Hallo !
Wir haben auch darüber nachgedacht Hannah früher einzuschulen, werden es jetzt aber doch nicht tun. Die Erzieherinnen sagen zwar, dass sie es schaffen würde, aber sie wären auch nicht von sich aus auf uns zugekommen und hätten es vorgeschlagen. Was mich zudem etwas abgeschreckt hat: Guck mal bei Google und gib mal ein: vorzeitig einschulen Studie.
Aber nichts desto trotz ist alles von deinem Kind abhängig... Ihr müsst euch mit der Entscheidung wohlfühlen...
Bei uns im Kiga sagt man, dass die soziale Komponente (fast) wichtiger ist als die kognitive Seite.
Wichtig ist auch der Gedanke an später: Kommt das Kind damit klar immer das Jüngste zu sein...
Die Grundschulen habe sich (zumindest hier bei uns) noch nicht auf jüngere Kinder umgestellt. Die Lehrpläne sind die gleich geblieben...
Bin mal gespannt wie ihr euch entscheidet !!!
Es ist soo schwierig !
Wünsche euch, dass ihr die richtige Entscheidung trefft !!!!
Lieben Gruß,
Uli _________________ Martha (09/04) mit spastischer Hemiparese rechts und Hannah (09/02)
Genau das meinte ich, bzw. das ist das Problem meiner Tochter, immer die Jüngste zu sein. Das älteste Mädchen in ihrer 3. Klasse wird bald 10...(zurückgestellt)
Und mit den Lehrplänen hast du auch Recht, die Schulen sind nicht darauf eingerichtet, motorische Defizite aufzufangen, ganz egal, wie die Kinder kognitiv drauf sind.
Dann gibt's in Kunst kein Lachgesicht, und das Kind ist frustriert.
Deshalb meine Aussage, ich würd's nicht wieder tun (und stehe jetzt vor der Entscheidung, mein Kind zurückstufen zu lassen. )
LG;Claudia _________________ Claudia, Bj. '64, mit Rebecca, * '96, Asperger, HB, ADHS, Asthma, und Melissa, * '00, Asthma
Hallo Denise,
In Frankreich oder Belgien wäre das gar nicht "vorzeitig einschulen" sondern ganz normal. In dem Kalenderjahr in dem die Kinder 6 werden, kommen sie im September in die Schule
Unser 1ter Sohn wurde erst am 7/1 6, wir bekamen eine Ausnahmegenehmigung (wollten, daß er mit seinen Freunden aus der Vorschule bleibt) und er kam also mit 5 3/4 in die Schule. Jetzt wird er erst 9 und ist schon in der 4ten Klasse. Das war absolut kein Problem bis jetzt, und daß er der Jüngste ist, stört ihn überhaupt nicht.
Aber wie die anderen auch sagten, Du hast ja noch ein bisschen Zeit, es Dir zu überlegen.... Es ist schon blöd, wenn das Kind später zurückgestuft werden muß, das glaube ich auch....
LG
Sylvie _________________ Sylvie, mit Axel (*2004, hypoton, versch. Fehlbildungen u.a. operierte Klumpfüsse, keine Diagnose) Unsere Vorstellung
in Brandenburg wäre Euer Kind eh schulpflichtig
Neele ist am 10.09. geboren und hätte reingemusst
wir haben mehr Glück als verstand gehabt sie zurückstellen zu lassen
da sie so klein und zart ist und eben ehemaliges Frühchen
auch nach Ansicht des Kindergartens noch ein Jahr spielen sollte.
Andere Kinder mussten alle gehen bis Ende Sept geboren ! _________________ DAGMAR mit
Wiebke 41.SSW
Maike 42.SSW
Ellert 24.SSW &
Neele 36.SSW www.mini-ellert.de
Und mit den Lehrplänen hast du auch Recht, die Schulen sind nicht darauf eingerichtet, motorische Defizite aufzufangen, ganz egal, wie die Kinder kognitiv drauf sind. . :( )
LG;Claudia
Hier auch das selbe Problem
volle Klassen, Kinder MÜSSEn immer jünger zur Schule und kein Lehrplan wurde verändert
neben uns zog ein Junge ein der auch musste zur Schule letztes Jaht schon weil der Termin verschoben wurde
der macht nun die erste nochmals.
Darum sage ich allen die uns fragen, schaut Eure Kinder an und beurteilt ohne falschen Stolz Ehrgeiz oder sonstwas, egal wann sie geboren wurden, nur Eltern können wirklich beurteilen wie ein Kind sowas wegsteckt
auch der Soziale Aspekt ist unheimlich wichtig ...
Neeles Feinmotorik ist nicht so , dass sie eine Einschulung einfach so weggesteckt hätte auch wenn die Intelligenz ohne Frage dagewesen wäre
Die Entscheidung ist immer schwer..... _________________ DAGMAR mit
Wiebke 41.SSW
Maike 42.SSW
Ellert 24.SSW &
Neele 36.SSW www.mini-ellert.de
ich bin wie Dein Sohn Anfang September geboren. Ich hätte ebenfalls vorzeitig eingeschult werden können, wollte aber nicht, da meine liebste Kindergartenfreudin jünger als ich war. Das letzte Jahr im Kindergarten habe ich mich ziemlich gelangweilt. Als ich dann in die Schule kam, war ich von Anfang an Klassenbeste. Der Unterricht fiel mir leicht, ich habe mich oft gelangweilt, weil ich viel schneller etwas begriffen bzw. erarbeitet hatte als alle anderen Kinder. Umgekehrt war ich aber auch faul und wollte keine Sonderaufgaben machen. Die Lehrer haben meinen Eltern sehr schnell vorgeschlagen, dass ich eine Klasse überspringen sollte. Ich wollte aber nicht, wegen meiner Freudin.
Mit der 5. Klasse musste ich mich dann wohl oder übel von meiner Freundin trennen - sie kam auf die Hauptschule, ich auf's Gymnasium. Auch im Gymnasium war ich ganz schnell wieder Klassenbeste - und galt bei meinen Mitschülern als Streber. So war es auch schon in der Grundschule gewesen. Ich habe dann auf dringendes Anraten der Lehrer ein Schuljahr übersprungen. Vom Lernen her ging es, innerhalb eines Vierteljahres hatte ich den Stoff aufgeholt. Sozial war es die Hölle. Ich weiß nicht, was die Lehrer meiner neuen Klasse über mich erzählt hatten, wahrscheinlich irgendetwas im Sinne von "da kommt eine ganz schlaue, die hat eine Klasse übersprungen". Zumindest wurde ich von Anfang an ausgegrenzt, es war unmöglich, Freundschaften zu schließen. Ich habe so darunter gelitten, dass ich nicht mehr zur Schule gehen mochte. Nach einem halben Jahr habe ich die Schule gewechselt und dort niemandem erzählt, dass ich eine Klasse übersprungen hatte.
Lange Rede, kurzer Sinn: gerade aus sozialen Gründen würde ich ein Kind, das intellektuell so weit ist, lieber vorzeitig einschulen als später eine Klasse überspringen lassen. Es ist für ein Kind weder toll, Streber genannt zu werden, noch macht Schule Spaß, wenn das Kind völlig unterfordert ist.
Viele Grüße
Stefanie _________________ Stefanie mit Tobias (geb. 08/2004, Frühchen 29+3 SSW, Gehirnblutung, deshalb Hemiparese rechts)
ich habe damals das Anmeldeformular für das Schuljahr 2004 für
Jan(11/98) von der Schule zugeschickt bekommen. Fand ich komisch,
aber Kinder bis 12/98 wurden damals berücksichtigt.
Jan war damals noch nicht soweit. Wir haben mit ERGO gerade ange-
fangen. Die Feinmotorik ließ zu wünschen übrig. Und vieles mehr.
Ich habe das Formular auch nicht ausgefüllt, war ja freiwillig.
Ich denke, wenn ein Kind sehr weit ist für sein Alter und im Kinder-
garten unterfordert ist mit 5 Jahren, kann man sich darüber Ge-
danken machen mit der vorzeitigen Einschulung nach dem Stichtag.
Unser Dritter hat Mitte November Geburtstag, ist also mit knapp sechs eingeschult worden.
Damals (er ist jetzt mit knapp 13 in der achten Klasse) war es die richtige Entscheidung. In den vergangenen Jahren habe ich immer wieder darüber nachgedacht und überlegt, ob und wann es vielleicht nötig sein wird, ihn ein Jahr zurückzunehmen. Eventuell mit Hilfe eines Auslandaufenthaltes, in dem er nicht in die nächst höhere Klasse geht, sondern die letzte, die er im Ausland absolviert hat, hier nochmals macht.
Warum? Weil die Schere in den Klassen mit zunehmenden Alter, wie mir scheint, auseinander geht. Spätestens mit beginnender Pubertät fällt immer auf, wer in einer Klasse jünger ist und das ist im Gymnasium nicht unbedingt gefragt. Schnell übernehmen die Kinder die Rolle des Quatschmachers oder Clowns und das finden die Lehrer nicht lustig. Verstehe ich ja auch, aber sie sehen oft nicht die besondere Situation des Jüngerseins/Unreiferseins, sondern nur lediglich die Störung.
Schwierig ist manchmal auch, dass Klassenkameraden aufgrund ihres Alters schon Sachen dürfen, auf die unser Sohn noch mehr als ein Jahr warten muss. Gerade betrifft es einen Teenagerglaubenskurs in unserer Gemeinde, in dessen Verlauf man vierzehn werden sollte (sinnvolle Voraussetzung). Jetzt gehen seine Kumpels alle hin, nur er muss noch ein Jahr warten, was ihm aufgrund seiner emotionalen und sozialen Entwicklung gut tun wird, ihn jedoch sehr kränkt. Er fühlt sich zurückgewiesen. Intellektuell kann er das schon einordnen und dennoch fuchst es ihn.
Und als letztes: Wenn er Abi macht, wird er im November drauf erst achtzehn! Und da soll er schon wissen, was er werden will!!??
Also wie gesagt, wie mans macht, kann es verkehrt sein.
Mein Fazit: Eine Entscheidung treffen und gegenenfalls immer wieder neu anpassen.
Grüßle Jutta
Ich kenne ein Mädchen, das jetzt gerade nach den Herbstferien mit 4,9 Jahren eingeschult wurde. Sie hat sich im Kindergarten so dermaßen gelangweilt, dass es alle -einschließlich der Eltern- für die beste Lösung halten.
Statt nachmittags zu spielen, hat sie seit 1,5 Jahren schon lieber mit ihrem großen Bruder am Schreibtisch gesessen und Hausaufgaben gemacht.
Der Bruder ist mittlerweile positiv auf Hochbegabung getestet; bei ihr steht das auch im Raum, ist aber noch nicht getestet.
Um den Schulstoff mache ich mir bei ihr keine Sorgen, das wird sie höchstwahrscheinlich gut meistern. Anders sieht das da schon bei ihrer sozialen Entwicklung aus, da ist sie eben einfach noch nicht so weit. Trotzdem denke ich, dass es in ihrem Fall auf jeden Fall einen Versuch wert ist. Denn irgendwas mussten die Eltern unternehmen, das Kind war trotz Englisch- und Französischkurs einfach nicht ausgelastet und im Kindergarten unglücklich.
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