Verfasst am: 17.10.2007, 10:44 Titel: Vorzeitig Einschulen - Ja oder Nein?
Hallo zusammen,
ich brauche mal wieder einen Rat
Mein Sohn ist jetzt im September (03.09.2002) fünf Jahre alt geworden, und hat somit ja eigentlich noch 2 Jahre Kindergarten vor sich bis er zur Schule gehen sollte.
Jetzt ist es aber so, das Dean-Laurin schon im nächsten Jahr zur Schule kommen soll. Er wäre noch 3 Wochen fünf vom Einschulungstag an.
Er ist ein sehr aufgeweckter Junge, beschäftigt sich lieber mit Dingen die schwieriger sind und er sie dann kann, wie mit Dingen die einfach sind, denn die Sachen langweilen ihn sehr schnell und er fängt an unsinn zu machen.
Meine Tochter ist im zweiten Schuljahr einer Regelgrundschule, und wenn sie Hausaufgaben macht, dann möchte er auch immer rechnen oder schreiben lernen.
Gestern war ich dann beim Kinderarzt, der mir auch sagte, das dieser Junge vorzeitig zur Schule muß, denn er sei sehr clever und wäre ein echtes "Kann Kind". Die Erzieher im Kindergarten schließen sich dem Kinderarzt an.
Ist natürlich für Eltern sehr schön zu hören, dennoch kommt eine gewisse Unruhe deswegen auf, soll man das machen oder besser nicht????
Was ist Richtig und was ist falsch????
Kann uns hier vielleciht jemand mal seine Erfahrungen oder Tips schreiben!!!
Wären echt dankbar.
Lou ist in diesem Jahr ebenfalls mit 5 zur Schule gekommen und 6 Wochen später 6 geworden. Bei ihr war es auch so, dass alle sagten, sie solle gehen und zum Schluss war uns das auch vollkommen klar. Das Wichtigste: es war gut so! Lou fühlt sich wohl in der Schule, kommt gut mit und es macht ihr Spaß. Es wäre echt hart für sie gewesen, jetzt nicht zur Schule zu kommen, zumal sie schon 3 Jahre im Kindergarten war.
Allerdings muss man das wirklich am einzelnen Kind festmachen. Ich kenne auch Kinder, die sind ebenfalls Kann-Kinder, aber die bleiben noch ein Jahr im Kindergarten und für die ist das auch gut so, lässt sich also nicht verallgemeinern ...
Aber wenn Euch dass alle durch die Bank weg empfehlen, sieht es ja so aus, dass Dean-Laurin dann schon zur Schule gehen kann. Aber Ihr habt ja noch Zeit, ihn zu beobachten und Euch dann im Frühjahr eine Meinung zu bilden.
Beste Grüße
Martin _________________ Papa von Sternen-Löwe Leon Julius - geliebt von uns allen und immer in unseren Herzen
also wenn er wirklich so interessiert ist und es alle befürworten, würde ich ihn einschulen.
3 Wochen ist ja eigentlich auch nicht extrem viel früher als normal (also bis er 6 wird).
Hier ist ein Thread zum Thema: http://www.REHAkids.de/phpBB2/search.php?mode=results _________________ LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
Freund: GM-Epilepsie (VNS-Träger)
meine Nichte wurde letztes Jahr im August sechs und die vorzeitige Einschulung war das beste, was ihr passieren konnte. Sie ist auch sehr clever und wissbegierig und hat auch den Test zur vorzeitigen Einschulung als Beste bestanden *stolze Tante ich bin* .
Jetzt ist sie in der zweiten Klasse und kommt nach wie vor gut in der Schule zurecht, sieht mit ihren sieben Jahren auch schon ein bis zwei Jahre älter aus.
Es kann für Kinder, die schon recht weit sind, von Vorteil sein, wenn sie früher eingschult werden.
Meine Schwester war damals auch ein "Kann-Kind" (ebenfalls im August geboren) und ging später aufs Gymnasium. Als sie in der 10. Klasse sitzen blieb, fiel das später keinem groß auf, weil sie dann ja regulär die Schule verlassen hatte.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Liebe Denise,
ich habe 3 Kinder. Alle habe ich zu verschiedenen Zeitpunkten eingechult. Meine Große wurde fast 7, mein Sohn war auch noch 5 (08.09.) und Jonna habe ich sogar noch ein Jahr zurückstellen lassen, so dass sie 7 1/2 schon war.
Ich denke, es kommt auf das Kind drauf an. Ich bin froh, dass ich unseren Sohn mit noch 5 eingeschult habe. Er ist inzwischen 10 und geht in die 5. Klasse auf dem Gymnasium. Ich glaube, er hätte sich gelangweilt, hätte ich ihn noch ein Jahr zu Hause gelassen.
Also versuch es doch ruhig.
LG, Angelika.
das ist ja komisch, wir wohnen in Baden-Württemberg und bei uns ist der Stichtag der 30.09. somit wäre dein Kleiner hier sowieso schulpflichtig.
Ich hab gar nicht gewußt daß der Stichttag gar nicht bundesweit verschoben wurde, sondern nur bei uns.
Meine Tochter wird nächstes Jahr auch eingeschult, sie ist 2 Monate älter als dein Sohn und ich seh bei ihr keine Veranlassung sie zurückstellen zu lassen. Im Gegenteil, sie wäre sicher unglücklich noch mal ein Jahr im Kindi.
Mein Großer war auch Kann-Kind, er wurde nicht eingeschult, allerdings waren auch alle (einschließlich mir) dagegen, jetzt hat er die Diagnose Asperger Syndrom, von demher liegt hier der Fall sicher anders.
Du hast schon ein Kind in der Schule, von daher denke ich, kannst du ja schon ganz gut beurteilen was da so auf ihn zukommt und ob du es ihm zutraust. Ich denke auch es kommt total auf`s Kind an, wenn eines schnell begreift tut man ihm wahrscheinlich keinen Gefallen mit einer späteren Einschulung.
Zu meinem Sohn geht ein Mädchen in die Klasse, wurde mit 5 eingeschult und ist Klassenbeste (3. Klasse).
Hallo Denise,
Du hast ja noch Zeit, Dein Kind zu beobachten, oder?
Bei uns war es so, daß unser Kleiner am Tag nach seinem 6. Geburtstag eingeschult wurde. Und wir haben monatelang mit uns gerungen, ob wir das richtige tun.
Erst einmal haben wir ihn angemeldet. Die Schulleitung hatte uns zugesichert, daß wir ihn auch noch kurzfristig wieder abmelden könnten.
Aber es war wirklich die richtige Entscheidung . Der Lütte geht nun in die zweite Klasse, fühlt sich Pudelwohl und ist ein guter, aufmerksamer Schüler.
Letztendlich muß es jeder selber wissen, und das macht das ganze eben so schwierig. Jesdes Kind ist anders!
LG Heike _________________ Heike (02/68)mit Lars (06/97), Asperger Autist
möchte hier auch noch meinen Senf dazu geben, da es bei den hier erwähnten vorzeitig eingeschulten Kindern gut läuft.
Meine Tochter ist auch mit 5 Jahren in die Schule gekommen, sie wurde im Juni 5 und wurde im August eingeschult. Natürlich hatte sie im Vorfeld alle Tests mit Bravour bestanden, sonst hätten wir gar keine Genehmigung gekriegt.
Mittlerweile ist sie 7 und in der 3. Klasse. Sie hat lt. Lehrerin und Nachmittagsbetreuung keinerlei Schwierigkeiten mit anderen Kindern, aber seit einem 3/4 Jahr sagt sie immer öfter: "Eigentlich bin ich ja erst in der 2. Klasse!"
Ihre Leistungen sind sehr schlecht geworden, und das liegt nicht an ihrer Intelligenz, die ist nämlich getestet.
Vielleicht hat es auch ganz andere Gründe, dass sie praktisch ihre Leistungen verweigert, das könnte natürlich auch sein.
Im Moment sehe ich es allerdings so, dass ich mich nicht noch mal für die frühe Einschulung entscheiden würde.
LG;Claudia _________________ Claudia, Bj. '64, mit Rebecca, * '96, Asperger, HB, ADHS, Asthma, und Melissa, * '00, Asthma
ich denke, es kommt auch drauf an, in welchem Bundesland Du wohnst. Hier in Baden Württemberg wird der Einschulungstermin kontinuierlich nach vorne gezogen. Im Prinzip darf jedes Kind mit 5 Jahren in die Schule ohne irgendwelche besonderen Test.
Mein Sohn war 5,5 und es war für ihn richtig, obwohl er mit Abstand der jüngste war und nun in der 3. Klasse der Altersunterschied zu seinen Mitschülern immer größer wird. Das liegt daran, dass in der 3. Klasse unglaublich viele Eltern ihre Kinder zurück stellen lassen, um die Empfehlung für das Gymnasium zu schaffen. Das kenne ich aus meiner eigenen Grundschulzeit überhaupt nicht.
Wenn Dein Sohn offen ist, sich traut, die Lehrerin um Rat zu fragen, den Weg im Schulgebäude findet, Konflikte aushält und ansonsten fit ist, würde ich schon dazu raten. Aber Du kennst Dein Kind am Besten.
Viele Grüße
Sabine _________________ Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)
Meine Tochter ist auch mit 5 Jahren in die Schule gekommen, sie wurde im Juni 5 und wurde im August eingeschult.
Das ist aber schon nochmal was anderes als ein Kind, dass ein paar Wochen nach Schulbeginn 6 Jahre wird - dein Kind ist ja erst zwei Monate vor Schulbeginn 5 geworden. In dem Alter macht ein Dreivierteljahr schon noch einiges aus.
Was sagt denn dein Sohn, Denise? Möchte er auch in die Schule gehen (es klingt so)? Die Fragen von Sabine finde ich wichtig, die soziale Komponente darf man nicht vergessen. Wenn er es selber möchte und sich dann auch noch alle einig sind, dass er eingeschult werden sollte (unter Beachtung auch der sozialen Entwicklung), würde ich ihn lassen. _________________ Liebe Grüße, Elke
(Hashimoto, Depression, soziale Phobie mit selbstunsicher-vermeidenden Persönlichkeitszügen, V.a. Asperger...)
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