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Therapie für die Wahrnehmung?
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Brigitte&Manuel
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BeitragVerfasst am: 20.07.2005, 14:32    Titel: Therapie für die Wahrnehmung? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Manuel leidet seit seinem 8. Lebensmonat an Epilepsie und ist in der Entwicklung weit zurück! Therapiemäßig mach ich doch sehr viel: Ergo, Logo, Pysio, Feldenkrais, Sehfrühförderung, Kinesiologie, Cranio, Wassertherapie! Da Manuel aber leider nicht wirklich fixiert oder bewußt was anderes ausser seinen Schnuller in die Hand nimmt fehlt es eben an der Wahrnehmung.
Gibt es irgendwas spezielles was man an Therpie machen kann um dieses bewußt zu fördern? Oder kann ich irgendwas daheim machen? Auf was sollte ich achten? Ich hab schon verschiedene Schnuller und Ketten aber sobald er was anderes in die Hände bekommt, läßt er sofort wieder los.

Ich Danke Euch schon mal!!
Lg

_________________
Leah KS 05.07.2007
Manuel 15.02.2003
Wir können die Kinder
nach unserem Sinne nicht formen.
So wie Gott sie uns gab,
so muss man sie haben und lieben...

In einem Meer von Schmerz, ertrinken die einen, die Anderen lernen darin schwimmen.
(Kyrilla Spiecker)


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Diana und Rebecca
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BeitragVerfasst am: 20.07.2005, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Brigitte,

versuchs mal mit einer elektrischen Zahnbürste.Einfach einschalten und damit über Arme,Beine steifen.eigenet sich für den ganzen Körper und ist Wahrnehmung pur.

LG,
Diana und Rebecca
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KathrinA
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BeitragVerfasst am: 20.07.2005, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Brigitte,

oder versuch es mal mit dem Massagekäfer, der hat bei Tobias gut gewirkt und er liebt den!

Tschüß

Kathrin

_________________
Kathrin (Bj.76),Maximilian (Bj.01 kerngesund) und Tobias (Bj.03 )HC(Holoprosencephalie), Epilepsie, schwerhörig, sehbehindert und stark Entwicklungsverzögert)
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gabi74
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BeitragVerfasst am: 20.07.2005, 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Brigitte,
wir machen 3 Wochen mit einem Handschuh aus einer Schnurr oder mit einer Bürste (Handbürste) intensiv Massagen. Dabei bürste ich den ganzen Körper von meiner Tochter ab. Am Anfang mache ich das ganz vorsichtig, so dass es nicht weh tut. Ganz oft sagt sie von alleine : fester, dann mache ich es so. Nach den 3 Wochen machen wir dann 3 Monate Pause und dann wieder. Am Tag sind es 20 Mal. Statt einer Bürste oder Handschuh kannst Du ihn auch paar mal am Tag mit einer Feder massieren, kalte und warme Waschlappen auf den Körper legen. Um die Wahrnehmung zu fördern kannst Du Manuell auch kriechen oder krabbeln lassen, ich weiß nur nicht, wie weit er da entwickelt ist. Du kannst ihn auch eine kleine Rutsche auf dem Bauch rutschen lassen. Frag Deine Ergotherapeutin, was sie Dir vorschlägt.

Grüße

_________________
Gabi mit Sylvia ´96, 28 SSW, frühkindlicher Autismus, GB
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Tobias
Kinder-
physiotherapeut
Kinder-<br>physiotherapeut


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BeitragVerfasst am: 20.07.2005, 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es sollte abgeklärt ob Dein Sohn an einer taktilen Verarbeitungsstörung im Bereich der Hände leidet. In diesem Zusammenhang muss ich auch erwähnen, dass Physio nicht gleich Physio ist, wenn die entsprechenden Zusatzqualifikationen nicht vorhanden sind. Das ist keine Kritik sondern soll lediglich zum Ausdruck bringen, dass man sich in der Therapie genauestens an den vorhandenen Defizite orientieren muss....

Bei dem von Dir geschilderten Problemen fällt es nicht leicht per Internet Tipps zu geben. Wichtig ist:

- was die Wahrnhemung betrifft muss in den einzelnen Regelkreisen gearbeitet werden. Wenn es ein taktiles Problem ist (=Oberflächensensibilität), dann müsste man sicherlich im Prorpiozeptiven Bereich stimulieren (=Tiefenwahrnehmung).
- das oben genannte kann aber nur helfen, wenn die Regulation des Körpertonus berücksichtigt wird und auf eine gute Aufrichtung des Rumpfes geachtet wird....hier ist oft Vojta oder Bobath wichtig....
- ich würde per se sehr sehr viel mit den Füßen arbeiten....die sind "verwandt" mit den Händen (mehr als wir denken) und über die Füße kann man ganz viel an der Situation der Hände regulieren....


Konkrete Übungsvorschläge kann man daher so nicht machen, da hier ein ausgiebiger Befund fehlt. UNd einfach mal so auf der Rutsche rutschen lassen kann auch ganz schön nach hinten losgehen, wenn das Kind zusätzlich im vestibulären Bereich (=Gleichgewichtssystem) Probleme hat, dann "knallt es durch" und die Situation der Hände ist noch schwieriger als vorher. Ich empfehle Dir Dein Physiohterapeutin zu fragen und dann wird man sehen....

Du kannst ja mal berichten, wie es weitergeht....

Gruß, Tobias

_________________
Tobias Bergerhoff / Kinderphysiotherapeut

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Sabine
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BeitragVerfasst am: 20.07.2005, 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Brigitte,

das hört sich jetzt für dich wahrscheinlich nicht gerade ermutigend an, aber aus meiner Erfahrung mit Jan-Paul, der auch nicht gut fixiert und greift, weiß ich, dass sich gegen die schlechte Wahrnehmung nicht allzu viel machen lässt. Jan-Paul kann auch nur seine Flasche vernünftig halten, sonst nichts. Ich habe nach fast vier Jahren üben aufgehört, daran etwas zu ändern, weil ich einfach glaube, dass es sich nicht ändern lässt.
Ich bin auch der Meinung, dass du schon ganz, ganz viel Förderung mit Manuel machst und sicher nichts versäumst.
Wie Tobias kann aber auch ich euer Problem aus der Ferne schlecht beurteilen. Insofern solltet ihr tatsächlich Manuels Therapeuten noch einmal um ein ausführliches Gespräch bitten - jedes Kind ist schließlich anders.
Wie sieht es denn mit Rumpf- und Kopfkontrolle aus?

Lieben Gruß,
Sabine

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Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Brigitte&Manuel
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BeitragVerfasst am: 21.07.2005, 09:46    Titel: Antworten mit Zitat

danke euch erstmals für eure tollen infos!
also manuels rumpf und kopfkontrolle ist super. er kann eigentlich schon von alleine sitzen, also wenn er auf meiner schoß sitzt und die beine rechts und links runterhängen brauch ich ihn eigentlich gar nicht mehr einhalten. am boden sieht es ein wenig anders aus, da er gerne seine beine streckt wenn er plaudert und da hat er dann kein gleichgewicht.
was er eben angreift und das ganz toll ist seine kette und sein schnuller daran. also er könnte ja wenn er wollen würde!!

@tobias: danke für die info, ich werde es mal mit meiner pysiotherapeutin mal abklären und lass es dich wissen!

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Leah KS 05.07.2007
Manuel 15.02.2003
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Andrea Knop
Heilpädagogin
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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Birgit,
ein kleiner Tipp für zu Hause.
Aus alten Bettlacken o.ä. kannst Du kleine Säckchen nähen, diese dann mit z.Bsp. Linsen, Reis o.ä. füllen. Diese sind einfach und schnell gemacht und sind in ihrer
Wirksamkeit dem Igelball sehr ähnlich.
Hat man mehrere Säckchen, kann man die in verschiedenster Weise spielerisch nutzen, um die Wahrnehmung zu schulen.
Zum einen zum massieren, dann durch auflegen auf bestimmte Körperteile erkennen und wenn schon möglich benennen, wo die einzelnen Säckchen liegen. Das macht den Kindern super viel Spass.
Es gibt da auch noch eine dritte Variante, die speziell für die Hände geeignet wäre und gleichzeitig zur Koordinationsschulung geeignet sind.
Mutti hält zwei Säckchen in ihren Händen und macht verschiedene Bewegungen(überkreuzen der Arme, oder einen Arm hoch , den anderen nach unten). Anfangs versucht das Kind nur. die Säckchen durch Picken(wie ein Vögelchen) zu erhaschen. Später dann versucht es die Bewegungen genauso, wie Mutti zu machen und so die Säckchen zu erhaschen.

Weitere Möglichkeiten hast Du zum Beispiel mit Tüchern o.ä. die sind auch gleichzeitig sehr interessant für unsere Kleinen sind. Auch geht es hier speziell um die Wahrnehmung. (erkennen und fühlen)
Das berühmte Spiel mit dem Auflegen eines Tüches über die Augen( natürlich nur, wenn es ein Kind zulässt), führt meistens dazu, dass mit den Händen versucht wird, dass Tuch wegzuziehen.

Ich wünsche Euch viel Spass dabei und vielleicht hilft das eine oder andere ja auch.

Liebe Grüße
Andrea icon_flower.gif
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Almuth
Ergotherapeutin
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Beiträge: 23
Wohnort: Celle

BeitragVerfasst am: 02.08.2005, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Birgit,

deine Beiträge habe ich mit Interesse gelesen; leider war ich eine Weile nicht im Forum, melde mich darum erst jetzt wieder.

Vielleicht magst du mal versuchen, einen Beutel zu nähen, so groß, daß gut deine Hand hineinpaßt - und die Öffnung mit einem Gummiband so weit verschließen,
dass du da "nur" gerade die Hand hineinnstekcne kann?

In so einen Beutel kann man einen Gegenstand stecken, der dann von Manuel gefühlt und angefaßt und "begriffen" werden kann, ohne daß er gleich wieder verloren geht.

Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht! Und man kann so einen "Handbeutel" gut überall mit hinnehmen und immer mal wieder mit neuen Dingen füllen - vielleicht interessiert sich Manuel ja dafür? Im dunkeln kann man etwas Leuchtendes hineinstekcen -eine kleine Taschenlampe, einen Leuchtball oder irgendetwas...Außerdem kann man damit gut herausbekommen, welche Gegenstände Manuel gerne anfassen mag und welche nicht, ohne, daß man selber dabei aktiv sein muss...

Viel Erfolg mit deinem kleinen Sohn und gib nicht auf!

Liebe Grüße von
Almuth
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Brigitte&Manuel
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Beiträge: 469
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BeitragVerfasst am: 02.08.2005, 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Almuth,
danke für deinen tipp! ist eine super idee und ich werde es auch gleich versuchen zu machen!! hab auch drei verschiedene schnullerketten gemacht mit ganz verschiedene perlen in glas, holz, plastik, rund, eckig.... usw.

und danke für die aufmunternden worte!!

lg brigitte

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