Verfasst am: 04.09.2008, 08:11 Titel: Keine Logo mehr nach 30 Sitzungen?
Hallo,
vorgestern habe ich vom HNo ein Rezept für Logo geholt, es war das dritte, also haben wir bisher 30 Sitzungen erhalten. Das reicht aber sicherlich nicht aus um für Anna einen Therapieerfolg zu erzielen der normal entwickelten kids gleich ist. Die Sprechstunden Dame ließ mir dann vom Doc ausrichten das es die letzte VO ist die wir bekommen könnten??!!!
Soll meine Kleine nun keine Logo mehr bekommen? Prima, dann behält sie ihre Einschränkungen eben bei damit die KK sparen kann, oder der Doc?
Sie hat sich wirklich gut entwickelt mit bisher 21 Sitzungen, aber 30 werden sicherlich nicht reichen. Wie war/ist das bei Euch mit der Therapie? Wieviel habt ihr bekommen und insgesamt benötigt?
Ich bin so froh das wir eine super Logopädin haben die klasse mit meiner Maus zurecht kommt, und nun sowas... Bin etwas frustriert weil ich Angst habe das Anna dann wieder zurück fällt im Vergleich zu gleichaltrigen.
Ihr macht eine Therapiepause, dann gibt es eine Neuverordnung (NVO). Die Pause ist auch für das Kind gut, dann kann sie sich mehr zum Spielen verabreden und ist weniger unter Beobachtung, und dann macht Ihr nach nach einigen Wochen weiter. Nein, sie wird nicht aufgrund einer Pause zurückfallen! Es stimmt, 30 Stunden sind das Maximum. Wir haben 80 oder so bisher, allerdings hat jetzt die Schule die weitere Therapie übernommen, bei uns ist noch die Grammatik im Off, phonetisch ist alles im grünen Bereich. Hatte übrigens bisher das Gefühl, dass die Logopädie bei meinem Sohn immer nur für wenige Stunden etwas brachte, sobald er sich nicht mehr konzentrieren kann, sind die altbekannten Fehler wieder da. Will sagen: Vermutlich hätten wir die selben Fortschritte auch ohne Logopädie erreicht. Was bei uns viel gebracht hat, war das Hörtraining durch die Intensivsprachkurse der Hörgeschädigtenschule. Vielleicht wäre eine Sprachheilkur wie z.B. in Werscherberg etwas für Euch? VG, Barbara
Anna hat totalen Spaß an der Logo und ist sehr motiviert zu lernen. Sie leidet sehr unter ihrer Dyslalie da sie in der KITA Ausgrenzung dadurch erfährt. Ich denke sie wird leiden wenn sie nicht zu ihrer Logopädin darf. Sie geht einmal wöchentlich, da bleibt doch noch genug Zeit für Verabredungen und Turnverein. Leider jedoch hat sie kaum Freundschaften für Verabredungen da man sie kaum versteht. Die anderen Kinder sagen immer sie sei eine Baby und sowas, das tut ihr sehr weh.
Sollte ich merken das sie überfordert bzw. zuviel Therapie hat wäre ich die letzte die gegen eine Therapiepause ist. Mit 3 Jahren und 3 Monaten hatte sie das erste Mal Logo bei einem anderen Therapeuten, dies lief sehr schief und Anna war auch nicht bei der Sache, da war auch ich es die dagegen war weiter zu therapieren. Es war damals auch der Zeitpunkt wo sie in die KITA kam und ich merkte das es meinem Kind zuviel wird. Jetzt ist sie jedoch gerade dabei IHREN Platz in der KITA zu finden, wird selbstbewußter und knüpft erste Freundschaften, soll man ihr das jetzt nehmen? Hm, bin da wirklich skeptisch und ängstlich...
Dann rufe die Krankenkasse an, schildere Euer Problem und bitte um eine Ausnahmeregelung, auch sowas gibt es. Wobei - wenn die Probleme so gravierend sind, wie Du sie beschreibst, solltet Ihr eine Kur machen. Lasse Dich von der Kasse beraten.
ich gehe mit Sarah neben der KGN und der Ergo (seit 6 1/2 Jahren) seit nunmehr 2 1/2 Jahren zur Logopädie. Es gab nie Probleme mit Verordnungen für die Therapien.
Nun zum Problem:
Die "Regel" besagt, daß nach einer gewissen Anzahl von Therapiestunden (ich weiß nicht genau, wie viel es bei der Logo ist, kann man aber in den Heilmittelrichtlinien nachlesen) das "Sprachproblem" erledigt ist.
Es gibt aber auch Außnahmen, wo es halt nach einer bestimmten Anzahl von Therapien nicht erledigt ist. Da nennt sich dann "außerhalb des Regelfalles".
Der Arzt ist also bei einer entsprechenden Begründung sehr wohl in der Lage, eine weitere Verordnung außerhalb des Regelfalles aufzuschreiben. Auf der Verordnung muß dann das Feld "außerhalb des Regelfalles" angekreuzt werden. Einige Krankenkassen wollen vor Therapiebeginn die Verordnung sehen und genehmigen. Bei uns ist das nicht der Fall.
Also wenn Du der Meinung bist, eine zwölfwöchige (ich glaube zumindestens es sind 12 Wochen) Unterbrechung ist für Dein Kind nicht gut, dann spreche nochmals mit dem Arzt und weise ihn auf die Möglichkeit der Verordnung "außerhalb des Regelfalles" hin. Setz Dich ggfs. mit Deiner Krankenkasse in Verbindung. Laß Dir ggfs. von der Krankenkasse die Heilmittelverordnung für Logopädie zuschicken. Da steht es genau drin und das kannst Du dem Arzt präsentieren. Obwohl jeder Arzt diese Heilmittelverordnung vorliegen haben sollte.
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen.
Ich drücke Dir die Daumen
LG Monika _________________ Sarah. geb. 22.07.01, Hemiparese rechts nach Schlaganfall im Mutterleib
Werde mich gleich für den nächsten HNO Besuch vorbereiten! Danke! _________________ Rina (*81) & Sven (*80) mit
Anna (*Juli´04 Entwicklungsverzögerung, auditive Wahrnehmungsstörung -besucht eine Sprachheilschule) & Mika *Juli ´09
Unsere Bilder: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....ersonal.php?user_id=16566
Kur gegen ihre Probleme, die ja offensichtlich so gravierend sind, dass sie sie sozial stark einschränken. Oder wie siehst Du das, dass sie keine Freunde hat? Mein Sohn hat auch Sprachprobleme, hatte aber nie Kontaktschwierigkeiten und auch sein Störungsbewusstsein war früh da, er hat sich aber nicht darum gekümmert. Schau Mal unter Werscherberg, die können bestimmt helfen.
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