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Ist jemand von euch Mutter dank IVF/ICSI?
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AngelaW
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Anmeldedatum: 29.06.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 20:10    Titel: Ist jemand von euch Mutter dank IVF/ICSI? Antworten mit Zitat

Ihr Lieben, ich habe eine Frage an euch. Bin selbst noch nicht Mutter, und wir haben erhebliche Schwierigkeiten das zu ändern da mein Mann ein sehr schlechtes Spermiogramm hat. Für uns bleibt nur die Alternative der künstlichen Befruchtung, also IVF oder ICSI.

Ich habe allerdings meine (berechtigten?) Zweifel an der Bedenkenlosigkeit der Techniken. Es steht ja nach wie vor die Disskussion um höhere Fehlbildungsrate und sogenannte "Imprinting-Defekte" also Chromosomen-Fehler, im Raum. Die Medien machen Angst, die Ärzte versichern es wäre nicht so, verdienen sich aber andererseits dumm und dämlich damit. Es gibt Studien die unruhig werden lassen, mit erheblichen Unterschieden normal gezeugte und ICSI-Kinder, und dann gibts wieder solche die sagen die Studien sind nicht aussagekräftig weil ect. ect. ect.

Und mitten drin stehen wir als Paar und weiß nicht mehr ein noch aus. Es wird von uns erwartet Entscheidungen zu treffen von deren Hintergrund wir als medizinische Laien keine Ahnung haben (KÖNNEN!).

Ich mache mir mit Sicherheit mehr Gedanken als so manche Leidensgenossin die von einem Versuch in den nächsten rasselt. Ich will mir später einmal nicht vorwerfen müssen ein krankes Kind zu haben weil ich zu leichtfertig war, weil der Wunsch sooo dringend war daß ich egoistisch gehandelt habe und eine Technik gewählt habe von der man sehr wenig weiß. Ich könnte es mir nie verzeihen wenn mein Kind deswegen irgendwann leiden muß.

Ich habe schon länger recherchiert, aber man findet in Berichten über behinderte Kinder leider nie die Entstehungsart weil das meist verschwiegen wird.
Deshalb habe ich mich hier angemeldet und wollte mal fragen ob jemand unter euch ist der durch IVF oder ICSI ein Kind mit Behinderung bekommen hat. Nicht um meine Ängste zu bestätigen, sondern um mich einfach mal austauschen zu können. Ob derjenige es wieder tun würde, wie das Gefühl ist usw.
Oder ihr könnt mir die Befürchtungen nehmen und es ist tatsächlich niemand unter euch.
Ich wäre sehr dankbar für Antworten oder ein E-Mail.
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ks.kathrin
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BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo AngelaW,

leider kann ich Dir zu Deinen Fragen überhaupt nicht weiterhelfen, aber ich möchte Dich hier herzlich willkommen heißen und finde es sehr mutig und verantwortungsbewusst, dass Du alles Für und Wider abwägst und nicht einfach wie "andere Leidensgenossinen von einem Versuch in den nächsten rasselst".

Ich persönlich denke, dass es über die Wahrscheinlichkeit eher ein behindertes Kind zu bekommen, als über den "natürlichen" Weg wirklich keine definitive Antwort gibt. Bestimmt - und ich eingeschlossen - gibt es hier im Forum Mütter, die behaupten können, dass sie absolut keine Ahnung haben, warum gerade ihnen ein besonderes Kind beschert wurde. Ich meine, ich habe ein gesundes Kind bekommen, dann ein besonderes Kind und danach wieder ein gesundes Kind... also wo ist die Logik?

Kopf hoch und ich wünsche Euch, wenn ihr Euch zu IVF oder ICSI entscheidet, dass es ganz schnell klappt, Du eine schöne Schwangerschaft und ein gesundes Kind haben wirst.

Liebe Grüße aus Bayern

_________________
Mama von Melina *Okt 2001 blind und entwicklungsverzögert
sowie N. *Mai 1991 u. R. *März 2005 beide gesund
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mine
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BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und willkommen Angela, ich finde es auch sehr verantwortungs -bewusst.

Ich kann Dir dazu auch nichts sagen, außer das ich mit auch Vorwürfe mache, aber auch ganz anderen Gründen. Ich glaube man kann es nicht immer beeinflussen ... muss manche Dinge nehmen wie sie kommen ...

Es besteht immer ein Risiko bei natürlicher und künstlicher Schwangerschaft... sollte es Genfehler in Euren Familien geben würde ich auf Grund der doppelten Gefahr abraten. Ansonsten wurde ich es persönlich machen. Laughing

Aber es sieht jeder anderst.

_________________
Alexandra 11.03.1973 und Roman 25.11.1974 mit Yasmin 27.01.2004 und Lena Henriette 14.06.2010
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BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angela,

unsere Zwillinge sind durch ICSI entstanden. Hätte ich meine beste Freundin nicht während meiner SS beim Sterben begleiten müssen so hätte ich sicherlich keine Frühgeburt gehabt.
Aus dieser Frühgeburt resultiert die Hirnblutung und somit die Hemiparese.

Macht es! Wir hätten keine Kinder bekommen und können uns nun kein Leben mehr ohne sie vorstellen.

Alles Gute Karin
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Katrin34
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BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angela,
vielleicht kann ich Dir ein wenig von Deinen Aengsten nehmen-unser Sonnenschein ist vor knapp 2 Jahren per IVF entstanden und das gesuendeste Kind was Du Dir vorstellen kannst(hier bin ich aus einem anderen familiaeren Grund angemeldet).Durch unsere Vorgeschichte war und bin ich in Kontakt mit vielen IVF/ICSI-Mamas und kann keine Haeufung von Behinderungen feststellen.Das einzige "Problem" ist das hoehere Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft die ja leider haeufig mit Komplikationen und Fruehgeburten einhergehen(zumindest bei mehr als Zwillingen)Ueber ICSI wird ja oft spekuliert da diese Methode invasiver als IFV ist,allerdings gibt es diese Methode auch noch nicht lange genug um aussagekraeftige Statistiken zu erstellen.Ich fuer meinen Teil kann nur sagen mein Kinderwunsch war groesser als alle Befuerchtungen und ich haette das Kind so oder so genommen.
Wuensche Dir viel Erfolg und Kraft falls Ihr Euch dazu entscheidet.
Liebe Gruesse
Katrin
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Karin 67
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Beiträge: 39
Wohnort: Rosenheim

BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angela,
unsere Tochter ist dank ICSI im 3. Versuch entstanden. Wegen des sehr schlechten Spermiogramms war das unsere einzige Chance zu unserem Wunschkind zu kommen, wir hatten es schon 9 Jahre erfolglos probiert.
Unser Kind ist jetzt gerade sechs geworden, sie ist um ca. zwei Jahre in ihrer Entwicklung zurück. Nach etlichen Untersuchungen im Kinderzentrum bei wirklich sehr guten Ärzten wurde niemals ihre Entwicklungsstörung in Verbindung mit ICSI gebracht. Es gibt keinen Zusammenhang! Ich habe schon sehr oft bei verschiedenen Ärzten danach gefragt, jeder sagte mir, das dies nichts damit zu tun hat. Woher oder wodurch ihre Entwicklungsstörung kommt, konnte nicht geklärt werden.
Vor der ICSI-Behandlung haben wir uns auch sehr ausführlich über mögliche Risiken informiert, aber letztendlich muss man sich entscheiden. Eine normale Schwangerschaft kann auch Risiken mit sich bringen, nicht nur bei der künstlichen Befruchtung.
Jedenfalls war bei mir alles völlig unproblematisch. Ich war eine ganz normal Schwangere, Geburt auch ohne Komplikationen.
Ich wurde vor zwei Jahren wieder dank ICSI schwanger, leider eine Eileiterschwangerschaft. Jetzt lassen wir es sein, wir wollen es nicht herausfordern
um jeden Preis.
Ich kann Dir nur raten, gehe entspannt in die Behandlung. Viel Erfolg und hoffentlich bald mit Baby!

Lieben Gruss von Karin 67

Eine Ortsangabe von Dir wäre schön, oder ist Dir das zu privat?
Ist auch ok, muss man akzeptieren.
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merlevicky
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BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angela,

unsere Tochter ist durch eine ICSI entstanden. Wir hatten das Glück, das sie gleich bei unserem ersten Versuch auf die Welt gekommen ist. Merle ist mittlerweile 10 Monate und für uns nach wie vor ein Wunder. Ich könnte jetzt ganz viel schönes aus unserem gemeinsamen Leben schildern, dafür fehlt der Platz. Sie entwickelt sich nicht wie andere Kinder, ist durch ihren schlaffen Muskeltonus vor allem in ihrer motorschen Entwicklung verlangsamt. Die Ursache ihrer Schwierigkeiten ist nicht bekannt, es könnte z. B. ein Anlagefehler des Gehirns auf der Reiz-Leitungsebene sein. Wir lernen, sie so anzunehmen, wie sie ist. Für mich als Mutter ist das Zusammensein mit ihr immer wieder ein Geschenk. Wir haben uns lange Zeit ein Kind gewünscht, der Wunsch wurde erfüllt und wir haben ein besonders Kind bekommen. Wir würden ihr und uns natürlich wünschen, daß ihre Schwierigkeiten vor allem Startschwierigkeiten im Leben sind, aber es liegt nicht in unserer Hand.

Die Frage, ob ihre Schwierigkeiten durch die künstliche Befruchtung entstanden sind, haben wir uns natürlich gestellt. Wir sehen nicht in der medizinischen Technik den Grund für ihre Schwierigkeiten, wissen es allerdings nicht.

Wir wurden in der Uniklinik Lübeck behandelt, dort wurde sehr klar gesagt, daß die unterschiedlichen Studien vor allem durch die unterschiedliche Auswertung des Lebensalters der Mutter entstanden sind. In der Kinderwunschbehandlung finden sich überproprotional viele Frauen über 35, deren Risiko auf Kinder mit einer Störung erhöht ist. Dieses schlägt sich dann auch im Verhältnis der Kinder mit einer Fehlbildung / Behinderung nieder. In Lübeck wird die Schwierigkeit sehr deutlich ausgesprochen, daß die Gefahr von Mehrlingsgeburten und damit verbundenen Erkrankungen der Kinder (zu früh geboren, zu kleine Kinder) erhöht ist. Sie haben uns deshalb empfohlen nur zwei befruchtete Eier zurücksetzen zu lassen.

Hier im Forum gibt es eine Geschichte von Erna Plomberg unter dem Titel Spezialmutter. Uns hat diese Geschichte sehr bewegt. Wir haben den Eindruck, daß Merle auf diese Welt kommen wollte und sich genau ausgesucht hat, wo sie hinmöchte.

Aktuell setzen wir uns gerade mit der Frage auseinander ob wir ein zweites Kind bekommen wollen und wir sind weiterhin auch nicht verzagt die ICSI als Hilfsmittel zu nutzen. Vorsichtiger sind wir mit der IVM, denn unserer Eindruck ist, daß dort noch nicht ausreichend geforscht wurde.

Ich hoffe, daß ihr für Euch eine gute Entscheidung treffen könnt und viel Kraft
Liebe Grüße
Ute

_________________
Ute *69, Torsten *59, Merle *08/04, bezauberndes Kind mit Hypotonie mit Entwicklungsverzögerung, z. Zt. keine Krampfanfälligkeit, Beeke *11/06 quietschfidel
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Birgit1067
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BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 23:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich kann die Überlegungen gut verstehen. Auch wir haben über ICSI versucht ein Kind zu bekommen. Wir haben uns viele Gedanken gemacht und hätten wir nicht unsere tollen (Pflege-)Kinder bekommen, hätten wir es sicher auch noch einmal versucht. Wir hatten uns entschieden beide Wege paralell zu gehen, da wir eben nicht unbedingt bis zum letzten Ende alles Medizinische ausprobieren wollten. Leider hat die Behandlung ja auch oft für einen selber viele Nebenwirkungen und es ist für die Beziehung sehr belastend.

Ich wünsche euch alles Gute für eure Entscheidung, wie auch immer.

Viele liebe Grüße
Birgit
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Angelika74
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BeitragVerfasst am: 30.06.2005, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

hallöchen,

ich kann euch leider bezüglich ICSI bzw. IVM nicht wirklich weiterhelfen. ich gehöre zu denen, die schon beim "hinschauen" schwanger werden Embarassed

ich meine aber, wenn die wahrscheinlichkeit, ein behindertes kind zu bekommen sehr viel höher wäre, hätten wir solche sachen sicher schon gelesen oder irgendwo davon gehört (ausgenommen die mehrlingsgeburten).

in deutschland stürzt man sich ja mit vorliebe auf solche sachen, so daß ich denke, daß das risiko nicht höher als bei einer "normalen" schwangerschaft ist.

desweiteren denke ich, daß deine nachfrage hier das ergebnis auch ein wenig verfälscht... im großen und ganzen sind hier mütter vorwiegend behinderter kinder anzutreffen...also auch kombination behinderung-künstliche befruchtung zum durchschnitt vielleicht eher hoch Confused

stelle deine frage doch vielleicht noch in irgendwelche normale mütterforen ein, ob ein etwas repräsentativeres ergebnis zu erhalten.

liebe grüße!!

_________________
Sohn 02.02 starke glob. Entwicklungsverzg., hypotoner Muskelt., Wahrnehmungsst.,syndrom.Autismus,keine Spracheunsere Vorstellung
"DAS LEBEN IST WIE EIN REGENBOGEN! MAN BRAUCHT REGEN UND SONNE UM DIE FARBEN ZU SEHEN!"
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Markus
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BeitragVerfasst am: 30.06.2005, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

kathrin l. hat folgendes geschrieben:


im großen und ganzen sind hier mütter vorwiegend behinderter kinder anzutreffen





Ein paar Väter sind auch da, Kathrin Laughing Laughing Laughing



Liebe Grüsse

Markus
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