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Pflegetagebuch
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Gast






BeitragVerfasst am: 15.07.2004, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Da gehts ja ziemlich auseinander. Ich danke euch allen für die infos. Werd mir aus allen ideen das beste auslesen und was draus machen. Oder vielleicht lass ich den gutachter 24 std. lang selbst protokoll führen--- Smile ----wohl doch nicht so ne gute Sache!
Bis jetzt hab ich ja noch nicht mal n Termin. Ich lass von mir hören, wie die sache gelaufen ist...........

Gruss
Michael
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Heidi
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Beiträge: 722
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BeitragVerfasst am: 16.07.2004, 07:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael,
ich schreibe dir auch noch mal meine Erfahrungen auf:
zunächst mal das aus meiner Sicht wichtigste: auf jeden Fall sollte jemand der sich auskennt und "auf eurer Seite steht" beim Besuch des medizin. Dienstes dabei sein (insbes. wenn es wie bei das 1. Mal ist!). Bei uns gibt es z.B. den "begleitenden Dienst", die haben uns dabei geholfen (meine Tochter ist Pflegestufe 3). Aber vielleicht ist auch eine Krankengymnastin o. ä. eine Idee (s.o.).
Wir haben für unsere Begutachtung nur einen kompletten Tag hintereinander aufgeschrieben, ich habe mir dann für mich notiert, was in welche Kategorie fällt (Grundpflege, Mobilität,...) und dieses Blatt dem Arzt vom MDK gegeben (natürlich noch die Fahrten zu KG, Ergo,... dazu angegeben, die zählen ja auch). Zuerst (als Janika noch 3 Jahre alt war), haben wir dann Pflegestufe 2 bekommen. Im Januar (da ist sie dann 6 Jahre gewesen) ist sie nur auf Grund eines Gespräches in Pflegestufe 3 eingestuft worden, allerdings hatten wir da die "günstige" Situation, dass wir 2-3-mal in der Woche ins Krankenhaus fahren mussten und die Fahrzeit und Wartezeit zählt auch.
So, ich wünsche euch alles Gute, Heidi

_________________
Heidi mit Peter, Jo Anna (12) und Janika (10)

wer mehr von uns wissen will: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic264.html
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shone
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BeitragVerfasst am: 17.07.2004, 06:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
sehr interessante Beiträge mal wieder hier im Forum ! Bin immer wieder begeistert, wenn ich hier lese.
Nächstes Mal werde ich auch versuchen jemanden dabei zu haben (der auf unserer Seite steht) - ein toller tip !, denn der Med.Dienst war schon 3 mal bei Dennis (wir haben Stufe 2 mit viel Wiederspruch und Aufwand, allerdings nicht von Anfang an.....).
Die Fahrtzeiten wurden immer nur teilweise berücksichtigt und die Wartezeiten sowie mein nächtlicher Pflegebedarf (Dennis ist wegen seines Autismus ein eher schlecht-wenig Schläfer) irgendwie nicht.....
Ausserdem war der letzte Arzt auch noch super unhöflich. Erst kam er viel zu spät und dann sagte er ziemlich am Anfang "Sie haben ja auch schon öfter Einsprch erhoben, die Mappe hat aber viel Schriftverkehr " - ganz vorwurfsvoll!
Habe immer etwas "Bammel" vor solchen Besuchen ....
Euch viel Erfolg !
LG Inci

_________________
(Mama von Dennis, geboren 28.01.1999;
komplexer Herzfehler (Shone-Komplex) mit Lungenhochdruck, Autismus mit Zwangsstörung, Thorakal-lumbal-Skoliose, Epilepsie mit fokalen Anfällen; unser "kleiner" Sonnenschein )
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BarbaraPlohr
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Beiträge: 595
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BeitragVerfasst am: 01.11.2004, 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
bisher habe ich noch nie ein Pflegetagebuch geführt. Es ist auch noch nie danach gefragt worden. Die Stufe 1 haben wir nach zähem Kampf erreicht als Steffen 2 Jahr war.
Als er 7 wurde bekamen wir ohne Kampf die 2 und jetzt ist er rückwirkend ohne Kampf seit Mai in der Stufe 3.
Es wurden uns ohne weiteres 28 Pflegestunden anerkannt!!!

Liebe Grüße von Barbara

_________________
Schaut einfach mal rein in unsere Homepage, ich würde mich freuen!

Barbara und Günter mit Steffen, 18 Jahre, mehrfach behinderter Kanner-Autist
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MichaelK
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Beiträge: 9450
Wohnort: Zwickau (Sachsen)

BeitragVerfasst am: 29.01.2006, 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Martina, hallo Leute,
hab grad bemerkt, dass hier noch ein Beitrag aus meiner ersten Mitgliedschaft bei REHAkids steht, da muss ich aber jetzt echt selber drüber lachen. Ich oute mich hiermit als "Gast" in diesem Thread.

Vielleicht mal hier zum eigentlichen Thema ein paar Tips für den MDK-Termin, im speziellen für ein Spina-Kind, aber im allgemeinen gilt das für alle Kinder.



Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)

--------------------------------------------------------------------------------

Die Begutachtung durch den MDK bezüglich der Feststellung der Pflegebedürftigkeit im Rahmen eines Hausbesuchs kann zu einer starken gefühlsmäßigen Belastung beitragen. Versuchen Sie, dennoch gelassen zu sein. Einerseits haben es unsere Kinder gelernt, ihre Mobilität und Selbständigkeit zu erhöhen bzw. zu trainieren und zu verbessern, andererseits sollen sie nun bei der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit durch den MDK nachweisen, daß sie zu bestimmten Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens nicht allein können. Dies führt zu einem inneren Konflikt. Kinder und Jugendliche können sich auf diese gespaltene Situation nur unzureichend einstellen und verstehen oftmals die Zusammenhänge nicht.


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDK sind überwiegend mit der Behinderung Spina Bifida und/oder Hydrocephalus nicht vertraut. Vielfach komm
tes zu Fehlbeurteilungen. Keiner kennt Ihr Kind besser als Sie selbst. Dies sollten Sie dem MDK konsequent zu verstehen geben.


Bereiten Sie sich auf den Untersuchungstermin durch den MDK vor. Machen Sie sich mit den gesetzlichen Vorschriften vertraut.

Nehmen Sie die von ASbH herausgegebenen Anhaltspunkte für die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit zur Hilfe und führen Sie genau Buch, was Sie im Ablauf des täglichen Lebens in Minuten an Pflege leisten. Nehmen Sie dies sehr genau.
Berücksichtigen Sie aber auch, daß neben der Übernahme bestimmter Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auch Anleitung und Beaufsichtigung als Formen der Hilfe notwendig sind. Oftmals können die Kinder einiges selbst, aber sie machen es aus eigenem Antrieb heraus nicht. Das ist die Qualifizierung der Lasten, die die Eltern bei der Pflege und Anleitung zu tragen haben. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MDK muß diese Belastung klar und eindeutig vermittelt werden.


Machen Sie von der Hilfe zur Selbsthilfe Gebrauch. Eine erfahrene Mutter bzw. ein erfahrener Vater aus der ASbH-Selbsthilfegruppe sollte bei dem Begutachtungsgespräch anwesend sein. Durch diese Solidarität können weitere wichtige Argumente für die Pflegebedürftigkeit des Kindes dem MDK vermittelt werden.


Unsere Kidner und Jugendlichen leiden sehr unter den ständigen Untersuchungen und Begutachtungen. Oftmals wreden schonungslos Dinge angesprochen, die entwürdigend und verletzend wirken. Bestehen Sie also darauf, daß Ihr Kind zeitweise an dem Gespräch nicht teilnehmen muß.

Sollten Sie mit dem Bescheid der Pflegekasse Ihrer Krankenkasse nicht einverstanden sein, legen Sie Widerspruch ein. Verlangen Sie Akteneinsicht in das Gutachten des MDK. Bei Ausfertigung eines zweiten Gutachtens sollten Sie darauf bestehen, daß das Kind von einem erfahrenen Kinderarzt oder Facharzt, der mit der Behinderung Spina Bifida und/oder Hydrocephalus vertraut ist, untersucht und beurteilt wird.


Falls Sie Probleme mit der Widerspruchsbegründung haben, wenden Sie sich an Ihre Selbsthilfegruppe oder direkt an die ASbH-Beratungsstelle Dortmund. Denken Sie daran, daß es nicht um Almosen sondern um berechtigte Ansprüche geht, die der Gesetzgeber für Sie bzw. Ihr behindertes Kind geschaffen hat.

Ich würde mich freuen, wenn auch andere mit Erfahrungen dieses Thema weiterentwickel würden, ist ja schließlich nicht unwichtig.

LG Michael

_________________
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)
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