Verfasst am: 22.05.2005, 13:41 Titel: Erfahrung mit Kinesio-taping?
Hallo alle zusammen!
Hat von Euch jemand Erfahrungen mit Kinesio-taping oder vielleicht schon mal davon gehört?
Wir waren mit Jule vor 2 Wochen zum ersten Mal zum tapen und waren doch sehr überrascht über das Ergebnis.
Nun wollte ich mal hören, ob es hier schon mal jemand ausprobiert hat, vielleicht über einen längeren Zeitraum.
Lieben Gruß, Silke
ja, wir! Jan-Paul wurde schon mehrfach getapt, denn wir sind mit der "Kinesio Taping Instructor" (Ausbilderin) Birgit Kumbrink befreundet! Wir haben auch das Gefühl, dass Jan-Paul sich nach dem Tapen besser hält, die Kopfkontrolle besser ist und seine Bewegungen gezielter sind. Allerdings haben wir noch keine "Langzeitwirkung" feststellen können.
Aber wo ich gerade dein Posting gelesen habe: Es wird mal wieder Zeit fürs Tapen!
Lieben Gruß,
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
erstmal bin ich erleichtert überhaupt jemanden gefunden zu haben, der das auch schon mal probiert hat!
Bevor wir das erste Mal da waren, war ich schon sehr skeptisch und die Sache mit dem "Punkt suchen" beim Crosstapen leuchtet mir kein bißchen ein. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer logischen Erklärung obwohl das Ergebnis ja für sich spricht.
"Langzeitwirkung" war vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck. Ich frage mich nur, ob der Erfolg ( ähnlich wie bei Botox- nehme ich an?! ) bestehen bleibt, auch wenn längere Zeit nicht getapet (schreibt man das so??? Sieht irgendwie blöd aus!)wurde!?
Denn es kann ja nicht Sinn und Zweck der Sache sein, das Kind ständig "verpflastern" zu lassen, mal ganz abgesehen von evtl. eintretenden Gewöhnungseffekten.
Lassen wir uns mal überraschen. Liebe verpflasterte Grüße,
Verfasst am: 31.05.2005, 01:38 Titel: Medi-Taping wirkt fast wie Botox
Hallo,
unsere Therapeutin rief uns vor einiger Zeit an, ob wir nicht im Rahmen einer Lehrveranstaltung etwas gegen meine Rücken-und Gelenkschmerzen mal was für mich und nicht immer für mein CP-Kind tun können, und da ich Vorfürmodell war, wäre es auch kostenlos, doch ich solle doch auch mal noch meine Tochter mitbringen.
Nach einem bestimmten Muster wurde ich mit roten, gelben und blauen Bändern am Körper bekebt- ich stand dann von der Liege auf und hatte in den Problemzonen keinen Schmerz mehr, er war einfach so weg, nur noch ein eigenartiges Gefühl, das aber nach 2 Tagen weg war. Ich war das erste mal nach 3 Jahren ohne Schmerzen. Das hält so lange an, wie die Bänder auf dem Körper keben, wenn man sie entfernt ist es wie vorher. Doch dadurch das wieder eine normale Beweglichkeit des Körpers möglich ist, werden die entspr. Stellen wieder richtig durchblutet und der Bewegungsablauf ist flüssig und tut nicht mehr weh. Je länger der Zustand der richtigen Beweglichleit anhält, desto mehr kommt man dahin, das man auf Dauer wieder schmerzfrei wird. Die Behandlung dauert meist mehrere Wochen.
Doch was bei mir funktionierte, klappte auch bei meinen Kind.
Sie wurde beklebt und konnte sich im Nachgang ganz locker bewegen, so wie nach Stunden von Physiotherapie mit Dehnung und allem Drum und Dran. Die Beine überkreutzten weniger, sie stand sicherers, der Kopf rutschte nicht mehr so zur Seite, sie öffnete ihre Hand und konnte den Arm mal gerade strecken- das war schon toll. Einfach so, ohne Nebenwirkung. Zu Hause konnte sie auch einfach so besser sitzen, einfach mal so einen Becher mit der bösen linken Hand festhalten und mit der andere löffeln. So viel Selbstständigkeit spornt natürlich auch das Kind an. Mit der besseren Beweglichkeit traut sich mein Mädchen auch mehr und dehnt dann die verkürzten Sehnen und Muskeln fast selbst.
Es ist wie bei Botox, nur ohne Spritzen und ohne Nerfengift. Das Gehirn lernt die Bewegungen richtig und verläßt irgendwann einmal die falschen Straßen, dazu muß natürlich immer wieder beklebt werden. Das Band hält ja nicht ewig und geht dann wieder ab. Doch mitlerweile habe ich mir das Klebeband organisiert und klebe selber die abgegangenen Stellen nach. Alles hat natürlich auch einen Nachteil. Die Kasse zahlt nix.
Viele Grüße Katrin .
hallo katrin
das hört sich ja super an und es ist ja mal wieder typisch das die kk nicht zahlt!!
die therapie wäre auch was für mich, mir hat mal akupunktur geholfen allerdings auch nur beim ersten mal und das auch nur für ein jahr
das mit der "bösen" linken hand war hoffentlich so gemeint wie ich es verstanden habe, nämlich ironisch?????
liebe grüße pam
das sind ja tolle Erfolge! So beeindruckend waren unsere Kinesiotaping Ergebnisse nicht, aber das was du schreibst, haben auch schon andere berichtet, die sich haben tapen lassen.
Schau mal auf http://www.kinesio-taping.de/ da finden sich noch mehr solche Berichte, wie deiner.
Allerdings wäre ich vorsichtig mit dem selber tapen. Es gehört schon eine Menge Fachwissen dazu, das richtige Tape an die richtige Stelle mit der richtigen Vorspannung zu kleben. Es gibt Kurse für Physiotherapeuten, indenen diese das Tapen erlernen können.
Als Laie würde ich das nicht selber machen, immerhin bleiben die Tapes ja eine längere Zeit kleben, da sollte es schon 100%ig stimmen, wie und wo sie kleben.
Schönen Gruß
Thomas _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
ich klebe nur die Tapes nach an den Stellen, wo sie sich ablösen. Das passiert an den Fußsohlen (gegen den Spitzfuß) durchs Socken anziehen in der Kita und nachts schlafen ohne Socken und an den Knien von den Aduktorenklebebändern (Kreutzbeine). Die sind nach einen Tag durchs krabbeln hin. Da schneide ich nur die Stummel ab und klebe genau nach. So komme ich je nach dem 3-5 Wochen damit hin. Einen kompletten Tape würde ich nicht nachkleben. Außerdem wechselt meine Therapeutin immer mal wieder die Körperteile. Eigentlich müßte mein Mädchen am ganzen Körper bekebt werden, doch das macht man nicht. Nur an den Hüften und am Rücken wird wegen ihre Probleme ständig getapet und eben versucht, dadurch das Kind nicht zur OP geben zu müssen.
Viele Grüße Katrin
das hört sich ja super an und es ist ja mal wieder typisch das die kk nicht zahlt!! liebe grüße pam
Hallo,
wir haben heute auch damit angefangen. Mal sehen. Was zahlt ihr dafür ? Einen Pauschalpreis oder nach Tapelänge ?
Danke
Gruß Ines _________________ Ines (*73) Eineiige Zwillinge Pia (* 05/2006 in der 37.SSW, Sauerstoffmangel durch Thrombose in der 25.SSW) Jana (+25.SSW) Meine Galerie
Hallo Silke,
wir haben eine zeitlang den Oberschenkel mittels "Klebeband" in die Hüfte unseres Sohnes drehen lassen, was gut funktionert hat, leider hat die Haut es nicht lange tolleriert und eine dauerhafte Verbesserung konnten wir damit nicht erzielen (hatten wir bei den "Rahmenbedingungen" auch nicht erwartet). Bei eigenen "kleinen" Sportverletzungen hat das Tapen allerdings "Wunder" gewirkt.
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