Verfasst am: 04.08.2005, 10:47 Titel: Wie kämpfe ich um Hilfsmittel?
Hallo an alle,
habe derzeit sehr viel Stress mit unserer AOK. Da jannik ab 11.08 05 in den KIGA geht habe ich eine Zweitversorgung beantragt. Diese ist ohne Kommentar einfah abgelehnt worden. Nach telefonischer Rücksprache sagte man mir dass es per Gesetz soetwas nicht gäbe und der MA hatte keine Lust sich meine Sorgen anzuhören, denn es gibt keine Zweitversorgung punkt aus.
Danach habe ich bei der Beschwerdestelle angerufen, eine sehr nette Frau hat sich bemüht und zurückgerufen, dass es eine Zweitversorgung nicht gibt. Sie hat auch mit "höheren" Mitarbeiter gesprochen, alles umsonst.
Aber, ich gebe ja nicht auf. Wir haben einen Thearpiestuhl ( Hochstuhl) , einen Rollator und einen Rehabuggy.
Den Rollator und den Therapiestuhl kann man nicht klappen so dass diese Transportierbar wären, aber das interessiert keinen bei der AOK, das ich im 1 OG wohne und diese Sachen dann 4x täglich rauf und runter tragen müsste und mit den Rücken zerstöre interressiert auch keinen bei der
AOK.
Die Hilfsmitte im KIGA lassen? Nein, das mommt nicht in Frage die brauche ich auch zuhause um Jannik mal aus der Hand zu bekommen da er ja alleine nichts kann.
Ohne Hilfsmittel in den Kiga? Nein, Jannik würde den ganzen Tag weinen, weil er lieber alles alleine will und dies nunmal nur mit Hilfsmitteln möglich ist.
Also nun meine Frage, Wie kämpfe ich nun weiter. An wen kann ich mich wenden? Und wo steht das im Gesetz das es keine Zweitversorgung gibt, ich konnte es dort nirgends finden.
das steht in der hilfsmittelverordnung drin (HMV) dort ist eine doppelversorgung/zweitvesorgung leider ganz ausdrücklich als kann-leistung und nicht als pflichtleistung aufgelistet.
du kannst also nur auf kulanz hoffen, einen rechtlichen anspruch auf die zweitversorgung gibt es nicht. dieses bedeutet also, das die kk einen eigenen ermessensspielraum hat. wenn die nun also abgelehnt haben, kannst du nur auf die ermessensfehler hoffen, wie z.b. keine oder logisch falsche begründungen der kk. du müsstest dann, wenn dir sowas von der kk schriftlich vorliegt, eine blausible begründung einfallen lassen, aber dennoch kann euer sachbearbeiter sich gegen eine zweitversorgung aussprechen.irgentwo hier im forum habe ich mal den ausdruck "höfliche penetranz" gelesen, ich befürchte, das ist deine einzige möglichkeit.
so ganz ohne papierkrieg wird es halt wohl nicht gehen, bleib nur besser höflich, da du ja nun was möchtest, was die gar nicht müssen.
gruß jessie _________________ "wir können die kinder nach unserem sinne nicht formen. so wie gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben, sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren." (j.w. von Goethe)
wir hatten vor zwei Jahren ungefähr das gleiche Problem.
Die AOK wollte uns auch keine zweitverordnung für einen Therapiestuhl genehmigen.
Wir bekammen eine Ablehnung.
Die wurde begründet das wir den Therapiestuhl jeden Tag transportieren sollten.
Wir haben Widerspruch eingelegt und auch die Sozialarbeiterin im SPZ hat für die AOK eine Begründung geschrieben nach nicht mal einer Woche hatten wir dann die Zusage für den zweiten Therapiestuhl für den Kindergarten.
Verfasst am: 04.08.2005, 14:15 Titel: Übernahme der Zweitversorgung
Hallo,
bei uns hat die Krankenkasse die Sachen eigentlich gleich genehmigt, hat sich allerdings nur um den Rehabuggy gedreht. Alles andere haben wir zuhause und schicken es auch nicht mit. Ich würde schriftlich Widerspruch einlegen, notfalls auch mehrmals, haben wir wegen anderen Sachen auch schon machen müssen.
Grüße Heidi _________________ Mama H., Tim 03/01, Zustand nach Ertrinkungsunfall (12/02), L. und N. gesund und Papa K.
Hallo
Bei uns war es damals so,im Kiga das wir auch eine 2. Sitzschale brauchten.Wir bekamen dies ohne großes murren,denn beim Antrag hieß es zweitversorgung zwecks kindergartenbesuch.Ist also alles Kulanzsache.Ich habe gesagt ich kann ja Tina nicht im Buggy lassen sie müßte eine Sitzschale da haben denn sie muß ja auch vernünftig versorgt werden ,was mann im buggy nicht so kann.und tägl mitschleppen ging nicht bei uns,da wir damals nur ein kl skoda hatten,wo grade mal der buggy reinpaßte.
Den Rollator kannste auch nicht mit nehmen,klar versuche den das mal zu erklären ,vieleicht lenken se doch ein.
Gruß Marita _________________ Marita(39)mit Tina 8.4.94 Frühk.Hirnschädigung mit CP,MC,Spastik,Epelepsie,rechts konvexe Kyphoskoliose,Sehb.(leichte)Störung der Blutg.Coxalgie,Hüftdysplasie Unsere Vorstellung Mein Album
bei uns ist ein zweiter Therapiestuhl auch erst mal abgelehnt worden(nach Widerspruch haben wir ihn jetzt aber bekommen). Laßt euch von der AOK einen rechtsmittelfähigen Bescheid schicken, damit ihr gegen die Ablehnung Widerspruch einlegen könnt. Wir mußten noch ein Schreiben vom Kinderarzt und vom Sanitätshaus nachreichen, das zum einem kein normaler Stuhl für Lennart umgebaut werden kann und er zum anderen auf den Stuhl angewiesen ist um im Kindergarten integrativ betreut zu werden.
Ganz wichtig: Nicht aufgeben!
Liebe Grüße und viel Erfolg
Andrea _________________ Lennart Muskelhypoton, Hemiparese links, Hydrocephalus, BNS-Epilepsie, schwach durchblutet Sehnerven, entwicklungsverzögert
ich weiss das der Thread alt ist aber vielleicht seid ihr doch noch hier aktiv
Ich habe gerade genau dieses Problem mit der oben genannten Kasse.
Erste Ablehnung kam auch ohne "Rechtsbelehrung".
Was soll ich jetzt tun? Einspruch?
Mir wurde jetzt mehrfach freundlich mitgeteilt das eine Krankenkasse grundsätzlich keine Zweitversorung zu leisten hat.
Könnt ihr mir sagen welche AOK Euch die Sachen genehmigt hat? Vielleicht habt ihr ja auch einen Namen eines Sachbearbeiters? Ich würde da gerne mal nachhören! Ohne jemanden von Euch zu erwähnen natürlich
Vielen Dank
Gruss
Thomas _________________ First comes love and then comes pain. Let the games begin,...
Hallo,
unser KiGa hat ein vorgefertigtes Schreiben ,das der fahrdienst weder Therapiestuhl noch buggy zusätzlich transportieren kann und auch darf ,der man die Hilfsmittel nicht ordnungsgemäß im Bus sichern könnte.Somit ist es nicht möglich den vorhandenen stuhl in den KiGa zu bekommen.Und eine Zweitversorgung dringendst nötig damit das Kind am allgemeinen leben teilhaben kann.
Vielleicht könnt ihr da von seiten des KiGa Unterstützung bekommen.Mittlerweile haben wir auch nach widerspruchsverfahren den zweiten Rehasitz fürs auto genehmigt bekommen.
Ich kann nur immer wieder sagen:Ihr müßt drum kämpfen!!!
Schreib mit Unterstützung des sAnihauses und/oder KA/SPZ plausible Gründe raus warum ,wieso es derart von nützen ist es zu bekommen.Und das kein Mensch lt.Grundgesetz wegen seiner behinderung benachteiligt werden darf.Und das sind ja unsere Kids nun ,wenn sie nicht ordnungsgemäß mit Hilfsmitteln versorgt sind bzw.dadurch nicht am alltäglichen Leben teilhaben dürfen!
Herzlichst Anna _________________ Anna,Chris & Justin geb.9.2.03 (23+4 SSW,625 g,32 cm) Extremfrühchen mit multiplen schwersten Behinderungen ,PEG (PS 3)
- ein ewig strahlender Sonnenschein -
und Jona Maximilian 3.11.09 gesund
Hallo,
unser KiGa hat ein vorgefertigtes Schreiben ,das der fahrdienst weder Therapiestuhl noch buggy zusätzlich transportieren kann und auch darf ,der man die Hilfsmittel nicht ordnungsgemäß im Bus sichern könnte.Somit ist es nicht möglich den vorhandenen stuhl in den KiGa zu bekommen.
Hallo Anna,
ok unser KiGa ist in unmittelbarer Nähe. Das sind vielleicht 10min zu fuss.
Allerdings ist unser Stuhl zuhause trotzdem nicht geeignet da er sich nicht auf KiGa Tisch Höhe runterfahren lässt.
Dazu ist er sehr schwer und ein Transport duch meine Frau wäre nicht möglich.
Denke das ist auch nicht das Problem. Das SPZ ist eingeschaltet aber die wissen auch nicht wirklich wer da jetzt der Kostenträger sein soll.
Man wird von A nach B zu C verwiesen und wieder zurück. Meiner Meinung nach alles hinhalte Taktik und das zum leid eines behinderten Kindes.
Eigentlich ein Fall für die Blöd äähhm Bild Zeitung.
LG
Thomas _________________ First comes love and then comes pain. Let the games begin,...
Wir hatten, als wir noch Schleswig Holstein lebten, aber nur da , keinerlei Probleme mit der nötigen Zweitversorgung und Hilfsmittelversorgung überhaupt.
Das Drama fing erst hier an, in einem anderen Bundesland.
Wir haben schon eine Menge selber bezahlt und auch Teile über Ebay und die Hilfsmittelbörse gekauft.
Finanziell hat uns da immer weiter in die roten Zahlen gebracht., weil unser Einkommen leider wirklich nur zum Leben ausreicht ohne Luxus.
Aber andes wäre eine optimale Versorgung für unseren Sohn nicht mehr möglich geworden. Es ist schon sehr traurig, dass sich sinnvolle Hilfsmittel bald nur noch die Menschen leisten können, die sie selber bezahlen können.
Ich hoffe nur innigst, das es hierzu bald mal eine gesetzliche Regelung gibt und ein rechtsmittelfähiger Bescheid auch greifbar ist.
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