Verfasst am: 17.08.2008, 10:41 Titel: Elke, Kinderphysiotherapeutin und Hippotherapeutin
Hallo,
bin schon einige Male hier im Forum gewesen und habe mir die Beiträge durchgelesen. Jetzt habe ich mich auch endlich selber angemeldet...
Ich bin Physiotherapeutin im Kinderbereich (Bobath f. Kinder, Hippotherapie, Psychomotorik, Halliwick-Schwimmtherapie etc.).
Außerdem liegt mir die Hilfsmittelversorgung der Kinder sehr am Herzen, die einen Großteil meiner Arbeit betrifft und ich mich deshalb auch hier weitergebildet habe zur "Reha-Kind-Beraterin".
Ich würde mich freuen, wenn wir uns gegenseitig unterstützen könnten, indem Ihr mir Eure Erfahrungen mit Therapien und Hilfsmitteln berichtet und ich gerne Fragen beantworte...
willkommen hier im Forum, wünsche einen guten Austausch und hab auch gleich eine Frage.
Warum brauche ich eine ärtliche Verordnung, wenn es doch eh privat finanziert wird? Ich habe auch mal drüber nachgedacht mit Dzana eine Hippotherapie zu machen , möchte aber nicht immer zum Arzt rennen und wollen wollen wollen..
Eine Castillo Moreles Therapie mache ich mit Dzana auch, das hilft auch sehr gut,
sie isst immer härtere Sachen. Im Moment haben wir eher das Problem, das sie sich den Mund so vollstopft, daß die Hälfte wieder rausfällt, keine Ahnung warum.
Es ist so, dass wir als Physiotherapeuten nicht ohne ärztliche Verordnung arbeiten dürfen. Ich habe es so mit den hiesigen Kinderärzten besprochen, dass sie mir ein Privatrezept ausstellen, was also auch nicht in ihr Budget geht.
Der Arzt gibt somit sein "ok", da er eventuelle Kontraindikationen ausschließen muß. (natürlich der Therapeut auch).
Ein Jahr lang dürfen wir dann nach dieser Verordnung mit den Kindern arbeiten, auch wenn z.B. nur 10 x Hippotherapie auf dem Rezept steht.
Du schreibst, daß die Kinderärtze eine Verordnung/ein Rezept ausstellen.
Ich gehe davon aus, daß der Patient die Kosten aber selbst tragen muß oder gibt es Krankenkassen, die es übernehmen? Unsere Krankenkasse hat die Hippotherapie abgelehnt. Wir berkommen die Therapie über die Wiedereingliederungshilfe des Sozialamtes bezahlt.
Ich wünsche Dir einen guten Erfahrungsaustausch.
LG Monika _________________ Sarah. geb. 22.07.01, Hemiparese rechts nach Schlaganfall im Mutterleib
theoretisch würde auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausreichen, aber laut Ausbilder reicht es nicht...!?!? Mh, auch nicht logisch, oder?!?
Ich bespreche es meistens mit den Ärzten und dann ist es kein Problem ein Rezept zu bekommen. Dann bin ich wenigstens auf der sicheren Seite..
Anmeldedatum: 28.11.2006 Beiträge: 309
Wohnort: Landkreis OS
Verfasst am: 18.08.2008, 11:42 Titel:
Hi,
ich komme aus dem Osnabrücker Raum...Richtung Diepholz raus
Ich spreche auch gern direkt mit Ärzten...dann bekommt man eigentlich ja auch das, was man braucht
in den meisten Fällen ist es so, dass es privat finanziert werden muß oder man sich einen "Sponsor" sucht.
Es soll angeblich noch Krankenkassen geben, die es finanzieren, habe diese leider noch nicht gefunden...
Teilweise sind Privat-Krankenkassen noch bereit, die Hippotherapie zu finanzieren.
Insgesamt ist es so, dass es seit 2006 definitiv aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wurde. Weitere Verhandlungen laufen aber...
es ist traurig, daß die Krankenkassen es nicht mehr übernehmen. Und auch finde ich es seltsam, daß manche Sozialämter es übernehmen und manche nicht. Wir mußten auch 6 Monate bis zur Genehmigung kämpfen.
Ich kann nur für uns reden, aber Sarah hat die Hippotherapie sehr viel gebracht, sowohl für die Motorik als auch für das Selbstbewußtsein. Selbst wenn wir die Therapie nicht bezahlt bekommen hätten, hätten wir weiterhin selbst bezahlt, wie vor der Genehmigung auch.
Derzeit haben wir einen neuen Antrag laufen, denn im Oktober läuft der erste aus. Mal gespannt, wie lange es diesmal dauert.
LG Monika _________________ Sarah. geb. 22.07.01, Hemiparese rechts nach Schlaganfall im Mutterleib
da kann ich Dir nur Recht geben. Vor allem, weil es wissenschaftliche Studien gibt, die die positive Wirkung der Hippotherapie belegen. Ich finde es auch immer wieder schade, wie viele Eltern gerne kommen würden, es aber aus finanziellen Gründen einfach nicht schaffen.
Ich habe bisher auch so tolle Erfahrungen gemacht, das hätte ich selber anfangs nicht für möglich gehalten. Vor allem teilweise nach so kurzer Zeit schon! Ganz klasse.
Vom Sozialamt hatte ich noch keine Übernahme der Kosten. Könntest Du mir vielleicht sagen, wie der "Amtsgang" da ist? Vielleicht kann das eine oder andere Kind darüber finanziert werden bei mir! Das wäre echt toll!!
Freut mich immer wieder, von so guten Therapie-Ergebnissen zu hören!!!
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