Verfasst am: 30.11.2007, 17:50 Titel: Wie kriege ich bloß Trinken in das Kind hinein?
Huhu Leute,
ich hoffe mal auf Eure Kreativität.
Meine 2 1/2jährige trinkt leider permanent zu wenig. Also einfach nur hinstellen und anbieten funktioniert hier definitiv nicht. Die von unserer Ärztin geforderte Flüssigkeitsmenge (inklusive dem aus der Nahrung aufgenommenen) von 1,2 l schaffen wir definitiv nicht ansatzweise.
Wir haben jetzt die letzten 5 Tage mit viel hinterherrennen und verschiedenen Getränken (Milch, Tee, Apfelschorle, mal ne Trinkschokolade) und wasserreichem Obst (Melone, Mandarinen) und Obstgläschen geschätzte 800-950 ml am Tag reingekriegt. Immerhin. Aber nur mit PERMANENTEM Hinterherrennen und immer wieder "Trink mal was" - Minischluck etc etc etc. Davon mal abgesehen, dass MICH das nervt, möchte ich auch nur ungern, dass mein Kind irgendwann schon aus Protest nicht mehr trinkt. So weit davon entfernt sind wir nicht.
Ideen? Vorschläge?
Strohhalme sind bereits im Einsatz - damit geht in der Tat ein bisschen mehr rein. Wie gesagt: eine gewissen Getränkeauswahl besteht auch, es gibt also nicht nur laaaaangweiliges Wasser. Und die kalorienbombigen unverdünnten Säfte und Limos mag ich ihr auch nicht geben, da sie ohnehin eher zum Mopplogsein neigt.
besorge dir doch mal Aufkleber und klebe sie auf den Boden eines Glases (von unten), schöne kleine selbstgemalte Bildchen mit Window color tun es auch, fülle das Glas immer nur 1/2 oder 1/4 voll, immer wenn deine Tochter das Glas leergetrunken hat und den Aufkleber sieht,darf sie ihn in ein Sammelheft oder ans Fenster kleben.
Sobald sie ihre Freude daran gefunden hat, wird sie freiwillig zum Trinken kommen, weil sie die Sachen so toll findet
Hallo Silke,
Louisa wollte auch lange nicht trinken. Sie verschluckte sich leicht und hat anscheinend auch kein grosses Durstgefühl. Strohhalme haben geholfen, ein wenig Fruchsaft oder Sirup rein, damit es nicht ganz geschmacklos ist und immer lauwarm.
Und wir habe sie daran gewöhnt regelmässig bestimmte Mengen zu trinken, zum Frühstück, Pausenbrot, Mittagessen, NAchmittags und Abends IMMER VOR DEM ESSEN. SIe bekam einfach kein Essen, wenn nicht der Becher mit 100ml/150ml/ 200ml--je nachdem, leergetrunken war. Du kannst ja mit kleinen Mengen anfangen.
Aber mit hinterherlaufen würde ich aufhören. Louisa hat sich schnell daren gewöhnt. Ich setzte sie vor uns schon an den Tisch, damit sie auch Zeit hat ihren Becher in Ruhe zu trinken. Jetzt trinkt sie auch Wasser ohne Probleme. WIr schaffen damit immerhin meist 1 - 1,2 Liter
Alles Gute
MArtina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
Ja, das mit den Aufklebern hatte ich auch schon überlegt, vielleicht sogar gekoppelt mit ner kleinen Belohnung nach x Aufklebern. Weiß aber nicht, ob sie da schon die Zusammenhänge begreift mit 2 1/2. Vielleicht probieren wir das mal
Und beim Trinken zum Essen... Ich denke, das würde bei uns nichts bringen. Wir essen richtig fest nur 3 Mahlzeiten. Selbst wenn ich sie dann jeweils 200 ml trinken lasse (was sie nie im Leben am Stück tut), dann sind wir gerade mal bei 600ml - das reicht nicht. Da wir auch oft unterwegs sind und auf Essenszeiten auch nicht soooo genau schauen (wir haben ja bislang weder KiGa noch Schule oder sowas), fällt dann gelegentlich auch mal ein Essen später/früher oder auch unterwegs aus. Da lässt sich das ja dann auch nicht so durchziehen... Später, wenn es Richtung KiGa geht und damit mehr Rhythmus hier reinkommt, mag das vielleicht praktikabel sein.
ich weiß ja nicht vielleicht mag Deine Kleine noch die Flasche habe ? (jaja ich weiß, in dem Alter ) Falls ja könntest Du damit sicher auch etwas mehr reinbekommen ... ich biete sie meiner auch noch an (29 monate wird) .. aber sie sucht sich das meist selber aus ob sie aus der Flasche oder dem Becher , Glas oder Trinkhalm trinken möchte so haben wir alle kein Stress und sie bekommt genügend Flüssigkeit .
DIe Becher für sie hab ich alle nach unten geräumt und so wählt sie zwischen 4 Farben auch noch einen aus , aus dem sie in dem Moment Lust hat ..sie findet es toll und kommt sich damit schon groß vor, weil sie ja selber entscheiden darf.
Wie kommt ihr darauf das eure Kind vn 2-3 Jahren über 1 L trinken müssen und warum??
Haben sie Probleme wenn es weniger ist?
Felix trinkt maximal 800ml und kommt damit Prima hin. Unser KiA sagt Kinder holen sich was sie brauchen und werden nicht freiwillig vorm vollen Glas verdursten.
1,2l sind für mich die Menge für ein Schulkind... _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
Hallo Anja,
uns ist es so "aufgetragen" worden. Es hiess sogar im Sommer 1,5l. Evtl wg der Medis......viel flüssigkeit ist schon wichtig, denke ich. Es kommt aber auch auf den Rest der Ernährung an.
Vor dem vollen Glas verdusten kann man schon, wenn man kein Durstgefühl hat!
Schon erlebt mit Louisa deren Blut und Urinwerte sejr schlecht waren und sie immer nur ein Schlückchen trinken wollte.
Aber für eine 21/2 jährige sollte auch in bisschen weniger reichen....
LG
MArtina _________________ Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. kleinere Defekte; litt unter nichteinstellbaren fokalen Anfällen/Sturzanfällen, Halbseitenlähmung li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07
Eine Freundin von mir hat mehrmals am Tag mit Ihrem Sohn um die Wette getrunken, wer erster war bekam was Süßes.
Er ist erst 3Jahre hat echt Spaß gehabt und es klappte super.
Liebe Grüße Iris u Caroline _________________ Iris (42J) mit Caroline geb 32SSW Epilepsie Tetraspastik Skoliose Reflux PEG nach Hirnbluten 3. Grades
@Anja: Ich habe ganz gezielt unsere Kinderärztin gefragt, wieviel Flüssigkeit unsere Tochter zu sich nehmen soll. Es geht dabei nicht um die TRINKmenge, sondern um die (auch im Essen - Suppen, Brei,...- enthaltene) FLÜSSIGKEITSmenge, die zugeführt wird. Ist ja auch nochmal nen Unterschied. Ansage im Krankenhaus (wo wir wegen Flüssigkeitsmangel waren!) war ein 3/4 Liter TRINKmenge, wenn sie nicht mehr ausgetrocknet ist. Dann kommt das ja in etwa hin... Dazu kommt eine Neigung zu Harnwegsinfekten, die ja dann eigentlich auch NOCH MEHR Flüssigkeitsbedarf bedeutet
@ Karin: "Die Flasche" hat sie so eigentlich nie bekommen. Sie war Stillkind und hat dann auch recht früh aus dem Becher getrunken. Unsere Trinklernbecher z.B. mag sie nicht besonders
@ Iris: Ja, das werden wir hier mal probieren.. Vielleicht mal so als Highlight zwischendurch.
@ Silke: Ja das stimmt die Flüssigkeit im Essen muß ja auch gerechnet werden.
Wenn sie wenig trinkt dann mogel ihr doch mehr Flüssigkeit ins Essen.
Melonen, Gurken ect sind doch recht Wasserhaltig. Soßen werden eben etwas "dünner" und es gibt öfter mal Suppe. _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
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