpersonal gehört, eine Institution für die auch mein Mann arbeitet. Diese Institution sieht den Sprachheilkindergarten sehr kritisch. Deswegen kommen jetzt bei uns einfach auch kritische Hinterfragungen auf....

vielleicht kann mal jemand etwas Licht in mein wirres Gedankengeflecht brigen.

Vorteil ist für mich klar:

Gut ausgebildetes Personla (so hoffe ich) das sich auf den Schwerpunkt Sprache stützt.

Die Lebenshilfe schlägt vor: kleiner Regelkindergarten (vor Ort) + Integrationshelfer (was schwer wird, da sie auf den I Platz der Gemeinde verweisen werden, den er jetzt in Anspruch nimmt) + persönliches Budget.
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 14.12.2008, 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sara,

ich kann deine Bedenken gut verstehen - aus ähnlichen Gründen haben wir uns vor einiger Zeit gegen einen Schwerhörigenkindergarten entschieden.

Der I-Platz wird ja über die Eingliederungshilfe gemäß §§ 53, 54 SGB XII finanziert. Diese Leistung kann natürlich auch als persönliches Budget ausgeführt werden. Wenn dein Sohn mehr Förderung braucht, als man über den normalen I-Platz leisten kann, so kann man den Umfang der Förderung aufstocken und diese Summe als persönliches Budget gewähren. Dafür kannst du dir dann eine ausgebildete Fachkraft "einkaufen" - musst diese aber wie ein Arbeitgeber entlohnen und hast somit weitere Kosten, die von der Summe des persönlichen Budgets abgedeckt werden müssen. Aber grundsätzlich ist das, was du dir überlegt hast, machbar.

Hier gibt es die Möglichkeit, den Umfang der Förderung im Rahmen des I-Platzes bei entsprechendem Bedarf aufzustocken - von einem A-Status (25 % der Arbeitszeit einer I-Erzieherin) auf einen B-Status (50 %). Von dieser Förderung kann der Kindergarten eine Teilzeit-Fachkraft extra für das Kind einstellen. Vielleicht gibt es bei euch auch eine ähnliche Möglichkeit?

Viele Grüße Kaja
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chrissi
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BeitragVerfasst am: 14.12.2008, 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Sara,

dann will ich hier auch mal ....

Deine Bedenken mit der Kleingruppe im Sprachheilkiga kann ich unterstreichen.

Der "Stil", der bereits im Vorfeld geäußert wird, kommt mir irgendwie schwer bekannt vor. Schreib doch bitte mal per PN um welchen KiGa es sich da handelt.
Eventuell könnte ich dir da weiterhelfen.

Die Schulempfehlungen werden so ausgesprochen, dass ist richtig. Ob diese immer zutreffend sind? Es stimmt, dass die Eltern in diesem Punkt "belehrt" werden, um eine gemeinsame Entscheidung geht es dabei weniger: d. h. unsere Erfahrung, die Empfehlung des SPZ usw. zählte alles nicht. Uns wurde z. B. u. a. eine Schule empfohlen, die der Sprachheilkiga nicht mal kannte, aber sie wußten, dass es sie gibt. Huch! habe ich gedacht, was soll das nun?

Es gibt 1 - 2 Stunden Logo/Woche für jedes Kind. In der Gruppe wurde öfter etwas für die Mundmotorik gemacht. Nach meinen Erfahrungen würde ich die Mundmotorikübungen nach Anweisung einer Logo zu Hause machen.

UND noch etwas, wie in anderen Kigas gibt es dort kein "Schulprojekt", d. h. die obligatorischen Vorschulübungen fehlen und die Kids haben dort nicht die Chance zu lernen, sich in einer altersgleichen Gruppe durchzusetzen.

Sorry, ich klinge wie ein dickes "NEIN".

Viele Grüße
Chrissi

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Sabinemami
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BeitragVerfasst am: 14.12.2008, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin gerade total entsetzt Sad Sad

Mein Sohn geht gerade das dritte Jahr in einen Sprachheilkindergarten und das ist des Beste, was uns je passiert ist. Very Happy

Es gibt wohl unter allen Einrichtungen schwarze Schafe. Sad

Wir werden dort in allen Belangen unterstützt. Very Happy
Wir haben auch 1x wöchentlich zusätzlich Ergo.
Auch bei der Beantragung für die Reha in Werscherberg gab es nur positiven Austausch.
Bei uns steht gerade das Thema Schulwahl an. Ich hatte gerade diese Woche ein Einzelgespräch ( 1,5 Stunden !!! ), wo mir die verschiedenen Möglichkeiten speziell für unseren Sohn aufgezeigt wurden.
Uns wurde ganz klar gesagt, dass der Kindergarten und das Schulamt etc. Empfehlungen für die Schulwahl ausgeben , aber das letzte Wort haben die Eltern !!!!!!
Wir werden uns in den nächsten Wochen die in Frage kommenden Schule anschauen, um in aller Ruhe eine Entscheidung treffen zu können.

Auch für die bevorstehende Reha in Werscherberg bekomme ich jetzt im Januar die aktuellen Bericht des Kindergartens mit.

Man kann echt sagen, das wir dort immer toll beraten werden aber in keinem Fall bevormundet.

Es gibt also auch andere Sprachheilkindergärten als oben beschrieben.

Sabine

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Söhne Fabian 08/99 gesund, Raphael 03/02 expressive und rezeptive Sprachentwicklungsverzögerung,Dyslasie, Dysgrammatismus, allgemeine Entwicklungsverzögerung, motorische Defizite, Atypischer Autismus
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Sandra_mit_Rasselbande
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BeitragVerfasst am: 15.12.2008, 07:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, so wie der Wind dort weht, werden wir meinen Sohn dort nicht hinschicken. Da die Zeit etwas rennt, haben wir jetzt einen Termin zu einer Beratung bezüglich des persönlichen Budgets angeleihert. Denn das scheint mir eine sehr gute Regelung. So könnte er in einen RegelKiga gehen (wie gesagt, sehr klein), oder im I KiGa bleiben und wir kaufen einfach das was er braucht dazu. So wäre es einfach mehr Bedarfsorientiert. Mal sehen ob es so einfach geht wie ich es mir vorstelle Wink
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Sofie07
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BeitragVerfasst am: 15.12.2008, 07:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sara+3,

die Rchtigkeit des ersten Gefühles sollte man nicht unterschätzen. Wenn Dir die Arbeit dort schon vorher mißfällt, wird das später bestimmt nicht besser.

LG Maggy
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Dani+Feli
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BeitragVerfasst am: 15.12.2008, 12:28    Titel: persönliches Budget? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
kann mir bitte einer erklären, wie ich zu einem persönlichen Budget
komme bei einer vorhandenen integrativen Betreuung im Regelkiga?

Wir möchten eine individuelle Sprachförderung im Kiga mit Gebärden/GUK
durchführen. Oder ein gutes Trampolin im Kiga haben.
Bekommt ein I-Kiga mehr Geld für notwendige Anschaffungen oder muß
die Heilpädagogin alles selber kaufen ?Wer soll die Kosten für einen 2. GUK-Kasten für den Kiga übernehmen?

Dieses persönliche Budget kommt das von der LWL oder BFA oder KK oder Versorgungsamt?
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Liebe Grüße Daniela

_________________
F. global Entwicklungsverzögert, Sprachstörung
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Sandra_mit_Rasselbande
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BeitragVerfasst am: 15.12.2008, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Daniela,

soweit ich weiß, deckt das persönliche Budget nur Therapiekosten, Personalkosten, Heil und Hilfsmittel ab, die man sich dann "kauft" statt sie bezahlt zu bekommen. Man kauft sich also eine Ergotherapie, da wo vorher im Konzept der Einrichtung keine vorgesehen war.

Das PB soll ermöglichen, die Menschen individueller zu fördern.

Soweit wie ich es verstanden habe.

Alle Leistungsträger zahlen was. Also Krankenkasse + RV usw. Jedenfalls wäre das bei uns so. Aber das ist nur mein Quergelesenes Wissen, wir haben erst nächste Woche ienn Beratungstermin. Wink

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Kaja
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BeitragVerfasst am: 15.12.2008, 22:08    Titel: Re: persönliches Budget? Antworten mit Zitat

Hallo Daniela,

Dani+Feli hat folgendes geschrieben:
kann mir bitte einer erklären, wie ich zu einem persönlichen Budget komme bei einer vorhandenen integrativen Betreuung im Regelkiga?

Wir möchten eine individuelle Sprachförderung im Kiga mit Gebärden/GUK
durchführen. Oder ein gutes Trampolin im Kiga haben.
Bekommt ein I-Kiga mehr Geld für notwendige Anschaffungen oder muß
die Heilpädagogin alles selber kaufen ?Wer soll die Kosten für einen 2. GUK-Kasten für den Kiga übernehmen?

Dieses persönliche Budget kommt das von der LWL oder BFA oder KK oder Versorgungsamt?

Im Rahmen des Persönlichen Budgets kann nur ausgeführt werden, was euch an Leistungen der verschiedenen Leistungsträger eh zustehen würde. Ob und in welchem Unfang euch die Leistungen zustehen, entscheiden die Leistungsträger auch beim persönlichen Budget weiterhin selbst. Erleichterungen bringt das Persönliche Budget nur im Rahmen der Ausführung, z. B. wenn euch das Sozialamt im Rahmen der Eingliederungshilfe das Trampolin X genehmigt hätte, ihr aber das Trampolin Y als geeigneter empfindet, könntet ihr euch beim Persönlichen Budget für das Trampolin Y entscheiden.

Leistungsträger können nach § 17 Absatz 2 SGB IX Kranken- und Pflegekassen, Unfallversicherungsträger, Sozialämter bzw. die Rehabilitationsträger nach § 6 SGB IX sein. Wie das Persönliche Budget "gehändelt" wird, kannst du in der Budgetverordnung nachlesen:

http://www.gesetze-im-internet.de/budgetv/index.html

Die Kosten für Hilfsmittel im Kindergarten werden normalerweise aus einem entsprechenden Budget bezahlt, das dem Kindergarten für derartige Dinge zur Verfügung steht. Meist reicht es aber nicht für alle erforderlichen Hilfsmittel aus. Dann kann man versuchen, das Trampolin oder den 2. GUK-Kasten vom Sozialamt im Rahmen der Eingliederungshilfe gemäß §§ 53, 54 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 SGB XII bezahlen zu lassen. Ein persönliches Budget würde in dem von dir geschilderten Sachverhalt wahrscheinlich nur dann sinnvoll sein, wenn ihr für die individuelle Sprachförderung eine Zusatz-Fachkraft finanzieren wollt, der Leistungsträger aber nur einen Pauschalbetrag an den Kindergarten überweisen will, mit dem dann alle behinderungsbedingten Mehraufwendungen abgedeckt sind. Dann würden aber eventuell zusätzliche Maßnahmen jenseits der Anwesenheit der Sprachförderfachkraft ersatzlos wegfallen.

Viele Grüße Kaja
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chrissi
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BeitragVerfasst am: 15.12.2008, 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend,

Sara, mich würde mal das Ergebnis eures Beratungstermins interessieren. Magst du davon berichten?

Viele Grüße
Chrissi

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