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(Not)Taufe in der Klinik
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PapaBernhard
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 15:26    Titel: (Not)Taufe in der Klinik Antworten mit Zitat

Nachdem es in der ersten Woche bei unserem Kleinen gar nicht gut aussah, haben wir beschlossen, ihn auf der Intensivstation von der Kinderklinik taufen zu lassen. Wir haben über die Schwestern die Seelsorgerin anrufen lassen, die sehr schnell gekommen ist und sich mit uns über unser Anliegen unterhalten hat. Sie hat es dann auch sehr schnell (am gleichen Tag) organisieren können, dass sogar ein Pfarrer auf die Station gekommen ist. Auf der Station haben die auch die Taufutensilien vorliegen. Als Taufkerze hat meine Mutter noch eine aus meiner Kindheit gefunden (ob die von mir oder von meiner als Kind verstorbenen Schwester ist, wusste sie zu dem Zeitpunkt nicht). Die durften wir sogar während der Taufe anzünden. (hätte ich nicht gedacht, dass wir das dürfen. Schon alleine wegen der ganzen Sauerstoffanschlüsse) Sogar ein Taufkleid hatte der Pfarrer dabei, dass während der Taufe einfach auf unseren Sohn gelegt wurde. Anwesend waren dann meine Frau und ich, 2 Krankenschwestern, eine Ärztin, die Seelsorgerin und der Pfarrer. Es war trotzdem es ja im Hauptintensivzimmer (mit 12 Plätzen, vorwiegend Inkubatoren) stattfand, sehr feierlich und würdig.
Eine weitere "Besonderheit" unseres Kindes: in der Taufurkunde steht nun als "Taufkirche": "Kinderklinik Passau"
Was für Erfahrungen habt denn Ihr gemacht mit der Taufe in der Klinik? Wie ist die von statten gegangen und wie hat Euch das Personal unterstüzt?

_________________
Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 Asphyxie bei Geburt, Entwicklungsverzögerung, Epi
Adoptivschwester *2006
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AnjaD
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wir haben Louisa auch in der Klinik-Zeit taufen lassen, sie war aber stabil genug, so dass wir sie mit zur Kirche nehmen konnten. Sie wurde für diese Zeit "beurlaubt" und wir sind nach der Taufe in unserer Gemeindekirche dann sofort wieder zurück mit ihr in die Kinderklinik.
Ich empfnad damals eher die Kirche als unterstützend, das Klinikpersonal brauchte Louisa ja nur zu "beurlauben"... Der Pastor hat quasi auf das Taufgespräch verzichtet (wir hatten ja schon unsere Zwillis, die wurden "normal" getauft), den Taufspruch haben wir noch in der Kirche ausgesucht... Taufkleid war ein Taufanzug, den ich vor Jahren mal für das Kind einer Freundin selbst gemacht hatte, den hat sie mir an dem Tag "geliehen".
Es waren nur wir (also ich, mein Mann, die Zwillis und Louisa) sowie der einzige Pate von Louisa in der Kirche.
Für mich insgesamt sehr bedrückend, weil der "Hintergrund" ja nun kein schöner war, wir befürchteten halt, sie zu verlieren, außerdem hat Louisa selbst während der Taufe noch gekrampft.... Confused

GLG Anja

_________________
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.
Vaclav Havel

Anja (*1969)mit F. und D. (*1998), D.: ADHS, L. (*2001) vorgeburtl. Schlaganfall, Hemiparese, Epi, GB und Y. (*2004) V.a. ADHS
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JuleWo
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wir standen damals vor der Wahl, Konrad nottaufen zu lassen - haben wir aber nicht gemacht. Trotzdem möchte ich kurz erzählen, wie es war. Ich habe etwas zwiespältige Gefühle bei dem Gedanken daran.

Ich konnte damals erst am zweiten Tag nach Konrads Geburt zu ihm, da Frauenklinik und Neonatologie hier nicht in einem Haus waren. Konrad ging es, wegen des Nierenversagens, sehr schlecht. Die Aussage der Ärzte war: Zustand kritisch aber stabil... Was immer man sich als Mutter darunter vorzustellen hat ...

An jenem zweiten Tag fuhr ich nun also mit dem Krankentransport zu Konrad in die Klinik. Ich wurde von einer Schwester empfangen, welche mir den Fahrstuhl aufschloss, um mich nach oben zu begleiten. Mein "Mann" war auch dabei. Im Fahrstuhl sagte die Schwester völlig unvermittelt: "Haben sie schon über eine Nottaufe nachgedacht?"

Schock - so ernst ist es ... Ich hatte noch nicht mal Konrads Kopf gestreichelt und ihn angesehen und schon werde ich sozusagen mit dem Ende konfrontiert ... ?????

Erst durch diese Äußerung wurde praktisch gesagt, daß es um Leben oder Tod geht. Das war mir vorher nicht so bewußt. Man hätte dies auch meinem Mann, der von Anfangan am Inkubator stand, sagen können. Es war wirklich sehr unglücklich gelaufen. So war es die Nottaufe, die ich mit dem Ernst der Lage und mit Konrads mögliche Tod verbinde.

Deshalb haben wir Konrad nicht nottaufen lassen. Es wäre für uns einem Aufgeben gleich gekommen. Zum Glück hat Konrad die schweren Tage überstanden und wir konnten ihn mit knapp einem Jahr "ordentlich" taufen.

So viel zu meinen Erinnerungen an das Thema Nottaufe.
LG Jule

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... mit Konrad (*2002) - Frühchen (28+3 SSW), Epilepsie (V.a. Panayiotopoulos Syndrom) (anfallsfrei), Sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84.8), Zystennieren - daraus resultierender Bluthochdruck
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Ullaskids
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich bin selbst auch im KH getauft worden, weil ich blau angelaufen und mit Sichelfüßen auf die Welt kam... bin aber heute und auch schon als Baby nach der Gipskorrektur meiner Füße völlig gesund und hatte wohl doch keinen Sauerstoffmangel! Erinnern kann ich mich natürlich nicht mehr... So feierlich wie bei euch war es aber sicher nicht, eher bedrückend, weil es meiner Mutter auch nicht gut ging nach der Geburt. Ich bin dann auch nochmal mit 3 Monaten in unserer Kirchengemeinde "ganz normal" getauft worden. Und in meiner Taufurkunde steht auch die Gemeindetaufe und nicht die Kliniktaufe drin. Das war vor 36 Jahren alles bestimmt ganz anders Wink und viel bürokratischer.
Ich freue mich für euch, dass die Taufe so schön gestaltet wurde, trotz der äußeren Umstände!
Lieben Gruß
Ulla

_________________
Viele Grüße,
Ulla mit A. (*09/2004) Unbekannte Grunderkrankung mit therapierefraktärer Epilepsie (früher BNS, seit 12/07 Lennox-Gastaut-Syndrom) und schwerster Entwicklungsverzögerung
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PapaBernhard
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Es war ja in dem Sinne keine echte "Nottaufe", sondern es war schon geplant, wenn auch recht zügig. Zu diesem Zeitpunkt sah es auch noch recht kritisch aus (der Kleine war da noch beatmet) und am Tag vorher hatten wir ein sehr ernstes Gespräch mit den Ärzten, die uns gefragt haben, wie "intensiv" die Medizin im Falle von Komplikationen noch aufgefahren werden soll. Deswegen haben wir uns zur Taufe in der Klinik entschieden. Nach der Taufe haben meine Frau und ich unserem Kleinen noch "gesagt", dass wir es in seine Hand legen, ob er kämpfen will oder nicht und wenn er zu seinen beiden Sternenbrüdern (gestorben in der 15. und und der 9 SSW , 2004 bzw. 2005) gehen will, wir ihn ziehen lassen. Aber bezeichnenderweise hat sich bereits am Tag drauf der Zustand deutlich gebessert, dass die Medikamente runtergefahren werden konnten und noch ein Tag später konnte man bereits auf die Beatmung verzichten.
Jetzt ist er natürlich um die große Tauffeier gekommen, die seine Schwester letztes Jahr ja hatte. Wir wollen aber noch mal eine extra Feier in unserer "Dorfkirche" machen, die eben statt des "Taufblocks" eine Kindersegnung enthält.

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Moritz Inge
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bernhard
Sven ist auch nach 8 tagen nach seiner Geburt auf der Intensivstation im Inkubator getauft worden,man nannte es eine Jähtaufe.
Ich habe fürchterlich geweint es kam mir vor als wenn ich auf der Beerdigung gewesen wäre.
Sven lag 7 Wochen im Koma, er wurde 60 min. nach der Notsektio reanimiert.

LG
Inge u. Sven

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ritap
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Eine schöne Taufe - trotz der schwierigen Umstände habt Ihr gehabt.

Lasst die Taufe bei Eurer Heimatpfarre oder der fürs Krankenhaus örtlich zuständigen Pfarre einfach eintragen ins Taufregister. Dann gibts auch später keine Probleme bei Kommunion oder Konfirmation.
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PapaBernhard
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

ritap hat folgendes geschrieben:
Eine schöne Taufe - trotz der schwierigen Umstände habt Ihr gehabt.

Lasst die Taufe bei Eurer Heimatpfarre oder der fürs Krankenhaus örtlich zuständigen Pfarre einfach eintragen ins Taufregister. Dann gibts auch später keine Probleme bei Kommunion oder Konfirmation.


das ist bereits geschehen. Dadurch, dass es doch relativ geplant war, haben wir die kompletten Papiere ausgefüllt. Die Taufe ist auch schon im Familienstammbuch eingetragen worden. Und da steht eben die Kinderklinik als "Taufkirche"

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Gudrun D.
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Schön, daß es würdig gelaufen ist. Ich freue mich für Euch und wünsche weiterhin Gottes Segen für Euch! und einen treuen Schutzengel.


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Seid lieb gegrüßt und gedrückt von
Gudrun!


Mit Benjamin Pflegesohn 28 Jahre CP.Tetraspastik, Ohne Sprache. schwerst behindert! und drei lbl. erwachsenen Töchter.
und 2 Enkel 5 und 2 Jahre alt. http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....al.php?user_id=4363[/URL]
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

unserer Sohn würde auch mho klinik osnabrück getauft ,,,,,,,,,,,,,,,,, ohne urkunde komich dann 1 April 1 jahr später würde fabian 2 Taufe wegen Paten übernehmen ..........................
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Mama Taubheit/ Papa Taubheit/Naty gesund /Fabian Taubheit spastik Hirnhälfte, schattenblind.schluckplm.PEG , Epilepsie,lähmung links ; und viel mehr / Ci inplan nein Danke.......
Timmy gesund.....
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