Verfasst am: 27.04.2008, 06:53 Titel: Wechsel von Sprachheilschule auf Regelschule
Hallo,
mein Sohn besucht die erste Klasse der Sprachheilschule und soll nach den Sommerferien dann in die 2. Klasse Regelschule wechseln. Ich habe meine Bedenken, da die Klassenstärke bei 25 Kinder liegt (derzeit 12). In der Regelschule wird Druck- und Schreibschrift gleichzeitig gelernt. Auf der Sprachheilschule hatten sie bis jetzt nur Druckschrift. Müsste diese also in den Sommerferien mit ihm lernen. Stephan hat starke Konzentrationsprobleme und lässt sich leicht ablenken.
Hat jemand hier schon Erfahrung mit diesem Wechsel?
Weiß nicht, ob ich es versuchen soll? Er wäre auf der Sprachheilschule unterfordert, lt. Lehrerin.
eigentlich bieten die Förderschulen oft an, dass bei einem geplanten Wechsel an eine Regelschule das Kind probeweise am Unterricht der Regelschule teilnimmt, um zu schauen, ob eine Beschulung dort machbar ist. Dort hospitieren dann die Förderschullehrer, um sich auch selbst ein Bild zu machen, ob der Wechsel zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist.
In eurem Fall würde ich warten, bis Stephan die Schreibschrift sicher beherrscht, um nicht noch zusätzliche Probleme zu schaffen. Wenn jetzt schon eine Unterforderungssituation in der Förderschule erkennbar ist, könnte er vielleicht Stunden, in denen für ihn nicht notwendige Wiederholungen stattfinden, nutzen, um unter Anleitung die Schreibschrift zu erlernen.
Auch die ausgewählte Regelschule sollte Stephans Belange weiterhin berücksichtigen können. Vielleicht wäre eine Integrationsklasse mit geringerer Klassenstärke und möglicher Einzelförderung durch einen Förderlehrer machbar?
bei uns in Bayern wäre es möglich, einen Gastschulantrag in einem Schulsprengel mit kleiner Klassenstärke zu stellen.
Bei uns im Nachbarsprengel sind z. b. nur 18 Kinder in der Schulklasse.
Allerdings machen bei uns die Sprachheilschulen den ganz normalen Lehrplan.
Michi soll dort bleiben, obwohl er einer der Besten ist.
Ich würde versuchen, herauszufinden, wer ihn unterrichten soll und im Gespräch herauszufinden, ob der Lehrer viel Erfahrung und Motivation hat, sich mit einem Sorgenkind auseinanderzusetzen.
Gibt es bei euch den mobilen sonderpädagogischen Dienst, der an die Regelschule kommt und das Kind untersützt?
Ich finde, lieber Unterforderung als das Risiko, dass das Kind total auf die Nase fallen könnte und dann Schulfrust hat.
LG Chris _________________ Christiane mit Michael (9), außerhalb der Familie übermäßig schüchtern, angepaßt, zurückhaltend, soziale Unsicherheit bei chronisch-rezidivierenden Paukenergüssen, ADHS. Hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt und viele Entwicklungsrückstände aufgeholt. Besucht Klasse 3 einer Kooperationsklasse der Grundschule.
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