Hallo Ursula,
danke für deine schnelle Antwort. Eine Idee hätte ich noch: kann es sein, dass der Zahnwechsel beginnt? Du schreibst, dass er etwas mehr als 5 Jahre alt ist. Da wäre ein Zahnwechsel zwar noch recht früh, aber durchaus möglich. I.d.R. brechen vor den bleibenden Schneidezähnen erst einmal ganz hinten die großen Backenzähne durch (auch 6-Jahres-Molaren genannt).
Sicher sind da noch andere Faktoren maßgebend, die das Ganze begünstigen und die auch logopädisch behandelt werden sollten. Auf jeden Fall würde ich neben dem Wortschatzaufbau und GuK auch spielerisch mundmotorische Elemente mit einbauen und natürlich auch Übungen zur Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit.
Liebe Grüße und viel Erfolg
Steffi
hat eure Logo denn nur "nach Castillo Morales" gearbeitet, oder hat sie die richtige Zusatzausbildung? Das ist nämlich durchaus ein Unterschied. Nicht jeder Therapeut kann automatisch alle Störungsbilder gleich gut behandeln (ich selber behandel z.B. kein Stottern), sondern die Meisten spezialisieren sich irgendwann auf bestimmte Bereiche.
Vielleicht wäre es daher eine Möglichkeit, zusätzlich zu der Therapieeinheit Logo (bei der mit GUK etc gearbeitet wird) noch eine bei einer Castillo-Therapeutin zu machen. Setze dich einfach mal mit eurer Logopädin zusammen und besprecht das in Ruhe.
Bekommt euer Sohn eigentlich auch Physio oder Ergo?
Polypen / Rachenmandeln können durchaus vermehrten Speichelfluss verursachen, das könnt ihr beim Kinderarzt oder beim HNO abklären lassen.
Da ich selber viele (mehrfach)behinderte Patienten habe, kann ich aus Erfahrung sagen, dass die Kinder mit Hypotonie immer Phasen haben, in denen der Speichelfluss auch wieder stärker werden kann.
Das ist zum Einen abhängig vom Gesamtkörpertonus, der ja auch Rumpf-, Kopfkontrolle und Mundschluss beeinflusst, zum Anderen spielt die orale Sensibilität bzw. die gesamte sensorische Wahrnehmung eine Rolle. Denn dass in den Mund stecken und kauen auf Gegenständen bedeutet oft auch einfach, dass das Kind sich Reize sucht.
es ist jetzt schon eine Weile her, das ich mich gemeldet habe.
Mittlerweile gehen wir den Weg, daß wir unseren Sohn immer wieder daran erinnern zu schlucken. Er kann schlucken, vergißt es aber immer wieder, besonders dann, wenn er sehr konzentriert ist. Wenn man ihn daran erinnert, schluckt er auch wieder. Das hat die Situation etwas verbessert, das Problem aber noch nicht beseitigt.
Die Zähne scheinen nicht am Sabbern Schuld zu sein. Man kann nichts im Mundbereich erkennen.
Er erhält einmal die Woche Krankengymnastik und einmal Logo.
Sein Sprachverständnis ist sehr gut. Er versteht fast alles. Er kann auch z.B. Farben unterscheiden. Leider spricht er aktiv außer da, da und ja, ja noch weiterhin kein einziges Wort. Ich habe mir überlegt, ob man mit ihm Sprechübungen machen könnte. Vlt. hilft das etwas. Er ist schon recht stark hypoton, auch im Mundbereich.
Was meint Ihr dazu?
Viele Grüße,
Ursula _________________ Eric, (März 2005), stark hypoton, verbale Dyspraxie, global entwicklungsverzögert, ohne Diagnose. Laufen, seit Juni 09, spricht 78 Wörter, kann seit Karfreitag 12 mit einer Schere umgehen.
Hallo Ursula,
du könntest deine Logopädin mal fragen, ob sie TAKTKIN kennt. Diese Methode eignet sich recht gut, um den Kindern eine Idee zu vermitteln was die Sprechwerkzeuge tun müssen, um einen bestimmten Laut zu produzieren. So lassen sich erste Laute auch bei behinderten Kindern ganz gut anbahnen.
Gruß Steffi _________________ "Die Stärken stärken schwächt die Schwächen"
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