das vorliegende Problem der Hüftgelenksluxation ist eine häufig vorkommende "Begleiterscheinung" bei den spastischen Kindern. Man unterscheidet zwischen sub(teil-)luxierten und komplett-luxierten Hüften.
In beiden Fällen ist der Hüftkopf kein "passender Partner" für die zu steil stehende Hüftpfanne. Die spastischen Bewegungsmuster der Beine sind hierbei ausschlaggebend für eine Verschlechterung der Hüftgelenke. Diese Veränderung beider Knochenpartner ist abhängig von der gesamten Entwicklung des Kindes, der Ausprägung der Spastik und der genetischen "Vorbelastung".
Bei der Luxation verlässt der Kopf die Pfanne und findet seitlich (und etwas höherliegend) am äußeren Beckenknochen eine neue, so gennante Pseudo-Pfanne. Dies muss nicht unbedingt wehtun, hat aber weitreichende Bedeutung für die gesamte Entwicklung des Kindes. Bei einseitiger Spastik/Luxation kann die Hüftgelenksstörung zu einer Asymmetrie(Schiefheit) des gesamten Körpers führen. Die Kinder finden Ihre Mitte nicht richtig und müssen mit den neuen Gegebenheiten "kämpfen". Das Problem wird erst dann so richtig deutlich, wenn das Kind sich vertikalisiert, d.h. wenn es sich hinstellt! Dann kommt nämlich die erste wirkliche Belastung auf das Hüftgelenk und ein nicht richtig sitzender Hüftkopf beginnt unter der Belastung aus der Pfanne abzurutschen. Die Luxation nimmt ihren Lauf...
Entscheidend sind aber auch die muskulären Verhältnisse um das Hüftgelenk herum! Sind die Bewegungskomponenten Innenrotation (Innendrehung des Beines), Adduktion (Heranführen des Beines) und Extension (Streckung) vorhanden, so ist die Muskulatur Hauptverursacher an der knöchernen Problematik. Sie hilft praktisch, den Hüftkopf aus der Pfanne zu bewegen...
Zur Behandlung:
Es gibt nur zwei Möglichkeiten konservativ oder operativ (sofern letzteres aufgrund von Schmerzen oder statischen Problemen nötig wird...)
Konservativ heisst Krankengymnastik. Hier sind die Effektivsten Methoden Vojta und Bobath. Aber auch die Manuelle Therapie kann ein wenig Entlastung bringen. Je kleiner die Kinder sind (Säugling) ist auch die Lagerung von Bedeutung.
Auf jedenfall mit dem/der Krankengymnasten/-in sprechen und über die entsprechenden Möglichkeiten aufklären lassen.
Bei operativen Massnahmen ist es immer ratsam in einer renomierten Klinik vorzusprechen und sich ggf. eine Zweitmeinung einzuholen, da man teilweise sehr unterschiedliche Operationen erklärt bekommt...
Hallo Tobias!
Danke für Deine Antwort. Ist echt nicht einfach,da jetzt wieder den richtigen Weg zu finden.Werde auf jeden Fall mit Arzt und Kg sprechen und überlegen wie es weiter geht. Dana steht jetzt überall und nirgends und möchte laufen.Klar,das die Hüfte jetzt nun in Anspruch genommen wird.
Op wäre die letzte Alternative,die ich in Anspruch nehmen würde.Das auch nur,wenn Dana sehr starke Probleme und Schmerzen bekommen würde. Lara hat ja das selbe Problem auf der rechten Seite,nur hat sie die Nachtschale,die jetzt ihre Hüfte etwas spreizt.
Lg Patricia
Liebe Patricia,
ich kann Tobias in seinen Ausführungen nur zustimmen. Mein Sohn Jan-Owe hatte ab dem 5. Lebensjahr mit einer Subluxation der rechten Hüfte zu kämpfen, weil er -nach wie vor- nicht selbständig laufen kann und durch die nicht vorhandene Reibung zwischen Oberschenkelkopf und Hüftpfanne, sich die Pfanne auch nicht weiter ausbildet. Ich habe damals die OP geschoben und geschoben und weiter fleissig mit ihm Petö geturnt, sprich ihn auf seine Füße gestellt, natürlich unter regelmässiger Röntgen-Kontrolle und dem Segen unseres Orthopäden. Heute ist er 11, hat bisher keine Hüft-OP gehabt und wird wegen seines "hohen Alters" auch keine mehr brauchen. Wir haben einen Super!!!-Orthopäden (selber betroffener Vater!!) und da du in Duisburg wohnst, wäre er eventuell eine Anlaufstelle für eine 2. Meinung?! Wenn Interesse besteht, lass es mich wissen!
Lass den Kopf nicht hängen!! Liebe Grüße
Signe
Hallo Signe!
Also,ich würde nie an meinen Kindern "rumschnibbeln" lassen,wenn es nicht unbedingt notwendig wäre.Man versucht erst doch mal alle anderen Sachen! Lara mußte ja schon 3 mal operiert werden(Shunt) und das war echt kraß,da sie nach der 3.OP ziemlich abgebaut hatte. Und bei jeder OP kommt es ja auch zur Wesensveränderung.Wie soll so ein kleines Kind das alles verarbeiten?
Bis jetzt hat Dana noch keine Probleme und der Kopf steht minimal etwas nach außen.Mit Therapien hoffe ich das dann in den Griff zu bekommen.
Der Ortho den wir jetzt haben,ist wohl auch sehr gut,hört sich auch alle Probleme an und bespricht einiges zusammen mit mir.Dazu arbeitet er noch mit dem Klinikum Duisburg zusammen. Irgendwie arbeiten nun alle behandelnden Ärzte von Dana u Lara zusammen,das finde ich sehr gut. Wenn ich nicht mehr zufrieden bin, komme ich sehr gerne auf Dein Angebot zurück.
Ist doch toll,das Dein Sohnemann um eine Op drumrum gekommen ist!
Hallo,
wie bereits erwähnt wurden die Beine meines kleinen Helden im Januar in der Marburger Uni-Klinik von Prof. Wirth komplett saniert.
Kevin kam im April 2003 aus einem anderen Kinderheim (dort seit seinem 1. Lebensjahr) zu uns und er wurde als das verhaltensauffälligste Kind der Welt beschrieben. Er schrie von morgens bis Abends, mußte mit Hosenträgergurten, Sitzhose und Fußfesseln am Rolli fixiert werden, tobte im Rolli oft so sehr, daß er umkippte, schlug, biß in alles rein, führte durch "Finger in den Hals stecken" Erbrechen hervor, riß sämtliche Dinge die er in die Finger bekam von Tischen und Fensterbänken und konnte wirklich keine einzige Sekunde aus den Augen gelassen werden.
Vermutlich aufgrund dieser starken Verhaltensauffälligkeiten wurde die Hüftluxation, die schon seit dem Kleinkindalter diagnostiziert war, nie operiert.
Als er dann bei uns nach recht kurzer Zeit anfing zu laufen und sein gesamtes Verhalten immer ausgeglichener wurde, verschlechterte sich der Zustand seiner Hüften und er mußte operiert werden. Und das mit fast 13!
Weil wir ihm nicht 2x die schlimmen 6 Wochen im Gips zumuten wollten wurden gleichzeitig zu den beiden Hüftosteotomien auch Verlängerungen der beiden Kniebeugesehnen, der Achhillissehnen und der rechten Adduktoren durchgeführt. Da mein Dicker der tapferste Junge weit und breit ist, haben wir die OP und die 6 Wochen Becken-Bein Gips gut überstanden und nach leichten Anfangsproblemen lief auch die Reha gut und mittlerweile läuft er schon wieder gut in seinem Gehtrainer und ein paar Schritte allein.
Wenn ich jetzt seh, wie gerade seine Körperhaltung jetzt ist und daß er zum ersten mal in seinem Leben mit der Ferse auftreten kann, muß ich sagen, daß sich die Strapazen (und Schmerzen ) trotzdem wirklich gelohnt haben.
Wenn ihr die Hoffnung habt, daß eure Kids mal Läufer werden, dann würde ich mir über die evtl. unumgehbare OP so früh wie möglich Gedanken macht.
Wenn die OP bei Kevin früher gemacht worden wäre, könnte er vielleicht schon seit vielen Jahren richtig laufen und die Verhaltensaauffälligkeiten wären wohl nie so eskaliert.
Vielleicht hilft ja mein (leider etwas zu ausführlicher) Erfahrungsbericht etwas bei euren Entscheidungen!
Mit ganz, ganz lieben Grüßen,
Tina
Selbst im KH hat er sich seine gute Laune bewahrt!
hallo das mit denn hüftproblemen ist allgemein bekannt da mein sohn(21) große schmerzen in der linken hüfte hatte und die nur durch starke schmerz mittel zu behandeln waren, habe ich mich dafür entschieden denn hüft kopf absägen zu lassen das war eine falsche entscheidung die probleme sind noch schlimmer geworden eine falsche bewegung und es ist nur mit schmerzmitteln zu behandeln (valium)und das mindest. 2-3mal die woche ich würde es nicht mehr tun!!
>>>Und du fühlst, dass du lebst
Weil du tanzt und fliegst, du schwebst
Weil du lachst, weil du weinst und liebst
Du bist ein Wunder
Du bist ein Wunder<<<
Andreas Bourani "Wunder"
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