Ich bin neu hier: Ich heiße Martina, bin 35 Jahre alt und habe zwei Töchter im Alter von fast 6 Jahren und wegen ein paar Tagen 2 Jahre.
Nachdem ich in diesem Forum oft genug als Besucher war, ist es mir ein Anliegen auch meine Geschichte zu schreiben.
Meine große Tochter Carina hat die größten Sprachprobleme.
Sie fing sehr spät erst zu sprechen an, da nur wenige Wörter. Die Kinderärztin vertröstete mich, das wird schon noch.
Wir stellten dann mit knapp 4 Jahren erst fest, daß Carina einen bis zu 20% Hörverlust durch Polypen hatte.
Wir ließen die entfernen, aber es besserte sich nicht viel.
Sie sprach sehr undeutlich, fast jeden Laut falsch (Diagnose Dyslalie), sowie keinerlei Grammatik.
Wir begannen dann mit Frühförderung, die kam ins Haus, Zeitweilig fuhren wir ins HPZ, weil wir hofften, das bringe mehr.
Nach ca. 11/2 Jahren Frühförderung hatte sich das noch nicht sehr viel gebessert, dann fingen wir mit Logopädie an. Zwischendrin immer wieder Untersuchungen in verschiedenen Einrichtungen.
Bei der Logopädin hat sich dann viel getan, innerhalb 3O Einheiten hat sie alle Laute beherrscht und man hat sie verstanden.
Die Grammatik war allerdings immer noch unter aller Sau, sie hat dir drei Wörter hingesetzt, und du mußtest sie verstehen. Wenn du ihr das Gefühl gegeben hast, du verstehst sie nicht ist sie böse geworden.
Wir waren total verzweifelt, weil sie nicht einen einzigen richtigen Satz sagen konnte.
Dazwischen waren wir beim Phoniater, der stellte fest, Carina hat eine auditive Wahrnehmungsschwäche.
Da ich mich schon zwei Jahre mit der Tomatis-Therapie beschäftigt habe, ließ mich dieser Gedanke nicht mehr los.
Ich machte einen Termin für einen Horchtest (im April) aus, und buchte die Therapie dann für Juni. Wir sind jetzt seit fünf Wochen wieder zuhause und ich muß sagen, das WUNDER ist geschehen.
Sie spricht in Sätzen, und das relativ gut. Es ist natürlich noch nicht perfekt jeder Satz richtig, aber es ist ein Sprung von O auf 100.
In vier Wochen fahren wir das zweite Mal nach Belgien und wir hoffen, daß wieder ein Sprung geschafft wird, natürlich auch mit weiterer Hilfe von der Logopädin und ab September ein neuer Kindergarten(SVE).
Für heute,glaube ich, langt es und ich hoffe vielleicht kann ich mit meinen Erfahrungen auch helfen.
Viele Grüße
Martina
hallo Martina !
Erstmal heiße ich dich hier willkommen, obwohl ich selber absoluter Neuling bin.
Da mein Sohn zum Teil ähnliche Probleme hatte, würde mich schon interessieren, was diese Tomatis-Therapie ist. Kannst du das ein bißchen beschreiben ?
Liebe Grüße,
Claudia
Bei der Tomatis-Therapie müssen die Kinder am Tag 3mal 1,5 Stunden über einen Kopfhörer eine für jedes Kind spezielle Mischung aus Mozart,gregorianischen Chorälen und der Mutterstimme filtrierte "Musik" hören.
Das erste Mal 12 Tage lang, dann jeweils 4-5 Tage nach ca. 10-14 Wochen.
Ich bin eigentlich nicht der Typ für alternative Heilmethoden und ähnliches, aber ich war überzeugt davon, daß das für meine Tochter was sein konnte.
Es soll damit die Zeit hauptsächlich in der Schwangerschaft nachvollzogen werden, die aus irgend einem Grunde gestört war. Bei mir war das zwar nicht der Fall, da meine Tochter aber einfach die Hörerlebnisse fehlten, überzeugte mich dies.
Schau einfach mal nach bei tomatis-Therapie oder Tomatis-Hörkur über Google und du kannst die fachlich bestimmt besseren Erläuterungen lesen.
herzlich willkommen im Forum. Ich freue mich sehr über deinen positiven Bericht bezüglich der Tomatis Therapie in Belgien. Wir fahren im September zum ersten Mal dahin, und ich bin sehr gespannt wie es wird.
Meine Tochter wird im September 4, sie spricht seit ca. 6 Monaten, ihr Wortschatz und die Grammatik sind in Ordnung, nur an der Aussprache hapert es (ebenfalls Dyslalie, aber ihre Polypen sind in Ordnung).
Also ich würde mich freuen, wenn du noch mehr über Belgien schreibst. Wie hat deine Tochter 3x1,5 Stunden die Kopfhörer ertragen, meine grösste Sorge ist, dass meine Tochter den Kopfhörer nicht toleriert. Sie hat Wahrnehmungsstörungen, auch im taktilen Bereich, sie mag nicht (kann nicht ertragen) von Fremden angefasst zu werden, und sie lässt auch ziemlich wenig mit sich machen. Aber ich will mal positiv denken, und hoffe das Beste. Es gibt ja dort auch Nachttraining (wenn doch hart auf hart kommen sollte).
Viele Grüsse aus Budapest
Andrea _________________ Andrea mit Lena (12.09.01) aus Ungarn. muskul. Hypotonie, Entwicklungs- und Sprachverzögerung, Wahrnehmungsstörung
Hmmh, das klingt als würdest Du meinen Julian beschreiben.
Er beherrschte schon früh alle Laute, aber wenn's darum ging, sie in Worte zu packen, kam nichts mehr. Gerade mit der Grammatik ist es ebenso wie bei Carina! Wörter werden wahllos aneinander gereiht, manchmal besser, manchmal total schnodderig.
Ich werde mich mal in die von dir beschriebene Therapie einlesen, von der ich bislang noch nichts gehört habe. Und was ist ein Phoniater? *neugierigbin*
Liebe Grüße
Sabine _________________ Julian *4/99, sprachverzögert ohne eindeutige Diagnose; Bastian 5/95 alles ok
Hallo auch von uns
was kostet so eine Therapie?
mein Sohn ist auch Sprachbehindert und hat Auditive Verarbeitungs Störungen! _________________ Heike mit Stephan (10´97 Klinefelter Syndrom, universelle Dyslalie, auditive Wahrnehmungspobleme, Allergien, ein Hyperreagibles Bronchalsystem und ein toller Bursche) und dem Rest der Bande
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