Verfasst am: 17.05.2005, 22:14 Titel: Craniosacral-Therapie: Wie oft?
Hallo!
Habe mit etwas Erstaunen hier gelesen, dass manche wöchentlich mit ihrem Kind zur Craniosacrale gehen.
Also wir haben mit dieser Therapie-Form sehr früh bei Céline angefangen (1 Monat alt), allerdings wurde uns gleich gesagt, dass es nicht sinnvoll ist, öfters als alle 3-5 Wochen zu behandeln. Im Gegenteil hieß es, es werde ein Prozess im Körper ausgelöst, der oft eine längere Zeit braucht, um voll in Gang zu kommen.
Vielleicht kann mir da ein(e) Fachmann / Fachfrau Auskunft geben.
Céline wird allerdings immer von einem "Osteopathen-Team" behandelt (1-2 Fertigausgebildete + 2-3 "Schüler" im Abschlussjahr) und zwar direkt in der Osteopathie-Schule. Habe mal gelesen, dass diese Behandlungsform im Team sehr effizient bei behinderten Kindern sein soll.
Sind die Sitzungen dadurch "intensiver" und daher nicht so oft notwendig?
Liebe Grüße
Christine _________________ Christine (64) mit Katia - 10.93, Pubertätskrise, sonst gesund, und Céline - 03.04, schwer mehrfachbehindert (blind, BNS-Epilepsie, PEG, schwere geistige und körperliche Behinderung) aufgrund von Gehirnfehlbildungen (Microcephalie, Lissencephalie, Balkenagenesie) Unser Album
Ich werde bald auch mal die Craniosacrale ausbrobieren und kann mich deinen Fragen daher nur anschließen. Was bewirkt diese Therapie bei Céline?
gute Nacht und liebe Grüße Kate _________________ 24 J. ICP (spastische Tetraparese), Hüftdysplasie, M. Scheuermann, angeborener Herzfehler, neuropatischer Schmerz, N. Ischiadicusläsion (z.N. OP 2004)
Hallo,
Bin zwar keine Fachfrau, mache aber mit Aenne auch regelmässig Cranio.
Unsere Krankengymnastin macht das auch immer mit einer Kollegin zusammen, da sie dann effektiver auf prozesse, die durch die Behandlung im körper des Kindes ausgelöst werden, eingehen kann.
Auch ich habe gehört das die Prozesse die im Gewebe durch die Behandlung ausgelöst werden zeit brauchen, wir machen daher höchstens alle 3 Monate Cranio und sehen sogar zu, das der Abstand zu osteopathischen behandlungen und Atlas-impuls Therapie gross genug bleibt.
Liebe Grüsse
Nele _________________ Conny,Bj.73,Olaf,Bj.70 mit
Lea-Marie 10/95
Aenne Malin 11/01, Sehbehindert, Balkenhypoplasie, Epilepsie, schwere Entwicklungsstörung
Henry Roland 04/06, Balkenagenesie, Nierenaplasie rechts, Entwicklungsstörung
Hallo,
ich gehe mit Dennis auch zur Cranio, und wir haben auch immer einen Abstand von ca. 3-5 Wochen (waren bisher erst 3 mal da) , bisher habe ich keine "RIesen" veränderungen gemerkt, scheint ihm aber gut zu tun und das ist für mich schon das wichtigste
LG Inci _________________ (Mama von Dennis, geboren 28.01.1999;
komplexer Herzfehler (Shone-Komplex) mit Lungenhochdruck, Autismus mit Zwangsstörung, Thorakal-lumbal-Skoliose, Epilepsie mit fokalen Anfällen; unser "kleiner" Sonnenschein )
@ KATE: Na ja, so genau kann ich eigentlich nicht so sagen, was die Craniosacrale bei Céline bewirkt. Wie gesagt, wir haben sehr bald nach der Geburt damit begonnen, so dass es für uns kaum ein "Vorher" gibt. Oder vielleicht doch: Anfangs hat sie sich sehr stark nach hinten gestreckt, ist aber nach ein paar Wochen vergangen. Vielleicht doch eine Nachwirkung...
Aber schaden tut es ihr auf keinen Fall und sie liegt immer ganz entspannt während der Behandlung, also machen wir weiter. Eigentlich ist sie ein sehr zufriedenes Kind und vom Allgemeinzustand recht stabil. Wer weiß, wie sie ohne Craniosacrale wäre?...
Bin gespannt, was du darüber berichten wirst!
Viele Grüße
Christine _________________ Christine (64) mit Katia - 10.93, Pubertätskrise, sonst gesund, und Céline - 03.04, schwer mehrfachbehindert (blind, BNS-Epilepsie, PEG, schwere geistige und körperliche Behinderung) aufgrund von Gehirnfehlbildungen (Microcephalie, Lissencephalie, Balkenagenesie) Unser Album
Hallo,
wir waren jetzt etwa 5 Wochen wöchentlich zur Behandlung. Allerdings hat da nur ein Therapeut CS durchgeführt. Einmal war seine Partnerin dabei - da war der Abstand schon 3 Wochen.
Gestern meinte Jakobs Therapeut allerdings, dass die Abstände auf drei bis vier Wochen sehr gut ausgedehnt werden können. Ich habe mir nun das Buch
"Upledger, John: Auf den inneren Arzt hören. Eine Einführung in die Craniosacral-Therapie. München 2004" gekauft. Falls ich darüber was lesen sollte, werde ich es euch wissen lassen!!
Hallo,
als erstes sollte man wissen, dass die Cranio-Sacral-Therapie nach 2 unterschiedlichen Methoden praktiziert wird. Einmal wird in Deutschland die Methode nach Upledger, dann die Methode nach Sutherland angeboten.
Ich gehe mit Leara wöchentlich für 2 - 3 Stunden in die Cranio-Therapie und das ist das beste, was ihr passieren konnte. Meine Therapeutin arbeitet nach der Sutherland Methode und hat hier noch eine spezielle Fortbildung, um Säuglinge zu behandeln (der craniale Rhythmus wäre ein anderer). Sie hat große Erfahrung, da sie bereits seit 10 Jahren wöchentlich mind 20 Stunden behandelt und hier auch alle Altersklassen vertreten sind.
Sie arbeitet bei Leara nicht nur ausschließlich am Gehirn, sondern nimmt sich immer mal einen "anderen" Gehirnnerv vor (es gibt glaub 12) - einmal behandelt sie überwiegend die Ohren, ein anderes Mal mehr die Augen, dann wieder über den sog. "langen Hebel", die Arme und Beine.
Leara ist bei diesen Sitzungen entspannt, wie nirgendwo sonst. Wir hatten auch eine Phase, da konnte sie eine Kopfberührung nicht gut ertragen, so hatten wir ihr hier dann in der Zeit auch Ruhe gegönnt, um traumatische Erlebnisse zu verarbeiten.
Der Erfolg ist bei Leara, dass die Spastiken DEUTLICH geringer sind und nach verschiedenen Sitzungen, wo die Beine und Füße behandelt wurden, ein paar mal Eigenbewegungen kamen.
Zu der Cranio gibt es ganz unterschiedliche Haltungen. Ich für mich vertraue auf meine Therapeutin, die - wäre es zeitlich und finanziell möglich gewesen, Leara auch täglich behandelt hätte. Ihr habe ich es zu verdanken, dass aus einem 3 monatigem Dauerschreien etwas Ruhe eingekehrt ist - und zwar exakt nach der ersten Sitzung.
Es gibt noch ein gutes Buch über die Cranio - ich habe den Titel aber nicht parat und werde ihn bei Interesse noch nachreichen.
Liebe Grüße
Anja + _________________ leara 7/04 schwerste Asphyxie vor Geburt - aufgrund Ärztefehler (Kaiserschnitt zu spät gemacht), Microcephalus, spastische Tetraparese, starke Entwicklungsverzögerung, Blind, schwerhörig, nicht einstellbare Epilepsie
wird die Craniosacral-Therapie neben der Physiotherapie oder an<stelle dessen vom Arzt verordnet? Oder ist das wieder eine Privatleistung?
Viele herzliche Grüße Katrin _________________ Liebe Grüße Katrino
mit Belli ,Spastikerin.
--schaut mal in meinen Flohmarkt, wenn Ihr Sachen sucht: http://picasaweb.google.com/Stroosina
Hallo,
aktuell hab ich am Donnerstag mit Tobi einen Termin und habe eine Kopie aus der Hebammenzeitung vom 05/2000 bekommen. Da heißt es bei Baby und Kleinkindern, Kindern richtet sich die dauer, Häufigkeit und Frequenz der Sitzungen nach den indivuellen Bedürfnissen im allgemeinen würden 5-10 Sitzungen reichen.
Hallo,
ich gehe mit Jana seit ca.1,5 Jahren etwa alle 3 Wochen zur Cranio.Bei uns in NRW ist es leider Privatsache-also ist selber zahlen angesagt(genau wie unsere Reittherapie) !Trotzdem möchte ich für Jana keins von beiden missen.Vor Beginn der Cranio hatte sie keinerlei Blasen-oder Darmkontrolle(noch nicht mal ein Gefühl zu "müssen"),jetzt ist sie Tag und Nacht trocken-für sie und uns alle ein riesiger Fortschritt. Sie ist bei unserer KG das einzige "trockene"CP-Kind!
Ich kann jeden nur empfehlen,es wenigstens zu versuchen-wir machen weiter.
Steffi mit Jana(6/99,29.SSW.,CP),Sarah(Zwillingsschwester mit Diparese)und Julia(4/96)
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