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Hilfe, hat mein Sohn Epilepsie?

 
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EvelinF
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 09:35    Titel: Hilfe, hat mein Sohn Epilepsie? Antworten mit Zitat

Hallo an alle "Fachleute",
ich bin im Moment etwas verunsichert, weil mein Sohn (bis dahin "gesund") seltsamme "Anfälle" hat.
Diese treten nur aus dem Schlaf heraus auf. (Zweimal Nachts, zweimal nachdem er Mittags kurz eingenickt war)
Er schreit kurz auf und erzählt dann komische Worte die es nicht gibt.
Die Augen sind starr und sein Mund und der ganze Körper zucken leicht.
Er ist nicht ansprechbar und weiß danach nichts mehr davon.
Das EEG (wurde wegen Kopfschmerzen gemacht) war rechtsseitig auffällig, worauf hin ein MRT gemacht wurde.
Das MRT war im groben o.K. auf genauen Befund warten wir noch.
Wie kann man Epilepsie feststellen, wenn das MRT unauffällig ist?
Durch Bluttests?
In welchen Fällen ist eine Medikation nötig? Wäre über Tips und Erfahrungen sehr dankbar.
EvelinF

_________________
Mama von D. (2001), Amnionschnürfurchensyndrom mit Amputationen von Finger- und Zehengliedern, Asthma, ADHS, Dyskalkulie, Zehenspitzengang und J. (2004) Rolandoepilepsie
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Sylke
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Einen Test auf Epi gibt es nicht.
Da verlässt man sich meist immer auf das EEG, und halt auf das "Anfallsbild"

Und das was du beschreibst hört aich für mich recht eindeutig nach Epi an......was sagen die Ärzte denn genau dazu?

Wenn er das öfters hat denk ich kommt ihr um eine medikamentöse Einstellung nicht drum rum

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Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05), Dravet-Syndrom ( und Mercy - ihr Anfallsmeldehund )
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katrinfi
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo EvelinF

wie oben schon gesagt gibt es keinen Test auf Epilepsie. Auch ein EEG muß nicht unbedingt auffällig sein und es kann trotzdem eine Epilepsie vorliegen. Gerade am Anfang hat man oft keine oder nur sehr geringe EEG-Veränderungen. Man muß sich wirklich auf die Beschreibungen (meist der Eltern) verlassen.

Wenn dieses bei deinem Kind öfter passiert wird garantiert medikamentös behandelt. Auch bei uns wurde das so gemacht, schon nach dem 3. Ereignis (wir wußten damals auch noch nichts von der Epilepsie). Auch Patrick hatte die ersten Anfälle im Schlaf, sehr viel später kamen dann auch welche am Tag hinzu. Heute hat er sie überwiegend in den ersten Stunden nach dem Aufwachen oder halt vorm Einschlafen oder innerhalb 2 Stunden nach dem Einschlafen. Bei schlechter Medi-
einstellung aber auch so am Tag.

Auch das Anfallsbild kann sich ändern, also nicht erschrecken.

Katrin

_________________
Katrin *70 , Michael *69, Patrick 99 mit Hirntumor WHO I°, Rezidiv 02/08, therapieresist. Epilepsie, Hemiparese, ADHS, komb. Entwicklungsst., Dyskalkulie, Legastheni, 2/3 Temporallappenresektion 10/08. Justin* 03 schweres Asthma, verzögerte Imunsystemreifung, Dyskalkulie, feinmotor. Etwicklungsstörung, ADHS, V.a. Rolando-Epilepsie.
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Evelin,

für mich klingt das auch sehr nach Epilepsie. Mit der Behandlung wird meist begonnen, wenn mehr als ein Anfall aufgetreten ist.
Gut wäre es vielleicht diese Anfälle mal zu filmen, damit sich das Ärzte auch mal ansehen können. Es gibt nicht die typischen Anfälle bei
Epilepsie. Die Erscheinungsformen sind so unterschiedlich, dass vieles gar nicht als epileptischer Anfall erkannt wird!

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LG Jaqueline
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Nur wahre Freunde hinterlassen Spuren im Herzen.
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EvelinF
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für Eure Antworten,
mit dem Arzt sprechen wir erst nächste Woche, weil das genaue Ergebnis des MRT noch nicht vorlag. (Im Krankenhaus haben sie uns aber schon gesagt, daß nichts
"Schlimmes" gefunden wurde.
Unser Arzt weiß noch nichts von den Zwei neuen Anfällen, weil sie erst in den letzen zwei Tagen aufgetreten sind.
Das mit dem Filmen ist eine gute Idee, werden wir machen.
Solange die Anfälle nur im Schlaf kommen geht es ja, weil wir da immer anwesend sind, ich hab jetzt halt Angst, das sowas im Kiga vorkommt.
Muß unbedigt noch mal mit der Erzieherin sprechen.
Kann mir jemand sagen, wie die Chancen stehen, daß sich sowas "auswächst"
DANKE
EvelinF

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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Kann mir jemand sagen, wie die Chancen stehen, daß sich sowas "auswächst"

Das hängt ganz von der Form der Epilepsie ab. Es gibt Formen, die sich verwachsen, die meisten tun dies allerdings nicht. Meist muss man darauf hoffen, dass die medikamentöse Behandlung anschlägt. Mein Freund ist jetzt 26 und auch nach vielen Medikamenten nicht anfallsfrei. Aber das lässt sich nicht pauschal sagen, denn jeder reagiert anders drauf. Die Epilepsie ist leider eine sehr vielfältige und weiträumige Krankheit, so dass sichere Aussagen im Vorfeld kaum bis gar nicht möglich sind.

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