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Wahrnehmungsstörung
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Sonja Luzia
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BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 00:20    Titel: Wahrnehmungsstörung Antworten mit Zitat

Hallo ins Reha-Kids-Netz,

wir, eine Handvoll Mütter, schreiben nun schon eine ganze Weile im Thread mit dem Titel "Soziale Phobie, vor allem gegen andere Kinder". Wir haben festgestellt, daß den Ängsten und Phobien unserer Töchter im Alter von eineinhalb bis fünf Wahrnehmungsstörungen zugrundeliegen bzw. ein Teil ihrer Erkrankungen sind. Sie sind natürlich bei verschiedenen Kindern sehr schwer auf einen Nenner zu bringen, reichen von wörtlich genommenen Berührungsängsten und entsprechender Abwehr über Panik bei Geräuschen und Tieren oder auch Ärzten bis hin zu Blickkontakt"verweigerung".

Nun die Hoffnung, daß Ihr anderen Eltern mir und uns Erfahrungen vermitteln könnt: Was half, was war weniger gut, was war kontraproduktiv? Vielleicht sogar Hinweise auf Ärzte, Therapeuten, Therapieformen, die hilfreich waren oder sind. - Es ist wie immer das Problem, daß man sich das natürlich alles selber anlesen kann in Fachbüchern, bloß halte ich es für schwierig, daß man nun selber sich zum Großteil zum Spezialisten und Therapeuten für alle Krankheitselemente heranbilden will und soll. Ich will Mama sein, mich anleiten lassen.

Seid herzlich gegrüßt mit dem Wunsch nach ganz viel Kraft für den Alltag, für Eure Kinder, für Euch selbst

Sonja Röder

_________________
Ein Mädchen, geb. 12-2003, Kleinhirnhypoplasie und Balkenagenesie, Tetraparese, Asperger Syndrom und ein wundervolles, starkes, schönes, gutes, liebenswertestetestes (!) Mädchen. Das allerbeste Kind - was sonst.
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Andrea P.
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BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin auch eine von den "handvoll Müttern", die sich bereist über dieses ausgetauscht haben. Ich hoffe wir werden jetzt ein bisschen mehr, mit vielleicht auch grösseren Kindern, die darübetr berichten, was uns eventuell erwartet.

Wie haben sich die Kinder, bzw. ihre Ängste und Phobien entwickelt? Bei uns scheint es mit der Zeit / dem Alter besser zu werden. Bleibt das so, also wird es immer besser?

Ich weiss alle kInder sind verschieden, aber einige Tipps und vielleicht auch Tricks wären sehr hilfsreich.


Liebe Grüsse aus Budapest

Andrea
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Erica
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Beiträge: 5744
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BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 00:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonja,
schön, daß Du den neuen Thread eröffnet hast!!
Muß ich auch gleich mal was schreiben...
Bei uns ist es so, daß viele Probleme, die mit der Wahrnehmung zu tun haben, sich im Laufe der Zeit langsam, aber stetig verbessern.
Ich schreibe der Ergotherapie einen großen Anteil daran zu, die sich sehr langsam und vorsichtig an Lena herangetastet hat und so ihr Vertrauen gefunden hat. Und sie hat mich auch immer moralisch unterstützt, was mir sehr hilft!

Ich erzähle mal zwei Sachen, die bei uns schon viel besser geworden sind:
Zum einen das Schaukeln.
Lena konnte es nie vertragen, wenn sie bewegt wurde, egal ob Wagen, Tragetuch, Wiege oder Schaukel...am liebsten lag sie auf dem harten Teppich, der sich nicht bewegte...
Vor etwa anderthalb Jahren haben wir dann auf Anraten der Ergo, die auch an dem Thema mit Lena arbeitete, eine Schaukel für sie angeschafft, die in ihr Zimmer gehängt wurde...sind halt außer Bett und Regal kaum Möbel drin, aber die braucht sie ja auch nicht.
Die Schaukel sollten wir so niedrig hängen, daß Lena IMMER mit den Füßen auf der Erde ist, eher einen Tick zu niedrig als zu hoch, so daß sie immer den Kontakt zur Erde haben kann...
In den ersten Wochen bzw. Monaten hat sie sie kaum benutzt, ihre Kuscheltiere saßen drauf, sie hat Bücher drauf abgelegt und irritiert beobachtet, was mit den Sachen passiert, die draufliegen, wenn sie die Schaukel bewegt...
In der ersten Zeit hat Lena die Schaukel bewegt und nicht umgekehrt, aber nach Monaten hat sie sich dann auch mal vorsichtig draufgesetzt, viel später ist sie dann auch man ein wenig geschaukelt und so ging es gaaaanz langsam mit der Gewöhnung an Bewegung und heute schaukelt sie richtig hoch, seit zwei Wochen steht sie beim Schaukeln auch drauf und hebt ein Bein!!!
Parallel dazu hatten wir auch vor unserem Eszimmerfenster draußen eine Schaukel angebracht...in der hat Lena nie gesessen, aber sie hat, wenn wir am Tisch saßen, gesehen, daß sich die Schaukel im Wind bewegte...das war sozusagen die erste Stufe der Gewöhnung...das aushalten zu müssen, daß sich etwas anderes bewegt.

Was mittlerweile auch gut klappt, sind Besuche beim Zahnarzt...obwohl sie keine Ärzte mag und Untersuchungen schon gar nicht und das schlimmste sind Leute, die in ihrem Gesicht rumfummeln...
Wir haben es so gemacht, daß Lena und ich meinen Mann zum Zahnarzt begleitet haben und dabei saßen, als er untersucht wurde...das haben wir ein paar mal gemacht, haben aber auch einen sehr netten Zahnarzt, der auch Kinder in Lenas ALter hat und mit ihr gut reden konnte...
Wir haben also die ersten drei Male in der Ecke auf einem Stuhl gesessen und zugeschaut...irgendwann ist Lena mit mir auch mal näher drangegangen und hat sich die Instrumente erklären lassen und die tolle große Lampe...
Dann saß sie mal beim Warten auf den Zahnarzt bei meinem Mann auf dem Schoß auf dem Zahnarztstuhl...aber nur, bis er reinkam...
und beim nächsten Mal hat er sie dann gefragt, ob sie mal bei Papa reingucken will und dann hat er sie auch mal absaugen lassen!!
War cool...sie ist in vielen kleinen Schritten immer näher an den Stuhl und den Zahnarzt gekommen und der hat das auch alles in ihrem Tempo mitgemacht.
Dann haben wir ihr mal erzählt, daß Kinder ja auch zum Zahnarzt gehen und ihr gesagt, daß bei den Kindern die Zähne gezählt werden...ob schon alle da sind...
Und irgendwann hat sie das dann machen lassen, auf meinem Schoß!!!
Beim letzten Mal saß sie sogar allein auf dem Stuhl, mit Kuscheltier, der auch die Zähne gezählt bekam...
Gott sei Dank mußte bei Lena bisher nichts gemacht werden, das wäre noch eine ganz andere Sache...
Aber es geht halt mit verständnisvollen Menschen und in superkleinen Schritten ganz gut...
So, genug für heute, jetzt muß ich aber auch mal schlafen gehen...
Liebe Grüße
Erica
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Andrea P.
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Beiträge: 364
Wohnort: Ungarn

BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Erica,

die Geschichte mit dem Zahnarzt ist, wir müssten mit unserer Lena nämlich auch dringend, bei ihr müsste auch mit Sicherheit etwas gemacht werden. Aber bis jetzt habe ich mich noch gar nicht getraut sie mitzunehmen, beim Erwähnen eines Arztbesuches kriegt sie schon Panik.
Letztens mussten wir nur einen Rezept für meine Mutter vom Arzt abholen, sobald den Warteraum betreten haben, hat sie schon geweint.
Na ja, mal sehen.

Mit dem Schaukeln hatten wir zum Beispiel nie Probleme, vielleicht liegt es auch daran, dass sie schon ziemlich früh sich daran gewöhnen "musste". Als wir hier eingezogen sind, sie war 8 Monate alt, gab es im Garten bereits schon eine (sogar 3 ) Schaukel, da es auch grössere Kinder im Haus gab. Also sie saß schon mit 8-9 Monaten im Schaukel, sie konnte eigentlich noch kaum alleine sitzen (sie konnte es ziemlich spät erst), ins Zimmer haben wir auch eine Schaukel gehängt, und sie mochte es sehr geschaukelt zu werden. Es gab sogar eine Zeit, in der sie mittags immer in der Schaukel eingeschlafen ist, dann habe ich rausgenommen und ins Bett gelegt.

Bis heute mag sie alles, was sich bewegt und dreht und schnell ist.

Gruss

Andrea
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Evi
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BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo in die Runde,

schön Sonja, dass du dazu einen neuen Thread eingestellt hast.
Auch Katharina hat(te) massive Wahrnehmungsstörungen. Das, was Erica so schön beschrieben hat, könnte wortwörtlich von mir sein. Schaukeln war ein Thema, heute geht's nicht hoch genug.
Aber auch mal Schwimmen war eine kurze Zeit (nach einem wunderschönen 3-wöchigen Urlaub auf Sardinien mit mehreren Stunden plantschen am Tag) zu Hause auf einmal eine reine "Katastrophe" - nur Geschrei im Wasser. Wir haben dann einfach ganz behutsam immer wieder probiert und irgendwann ging es wieder - heute ist sie wieder eine Wasserratte.
Ich habe manchmal das Gefühl, wenn die Kinder einen Entwicklungssprung machen und sich somit auch die Wahrnehmung verändert, wird unsere Tochter erstmal wieder sehr ängstlich und verweigert Dinge, die sie vorher toll fand (siehe Schaukeln und Schwimmen). Da hilft meiner Meinung nach einfach nur durchhalten und immer wieder anbieten.

Die Ärztephobie ist bei uns auch ein großes Thema - leider. Mittlerweile brüllt sie zumindest nicht mehr, wenn wir den Warteraum betreten und wenn der große Bruder zur Kieferorthopädin muss, dann darf Katharina zuschauen und die Ärztin erklärt und macht und tut. Aber auf den Zahnarztstuhl haben wir es noch nicht geschafft, auch nicht mit Zureden und auf meinem Schoß. Da wird wohl nur eine Zahnbehandlung/-kontrolle mit leichter Sedierung möglich sein - aber dies schieben wir noch vor uns her. Ich bin ganz penibel beim Zähneputzen und zum Glück haben wir alle recht "gute" (sprich: wenig kariesanfällige) Zähne, so dass wir hoffentlich nie (?) Bohren lassen müssen.

Wenn ein Kind, so wie Joscha, sich nicht gerne an den Händen anfassen lässt, würde ich versuchen, sie viel mit den Händen machen zu lassen. Sandspielen, Wasser plantschen, Reis, Bohnen, Erbsen, Nudeln fühlen lassen, Tastsäckchen machen, auf Sandpapier reiben lassen, Kneten, kalt und warm fühlen lassen - in der Hoffnung, dass Joscha da mitmacht. Vielleicht auch zusammen mit einem anderen Kind, das die Sachen vormacht.

So, das war erstmal mein "Senf" dazu, allen eine schöne, sonnige Woche. Very Happy

_________________
Evi mit Katharina, *01/99, globale Entwicklungsverzögerung/geistige Behinderung; eingeschränkte aktive Sprache jedoch relativ gutes Sprachverständnis und immer ein Strahlemäuschen
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Andrea P.
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BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonja,

bei uns war es so, dass wir ziemlich früh (mit 1 Jahr) angefangen haben mit Förderung (Pető) in Mutter-Kind-Gruppe, dadurch hatte sie ab da ganz viel Kontakt mit ungefährt gleichaltrigen Kindern. Das war ihr nicht immer Recht, obwohl sie im Grunde Kinder überhaupt Menschen immer schon mochte.

Ich weiss nicht, ob es in eurer Nähe die Möglichkeit für eine solche Art von Therapie/Förderung gibt, aber es würde vielleicht helfen im Umgang mit anderen Kindern.

Liebe Grüsse

Andrea
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jonnismam
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Beiträge: 154

BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonja,
würde mich sehr für alle möglichen Infos zum Thema "Wahrnehmungsstörung" interessieren. Weiß bei uns nur, das "irgendwas" nicht mit unserem Sohn, fast 5 Jahre stimmt. Er ist ein Frühchen aus der 26. SSW. In seinem Behindertenausweis (Grad der Behinderung 50%) steht drin: multimodale Wahrnehmungsstörung). Wer dass diagnostiziert hat, weiß ich nicht. Was wir damit anfangen sollen, eigentlich auch nicht. Jonathan geht in einen Heilpädagogisschen Kindergarten, weil er geistig so "vollkommen normal" ist, nach den Sommerferien in die integrative Gruppe.
Jonathan ist auch irgendwie total normal. Jeder wundert sich, dass er als behindert eingestuft ist und fragt dann, was er hat. Kann ich dann auch irgendwie nicht beantworten.
Er reagiert, wenn er das Haus ohne uns verlassen muss, mit Panikattacken. Er reagiert auf jegliche Art von Veränderungen mit Angst. Geräusche von einem Föhn oder aber alten Toilettenspülungen (die mit dem Rohr, wo man oben auf einen Hebel drücken muss) - rennt weg, hält sich die Ohren zu, schreit.
Wenn er in einen Raum kommt, in dem es laut ist, fängt er lauthals an zu singen. Er selbst liebt dagegen überlaute Musik aus seinem CD-Player über alles.

Der Kinderarzt empfiehlt aufgrund Jonathans Angstattacken einen Kinderpsychologen, vermutet eine Teilleistungsstörung. Was das alles für uns und unseren Sohn bedeutet, ist mir eben nicht so klar.

Wäre schön, etwas zu hören.

Liebe Grüße

Lydia
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Cerstin
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Beiträge: 1392
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BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr lieben,

nun gebe ich auch meinen Senf dazu.
Mascha konnten wir schon als Baby nicht baden, das war immer ein reiner Kraft und Nerven Akt. Sie schrie und schrie. Embarassed
Immer im Sommer haben wir dann kleine Schüsseln mit Wasser in den Garten gestellt, und so konnte sie auf dem Rasen sitztend kontakt zum Wasser aufnehmen. nach zwei Jahren haben wir dann das Planschbecken vergrößert. Irgendwann fing sie dann an auch mal am Rand sitztend die Füße reinzustrecken.
Nun macht sie einen Schwimmkurs und ist ganz begeistert, sie Duscht jetzt auch schon mal alleine!!!! Laughing (wir haben leider keine Badewanne... hilfe ...Einsatz in 4 Wänden) und die beiden müßen in alten Wäschekörben und Babywannen baden.

Mit Ärzten war es ähnlich schlimm. Sie schrie immer, obwohl ihr noch nie jemand etwas schlimmes angetan hat. Da hätte meine große schon eher das recht...
Nun ist sie wenn sie die Ärzte kennt meist ganz vernünftig. jedesmal kommt ein " hier waren wir schon mal" und dann ist es auch meist OK.

nur mit dem Zahnarzt haben wir so unsere Probleme. Leider haben die beiden kleinen schon Löcher. Einmal haben wir Mascha in Vollnarkose legen lassen müssen. Nun versuche ich sie durch regelmäßiges hingehen sie an die Praxis zu gewöhnen. (muß ich leider selbst Zahlen, ist keine Leistung der KK)
Das erste mal ging sie nicht mal auf den Stuhl und letzte Woche hat sie sich die Zähne Putzten lassen. Das machen wir nun so oft einmal im Monat, bis wir es schaffen ihre Zähne zu richten und zu versiegeln.
Es ist ein langer anstrengender Weg, weil man auch immer das Gefühl hat, daß sie nicht versteht, daß es wirklich wichtig ist.

Dagegen hat sie mich total erstaunt, als wir das erstemal Blutabnehmen mußten (mit 5) da hat sie super still gehalten und zugesehen. Smile

Liebe Grüße Cerstin

_________________
Mascha 5/99 sensomotorische Wahrnehmungsstörung ADS-Träumer?, Rolando Focus, Entwicklungsverzögert ca. 2 Jahre. KISS Syndrom. und Hannah 5/01 ADS-Träumer
Cerstin66 nach Depr./Angstat.nun ADS Gemischter Typ
unsere Vorstellung
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anita f.
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Beiträge: 464

BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Mein Sohn(3) hat sehr große Probleme wenn er etwas anfassen soll, oder jemand seine Hände anfassen will. Ich dachte das er einfach nur sensiblere Hände hat als andere Kinder.
Erst anfangs des Jahres hat mir der KA im Kinderzentrum gesagt das es sich dabei wahrscheinlich um Wahrnehmungsstörungen handelt.
Nun versuchen wir uns einfach ganz langsam vorzutasten. Da er auf vibrationen recht gut reagiert lege ich ihm solche Sachen ( Massagekäfer, elek. Zahnbürste usw.) kurz in die Hand. Vor kurzen habe ich ein Fühlbild gebastelt. Auf dieses habe ich verschiedene Materialien geklebt mit Klett. Aber das tollste Erlebnis war als die Frühförderin ein riesige Trommel mitbrachte. Durch die Vibration der Oberfläche legte er neugierig die Hände darauf, was vor 1/2 Jahr nicht denkbar gewesen währe.
Ich habe den Eindruck das es sich langsam verbessert hat, und wer weiß vielleicht kann er irgendwann ein Eis alleine halten. Smile

Liebe Grüße
Anita
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PetraN
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BeitragVerfasst am: 20.06.2005, 17:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alle,

Pia wollte sich als Baby auch ungern baden lassen, hat es aber notgedrungen hingenommen. Seit sie 2 Jahre alt ist, ist an baden nicht mehr zu denken. Sie sträubt sich mit Händen und Füßen, schreit, tobt und kotet auch schon einmal währenddessen. Also wird sie täglich 2 Mal ganz besonders gründlich gewaschen.

Selbst das artet seit ca. 2 Wochen in einen Kampf zwischen Mutter und Kind aus. Nun setze ich alle möglichen Kuscheltiere und Spielsachen um sie herum. Nur alle Tricks wirken vielleicht 2 Tage, dann ist auch wieder Schluß.

Genau das selbe ist es beim Zähneputzen. Ich putze Pia die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste, weil ich eine normale nicht bei ihr in den Mund stecken darf. Die elektrische darf ich nur ohne Zahnpasta benutzen. Hier muß ich Pia in ihrem Hochstuhl fixieren und putze ihr dann die Zähne.

Ich mag gar nicht daran denken, mit ihr zum Zahnarzt gehen zu müssen.

Alles Liebe
Petra

_________________
Petra (48) mit Tochter 6/02 - Asperger Syndrom
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