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BERA bei auditiver Wahrnehmungsstörung, was bringt das?
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Anneke*
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BeitragVerfasst am: 14.12.2007, 22:17    Titel: BERA bei auditiver Wahrnehmungsstörung, was bringt das? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich brauche mal euren Rat Wink .

Enna (4,5) hat diverse Wahrnehmungsstörrungen, u.a. wohl auch eine auditive. Das wurde nie genau dignostiziert, ist aber im Alltag sehr deutlich zu beobachten. Sie musste manche einfache Sätze bis zu 5-6x hören, bis sie "durchgeschaltet" waren. Dann haben wir angefangen, das Gesagte durch einfache Gesten zu unterstreichen und "zack", sie verstand.

Nun wurde bei der letzten U dieser Test gemacht bei dem die Kinder einen Kopfhörer aufbekommen und anhand einer Bildkarte zeigen müssen, was sie gehört haben. Den Test hat sie 2x an 2 verschiedenen Tagen gemacht und beide Ergebnisse waren schlecht.

Jetzt hat mein Mann dies bei der jährlichen Überprüfung in der Pädaudiologie gesagt und nun wollen die eine BERA in Vollnarkose mit ihr machen Confused .

Ich werde dort noch mal anrufen und auch unseren Kinderneurologen fragen, denn mir ist nicht ganz klar, was diese Hirnstammaudiometrie bringen soll. Gibt es dann eine bestimmte Therapie oder gar OP? Oder ist es eine Erkenntnis der Erkenntnis willen? Dann ist mir das Narkoserisiko und die Aufregung für sie zu hoch.

Neben der Frage, was bringt uns das Ergebnis, ist auch zu berücksichtigen, dass wir i.M. kaum Probleme mit dem Sprachverständnis haben. Very Happy

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank und viele Grüße

Anneke

_________________
Anneke (Aspergerautistin) mit Enna (* 2003) frühkindliche Autistin und seit Aug.09 mit Schulbegleitung in einer Regelschule sowie Daniel (* 2006)
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Fibi
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BeitragVerfasst am: 14.12.2007, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anneke,

bin kein Spezialist, aber ich könnte mir vorstellen, dass man viell. eine Hörstörung damit ausschließen will???

Wir haben auch eine BERA in Narkose hinter uns. An sich nicht schlimm, nur eben die Vollnarkose............

Kleiner Tipp, schreib mal deine Frage ins schwerhoerigenforum. Dort bekommst du mit Sicherheit eine fachliche Antwort (soll jtzt aber nix gegen REHAkids sein!!!!!). Ich schreibe auch in beiden Foren und hole mir hier und da Infos!

LG fibi, deren Sohnemann im Moment mit absicht jede Ansage gefühlte hundertmal sagen lässt Evil or Very Mad

_________________
Fibi (*69), Papa(*65) und Sohn (*05/02); Frühchen 34.SSW--> mit mittelgradiger SH bds. versorgt mit HG's, schwacher Muskeltonus, Hauptbronchusstenose li., Vorhofseptumaneurysma, Skoliose, AD(H)S und überdurchschnittliche Begabung, Störung im Sozialverhalten, ND
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IngeH
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BeitragVerfasst am: 15.12.2007, 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
die Bera gibt an, ob und welcher Geschwindigkeit Geräusche über die Ohren ans Gehirn weitergeleitet werden können. Daraus kann man schon Rückschlüsse ziehen.

Bei meiner Tochter wurde die Bera mit Ende 5 Jahren ohne jegliche Betäubung gemacht. Allerdings ist absolut altersgemäß entwickelt und was die Einsicht in medizinische Tests und Verhaltensweisen dabei angeht sehr vorbildlich.

Aber vielleicht kann man eben in Eurem Fall auch noch 1 Jahr damit warten.

An auditiven Therapien kenn ich die Tomatistherapie und bei Frau Iven in Baiersbronn haben wir ein Hörtraining gemacht, das jeweils im Wechsel das linke wie das rechte Ohr etwas hören ließ, Musik wie Hörbücher etc. Dies hat zu einer besseren Verschaltung der Gehirnhälften beim Hören und auch sonst führen sollen.

Mein Ältester fand das toll und ich hatte den Eindruck es hat ihn auditiv weitergebracht.

Wenn Du Tomatis und Iven Baiersbronn googlest wirst Du viel darüber finden.

Liebe Grüße

_________________
Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS
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BeitragVerfasst am: 15.12.2007, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Im Alter von viereinhalb Jahren kann keine AVWS diagnostiziert werden, schon gar nicht "im Vorbeigehen"!!! Es ist absolut lächerlich, wenn die Ärzte und Therapeuten in dem Alter 1 + 1 zusammen zählen und AVWS herausbekommen. Der Test funktioniert erst ab einem Alter von knapp sechs Jahren! Zur Diagnostik sollte IMMER ein Spezialist hinzugezogen werden, davon gibt es nur wenige in der Bundesrepublik.

Man sollte außerdem ausschließen, dass eine geistige Einschränkung vorliegt. Man muss genau klären, ob es eine AVWS oder AD(H)S ist. Eine Aufmerksamkeitsstörung ist sehr schwer von Wahrnehmungsstörungen zu unterschieden. Auch diese Tests funktionieren erst im Vorschulalter. Und vorher sollte man sich mit sämtlichen Diagnosen absolut zurückhalten.

Die BERA zu machen ist notwendig und der 1. Schritt. AVWS, AD(H)S, Autismus und geistige Defizite ähneln in den Symptomen der Schwerhörigkeit. Diese muss also als erstes ausgeschlossen werden. Ihr MÜSST die BERA machen, um das abzuklären. Wenn sie ein braves Kind ist (meiner ist so), kann sie ein bisschen fernsehen während der Untersuchung, geht ja ganz schnell. Das verfälscht NICHT die Ergebnisse, wie fälschlicherweise sogar im Schwerhörigenforum immer wieder behauptet wird. Es wird im Prinzip ein EEG geschrieben, das ist völlig harmlos. Klappt das nicht so, geben sie zunächst Melatonin. Das ist ein Hormon, das unseren Schlafrhytmus steuert. Bei uns in der Uniklinik wird nur sediert, wenn gleichzeitig noch andere OPs gemacht werden.

Das Ergebnis wird zunächst zeigen, ob sie hören kann. Wohl nicht, wie Du schriebst!!! Dann wird sie Höris bekommen, eine Paukenröhrchen-OP - was auch immer nötig ist, das Gehör zu verbessern. Jede andere Therapie, bevor das Medizinische abgeklärt ist, ist völliger Quatsch. Bei Schwerhörigkeit DARF sogar keine Logopädie verordnet werden, bis das Gehör stabil ist. Da werden die Krankenkassen (zu Recht) wirklich zickig und zahlen dann gar nichts mehr.

So schnell wie möglich die BERA, dann schaut Ihr weiter.

VG, Barbara
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BeitragVerfasst am: 15.12.2007, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

P/S.: Die BERA zeigt, ob eine INNENOHRschwerhörigkeit vorliegt. Wird die ausgeschlossen, schauen sie dann auf das Mittelohr. Mein Sohn hat eine ganz leichte Innenohrschwerhörigkeit, die ist aber so gering, dass sie normalerweise nicht aufgefallen wäre. Zusammen mit den Paukenergüssen hat dies jedoch dazu geführt, dass er vier Jahre Hören verloren hat. Das werden sie bei Euch auch prüfen.
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Anneke*
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BeitragVerfasst am: 15.12.2007, 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo an euch alle,

vielen Dank für die Antworten. Ich glaube, ich habe zu wenig Infos gegeben. Embarassed Sorry

Also:

1. Sie hat seit sie 7 Monate alt ist Paukenröhchen. Wurden bei der Spalt-OP gleich mit gelegt. Ca. 1/2 Jahr davor fing sie an, immer weniger auf Geräusche zu reagieren und sie hatte auch fette Ergüsse, wie sich bei der OP gezeigt hat.

2. Mit ca. 1 Jahr wurde schon eine Bera gemacht, weil der Verdacht auf Innenohrschwerhörigkeit bestand. Wir hatten das Gefühl, sie hört zwar Geräusche
versteht aber keine Sprache. Das Ergebnis der Untersuchung war gut. Es hatte sich dann rausgestellt, dass sie nicht nur nicht auf Sprache sondern auch nicht auf Berührung (leichte Berührung ohne Sichtkontakt)reagiert. Das war also eher eine Wahrnehmungsgeschichte und es hat sich verbessert, seit wir gelernt haben, zu ihr durchzudringen.

3. Ich muss die Gesten nur noch selten benutzen, meist versteht sie mich gut ohne.

4. Ich bemühe mich gerade um einen Termin im Autismus Institut. Dabei steht vorallem im Vordergrund, dass sie fast komplett nicht in der Lage ist, auf Gleichaltrige zu reagieren und zu ihnen sozialen Kontakt aufzubauen.

5. Sie hat meist derart "Hummeln im Hintern", dass ich das mit dem stillsitzen und fernsehen gleich vergessen kann. Das mit dem Melatonin ist ein guter Tipp. Obwohl EEG's gehen auch (obwohl grenzwertig).

6. Die Narkose scheue ich, da sie erst letzten Monat eine hatte (Kopf-MRT) und das Aufwachen für sie ganz schlimm war. Ich denke, ihre Wahrnehmungsstörungen verschlimmern das unangenheme Gefühl (mir ging es nach der Narkose auch ziemlich elend, so dass aus ambulant stationär würde Confused ). Sie war sehr agressiv und wollte nur flüchten, obwohl sie nicht mal sitzen konnte. Wir mussten sie zu zweit halten.

Nun meine Fragen:

1. Können sich die Innenohrwerte verändern oder reicht die BERA von vor 3 Jahren?

2. Ändert das, was ich jetzt noch geschrieben habe, etwas an eurer Einschätzung?

Vielen Dank

Gruß Anneke

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Anneke (Aspergerautistin) mit Enna (* 2003) frühkindliche Autistin und seit Aug.09 mit Schulbegleitung in einer Regelschule sowie Daniel (* 2006)
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Anneke*
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BeitragVerfasst am: 15.12.2007, 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

Schon wieder was vergessen Embarassed

1. Sie spricht sehr laut.

2. Hörtest werden seit Jahren bei ihr alle 6 Monate in der Pädaudiologie im med. Hochshule Hannover gemacht.

3.Wenn das Autismus-Institut uns nicht weiter helfen kann, werde ich eine AD(H)S-Diagnostik anleiern.

Ich denke das war's jetzt.

Vielen lieben Dank

Anneke

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Anneke (Aspergerautistin) mit Enna (* 2003) frühkindliche Autistin und seit Aug.09 mit Schulbegleitung in einer Regelschule sowie Daniel (* 2006)
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sandraunik
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BeitragVerfasst am: 15.12.2007, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bei Niklas wurde die BERA mit Sedierung (Chloralydrat) gemacht, und zwar in der Komm.klinik in Mainz Uniklinik.

LG Sandra

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Sandra (38) und Niklas (11), MPS II und CSWS Syndrom

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BeitragVerfasst am: 16.12.2007, 00:21    Titel: Antworten mit Zitat

Schönen Dank auch für die Zeitverschwendung... Du hast uns praktisch alle validen Daten unterschlagen! Habe ich Deine einzige echte Frage richtig verstanden: Kann eine BERA sich innerhalb von einigen Jahren verändern? Ja, kann sie. Ich würde mich sehr gern darüber aufregen, wie sehr Du unser aller Zeit verschwendet hast, aber wenigstens hinsichtlich der Symptome hatte ich Recht, es wird bei Euch auf Autismus geprüft. Tue uns allen einen Gefallen und denke das nächste Mal nach, bevor Du ein Posting ins Forum setzt?
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BeitragVerfasst am: 16.12.2007, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

HOPPLA..........

Kopfschüttelnde Grüße von Heike, die sich über letzten Eintrag doch sehr wundern muß....wie geht es den Moderatoren damit ?
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