Verfasst am: 09.12.2008, 22:07 Titel: Phonologisches Verständnis bzw. -bewußtsein
Hallo Zusammen,
ab und zu spreche ich mit Ben seiner Logopädin auch über Jan. Es war
eigentlich geplant, daß er dort wegen sein Sigmatismus (Lispeln) be-
handelt wird. Ist leider nicht zustandegekommen, weil er frühestens
um 14:00 Uhr dort hätte hinkommen können (in der Praxis hätte er
Freitags einen Termin um 13:00 Uhr bekommen können, haut mit der
Schule nicht hin, bekam unerwartet Förderunterricht in der 5. Stunde
und das geht vor).
Ich sagte, daß Jan V. auf LRS hat, aber keine auditiven Wahrnehmungs-
störungen. Sie meinte, wenn ich im Januar 09 mit ihm zu der anderen
Logopädin gehe, soll ich sie mal auf Jan sein Phonologisches Bewußtsein
bzw. -verständnis angsprechen. Beim Anamesegespräche habe ich
bei der anderen Praxis erwähnt, daß er kein AVWS hat sondern KISS-KIDD-Syndrom.
Mit Phonologischem Verständnis oder bewußtsein kann ich nicht viel
anfangen. Was ist das und kann man das mit einfachen Worten er-
klären?
LG
Andrea _________________ Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
wir arbeiten im Kindergarten nach dem Würzburger Trainigsprogramm. Dieses fördert bei den Kindern das Phonologische Bewußtsein. Das heißt, sie lernen dabei mit Silben, Lauten, Worten umzugehen.
Unter phonologischer Bewusstheit versteht man die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf die formalen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken, z.B. auf den Klang der Wörter beim Reimen, auf Wörter als Teile von Sätzen, auf Silben als Teile von Wörtern und letztendlich vor allem auf die einzelnen Laute der gesprochenen Wörter.
auf das phonologische Bewußtsein wird in letzter Zeit so viel geachtet , weil die Kinder nach diesem Prinzip Lesen und Schreiben erlernen .
In der Schule gibt es sog. Anlauttabellen , die Kinder sehen darauf ein Bildchen z.B.
O(fen) , M(aus) , A(meise) und lernen so eben O wie Ofen ... , dann werden die Buchstaben zusammengezogen bzw. ein Wort kann so buchstabiert werden .
In der Oma ist das O wie Ofen , ein M wie Maus , A wie Ameise . So lernen die meisten Kinder dann recht schnell das Lesen .
Schreiben zwar auch , aber wie , denn auf die Rechtschreibung kommt es da erst mal nicht an . Es gibt Worte die sind Lauttreu , d.h. man schreibt sie genauso wie man sie hört . Tja aber es gibt eben viele Wörter bei denen das nicht der Fall ist , so wird z.B. aus dem Bäcker - der Beka.
Als mein Sohn in die Schule kam sollten dann Rechtschreibfehler erst ab der 2ten Klasse verbessert werden um den Spass am schreiben nicht zu verderben .
Was der totale Schwachsinn ist , weil sich viele Fehler dann einschleichen und auch angewöhnt werden . Lieber geschrieben hat mein Sohn deshalb auch nicht , da er das schreiben an sich nicht mag und als sehr anstrengend empfindet .
Kinder die ein Gefühl für Silben und vers. Laute haben tun sich mit der Methode echt leichter , aber es gibt auch Kinder die damit große Probleme haben . Eine Voraussetzung ist sicher auch das differenzierte hören einzelner Laute.
Bei uns im Kiga ist es auch so ,dass wir bestimmte Sachen aus dem Würzburger Programm mit den Kindern üben . Und es fällt schon auf , dass das phonolg. Bewußts. sehr unterschiedlich ausgebildet ist . Manchmal ist man auch positiv von Kindern überrascht , die in vielen Bereichen Defizite haben , auf diesem Gebiet aber überraschend stark sind.
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen