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Überstrecken, Muskelhypotonie und mangelnde Kopfkontrolle
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Iness
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BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 16:04    Titel: Überstrecken, Muskelhypotonie und mangelnde Kopfkontrolle Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich hoffe ich bin in dieser Rubrik richtig... aber ich versuch's einfach mal.

Für manche mag unser Problem vielleicht eine "Lapalie" sein, trotzdem mache ich mir mit der Zeit mehr und mehr Sorgen und hoffe, dass ich hier vielleicht einige Infos bekommen kann.

Zu unseren Problem: Mein Sohn ist jetzt 6 Monate (eigentlich 5,5 Wochen jünger, da zu früh) und lässt seinen Kopf in der Rückenlage komplett hängen. Fasst man ihn an den Armen als wolle man ihn hochziehen, überstreckt er sich ziemlich doll und wirft den Kopf in den Nacken. Mit den Armen macht er keine Anstalten, sich hochzuziehen. Beim Test bei der Ärztin, ihn aus der Rückenlage hochzuziehen, hat er ab einem bestimmten Winkel seinen Kopf mitgenommen, wobei er ihn auch im Sitzen immer mal wieder "fallen lässt". Zudem ist seine gesamte Muskulatur etwas schwach.

Wir sind bereits bei der KG, sollten Anfangs nach Vojta turnen aber das konnte ich einfach nicht. Jetzt machen wir die Vojta-Rückenlage und zusätzlich Bobath Übungen, mittlerweile seit ca. 8-10 Wochen und mir fehlen die "spürbaren" Fortschritte. Klar macht er Fortschritte, aber ich denke immer, es sollte mehr sein und dass er diese Fortschritte evtl auch ohne KG machen würde. Die KÄin und die Physiotherapeutin meinen, dass sich das irgendwann gibt und neben der KG keine weiteren Maßnahmen wie SPZ oder ähnliches notwendig sind, trotzdem mache ich mir mittlerweile sehr große Sorgen. Es wurde auch ein kurzer Kopfultraschall durch die Fontanelle gemacht und dabei nichts auffälliges gesehen.

Hat von euch vielleicht noch jemand eine Idee, wie ich selbst noch aktiv werden kann? Ich habe einfach Angst, dass er in seiner Entwicklung noch weiter zurückfällt weil möglicherweise irgendetwas nicht erkannt wird...

Danke schonmal für Eure Meinungen und Tipps.

LG, Ines
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Katja&Sven
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BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ines,

unser Sohn hatte die gleichen Probleme. Auch KG und Frühforderung ergaben keine Besserung. Wir bekamen dann den Tipp ihn mal auf das KISS- Syndrom untersuchen zulassen. Wir sind dann zu einem speziellen Chiropraktiker gefahren und dort wurde Daniel geröngt und dann eingerenkt. Das hat geholfen. Wir mußten dann noch zwei dreimal wieder hin.
Vielleicht wäre das eine Idee? Würde ich aufjedenfall mal abklären lassen.
Drück euch die Daumen!

LG Katja

_________________
Daniel 11 Jahre, 22q13.3 Deletion, entwicklungsverzögert, wahrnehmungsgestört, Muskelhypotonie
Katja *75
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Jonna
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Beiträge: 648

BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ines,

einige deiner beschriebenen Probleme kommen mir sehr bekannt vor Rolling Eyes .
Mein Sohn Ben hat sich, was das Überstrecken und das Hochziehen an den Armen anbelangt, sehr ähnlich verhalten.
Insgesamt wirkte er immer sehr muskelschwach, wollte sich nicht drehen, nicht auf dem Bauch liegen oder den Kopf heben.

Da er auch eine massive Schädelasymmetrie entwickelte, war ich sehr besorgt, obwohl unser KiA mich immer wieder vertröstete und meinte, dass sich alles noch auswachsen würde Confused .

Nur weil ich sehr hartnäckig mehrfach nachgefragt habe und nicht locker ließ, bekamen wir irgendwann eine Überweisung zur Physiotherapie, wo zwei Blockaden an der Halswirbelsäule festgestellt wurden Shocked (KISS- Syndrom).

Nachdem diese gelöst worden sind, konnte Ben sich recht schnell viel besser und freier bewegen, war ausgeglichener und man merkte, dass er endlich schmerzfrei war Very Happy .

Mittlerweile hat er vieles aufgeholt, ist aber in seiner Gesamtmuskulatur immer noch etwas hypoton.


Was ich dir sagen will Very Happy : Wenn du ein schlechtes Gefühl hast, hol dir eine zweite oder dritte Meinung ein! Ärzte und Therapeuten können sich irren und je früher festgestellt wird, dass etwas nicht in Ordnung ist, umso schneller kann reagiert werden.

Unser KG hat mal gesagt, dass Überstrecken sehr oft ein Zeichen dafür ist, dass das Kind Schmerzen hat uns sie irgendwie lindern will.
Er sagte auch, dass man Überstrecken immer gut im Auge behalten soll, bis man die Ursache dafür gefunden hat.


Ich wünsche euch alles Gute und wenn du magst, kannst du uns ja auf dem Laufenden halten Very Happy !!

Liebe Grüße, Ella

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(Indianerweisheit)
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Franziskaja
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BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 17:57    Titel: Re: Überstrecken, Muskelhypotonie und mangelnde Kopfkontroll Antworten mit Zitat

Liebe Ines,

wir haben ähnliches durch.

Alma hat wahnsinnig überstreckt, das hat uns große Angst gemacht. Es wurde einfach nicht besser Crying or Very sad Physiotherapeutin, Kinderarzt und Neurologe sagten immer "das gibt sich, wenn sie in die Aufrichtung kommt". Wir konnten es dann wirklich nicht mehr hören, und wussten uns keinen Rat. Und jetzt wo sie robbt und fast krabbelt ist das Überstrecken tatsächlich so gut wie weg Rolling Eyes Allerdings waren wir 9mal beim Ostheopaten und ich glaube, auch das war sehr erfolg- und hilfreich. Habt Ihr das schon mal probiert?

Liebe Grüße

_________________
Franziska mit Alma Elisabeth, die ein echtes Wunderkind ist Smile Sie kam mit einer schweren Infektion zur Welt (schwere Asphyxie, Hirnhautentzündung, Hirnödem, Sepsis usw). Aber: Die Hoffnung ist der große Klecks Honig im manchmal trüben Tee des Lebens.

Fotos von uns: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....ersonal.php?user_id=14695
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Sabine
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BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ines,

wenn du deinen Sohn im Vergleich zu Gleichaltrigen extrem auffällig findest, würde ich ihn trotzdem in einem SPZ vorstellen, denn Überstreckung, Hypotonie und Kopfhalteschwäche können auch oft pathologische Bewegungsmuster sein, die auf eine Entwicklungsstörung hindeuten --- so war es auch bei uns.
Wenn die kognitive Entwicklung soweit o.k. ist, dein Sohn greift und Blickkontakt hält sowie allgemein interessiert an seiner Umgebung ist, kannst du das als positives Zeichen werten und solltest ihn einfach motorisch fördern. KG ist immer gut und fördert deinen Sohn auf jeden Fall.

LG
Sabine

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Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Iness
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BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Erstmal vielen herzlichen Dank für eure Antworten.
Zum Einrenken waren wir schon 2x. Das erste Mal beim Orthopäden, der auch eine extra Babysprechstunde hat (da hatte er eine Blockade an der HWS) und das zweite Mal beim Chiropraktiker. Keiner hat was von KISS gesagt, wobei ich auch nicht danach gefragt hatte, da ich bis dahin auch gar nicht wusste, was das ist.

Die KG habe ich leztens danach gefragt und sie meinte, das wäre es wohl nicht.

Bis auf die beschriebenen Probleme würde ich unseren Sohn als total normal entwickelt sehen (teilweise muss man ihm die zufrüh gekommene Zeit noch zugestehen, aber das ist ja auch ok).

Was genau wird in einem SPZ denn gemacht und untersucht? Es wäre lieb, wenn ihr mir das mal für ganz Dumme erklären könntet Smile ich bin ja gerade erst angefangen, mich mit der ganzen Materie zu beschäftigen und kenne mich noch nicht so aus.

Lieben Dank & viele Grüße
Ines

NACHTRAG: Das Überstrecken äußert sich oft als "Brücken bauen" wo er einen riesen Spaß dran zu haben scheint... da macht er sowohl in der Rückenlage als auch in der Seiten- und Bauchlage. Manchmal denke ich, das könnte eine Schonhaltung sein weil er Schmerzen haben könnte, aber da er sonst eigentlich total gut drauf ist, würde ich Schmerzen fast schon wieder ausschließen. Gerade ist uns noch aufgefallen, dass er sich immer dann überstreckt, wenn seine halb-aufrechte Position waagerechter wird und er seinen Kopf nicht mehr hochbekommt. Er macht dann also genau die entgegengesetzte Bewegung...
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sabine und Wolfgang
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Beiträge: 4691

BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ines
wir hatten bzw haben die selben Probleme. hypoton, keine Kopfkontrolle .....
Wir haben sehr gute Fortschritte mit der Osteopathie erzielt, und ich schwöre heute darauf. Einfühlsam und für den ganzen Körper sinnvoll.
Ich war anfangs auch immer skeptisch, und habe eine Krankengymnastik vorgezogen, wir hatten auch über 30 x nach Vojta therapiert, zu Hause das volle Programm, und Jonas hatte keine Fortschritte gezeigt, und die ganze Zeit NUR geweint.
Heute therapieren wir nach Poernbacher (www.Poernbacher-Konzept.de) und es klappt. Gerade für Hypotone Kinder ist es eine ganz tolle Therpaieform.
Vielleicht kannst du ja was rauslesen, ob es was für euch ist, und dort findet man auch eine Therapeutenliste die diese Therapie anbieten.

_________________
Jonas mit Phelan Mcdermid Syndrom geb. 03/06
stark hypoton, kein krabbeln, laufen ,keine Sprache.... kann seit 02.04. 2011 frei sitzen

WARTE NICHT AUF GROSSE WUNDER -
SONST VERPASST DU VIELE KLEINE
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Iness
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Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine und Wolfgang,

vielen Dank für die Antwort. An Osteopathie hab ich auch schonmal gedacht, aber die KiÄ meinte, dass das bei mangelnder Kopfkontrolle nix bringt. Was genau wird denn da gemacht? Kenne mich da nicht so aus.

Wir hatten ursprünglich Vojta verschrieben bekommen, aber das ging gar nicht. Die Rückenlage war ok und mitterweile scheint es ihm sogar Spaß zu machen, also mache ich das auch weiter. Zu Bobath gibt es ja sehr geteilte Meinungen... ich weiß nicht, ob es was hilft, vielleicht ist es einfach ein wenig unterstützend.
Therapeuten, die nach dem Poernbacher Konzept arbeiten gibt es bei uns in der Nähe leider nicht, also kommt das wohl nicht in Frage Sad
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Britta P
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BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Iness,
schau doch mal unter www.kiss-kidd.de . Vielleicht erkennst Du in der Beschreibung der Symptome von KISS Euren Sohn wieder. Dann würde ich ihn mal einem KISS-Spezialisten aus der Ärzteliste vorstellen.
Ansonsten empfehle ich auch, dass Ihr Euch einen Termin in einem SPZ holt.
Die Wartezeiten sind mitunter sehr lang 3-6 Monate!
Im SPZ würde Dein Sohn gründlich auf evtl. Entwicklungsverzögerungen untersucht und wenn nötig sonstige geeignete Therapien empfohlen.
Falls eine Entwicklungsverzögerung festgestellt wird, erkundige Dich nach Frühförderung.

Unser erster KA hat leider auch unnötig Zeit verstreichen lassen bis er uns ins SPZ überwiesen hat.

LG
Britta

_________________
Britta mit Phil 11/2004(hypoton,motorisch und mental verzögert)Autismusspektrumstörung
Abgeschlossene "Helmtherapie"(cranio-orthese) , und Luca 08/99 (hb)
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Iness
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BeitragVerfasst am: 31.12.2007, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

An KISS habe ich auch schon öfter gedacht, da einige Symptome passen, aber mittlerweile denke ich das nicht mehr, da einmal eine Blockade gelöst wurde und auch die Physiotherapeutin meinte, dass die Symptome dann stärker ausgeprägt wären und er zu mal zu der einen und mal zu der anderen Seite schief liegt (und das auch nicht immer).

Was genau wird im SPZ denn mit den Kindern angestellt? Ein EEG geschrieben, Blut abgenommen... was noch? Ist die Durchführung eines EEG ähnlich wie bei einem EKG oder werden die Gehirnströme über einen Zeitraum hinweg gemessen?

Unsere KiÄ hatte mir bei der U4 die Entscheidung überlassen, ob sie uns eine Überweisung gibt, wobei sie der KG gerne erstmal eine Chance geben wollte. Als der Kopf bei der Impfung (zwischen der U4 und U5 dann ab einem bestimmetn Winkel mitkam, meinte sie, dass er das bald auch so lernt und kräftiger wird. Sollte er den Kopf bei der U5 im Januar allerdings immernoch nicht so mitnehmen wie er es müsste, dann würde ich wahrscheinlich doch um eine Überweisung bitten. Das Warten auf einen Termin dürfte bei uns wohl nicht so arg lange werden, da die Ärztin bis vor einem halben Jahr in der Klinik gearbeitet hat und für uns einen Termin vereinbaren würde - dann würde es wohl etwas schneller gehen. Ich habe zwar immernoch Hoffnung, dass uns das Ganze erspart bleibt, aber ich möchte einfach nicht zu lange warten, bis etwas unternommen wird. Je eher man etwas erkennt, um so besser und wirkungsvoller kann man es wahrscheinlich auch behandeln.

LG, Ines
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